Die Energieversorgung in Deutschland steht vor dem Kollaps

Wenn es noch eines Beweises für das Scheitern der Energiewende bedurft hätte, der Entwurf des Gesetzes mit dem sperrigen Namen „Ersatzkraftwerkebereithaltungsgesetz“ macht es publik. Bereits der „Ampel“-Koalitionsvertrag hatte die Notwendigkeit von Gaskraftwerken festgeschrieben, obwohl auch sie zu den CO2-Emittenten zählen. Doch nun steht selbst eine ausreichende Gasversorgung auf der Kippe.

Sinngemäß heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfes, dass ein temporärer Weiterbetrieb von den verschmähten Kohlekraftwerken erforderlich sei. Der seit Jahren von der grünen Energiepolitik verfolgte Kohleausstieg muss zeitweise suspendiert werden, auch zur Schonung der Gasreserven, um die es schlecht bestellt ist.

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Wirtschaftsministerium empfiehlt Ausstattung mit Notstrom-Aggregaten

Erinnern Sie sich noch? Im September 2021 schrieben wir in unserem Artikel „Bald werden Notstromdiesel zum Verkaufsschlager„: Wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Wer über ein Mindestmaß an elektrischer Versorgung in seinem Haushalt verfügen will, muss allmähliche Vorsorge treffen und sich einen Notstromdiesel zulegen.

In dem Beitrag ging es unter anderem um die bevorstehende Abschaltung von drei Kernkraftwerken und den dadurch notwendig werdenden Einsatz von Fossilkraftwerken.

Inzwischen hat sich die Energieversorgung in Deutschland und Europa durch den russischen Krieg in der Ukraine dramatisch verschlechtert. In dieser Situation nun auch noch die letzten drei Kernkraftwerke abzuschalten, ist politischer Irrsinn.

Unsere Ankündigung wird schneller als vermutet zur Gewissheit: Wie Bild vom 2. Juli 2022 schreibt, empfiehlt das Habeck-Ministerium „die Ausstattung mit Notstromaggregaten insbesondere für Betreiber von kritischer Infrastruktur. Überbrückungszeit 72 Stunden.“ 

MdB Pilsinger, der nach Notfall-Plänen gefragt hatte, ist entsetzt: „Dass die Regierung die Anschaffung von Notstrom-Aggregaten empfiehlt, ist ein Offenbarungseid.“

Habeck und die Grünen stürzen Deutschland in die Katastrophe

Der Ex-Bildzeitungs-Redakteur Julian Reichelt liefert eine glasklare Analyse des Pressestatements von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck aus Anlass seiner Verkündung der Alarmstufe Gas. Die Analyse ist erschreckend und verstörend, weil sie den Bankrott der Energieversorgung Deutschlands bedeutet: https://deutschlandkurier.de/2022/06/julian-reichelt-habeck-und-die-gruenen-nicht-putin-stuerzen-deutschland-in-die-katastrophe/ 

Die Ankündigung von Robert Habeck, verstärkt wieder Kohlekraftwerke einzusetzen und dafür die für den Umstieg auf Wind- und Solarenergie notwendigen Gaskraftwerke abzuschalten sowie den Weiterbetrieb der letzten Atomkraftwerke nur aus Rücksichtnahme auf den Gründungs-Mythos seiner Partei fahrlässig zu blockieren, demonstriert eine wohl noch niemals dagewesene Verantwortungslosigkeit eines Bundeswirtschaftsministers.

Das Rheinische Revier ist seit Jahrzehnten eine innovative Wirtschafts- und Forschungsregion

„Gemeinsam in Richtung Morgen-Land“ lautet die Vision der Industrie- und Handelskammer für den wirtschaftlichen Wandel im Rheinischen Revier. Die viel beschworene Transformation von der Kohle hin zu Erneuerbaren und Hightech stand im Mittelunkt einer IHK-Veranstaltung („Blauer Teppich“) am 13.06.2022 in Aachen. Mit den Worten „Wir können Wandel“ wies die IHK Präsidentin Gisela Kohl-Vogel auf rund 1800 Firmen hin, die im ehemaligen Aachener Steinkohlenrevier seit den achtziger Jahren rund 36.000 neue Jobs im Tech-Bereich entstehen ließen. Die heute noch von der Braunkohle dominierte Region soll binnen weniger Jahre “in eine lebenswerte und innovative Wirtschafts- und Forschungslandschaft verwandelt werden“.

Bei aller Wertschätzung neuer Ideen und Vorschläge darf nicht übersehen werden, dass das Rheinische Revier seit Jahrzehnten eine innovative Wirtschafts- und Forschungsregion war und ist. Dazu schrieb Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt einen Brief an die IHK-Präsidentin, in dem er auf vorhandene und einstmals vorhandene technische Einrichtungen hinweist, die in Nordrhein-Westfalen existieren oder aus politischen Gründen aufgegeben werden mussten:

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Von einer Abhängigkeit in die Nächste

Wenn die letzten Monate etwas gezeigt haben, dann, dass Krieg, Abhängigkeiten und Wirtschaftskrise gnadenlos energiepolitische Fehlentscheidungen der letzten zwei Jahrzehnte erkennbar gemacht haben. Klimaschützer und ihre politischen Verbündeten haben das subventionsgetriebene Wachstum erneuerbarer Energien mit Beweisen dafür verwechselt, dass die Welt bereit ist, schnell auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Kohle, Öl, Kernenergie und letztlich auch Gas wurden erst die gelbe und bald die rote Karte gezeigt. Die Weltwirtschaft ist hingegen noch sehr weit davon entfernt, fossile Brennstoffe vollständig zu ersetzen.

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Offener Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck

Vorwort von Dr. Klaus Thimm

„Die Frage, mit welcher Energie Deutschland seine Zukunft bestreiten soll oder will und wer das entscheiden soll – diese Frage ist geradezu zu zu einer religiösen, zu einer Glaubensfrage geworden. In ihrer Brisanz erinnert sie an die religiösen Auseinsandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten. In der Zeit der Reformation und danach.Was dabei durchaus vergleichbar ist: So wie in der Zeit der Reformation und danach nur wenige Menschen nachvollziehen konnten, worum denn da eigentlich gestritten wurde, so können auch heute nur wenige erklären, was denn eigentlich die Vorzüge und Nachteile der unterschiedlichen Systeme sind, um die hier so erbittert gestritten wird: In fast allen Fällen sind das „pro“ und „contra“, die gegeneinander abgewogen werden müssen, so komplex, dass Fachwissen auf mehreren Ebenen eingesetzt werden muss, um zu einer „geeignetsten“ Lösung zu kommen. Und da kann es nicht um Ideologie gehen, mit der die Vorstellungen einer bestimmten Partei oder Religion und ihrer Einpeitscher und Anhänger befriedigt werden sollen. Da aber alles, was mit „Energie“ zu tun hat, sachlich gesehen in die Bereiche Naturwissenschaft und Technik gehört, sollte man sich in diesen Bereichen schon auskennen, um hier gegeneinander abwägen und so mitreden zu können – sich auf „Gottes Willen, so wie ich ihn interpretiere“ oder ein bestimmtes „Schöpfungsbewahrungsverständnis“ zu berufen, reicht hier nicht. Deshalb ist jedes Bemühen darum, hier Aufklärung und Probleme verständlich zu machen, zu begrüßen als Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.

Eine solche Investition hat Dr. Ambos vorgelegt mit einem an Wirtschaftsminister Harbeck gerichteten „offenen Brief“. Ein Brief, der solche Aufklärung bringt und nachholt, was die öffentliche Debatte in den Medien, in Politik und schließlich auch in den Kirchen und NGO’s nicht leisten will, kann und leisten darf. Dieser Brief klärt sehr sachlich und ohne pateipolitische oder weltanschauliche Polemik auf, wie es eine einer bestimmten Klientel oder einer „öffentlichen Meinung“ verpflichtete Politik nicht will und geradezu verbietet.

Eine Politik, deren Vertreter sich einmal der Frage werden stellen müssen: Warum haben wir es in unserm Deutschland so weit haben kommen lassen, dass wir im Vergleich zu anderen Ländern und deren Gesellschaften Energie nicht mehr bezahlen können und im besten Fall bei den Nachbarn erbetteln müssen, deren Kernkraftwerke auch dann noch Strom erzeugen, wenn Sonne und Wind „nicht zur Verfügung stehen“. Es wird interessant sein, mit welchen Scheinargumenten die Vertreter dieser Parteien und Weltanschauungen sich dann werden herausreden wollen!

Herzlichen Dank, Herr Dr. Ambos, für diese Meisterleistung an Aufklärung!“

Das ganze Desaster der Energiewende in komprimierter Form eines  Offenen Briefes am 3o.o5.2022 an den Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck gerichtet von Hans Ambos, ehemals Leiter der Radiochemie im Kernkraftwerk Biblis Leiter der Radiochemie (1976 bis 2005), seit 10 Jahren freiberuflicher Dozent für die IHK in Sachen Strahlenschutz, Kerntechnik, Physik und Ähnliches.

 

Sehr geehrter Herr Minister Robert Habeck,

als Wirtschafts- und Klimaminister arbeiten Sie an der Energiewende und an der „Dekarbonisierung“ Deutschlands zur Abwendung der „Klimakatastrophe“. Ihr Ziel ist 100 % „Erneuerbare“ in wenigen Jahren. Ihr „Osterpaket“ zur Energiewende lässt viele Fragen offen. Der Anteil von Wind- und Solarenergie beträgt nur 5 % am Primärenergieverbrauch (2021) in Deutschland. Durch den Doppelausstieg aus Kohle und Kernenergie entsteht eine gewaltige Versorgungslücke. Zudem explodieren die Kosten der Energiebeschaffung.

Sie trauen sich dennoch zu, die „Energiewende“ zu schaffen und sind überzeugt die notwendigen Kompetenzen zu haben. Vorsorglich sagen Sie aber schon mal: „Für die vielleicht arrogante Überheblichkeit bitte ich um Entschuldigung“. Sie wollen „große und harte Entscheidungen treffen!“ Meinen Sie damit die Kosten, die auf uns Bürger zukommen werden? Die Veränderungen des Landschaftsbildes? Die Strommangelwirtschaft? Darf man Ihnen dann entgegenhalten: „Bringen Sie die Lösung oder Sie sind das Problem.“

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Korrektur der Energiewende dringend erforderlich

Unsere Leser werden sich noch an den Beitrag „Deutschland’s Energiepolitik mit massiven wirtschaftlichen Folgen“ erinnern. Dem Beitrag lag eine Wertung von Prof. Henrik Paulitz zugrunde. Paulitz ist seit Jahrzehnten mit der Energiepolitik befasst und sagt: Die Versorgungssicherheit ist nicht theoretisch in einer fernen Zukunft gefährdet, sondern sehr akut. Es geht um Gefahren für Wohlstand, Leben und Gesundheit, für die Zukunft dieser Industriegesellschaft, für das Wohlergehen künftiger Generationen und für die Stabilität und den Frieden Europas. Er wirbt seit Jahren für eine Neujustierung der Energiepolitik.

In seinem jetzt erschienen Buch „StromMangelWirtschaft“ begründet Paulitz, warum eine Korrektur der Energiewende dringend erforderlich ist. Der Deutsche Arbeitgeberverband stellt in seiner Kolumne „Die Energiefrage #79″〈1〉 das Buch mit folgendem Text vor:

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Wirtschaftliche Stärke hat Vorrang vor „grün“

Eine bemerkenswerte BaFin-Ankündigung, um Hindernisse und potenzielle Bedrohungen für die Energiesicherheit inmitten des drohenden Verbots russischer Energieimporte zu beseitigen:

„Vor dem Hintergrund der dynamischen regulatorischen, energie- und geopolitischen Lage haben wir beschlossen, unsere geplante Richtlinie für nachhaltige Investmentfonds auf Eis zu legen“, erklärte BaFin-Präsident Mark Branson die Abkehr von der ESG-Richtlinie [1].

Seine Behörde rückt nun von ihrem ursprünglichen Plan ab, das Greenwashing von Finanzprodukten zu minimieren. Dazu hatte die Aufsicht einen Richtlinien-Entwurf erarbeitet, der entsprechende Regeln für Fonds aufstellte, die mit Nachhaltigkeit werben wollten. Sie sollten ihre positive Bilanz in den Sachen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environment, Social, Governance – kurz ESG) nachweisen müssen.

”Es gehört nicht zu unserem gesetzlichen Auftrag, umweltpolitische Ziele zu verfolgen”, erklärte Branson. Die Aufgabe der BaFin sei es, sicherzustellen, dass die Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsrisiken im Griff haben. ” Es sind also Finanzrisiken, mit denen wir uns beschäftigen, zum Beispiel Stranded Assets in den Bilanzen von Banken oder Anlageportfolien von Versicherern.”

Die Ankündigung der BaFin ist ein Zeichen dafür, dass Deutschland beginnt, grüne Fesseln zu brechen, die das Wirtschaftswachstum bremsen.

 

[1] https://finanzbusiness.de/nachrichten/banken/article13983412.ece

Materialrohstoffe: Raubbau im Namen der Umwelt

Dieser Titel erfolgte in Anlehnung eines Spiegelartikels [2].

In ihrem Bericht „The Role of Critical Minerals in Clean Energy Transitions“ [1] beschreibt die Internationalen Energieagentur (IEA) eine Diskrepanz zwischen den klimatischen Ambitionen der Welt und der Verfügbarkeit kritischer Mineralien für den Aufbau einer Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien. Dieser Bericht war bereits Gegenstand einer früheren Meldung von uns.

Seit Erscheinung des IEA-Berichtes hat sich die globale politische Situation grundlegend geändert. Mit dem Ukraine-Krieg sind die ausländischen Abhängigkeiten bei fossilen Energieträgerimporten und bei Materialrohstoffen für die erneuerbaren Energien gravierend sichtbar geworden. Der Welthandel ist pandemiebedingt derzeit in einem extrem schwierigen Fahrwasser. Die Handelsgüter aus Asien unterliegen fast ausnahmslos enormen Lieferschwierigkeiten. Vorhersagen, wie lange dieser Zustand anhält, sind nicht möglich.

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Umdenken in der Energiepolitik ist zwingend

Die deutsche und europäische Abhängigkeit von russischem Erdgas, der Kernenergieausstieg und die Probleme einer sichere Energieversorgung angesichts des Krieges in der Ukraine, sind die Themen eines Podcast im neuen Internetradio „Kontrafunk“ (Schweiz), wo von Burkhard Müller Ullrich mit den Sachkundigen Professor Fritz Vahrenholt und Dipl.-Ing. Manfred Haferburg über die Energiekrise diskutiert wird.

Link: https://kontrafunk.radio/de/

Im Hinblick auf die dort vermittelten Informationen kann man nur hoffen, dass Vernunft über Ideologie siegt und dass es für ein Umdenken in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht zu spät ist. Vielleicht gibt es erst ein schmerzhaftes Erwachen, wenn wir alle unsanft aus der Wohlstandshängematte gefallen sind.