Schweden: SMR auf der Zielgeraden

Quelle: StudsvikAG [1]

Nach einer wettbewerbsorientierten Bewertung hat das schwedische Nukleartechnologieunternehmen Studsvik AB [1]  GE Vernova Hitachi Nuclear Energy und Samsung C&T als strategische Partner für ein geplantes vierteiliges BWRX-300-Projekt mit einer Gesamtleistung von etwa 1.200 MWe ausgewählt. Das Projekt ist entweder für Studsviks lizenziertes Kernkraftwerk in Nyköping oder Målma in Valdemarsvik geplant, und die erste Einheit soll Mitte der 2030er Jahre in Betrieb genommen werden.

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Irlands Klimapolitik im Spannungsfeld der Zeitenwende

 

Irland repräsentiert das Spannungsfeld zwischen bestehendem und erwünschtem neuen Wirtschaftsmodell noch viel besser, als es Deutschland tut.

Oscar Wilde hatte leicht reden „Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet.

Die grüne Insel nutzt seine reichhaltig vorhandenen saftigen, grünen Wiesen für seine treibhausgaslastige Landwirtschaft. Gleichzeitig etablieren sich urbane Zentren, allen voran Dublin, als Hotspots für energiehungrige Rechenzentren in Europa. 

Irland droht seine Klimaziele zu verfehlen,[1] Deutschland ebenso.[2] Interessenkonflikte werden dabei naturgemäß zunehmen.

Der Tunnelblick auf Treibhausgasemissionen durchkreuzt jedwede rationale Bewertung von nachhaltigen Wirtschaftsstrategien. Dieser Meinung ist nicht nur das ‚Irish Climate Science Forum‘.[3]

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Schweiz: Das Neubauverbot für KKW wurde aufgehoben

Das Schweizer Parlament hat am 18.06.2026 nach langen Debatten dem Vorschlag von Energieminister Rösti zugestimmt, das seit 2017 geltende Neubauverbot für KKW wieder aufzuheben. Umweltverbände sind empört und kündigten ein Referendum an, wenn dafür ausreichend Unterschriften gesammelt werden.

Ein Hintergrund für Rösti‘s Vorstoß und die erneute Debatte war u. a. die seit längerer Zeit laufende Volksinitiative Blackout stoppen [1] einiger Wirtschaftsverbände und bürgerlicher Parteien – darin geht es um die zukünftige Strom-Versorgungssicherheit der Schweiz und deren vermeintliche Gefährdung verbunden mit der Forderung, dass die Schweiz sich alle „klimafreundlichen Technologien“ offenhalten müsse.

Momentan beziehe die Schweiz rund 30 % ihres Stroms aus Kernenergie, so Bundesrat Rösti, der in der Debatte argumentiert, dass die Schweizer für die Stromversorgung der Zukunft zwischen klimaschädlichen Gaskraftwerken, unsicheren Stromimporten oder neuen Kernkraftwerken wählen müssten. Seit der letzten Abstimmung hätten sich zudem die Rahmenbedingungen geändert – durch die Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges und einen steigenden Strombedarf der Schweiz. Den Bau neuer KKWs müsste man sich daher offenhalten, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Für mögliche Standorte hatte der Energieminister auch schon eine Idee und erwähnte dabei die bestehenden KKW-Standorte Leibstadt und Beznau nahe der deutschen Grenze.

Zur Erinnerung: Am 27. 11. 2016 hatte das Schweizer Stimmvolk die Eidgenössische Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» (Atomausstiegsinitiative) der Grünen mit 54,2% Nein- gegen 45,8% Jastimmen deutlich abgelehnt. (siehe auch hier)

 

Nun prüft auch Norwegen den Kernenergie-Einsatz

Norwegen hatte nie kommerziell betriebene Kernkraftwerke. Interessanterweise konzentrierte sich das Land auf nukleare Forschung (Halden), Silllegung alter Reaktoren und seit ein paar Jahren auf die Prüfung zukünftiger Small Modular Reactors (SMR)-Technologien. Es betrieb allerdings zwei Forschungsreaktoren zur Herstellung medizinischer Radioisotope und zu Forschungszwecken. Eine zentrale Zwischen- und Endlagerstätte für schwach- und mittelradioaktive Abfälle wird in Himdalen betrieben. Norwegen betreibt ein weitreichendes Überwachungssystem für radioaktive Strahlung, besonders im Hinblick auf russische Aktivitäten in der Arktis.

Bislang sah Norwegen keinen Bedarf für die nukleare Stromerzeugung. Es war gewissermaßen mit Wasserkraft gesegnet, die etwa 88 % der Stromerzeugungskapazität Norwegens ausmacht. Den Rest mit 11 % liefern Windparks.

Aufgrund der gestiegenen Akzeptanz in der Bevölkerung prüft die Regierung den Einstieg in die Kernenergie. Im Fokus stehen SMR, insbesondere ein geplantes Projekt von Norsk Kjernekraft in Aure und Heim [1].

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USA zieht sich aus dem UN-Klimarahmenabkommen zurück

Nach einer Meldung des Competitive Enterprise Institute (CEI), kündigte Präsident Donald Trump im Januar an, dass die Vereinigten Staaten sich aus dem Klimarahmenübereinkommen der Vereinten Nationen (UNFCCC) zurückziehen werden. Um dies jedoch formell zu machen, mussten die USA den Rückzug an die UN mitteilen. Damit habe die Uhr für die offizielle Aufhebung begonnen. Laut den Vereinten Nationen wurde die US-Austrittsbenachrichtigung am 27. Februar 2026 „vollzogen“. Aufgrund der Verfahrensanforderungen müssen die USA ein Jahr auf den offiziellen Vollzug warten. Wie von den Vereinten Nationen erklärt, wird der offizielle Rückzug am 27. Februar 2027 erfolgen. Dieser Austritt ist umfassender als der zuvor angekündigte (und begonnene) Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen von 2015.

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Dänemark sorgt sich um Energie-Autarkie

Was Deutschland von Dänemark lernen kann: Dänemark sorgt sich um seine und der europäischen Energie-Autarkie.

Mit Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie und bis 2030, spätestens 2035 auch aus der Kohle sowie des Förderverbots des reichlich vorhandenen Schiefergases ist Deutschland zwingend auf den Import von Gas angewiesen. Mit der erneuerbaren Energie allein wird Deutschland seinen Energiebedarf unter keinen Umständen decken können. Der deutsche Primärenergie-Bedarf beträgt derzeit rund 80 Prozent an fossilen Energieträgern.

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Frankreich veröffentlicht Energie-Programm mit sechs neuen Kernreaktoren

Frankreich hat sein drittes Energieprogramm „Programmation pluriannuelle de l’énergie“ (PPE3) für den Zeitraum 2026 – 2035 publiziert [1]. Dieser zentrale energiepolitische Fahrplan sieht einen Stromanteil von 60% am gesamten Energieverbrauch bis 2030 vor. Heute liegt dieser bei rund 30%. Vorgesehen ist der Bau von sechs neuen Kernreaktoren sowie ein Energiemix mit erneuerbaren Energien. Das bedeutet 30 % der Primärenergie bis 2030 in Elektrizität zu überführen. Ein sehr ehrgeiziger Plan.

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Polen: Überwältigende Zustimmung zur Kernenergie

Die Kernenergie genießt in Polen einen bemerkenswert starken Rückhalt in der Bevölkerung. Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage sprechen sich über 90% der Polinnen und Polen für den Ausbau der Kernenergie aus. Die Regierung sieht darin ein starkes gesellschaftliches Mandat für die Kernenergie.

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Norwegen mit der EU-Energiewende unzufrieden

Wasserkraftwerk am Fluss Namsen in der Provinz Nord-Trøndelag, Norwegen

Norwegen wird zunehmend ungeduldig, Europas Energiewende weiterhin zu unterstützen. Deutschland’s Beharren auf einem einheitlichen Strompreis im ganz Land treibt die Stromrechnungen in Norwegen in die Höhe und drängt Norwegen aus dem europäischen Strommarkt, sagte Energieminister Terje Aasland gegenüber Euractiv in einem exklusiven Interview.

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Japan hält unverändert an der Kernenergie fest

Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa, Quelle: gettyimages

Die japanischen Behörden genehmigten am 21. November 2025 nach Sicherung gegen ein Tsunami die Wiederinbetriebnahme des weltweit größten Kernkraftwerks Kashiwazaki-Kariwa. Ein weiterer wesentlicher Schritt im Prozess zur Wiederaufnahme des Betriebes nach der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011. Damit sind bis Ende 2025 wieder 14 Reaktorblöcke in Betrieb.

Zunächst will der Betreiber TEPCO zwei Reaktoren der Anlage reaktivieren. Diese haben eine Gesamtnennleistung von 2.710 MW. Das ist rund ein Drittel der Gesamtleistung des Kernkraftwerkes von insgesamt 8.212 MW.

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