Die Bedeutung der Strahlungsrückkopplung: Kontroverse Ansichten

Seit Jahrzehnten steigt die Erdtemperatur geringfügig aber stetig an. Die Ursache ist wissenschaftlichen umstritten. Nicht für den Weltklimarat IPCC, der die vom Menschen verursachte CO2-Emissionen durch die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl dafür verantwortlich macht. Für ihn ist klar, dass der Strahlungsantrieb des CO2 ursächlich ist aus dem eine globale Temperaturänderung abgeleitet wird.

Dass das CO2 einen Einfluss auf die Erdtemperatur hat, ist allgemein unbestritten. Die Frage ist vielmehr, wie groß der Einfluss des zusätzlich vom Menschen erzeugten CO2 zum natürlichen globalen CO2-Kreislauf ist. Bekanntlich absorbiert CO2 einen Teil der von der Erdoberfläche abgegebenen langwelligen Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) und gibt diese Energie in alle Richtungen wieder ab, auch wieder zurück zur Erdoberfläche (Rückstrahlung).

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Die Temperaturveränderung (Anomalie) in den letzten Jahrzehnten

Trotz regional teils jahreszeitlich ungewöhnlich tiefer Temperaturen steigt die Erdtemperatur gering aber stetig an. Das Diagramm der NASA [1] zeigt die Veränderung der globalen Oberflächentemperatur im Vergleich zum Basisdurchschnitt für den 30-Jahres-Zeitraum von 1951 bis 1980. Die globale Oberflächentemperatur der Erde war 2025 etwas wärmer als 2023 – aber innerhalb der Fehlergrenze: Die beiden Jahre sind laut einer Analyse von NASA-Wissenschaftlern effektiv gleichauf. Da die Aufzeichnungen 1880 begannen, bleibt das heißeste Jahr 2024 [1].

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Wie ist die IPCC-Konferenz in Äthiopien zu bewerten, was ist als Ergebnis herausgekommen?

Vom 12. – 16. Oktober 2026 fand in Addis Abeba, Äthiopien eine IPCC-Konferenz statt. KI bewertete sie eher als politischen Rückschlag denn als inhaltlichen Durchbruch. Wichtig sei aber, dass dort nicht über neue Klimawissenschaft entschieden wurde, sondern vor allem über den Zeitplan des nächsten großen IPCC-Berichts (AR7) und über dessen Finanzierung.

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Relativierung der UNO-Warnung vor „El Niño mit beispielloser Stärke“

Hitze, Dürre, Überflutungen – solche globalen Wetterphänomene wird es in Zukunft noch häufiger geben, heißt es im Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) [1].  Die Welt befinde sich auf dem Weg zu einer Erderwärmung von bis zu 2,6 Grad Celsius, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

Das Klimaphänomen El Niño könnte eine bislang unbekannte Intensität erreichen. Die Weltwetterorganisation warnt vor zunehmenden Wetterextremen. Zusammen mit dem Klimawandel könnte das Phänomen 2027 zum heißesten Jahr seit Messbeginn machen, meldeten gleichlautend Deutschlandfunk [2] und BE24 [3].

Bereits in den kommenden Jahren werde das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens dauerhaft überschritten sein, sagt Inger Andersen, UNEP-Generaldirektorin, in Nairobi. Der neue Bericht ihrer Organisation betone, „dass wir alles tun müssen, um diese Überschreitung zu begrenzen“. Andersen mahnt: „Wir dürfen nicht über eine Erderwärmung von 1,8 Grad Celsius hinausgehen. Geschieht das, wäre es schwierig die Folgen rückgängig zu machen.“ Zu den möglichen Folgen gehören verstärkte Extremwetterereignisse, der Verlust von Ökosystemen und die Überflutung kleiner Inseln und tiefliegender Küstenstädte.

Vor drei Jahren sagte UN-Generalsekretär António Guterres gegenüber Reportern, dass „das Zeitalter des globalen Siedepunkts angebrochen ist.“ Im September wiederholte er den Alarm. Beim Start des ersten UN-Berichts über das „Überschreiten der Temperatur“ erklärte er: „Die Menschheit überschreitet die Grenze, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden.“

 Vijay Jayaraj*) vom Thinktank CO2-Coalition widerspricht [4], „Guterres‘ Hysterie beruht auf drei schwachen Beinen: einem Worst-Case-Szenario, das die eigenen Autoren nun aufgegeben haben, eine „vorindustrielle“ Basislinie aus einem der kältesten Jahrhunderte seit 2.000 Jahren, und nahezu völlige Stille über warme Perioden, die mehreren Megawatt-Kraftwerken und SUVs um Hunderte und Tausende von Jahren vorausgingen.“ Seine weitere Ausführung:

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Klimaneutralität: Der Weg in den wirtschaftlichen Ruin?

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu sein. Bis dahin sind die Nettoemissionen auf null zu reduzieren. Bereits bis 2030 sollen die deutschen Treibhausgas-Emissionen um 65 % gegenüber 1990 reduziert werden. Ein äußerst ambitioniertes und zugleich fragwürdiges Klima-Neutralitätsziel! Dabei ist zu beachten, dass die weltweit größten Emissionen von Staaten stammen, die sich nicht zu diesem Klimaziel verpflichtet haben.

Im Auftrag der Bank für Wiederaufbau (KFW)-Research erstellte Prognos eine Studie [1] über den Investitionsbedarf zum Erreichen von Klimaneutralität in Deutschland. Die Autoren der Studie halten die Transformationen zu einer klimaneutralen Wirtschaft mit größtenteils bekannten Technologien zwar für möglich, erfordert aber deutliches Umsteuern und signifikante Investitionen durch private und öffentliche Akteure. Neben technologischen Herausforderungen, heißt es in der Studie, besteht auch ein hoher Anpassungsbedarf bei Wertschöpfung, Branchenstruktur und Lieferketten.

Insgesamt braucht Deutschland für den Umbau des Energiesystems und der Volkswirtschaft zwischen 2025 und 2045 rund 5,7 bis 6,4 Billionen Euro – also jährlich etwa 270 bis 300 Milliarden Euro. Klimaschutzinvestitionen ersetzen aber zumindest teilweise Investitionen in fossile Technologien, die nötigen zusätzlichen Nettoinvestitionen liegen bei 135 bis 153 Milliarden Euro pro Jahr.

Notwendige Klimaschutzinvestitionen in den Sektoren

Verkehr: Der größte Anteil der Investitionen entfällt auf den Verkehr. Hier summieren sich die nötigen Investitionen bis 2045 auf 2,6 bis 2,9 Billionen Euro, vor allem durch die Elektrifizierung des Straßenverkehrs und den Ersatz konventioneller Pkw. Die Nettoinvestitionen liegen aber nur bei 0,4 bis 0,7 Billionen Euro, da Investitionen in Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren entfallen müssten.

Energie: Im Energiesektor sind 1,3 bis 1,8 Billionen Euro erforderlich – vor allem für erneuerbare Energien, Netze sowie Wasserstoff und Fernwärme.

Gebäude: Für den Gebäudebereich werden rund eine Billion Euro benötigt, insbesondere für energetische Sanierungen und neue Heizsysteme.

Industrie: Die Industrie benötigt mit rund 500 Milliarden Euro vergleichsweise weniger Investitionen. Diese konzentrieren sich auf energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie und Zement – mit hohen Einzelrisiken und großem Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit.

Wie kann sich  bei diesen voraussichtlich zu erwartenden Kosten die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähig aufstellen? Lesen Sie dazu „Aufhebung der US-CO2-Anforderungen für Kohlekraftwerke“

 

[1] https://www.prognos.com/sites/default/files/2026-10/Fokus-Nr.-561-Oktober-2026-Klimaneutralitaet.pdf

Aufhebung der US-CO2-Anforderungen für Kohlekraftwerke

Zwischen der Klimaschutzpolitik Deutschlands nebst EU und der amerikanischen Auffassung über das Treibhausgas liegen inzwischen Welten. Während für die Bundesregierung der Verzicht auf Kohle und die Reduktion der CO2-Emissionen gar nicht schnell genug gehen kann, vertreten die USA die Auffassung, dass die Treibhausgas-Emissionen aus Kohlekraftwerken keinen wesentlichen Einfluss auf den Klimawandel haben. Überdies beträgt Deutschlands Anteil an den globalen CO2-Emissionen weniger als 1,8 %. Selbst bei Ausbleiben würde dieser Anteil eine nicht messbare Abnahme der Erdtemperatur bewirken, wobei die tatsächliche Auswirkung der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen auf die Erdtemperatur wissenschaftlich nicht bewiesen ist. Nach bisherigem Kenntnisstand ist die Auswirkung nur minimal.

Auf der letzten G20-Energieminister-Konferenz vom 14. bis 16. September 2026 in Houston, Texas (USA) unter Vorsitz der USA, bei der es vor allem um die Themen globale Energiesicherheit, Erschwinglichkeit von Grundlastenergie, dem Ausbau von Infrastrukturen sowie resilienten Lieferketten für kritische Mineralien ging, kündigte Lee Zeldin, der Administrator der US-Umweltschutzbehörde (EPA), die Aufhebung des Großteils der Treibhausgas-Anforderungen der Biden-Regierung für US-Kraftwerke an – eine Maßnahme, die die Behörde für 310 Milliarden Dollar einsparen will, und schlug vor, alle verbleibenden Treibhausgas-Standards für den Energiesektor aufzuheben [1][2].

 In der EPA-Presseerklärung [3] heißt es, die EPA vollzieht die Aufhebung der Vorschriften für Kraftwerke aus dem Jahr 2024, wodurch Einsparungen in Höhe von über 310 Milliarden US-Dollar erzielt werden, und schlägt die Aufhebung aller verbleibenden Treibhausgas-Emissionsstandards für Kraftwerke aus der Präsidentschaft von Biden vor. Die Regelung wird am 16. November 2026 in Kraft treten.

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Die historische Klimaentwicklung lässt eine nur ungewisse Vorhersage für die Zukunft zu

„Die Vorhersagen der Klima-Weltuntergangspropheten offenbaren eine peinliche Unwissenheit über eine launische geologische Geschichte, die von Naturkräften geprägt ist, die für menschliche Kontrolle zu mächtig und zu komplex ist, um sinnvolle Prognosen zuzulassen“, so der Beginn von Vijay Jayarajs*) folgende Ausführung [1] über die Erkenntnisse der Klimaentwicklung und die daraus abzuleitende Prognose für die Zukunft.

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CO2: Wie die Menschen hinters Licht geführt wurden

Das CO2 hat sich als hauptverantwortliches Gas für den allmählichen Anstieg der Erdtemperatur derart in den politischen Köpfen festgesetzt, dass eine Korrektur dieser Ansicht als aussichtlos erscheint. Ohne vorausgehende Planung, Machbarkeitsstudien und Kostenkalkulationen wurde der Umstieg auf erneuerbare Energien, der Ausstieg aus der Kernenergie und bald auch aus der Kohle, die Verringerung der CO2-Emissionen hin zu Netto-Null, die generelle Umstellung fossiler Energien auf Elektrizität und der Ausbau der Elektromobilität zu einem scheinbar unumstößlichen politischen Ziel.

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Klimawandel, ein Sündenbock für vieles

„The Last Day of the Drought“ (Der letzte Tag der Dürre“)(1881) von Homer Watson ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das eine karge Landschaft am Ende einer langanhaltenden Dürre darstellt. Die trockene, rissige Erde und gedämpften Farben spiegeln die Härte der Umgebung wider.

Kaum ein Thema begleitet den Menschen so zuverlässig durch den Alltag wie das Wetter. Über das Wetter kann man sprechen, ohne viel zu erklären. Es ist ein gemeinsamer Erfahrungsraum, ein unverfänglicher Gesprächseinstieg und doch von großer praktischer Bedeutung. Anders verhält es sich mit dem Klima. In der medialen Öffentlichkeit werden beide Begriffe jedoch häufig miteinander vermischt.

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El Niño-Prognose für Ende 2026

Es gibt sehr deutliche meteorologische Hinweise darauf, dass sich El Niño („das Christkind“) bis Ende 2026 erheblich verstärken könnte. Wo und wie entsteht dieses mächtige Klimaphänomen und wie beeinflusst es unser weltweites Wettergeschehen? Aufgrund der aktuellen Entwicklung greifen wir dieses Phänomen erneut auf.

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