Energiewende: Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken

Unter diesen Titel erläutert Dr. Manfred Haferburg, ehemaliger Betriebsleiter des Kernkraftwerkes Greifswald, in seinem Vortrag fachkundig und sehr  anschaulich die bisherige Entwicklung der Energiewende, ihren bisherigen  Folgen und Kosten und beschreibt eindrucksvoll , was wir in Deutschland zu erwarten haben, wenn die Energiewende wie geplant zu Ende geführt. Kernpunkt seiner Ausführungen ist die Kernenergie, in die er auch die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima mit Filmmaterial einschließt. 90 Minuten Aufklärung, die anzuhören und anzusehen sich lohnen:

https://www.ida-hd.de/energiewende-schrecken-ohne-ende-oder-ende-mit-schrecken/

 

Kernenergie: Offener Brief an Regierungsvertreterin und -vertreter

Am 25.06.2026 veröffentlichte Nukleria.de den vollständigen Wortlaut eines offenen Briefes einer Gruppe ehemaliger Leiter deutscher Kernkraftwerke und weiterer kerntechnischer Experten an Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche und den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn:

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Initiative für die Kernenergie in Deutschland

Die Organisation WePlanet*) hat einen offenen Brief an die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, veröffentlicht. Darin wird angeregt, Kernenergie in den kommenden Langfristszenarien zur Energiewende im Rahmen einer technologieoffenen und ergebnisoffenen Modellierung zu berücksichtigen.

Wie es mit der Energiewende weitergeht, entscheidet nicht nur über das Erreichen der Klimaziele, sondern auch über Wohlstand, Zukunftsfähigkeit und letztlich den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land. WePlanet will, dass diese Weichenstellung nicht entlang politischer Vorannahmen erfolgt, sondern auf Basis von Evidenz und Wissenschaft.

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Eine Lanze für Ministerin Reiche – „Realisten sind keine Lobbyisten“

Unter diesem Titel erschien auf dem Blog von „Bremensogesehen“ [1] ein Gastkommentar des Bremer Mathematikers Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen, in dem er eine Lanze bricht für die vielfach gescholtene Bundeswirtschaftsministerin Katharine Reiche.

Gastkommentar:

„Die pauschale Verunglimpfung von Katherina Reiche als „Lobbyistin” greift zu kurz und verdrängt eine unangenehme Realität: Die deutsche Energiewende ist nicht nur ein technisches, sondern auch ein ökonomisches und gesellschaftliches Problem geworden. Wer Fehlentwicklungen offen anspricht, wird heute schnell moralisch diskreditiert.

Das zentrale politische Versprechen der grünen Transformation lautete über viele Jahre: sinkende Strompreise, technologische Führung und ein neues „grünes Wirtschaftswunder”. Nichts davon ist eingetreten. Deutschland zählt heute zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen der industrialisierten Welt, energieintensive Industrien geraten unter Druck, und die erhoffte Wachstumsdynamik bleibt aus. Vieles erwies sich als politisches Wunschdenken. Ein auf fluktuierenden Quellen beruhendes Energiesystem erzeugt zwangsläufig enorme Zusatzkosten: Netzausbau, Speicher, Redispatch, Reservekraftwerke und Vorhaltung gesicherter Leistung.

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Bedeutung der Wasserstoffversprödung für Gaskraftwerke

Wasserstoff ist mit großem Abstand das häufigste Element im Universum. Er kommt chemisch gebunden in praktisch allen organisch-chemischen Verbindungen vor. Wasserstoff ist als Baustoff für das Leben unersetzlich. Auch als Baustoff für unsere Industrie und Wirtschaft ist er ebenso unverzichtbar.

Nun aber sieht sich die Politik durch ihre Energiewende gezwungen, Wasserstoff für fast alles einzusetzen, was der Politik in den Sinn kommt. Für Mobilität im Verkehr, fürs Heizen in Wohnhäusern, als chemischer Speicher für überschüssige elektrische Energie. Das alles ist heute technisch möglich, es ist jedoch unbezahlbar. Seine chemischen und physikalischen Eigenschaften schlichtweg determinieren ‚was geht‘.

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Intelligente Messsysteme: Sie kommen. Skepsis ist angebracht

Intelligente Messsysteme (iMSys), auch Smart Meter genannt, sollen bei der Regelung des Stromnetzes zur Stabilisierung beitragen. Die starken Schwankungen (Volatilität) des Windenergie- und Solarstroms hat die Netzregelung an die Grenzen geführt. Sie sollen die Stromnetze vor Überlastung schützen angesichts des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien und sie sollen helfen, den eigenen Stromverbrauch zu überwachen und anzupassen.

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Überforderte Netze und negative Strompreise

Ein Zuviel ist schädlich. Dieses im Alltäglichen bekannte Prinzip – wissenschaftlich als Dosis-Wirkungs-Kurve bekannt – gilt gegenwärtig auch für die Solarstromerzeugung.  Was einst eine Nischentechnologie war, ist in den Sommermonaten zur größten Stromquelle Europas geworden. Der massive Ausbau in den letzten fünf Jahren stößt jedoch auf ein Problem: Ein Haupttreiber für diesen Überschuss ist die massive Ausweitung der Solarenergie. In Zeiten hoher Sonnenstrahlung (sonnige Tage) und geringer Nachfrage an Wochenenden oder Feiertagen wird das Netz mit Solarstrom überflutet, und es wird immer schwieriger, das Stromnetz auszubalancieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kraftwerken, die leichter gedrosselt werden können, erfordert die schwankende Natur von Solar- und Windenergie komplexe Eingriffe, um Überlastungen im Netz zu verhindern. Der Netzausbau und die Stromspeicherung in Form von Batteriespeicher hat nicht Schritt gehalten. Direkte Folge: Eine Rekordmenge an Strom wird verschwendet, weil die Netze den Produktionsanstieg nicht bewältigen können und das Wachstum der installierten Leistung verlangsamt sich [1]. Solarstromproduzenten sind zunehmend gezwungen, Anlagen an sonnigen Tagen stundenweise abzuschalten.

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Fernwärmeplanung: Wer soll, wer kann das bezahlen?

Nach dem Wärmeplanungsgesetz vom 1. Januar 2024 sind Gemeinden verpflichtet, Wärmepläne zu erstellen und vorzulegen, um den Umbau der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien bis 2045 zu regeln.  Die Fristen für die Vorlage sind nach Einwohnerzahle gestaffelt:

  • Großstädte (> 100.000 Einwohner): Bis spätestens 30. Juni 2026.
  • Kleinere Städte und Gemeinden (< 100.000 Einwohner): Bis spätestens 30. Juni 2028.

Die jetzige Regierung plant eine Novelle des Gesetzes. Im Februar 2026 wurde von den Koalitionsfraktionen Eckpunkte der Novelle vereinbart, u.a.:

  • Vereinfachung für kleine Kommunen:Die Wärmeplanung soll für kleinere Gemeinden deutlich vereinfacht und beschleunigt werden.
  • Datenerhebung:Die Erhebung notwendiger Daten für die Wärmeplanung soll unter Wahrung des Datenschutzes vereinfacht werden.

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Windenergie: Stagnierende Energieausbeute trotz steigender installierter Leistung

Der Ausbau der Windenergieanlagen soll unter der Voraussetzung eines angepassten Netzausbaues beibehalte werden. Zu häufig werde Windstrom erzeugt, der infolge mangelnder Netzkapazität nicht abgenommen werden könne. Doch die folgende Grafik von Rolf Schuster sollte den Befürwortern des Windenergieausbaus zu denken geben.

In der Grafik werden die installierte Onshore-Windleistung und der Windleistungsbeitrag jeweils für die Tage 1. – 21. Mai 2015 und 1. – 9. Mai 2026 gegenübergestellt. In den rund 11 Jahren wurde Windenergieleistung von 39,44 GW auf 69,25 GW ausgebaut, der Windleistungsbeitrag aber stagniert grosso modo in der betrachteten Zeitspanne. Für einige Leistungsspitzen und -täler wurde der jeweilige Leistungsbeitrag angegeben, zum Beispiel 17,514 GW am 2. Mai 2026. In den 11 Jahren schritt auch das Netzausbau (zwar noch ungenügend) voran, ohne dass sich dies in der Grafik abzeichnet.

„Ausstieg führt zum Abstieg“

Mit diesem Slogan warnte der langjährige Sprecher des Deutschen Atomforums Manfred Petroll bereits in 1998 vor der Abkehr von der Kernenergie, die den wirtschaftlichen Wohlstand und die technologische Führungsposition Deutschlands gefährden würden. Heute, 28 Jahre später zeigt sich, wie recht er hatte. Sein damaliges Eintreten und seine Argumente für die Kernenergie haben noch heute unverändert Gültigkeit:

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