Klimawissenschaft: Was bietet sie und wie wird sie genutzt

„Es spielt keine Rolle, wie schön deine Theorie ist oder wie klug du bist. Wenn sie nicht mit dem Experiment übereinstimmt, ist sie falsch.“ (Richard Feynman)

von Anthony Watts

Es steht außer Frage, dass das Beobachtungsnetzwerk besser ist als vor Jahrzehnten. Satellitenmessungen, Ozeanbojen, Reanalyse-Datensätze – diese haben zusätzliche Detailschichten hinzugefügt, von denen frühe Forscher nur träumen konnten. Aber verbesserte Instrumentierung hat Unsicherheit nicht beseitigt; Sie hat sich einfach verschoben, wo diese Unsicherheit liegt. Oberflächentemperaturaufzeichnungen zum Beispiel unterliegen weiterhin Anpassungen, Homogenisierungstechniken und laufenden Überarbeitungen. Jeder dieser Schritte mag einzeln gerechtfertigt sein, doch der kumulative Effekt führt zu einem Maß an Undurchsichtigkeit, das einer Überprüfung statt automatischem Vertrauen gerecht wird.

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„EU-Energiewende ist wirtschaftlich gesehen ein Reinfall“

Von Samuel Furfari*)

Ein Bericht des Energy Institute zeigt ein Europa, das an dem Anspruch einer „Energiewende“ festhält, während der Kontinent unter dem Gewicht der Klimapolitik schwächelt, deren idealistisch utopischen Ziele anderswo durch fossil unterstütztes Wirtschaftswachstum zunichtegemacht werden.

Daten aus der 75. Ausgabe der jährlichen „Statistical Review of World Energy“ werden nur diejenigen überraschen, die die Fakten ignorieren: Die Welt ist weiterhin massiv auf fossile Brennstoffe angewiesen. Solar- und Windtechnologien wachsen zwar aus, liegen aber immer noch hinter der stetig steigenden Energienachfrage, die im vergangenen Jahr einen Rekord von 600 Exajoule erreichte. (Das sind 600 Trillionen Joule, wobei ein Joule der Arbeit entspricht, die nötig ist, um ein Watt Leistung für eine Sekunde zu erzeugen.)

Vom gesamten Primärenergieverbrauch stammten 86 % aus fossilen Brennstoffen – 33,5 % aus Öl; Kohle, 27,6 %; Erdgas, 25,1 %. Solar- und Windenergie machten nur 3 % aus, die von der Europäischen Kommission stark über die stark verteufelten Kohlenwasserstoffe beworben werden.

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Staatliche Vorsorge für den Fall drohenden Blackouts

Die Bundesnetzagentur (BNA) arbeitet seit zwei Jahren an dem Aufbau einer Abschalt-Plattform für Industriebetriebe für den Fall drohender Stromengpässe im Netz. Die Welt machte am 30. Juli 2026 hierauf aufmerksam.

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Stärkerer Infraschall durch moderne große Windräder

Nach aktuellen Erkenntnissen aus Schweden erzeugen moderne, größere Windenergieanlagen höhere Infraschall-Leistungen. Dazu unten Näheres, zunächst zur Frage, wie der Infraschall in Deutschland derzeit berücksichtigt wird.

Jeder Durchgang eines Rotorblatts erzeugt einen Druckimpuls. Das Blatt passiert den Turm, dabei verdichtet sich die Luft und erzeugt knallende Geräusche in verschiedenen Frequenzbereichen. Infraschall von Windrädern ist also kein gleichmäßiges Rauschen.

Dazu erklärt das Umweltbundesamt (UBA), nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es keine belastbaren Nachweise, dass der von Windenergieanlagen ausgehende Infraschall bei Einhaltung der geltenden immissionsschutzrechtlichen Anforderungen gesundheitliche Schäden verursacht. Gleichzeitig werde die Forschung zu möglichen Langzeiteffekten fortgeführt.

Das ist beim derzeitigen Ausbaustand von fast 30.000 Onshore-Windrädern die Anwendung des Versuch-Irrtum-Prinzips zu Lasten der betroffenen Bevölkerung. Das  Prinzip plant Fehlschläge fest ein.

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Märchen der deutschen Energiepolitik 

In Deutschland wird das Märchen erzählt, dass man durch Nutzung volatiler Energiequellen stabile Energiepolitik für eine moderne Wirtschaftsnation machen kann.

Es herrscht die illusionäre Vorstellung (Energieeffizienzgesetz, EnEfG), dass die Verknappung des Energieangebots eine gute Idee ist. Man will gleichzeitig den Energieverbrauch drastisch senken, und man glaubt durch Effizienzsteigerungen alles kompensieren zu können (EnEfG).

Die öffentliche Wahrnehmung des Status Quo bedarf dringend einigen Klarstellungen:

  • Der deutsche Energiemix besteht aus mehr als nur Strom.
  • Der deutsche Strommix besteht aus mehr als nur Windrädern und Solarpaneelen.
  • Die deutsche Energiewende scheitert in ihrer Ausführung und Zielsetzung

Leider hat das Zusammentreffen von Märchenwelt und Realität im Fall der Energiewende wenig humorvolle Konsequenzen.

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Globale Reichweite des Kernbrennstoffs Uran

Nach Angaben von OECD-NEA [1] hat die Dynamik des Kernenergieausbaues global deutlich zugenommen. Viele Länder verlängern die Laufzeiten bestehender Kernkraftwerke, planen neue Großreaktoren oder investieren in die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMR). Laufzeitverlängerungen gelten als eine der kostengünstigsten und schnellsten Möglichkeiten, kohlenstoffarmen Strom bereitzustellen und gleichzeitig Zeit für den Bau neuer Anlagen zu gewinnen. Mit ein Grund für die Dynamik ist der wachsende Strombedarf durch Elektrifizierung, Digitalisierung und den Aufbau neuer Industrie.

Die OECD-NEA macht daher deutlich, dass der Neubau großer Kernkraftwerke weiterhin unverzichtbar bleibt. Ergänzend könnten SMR in Zukunft zusätzlich Einsatzmöglichkeiten eröffnen und den Ausbau beschleunigen. Entscheidend sei jedoch, dass alle verfügbaren Technologien parallel entwickelt und eingesetzt werden, um den steigenden Strombedarf zuverlässig decken zu können.

Im Hinblick auf den zunehmenden Kernkraftwerksbedarf stellt sich die Frage nach der Verfügbarkeit des Urans und inwieweit politische Unwägbarkeiten die Transportwege gefährden.

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Schiefergas: Deutsches Vorkommen würde zur energiepolitischen Resilienz beitragen

Seit 2017 besteht in Deutschland ein weitgehendes Verbot des unkonventionellen Frackings, also des aufbrechen von dichten Tongestein- und Schieferformation zur Erschließung bislang unzugänglicher Gasvorkommen. Konventionelles Fracking in klassischen Sandsteinlagerstätten ist davon ausgenommen und wird hierzulande praktiziert. Das Verbot des unkonventionellen Verfahrens wurde mit diffusen Ängsten vor Grundwasserverunreinigung und Erdbeben begründet.

Eine von der Friedrich-Naumann-Stiftung in Auftrag gegebene Studie [1] des Geowissenschaftlers Hans-Joachim Kümpel legt nüchterne und wissenschaftsbasierte Neubewertung nahe

  • Langfristig könnten rund 20 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr gefördert werden
  • Studie sieht Potenzial zur Verringerung von Importabhängigkeit und Energiepreisdruck (≈ ein Viertel des heutigen deutschen Gasbedarfs)
  • Bis zu 18 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente könnten jährlich vermieden werden

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Wie sicher sind Offshore-Windparks im Sinne der Versorgungssicherheit

Die Offshore-Windenergie in der Nord- und Ostsee ist Teil der kritischen Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland. Die Bundesregierung hat das Ziel vorgegeben, die Windenergie Offshore bis zum Jahr 2045 auf 70 GW auszubauen. Diese Zielsetzung soll u.a. die Versorgungsunabhängigkeit von russischen Rohstofflieferungen ermöglichen. Diese Funktion macht Offshore-Windparks zu einem wesentlichen Baustein der deutschen Stromversorgung. Ihr plötzlicher durch Sabotage oder äußere Einwirkungen ausgelöster Ausfall hätte gravierendste Auswirkung auf die Stabilität des Netzes.

Ein zufriedenstellender Schutz vor Sabotage und Cyberangriffe kann allerdings nicht ausschließlich durch die Betreiber geleistet werden. Nach dem Grundgesetz (Art. 89, Abs. 2, Satz 2, GG) steht hier vor allem der Staat in der Pflicht.

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Ernüchternde Bilanz im Kampf gegen die Erderwärmung

Spät aber nicht zu spät diese Meldung über den vom Expertenrat für Klimafragen (ERK) im Mai vorgelegten Bericht [1] über die Bilanz der deutschen Klimapolitik der letzten Jahre. Im Aufmacher der Welt vom 20.05.2026 [2] heißt es: „Die Bundesregierung wird die selbst gesteckten Klimaziele allesamt verfehlen: Mit dieser Feststellung kassiert der unabhängige Expertenrat die optimistischeren Prognosen der Politik. Trotz massiver Subventionen geht der Ausbau von Wind- und Solarkraft offenbar am Notwendigen vorbei.“

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Gebäudemodernisierungsgesetz: Was bringt es Neues, was blieb?

Die ursprüngliche Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) der Ampelregierung aus dem Jahr 2023 – umgangssprachlich „Heizungsgesetz“ – wurde durch die neue Bundesregierung grundlegend überarbeitet. Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen.

Der Bundesrat hatte zuvor am 12. Juni 2026 trotz Kritik aus einigen Ländern den Gesetzentwurf ohne entscheidende Änderungen bestätigt.

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