Die Energiesicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für nationale und militärische Sicherheit. Wie Samuel Furfari *) darlegt kann Europa seine strategische und militärische Souveränität nur sichern, wenn es Klimaziele mit den realen Anforderungen an Energieverfügbarkeit, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigungsfähigkeit in Einklang bringt. Energiesicherheit sollte deshalb nicht ausschließlich als Umwelt- oder Wirtschaftsfrage betrachtet werden, sondern als integralen Bestandteil der nationalen und europäischen Sicherheitspolitik.
Irlands Klimapolitik im Spannungsfeld der Zeitenwende

Irland repräsentiert das Spannungsfeld zwischen bestehendem und erwünschtem neuen Wirtschaftsmodell noch viel besser, als es Deutschland tut.
Oscar Wilde hatte leicht reden „Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir das Leben finden, das auf uns wartet.“
Die grüne Insel nutzt seine reichhaltig vorhandenen saftigen, grünen Wiesen für seine treibhausgaslastige Landwirtschaft. Gleichzeitig etablieren sich urbane Zentren, allen voran Dublin, als Hotspots für energiehungrige Rechenzentren in Europa.
Irland droht seine Klimaziele zu verfehlen,[1] Deutschland ebenso.[2] Interessenkonflikte werden dabei naturgemäß zunehmen.
Der Tunnelblick auf Treibhausgasemissionen durchkreuzt jedwede rationale Bewertung von nachhaltigen Wirtschaftsstrategien. Dieser Meinung ist nicht nur das ‚Irish Climate Science Forum‘.[3]
Klimawandel, ein Sündenbock für vieles

„The Last Day of the Drought“ (Der letzte Tag der Dürre“)(1881) von Homer Watson ist ein Ölgemälde auf Leinwand, das eine karge Landschaft am Ende einer langanhaltenden Dürre darstellt. Die trockene, rissige Erde und gedämpften Farben spiegeln die Härte der Umgebung wider.
Kaum ein Thema begleitet den Menschen so zuverlässig durch den Alltag wie das Wetter. Über das Wetter kann man sprechen, ohne viel zu erklären. Es ist ein gemeinsamer Erfahrungsraum, ein unverfänglicher Gesprächseinstieg und doch von großer praktischer Bedeutung. Anders verhält es sich mit dem Klima. In der medialen Öffentlichkeit werden beide Begriffe jedoch häufig miteinander vermischt.
El Niño-Prognose für Ende 2026
Es gibt sehr deutliche meteorologische Hinweise darauf, dass sich El Niño („das Christkind“) bis Ende 2026 erheblich verstärken könnte. Wo und wie entsteht dieses mächtige Klimaphänomen und wie beeinflusst es unser weltweites Wettergeschehen? Aufgrund der aktuellen Entwicklung greifen wir dieses Phänomen erneut auf.
Kosten der Energiewende allein durch den Netzausbau
Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit auf Seiten der Wind- und Solarstrom-Befürworter mit der preiswertesten Stromerzeugung argumentiert und die Nutzung der Kernenergie zugleich als die teuerste Stromerzeugung diffamiert wird. Allein die Kosten des für die Ökostromerzeugung zwingend notwendigen Ausbaus der Stromnetze macht deren falsche Einschätzung deutlich.
Die Politisierung hat die Klimaforschung um Jahrzehnte zurückgeworfen
Am 1. August 2026 erschien in der Weltwoche ein Interview mit Prof. Dr. Richard Lindzen. Daraus zitieren wir einige seiner Antworten.
Richard Lindzen war bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Atmosphärenphysik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), lehrte davor in Harvard und gehört zu den meistzitierten Klimaforschern der Welt – und zu den umstrittensten. Lindzen war selbst über Jahre als Autor an IPCC-Berichten beteiligt, bevor er zu einem der profiliertesten Kritiker des Uno-Klimagremiums wurde. Sein Vorwurf: Die Klimaforschung sei zu einem politischen Geschäftsmodell verkommen, bei dem Billionen von Dollar verteilt würden – und bei dem jeder, der widerspreche, seine Karriere aufs Spiel setze.
Die klimapolitische Falle: Warum Misserfolge so oft dazu führen, dass alles beim Alten bleibt
Gruppenidentität, sozialer Status und ein von Qualifikationen dominiertes politisches Establishment machen die Klimadiskussion zunehmend immun gegen enttäuschende Ergebnisse, argumentiert Evert Doornhof von Clintel*). Das Ergebnis ist eine klimapolitische Falle, in der Misserfolge nicht zu einem Umdenken führen, sondern zu noch mehr Klimapolitik.
Finnland: Sicherheit des Endlagers für hochaktiven Abfall bestätigt

Tunnel des Tiefenlagers Onkalo in Finnland. Aufnahme: chatgpt.com entnommen
Die Sicherheitsanforderungen für die Erteilung einer Betriebsgenehmigung für die Verpackungsanlage und das finnische Tiefenlager Onkalo für ausgediente Kernbrennstoffe sind erfüllt. Dies hat die finnische Behörde Stuk am 4. August 2026 nach einer umfassenden Sicherheitsbewertung bestätigt.
Ökostrom-Bilanz im sonnenreichen Juli 2026
Der außergewöhnliche sonnenreiche Juli 2026 gibt einen Eindruck, welchen annähernd maximalen Strombeitrag die aktuell installierte Leistung der Solaranlagen von 125.452 MW lieferte, und zwar 4,14 TWh mit einem Anteil von 9 % an der Stromlast.
Der Windstrombeitrag der Meer- und Landanlagen zusammen betrug 7,82 TWh mit 17 % Anteil an der gesamten Stromlast von 46,0 TWh. Die installierte Leistung der Windenergieanlagen beträgt aktuell 81.149 MW.

Quelle: Darstellung von ChatGPT
Obige Grafik und Tabelle machen eines besonders deutlich: Ohne grundlastfähige Stromerzeuger ist eine gesicherte Stromversorgung nicht erreichbar. Braunkohle, Steinkohle (inkl. Importe), Erdgas, Laufwasser und Biomasse tragen deutlich über 50 % zur Stromerzeugung bei. Im Vergleich zur installierten Leistung der Erneuerbaren sind an gesicherter Grundlast (nur) rund 60.000 MW erforderlich.
Quelle:
ChatGPT verwendete bei öffentlicher Nettostromerzeugung bzw. die Stromlast in Deutschland Angaben aus den Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Die Daten basieren u. a. auf ENTSO-E, AGEE-Stat, Destatis und der AG Energiebilanzen.
Die Begrünung der Erde nimmt zu

Quelle: [2]
Die globale durchschnittliche Begrünung durch Vegetation erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand und setzte damit einen bereits seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden, deutlichen Aufwärtstrend fort, wie aktuelle, in „Nature“ [1] veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen. Tatsächlich stellte das Jahr 2025 einen Rekord bei der globalen Begrünung durch Vegetation auf, wobei sich der durchschnittliche Trend noch weiter verstärkte. An der Spitze der Liste standen mit einer zusätzlichen Begrünung von 77,6 % die Anbauflächen, was bedeutet, dass mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die weltweite Ernährung zu verbessern.