Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit auf Seiten der Wind- und Solarstrom-Befürworter mit der preiswertesten Stromerzeugung argumentiert und die Nutzung der Kernenergie zugleich als die teuerste Stromerzeugung diffamiert wird. Allein die Kosten des für die Ökostromerzeugung zwingend notwendigen Ausbaus der Stromnetze macht deren falsche Einschätzung deutlich.
Die Politisierung hat die Klimaforschung um Jahrzehnte zurückgeworfen
Am 1. August 2026 erschien in der Weltwoche ein Interview mit Prof. Dr. Richard Lindzen. Daraus zitieren wir einige seiner Antworten.
Richard Lindzen war bis zu seiner Emeritierung 2013 Professor für Atmosphärenphysik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), lehrte davor in Harvard und gehört zu den meistzitierten Klimaforschern der Welt – und zu den umstrittensten. Lindzen war selbst über Jahre als Autor an IPCC-Berichten beteiligt, bevor er zu einem der profiliertesten Kritiker des Uno-Klimagremiums wurde. Sein Vorwurf: Die Klimaforschung sei zu einem politischen Geschäftsmodell verkommen, bei dem Billionen von Dollar verteilt würden – und bei dem jeder, der widerspreche, seine Karriere aufs Spiel setze.
Die klimapolitische Falle: Warum Misserfolge so oft dazu führen, dass alles beim Alten bleibt
Gruppenidentität, sozialer Status und ein von Qualifikationen dominiertes politisches Establishment machen die Klimadiskussion zunehmend immun gegen enttäuschende Ergebnisse, argumentiert Evert Doornhof von Clintel*). Das Ergebnis ist eine klimapolitische Falle, in der Misserfolge nicht zu einem Umdenken führen, sondern zu noch mehr Klimapolitik.
Finnland: Sicherheit des Endlagers für hochaktiven Abfall bestätigt

Tunnel des Tiefenlagers Onkalo in Finnland. Aufnahme: chatgpt.com entnommen
Die Sicherheitsanforderungen für die Erteilung einer Betriebsgenehmigung für die Verpackungsanlage und das finnische Tiefenlager Onkalo für ausgediente Kernbrennstoffe sind erfüllt. Dies hat die finnische Behörde Stuk am 4. August 2026 nach einer umfassenden Sicherheitsbewertung bestätigt.
Ökostrom-Bilanz im sonnenreichen Juli 2026
Der außergewöhnliche sonnenreiche Juli 2026 gibt einen Eindruck, welchen annähernd maximalen Strombeitrag die aktuell installierte Leistung der Solaranlagen von 125.452 MW lieferte, und zwar 4,14 TWh mit einem Anteil von 9 % an der Stromlast.
Der Windstrombeitrag der Meer- und Landanlagen zusammen betrug 7,82 TWh mit 17 % Anteil an der gesamten Stromlast von 46,0 TWh. Die installierte Leistung der Windenergieanlagen beträgt aktuell 81.149 MW.

Quelle: Darstellung von ChatGPT
Obige Grafik und Tabelle machen eines besonders deutlich: Ohne grundlastfähige Stromerzeuger ist eine gesicherte Stromversorgung nicht erreichbar. Braunkohle, Steinkohle (inkl. Importe), Erdgas, Laufwasser und Biomasse tragen deutlich über 50 % zur Stromerzeugung bei. Im Vergleich zur installierten Leistung der Erneuerbaren sind an gesicherter Grundlast (nur) rund 60.000 MW erforderlich.
Quelle:
ChatGPT verwendete bei öffentlicher Nettostromerzeugung bzw. die Stromlast in Deutschland Angaben aus den Energy-Charts des Fraunhofer ISE. Die Daten basieren u. a. auf ENTSO-E, AGEE-Stat, Destatis und der AG Energiebilanzen.
Die Begrünung der Erde nimmt zu

Quelle: [2]
Die globale durchschnittliche Begrünung durch Vegetation erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand und setzte damit einen bereits seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden, deutlichen Aufwärtstrend fort, wie aktuelle, in „Nature“ [1] veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen. Tatsächlich stellte das Jahr 2025 einen Rekord bei der globalen Begrünung durch Vegetation auf, wobei sich der durchschnittliche Trend noch weiter verstärkte. An der Spitze der Liste standen mit einer zusätzlichen Begrünung von 77,6 % die Anbauflächen, was bedeutet, dass mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die weltweite Ernährung zu verbessern.
Kohleausstieg? Kohle ist ein unverzichtbarer Notanker

Grafik generiert durch ChatGPT
Mit dem Kohleausstiegsgesetz vom August 2020 und dem darin enthaltenen Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) hat sich die Bundesregierung verpflichtet, schrittweise bis Ende 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen [1][2]. Nordrhein-Westfalen (NRW) will bereits ohne Rechtspflicht bis 2030 aus der Kohle aussteigen, wartet aber auf diesbezügliche Vorgaben des Bundes.
Der wichtigste politische Grund für den Kohleausstieg ist die Vermeidung weiterer CO2-Emissionen. Der Weltklimarat IPCC vertritt die unbewiesene Hypothese, dass das vom Menschen erzeugte Kohlenstoffdioxid maßgeblich für die allmähliche Zunahme der Erdtemperatur verantwortlich ist. Derzeit 0,16 0C pro Dekade. Wissenschaftliche Erkenntnisse widersprechen der IPCC-Hypothese. Zudem, CO2 ist ein lebensnotwendiges Gas, mithin kein „schädliches Treibhausgas“, wie es gebetsmühlenartig immer bezeichnet wird.
Klimawissenschaft: Was bietet sie und wie wird sie genutzt
„Es spielt keine Rolle, wie schön deine Theorie ist oder wie klug du bist. Wenn sie nicht mit dem Experiment übereinstimmt, ist sie falsch.“ (Richard Feynman)
von Anthony Watts
Es steht außer Frage, dass das Beobachtungsnetzwerk besser ist als vor Jahrzehnten. Satellitenmessungen, Ozeanbojen, Reanalyse-Datensätze – diese haben zusätzliche Detailschichten hinzugefügt, von denen frühe Forscher nur träumen konnten. Aber verbesserte Instrumentierung hat Unsicherheit nicht beseitigt; Sie hat sich einfach verschoben, wo diese Unsicherheit liegt. Oberflächentemperaturaufzeichnungen zum Beispiel unterliegen weiterhin Anpassungen, Homogenisierungstechniken und laufenden Überarbeitungen. Jeder dieser Schritte mag einzeln gerechtfertigt sein, doch der kumulative Effekt führt zu einem Maß an Undurchsichtigkeit, das einer Überprüfung statt automatischem Vertrauen gerecht wird.
„EU-Energiewende ist wirtschaftlich gesehen ein Reinfall“
Von Samuel Furfari*)
Ein Bericht des Energy Institute zeigt ein Europa, das an dem Anspruch einer „Energiewende“ festhält, während der Kontinent unter dem Gewicht der Klimapolitik schwächelt, deren idealistisch utopischen Ziele anderswo durch fossil unterstütztes Wirtschaftswachstum zunichtegemacht werden.
Daten aus der 75. Ausgabe der jährlichen „Statistical Review of World Energy“ werden nur diejenigen überraschen, die die Fakten ignorieren: Die Welt ist weiterhin massiv auf fossile Brennstoffe angewiesen. Solar- und Windtechnologien wachsen zwar aus, liegen aber immer noch hinter der stetig steigenden Energienachfrage, die im vergangenen Jahr einen Rekord von 600 Exajoule erreichte. (Das sind 600 Trillionen Joule, wobei ein Joule der Arbeit entspricht, die nötig ist, um ein Watt Leistung für eine Sekunde zu erzeugen.)
Vom gesamten Primärenergieverbrauch stammten 86 % aus fossilen Brennstoffen – 33,5 % aus Öl; Kohle, 27,6 %; Erdgas, 25,1 %. Solar- und Windenergie machten nur 3 % aus, die von der Europäischen Kommission stark über die stark verteufelten Kohlenwasserstoffe beworben werden.
Staatliche Vorsorge für den Fall drohenden Blackouts
Die Bundesnetzagentur (BNA) arbeitet seit zwei Jahren an dem Aufbau einer Abschalt-Plattform für Industriebetriebe für den Fall drohender Stromengpässe im Netz. Die Welt machte am 30. Juli 2026 hierauf aufmerksam.