EEG-Novelle 2026/2027: Die Richtung stimmt

„Die Energiewende ist eine Erfolgsgeschichte“ heißt es in der Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) [1] zur Ankündigung der EEG-Novelle. Sicher gilt dies wohl für jene, die daran nicht unerheblich Geld verdient haben. Jene, die dafür berappt wurden und noch werden, beklagen zurecht die Strompreishöhe. Vielmehr wird das vermeintliche oder drohende Scheitern der Energiewende seit Jahren von verschiedenen Institutionen, Ökonomen, Politikern und Wirtschaftsverbänden beklagt, unter anderem vom Bundesrechnungshof, von der Energieökonomin Veronika Grimm [2] und von der Internationalen Politik [3]. Selbst die jetzige Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche hat im Herbst 2025 die Energiewende öffentlich als „gescheitert“ bezeichnet.

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Ideologische Ausrichtung der EU und ihre Folgen. Interview mit S. Furfari

Professor Samuel Furfari*) wurde von der französischen  Association des climato-réalistes [1] unter anderem zum REPowerEU-Plan befragt, mit dem die Europäische Union die rasche Reduzierung der Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen verfolgt. Er sparte nicht mit deutlicher Kritik an der EU und an Deutschland. Folgend Auszüge aus dem Interview [1]:

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Belgische Regierung verhandelt die Übernahme des Kernkraftwerksparks

Im Mai 2025 hob die neue belgische Regierung den Kernenergie-Ausstiegsbeschluss aus dem Jahre 2003 per Gesetz wieder auf. Der französische Betreiber Engie allerdings wollte sich aus dem Nukleargeschäft in Belgien zurückziehen.

Premierminister Bart De Wever erklärte, Belgien wolle dadurch wieder stärkeren Einfluss auf seine Energiepolitik gewinnen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere mögliche Laufzeitverlängerungen über 2035 hinaus und perspektivisch auch neue Kernkraftwerke.

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CO2: Wie die Menschen hinters Licht geführt wurden

Das CO2 hat sich als hauptverantwortliches Gas für den allmählichen Anstieg der Erdtemperatur derart in den politischen Köpfen festgesetzt, dass eine Korrektur dieser Ansicht als aussichtlos erscheint. Ohne vorausgehende Planung, Machbarkeitsstudien und Kostenkalkulationen wurde der Umstieg auf erneuerbare Energien, der Ausstieg aus der Kernenergie und bald auch aus der Kohle, die Verringerung der CO2-Emissionen hin zu Netto-Null, die generelle Umstellung fossiler Energien auf Elektrizität und der Ausbau der Elektromobilität zu einem scheinbar unumstößlichen politischen Ziel.

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Studie zur Windenergie auf See

Die Bundesregierung hat am 3. September 2026 einen Gesetzentwurf zur Novellierung des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen [1], um den Ausbau der Windkraft auf See kostengünstiger, effizienter und rechtssicherer zu gestalten. Die Ausbauziele sind:

  • Bis 2030: Mindestens 30 GW installierte Leistung (vorher 20 GW)
  • Bis 2035: Mindestens 40 GW Leistung
  • Bis 2045: Mindestens 70 GW Leistung.

Lassen sich die Vorgaben der Bundesregierung erfüllen?

Guido S. Vallana und Thomas Linnemann berichten in ihrer dritten VGB-Studie über Status quo, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der „Offshore-Windenergienutzung in Deutschland“ [2].

Für den schnellen Überblick über ihre Studie definierten sie diese Kernbotschaften:

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Kohle dominiert Chinas Energiezukunft

Primärenergie-Anteile der chinesischen Energieversorgung.  Quelle: https://lowcarbonpower.org/region/People’s_Republic_of_China

Sind wir uns der rasanten Entwicklung allein auf den Gebieten Energie und künstliche Intelligenz in CHINA und dem daraus resultierenden internationalen Konkurrenzdruck wirklich gewusst? Die auf den Kerntechnik-Messen 1986 und 1988 in Peking (Beijing) geführten Gespräche mit chinesischen Fachleuten vermittelten unter anderem dem Autor dieser einleitenden Zeilen mit welchem ungeheuren Ehrgeiz die Nukleartechnik in ihrem Land vorangetrieben wurde. China holte sich die international führenden Kernkraft- und Kernbrennstoffkreislauf-Unternehmen „an Bord“, um von ihnen zu lernen und Techniken abzuzapfen. Chinas erster kommerziell genutzter Kernreaktor Qinshan Block-1 ging (erst) im Jahr 1991 in Betrieb. In kurzer Zeit folgten Eigenentwicklungen von Kernkraftwerken, die auf dem Weltmarkt angeboten werden. Der aktuelle Betrieb von 64 Kernkraftreaktoren und weiteren 37 im Bau befindlichen Reaktoren verdeutlichen die enorme Dynamik im Fall der chinesischen Nuklearentwicklung.

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Effekt der CO2-Reduzierung und wirtschaftliche Folgen

Deutschland strebt zum Schutz des Klimas weiterhin bis 2045 die Klimaneutralität an. Die Energieträger Kohle und Gas sollen zur CO2 Vermeidung bis zu diesem Zieldatum weitestgehend durch Elektrizität ersetzt werden.

CO2 ist in der Atmosphäre global verteilt. Wenn eine Tonne CO2 in Deutschland vermieden wird, in China, Indien oder Indonesien aber weiterhin beträchtlich CO2 emittiert wird, ist der unterstellte Klimaeffekt nahezu null. Asien ist der entscheidende Schauplatz: Die IEA erwartet, dass China, Indien und andere Schwellenländer den größten Teil des zusätzlichen Strombedarfs tragen. Gleichzeitig werden dort sowohl erneuerbare Energien als auch fossile Kraftwerke ausgebaut.

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Die Netto-Null-Politik birgt Risiken und nicht CO2

Diese Position vertritt die US-amerikanische „CO2-Coalition“. Jahrelang haben, nach Worten von Angela Wheeler*), die CO2-Koalition und unabhängige Wissenschaftler gewarnt, dass die fünfte US-amerikanische Nationale Klimabewertung (NCA5) [1] auf einem Sandfundament beruhe. Ihre dramatischen Katastrophenprognosen stützten sich stark auf den von den Vereinten Nationen geförderten Representative Concentration Pathway 8.5 (RCP8.5) und dessen Nachfolger SSP5-8.5 – beides extreme Vorhersagen von Kohlendioxidemissionen, die als realistisch betrachtet wurden [2].

Bereits 2017 stellten Wissenschaftler die weit hergeholten UN-Vorhersagen fest. Im August schlug die Trump-Regierung eine Änderung zu NCA5 vor, die anerkennt, dass die Emissionsprognosen unwahrscheinlich sind und die Bundespolitik nicht leiten dürfen. Dies sei eine willkommene Wiederherstellung der wissenschaftlichen Integrität.

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Schweden: SMR auf der Zielgeraden

Nach einer wettbewerbsorientierten Bewertung hat das schwedische Nukleartechnologieunternehmen Studsvik AB [1]  GE Vernova Hitachi Nuclear Energy und Samsung C&T als strategische Partner für ein geplantes vierteiliges BWRX-300-Projekt mit einer Gesamtleistung von etwa 1.200 MWe ausgewählt. Das Projekt ist entweder für Studsviks lizenziertes Kernkraftwerk in Nyköping oder Målma in Valdemarsvik geplant, und die erste Einheit soll Mitte der 2030er Jahre in Betrieb genommen werden.

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Herausforderungen für Strom-Versorgung und -Stabilität

Der in unserem Bericht „Kohleausstieg? Kohle ist ein unverzichtbarer Notanker“ erwähnte Evaluierungsbericht der Bundesregierung lässt auf sich warten. Der Bericht soll einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Stromversorgung liefern. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) sowie die Dachverbände warnen regelmäßig vor enormen Herausforderungen für die Netzstabilität [1].

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