Einmal habe ich als Europaabgeordnete strenge Klimaziele gefordert, aber ich habe meine Meinung geändert: Hier ist der Grund

Dr. Eija-Ritta Korhola

Dr. Eija-Riitta Korhola war von 1999 bis 2014 Mitglied des Europäischen Parlaments. Sie war Vorsitzende des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments und nahm in dieser Funktion an den meisten COPs teil. Außerdem war sie Mitglied der Hartwell-Gruppe.

Als ich vor etwa einem Vierteljahrhundert in die Politik einstieg, war der vom Menschen verursachte Klimawandel mein Hauptgrund für meine Kandidatur bei den Europawahlen 1999, und damals betrachtete ich ihn als die größte Bedrohung für die Menschheit. Ich begann meine Reise im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments als aktiver Klimagesetzgeber und nahm als Mitglied der parlamentarischen Delegation an den meisten UN-Klima-COP-Sitzungen (Conference of the Parties) teil. Außerdem war ich 2007 Mitglied eines temporären Klimawandel-Ausschusses, der darauf abzielte, alle möglichen klima- und energiebezogenen Themen zu beeinflussen.

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Die Dämonisierung des Kohlenstoffdioxids (CO2)

Das folgende Kapitel aus dem Buch Canary in a Climate World: Climate Realism vs. the Net Zero Myth, verfasst vom Princeton-Physiker Professor William Happer*), ist einer von vielen zum Nachdenken anregenden Beiträgen, die sich mit Klimawissenschaft, Energiepolitik, Netto-Null und der breiteren Klimadebatte auseinandersetzen.

„Viele Menschen mit unzureichendem wissenschaftlichem Wissen sind überzeugt, dass der Planet Erde durch die globale Erwärmung durch Menschen in Lebensgefahr ist. Wenn der Planet Erde wirklich in großer Gefahr durch Menschen wäre, wäre jede Möglichkeit, ihn zu schützen, gerechtfertigt.

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USA: Medienberichte zum Klimathema sind auf dem Rückzug

Die Wiederwahl von Präsident Donald Trump brachte einen allgemeinen Wandel in der politischen Landschaft in Bezug auf Klima- und Energiefragen mit sich. Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) widerrief im Frühjahr 2025 offiziell die wissenschaftliche und rechtliche Grundlage für Klimaschutzregulierungen. Seitdem schließen große Medien ihre Klimaredaktionen, Unternehmen lockern die Ziele zur Emissionsreduktion, und Umfragen zeigen beständig, dass die Öffentlichkeit den Klimawandel niedrig auf ihrer Prioritätenliste einstuft.

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Das Ende der Klimakatastrophe und was jetzt folgen müsste

Am 7. April 2026 wurde eine bemerkenswerte Stellungnahme des „Scientific Steering Committee“ (SSC) des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) veröffentlicht. Dieses Gremium koordiniert Szenarien für globale Klimamodelle, berät den IPCC und setzt verbindliche Vorgaben für Forschungseinrichtungen zur Erstellung von Klimaprojektionen. Die Autoren fungieren also als führendes Steuerungsgremium der Klimamodellierung, wodurch der Artikel den Charakter einer verbindlichen technischen Richtlinie erhält. Inhalt des Papiers war die Aufgabe des Zukunftsszenarios „RCP 8.5“ als „unplausibel“ und seine Ersetzung durch ein weit harmloseres Szenario.

Dieses besonders bedrohliche Hochrechnungsszenario lag bislang unter anderem von der Bundesregierung bei deren Klima-Anpassungsstrategie zugrunde.

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Hitzewelle in Mitteleuropa, Kühle in Nord- und Osteuropa

Seit Tagen herrscht in Mitteleuropa eine unerträgliche Hitzewelle. Die Temperaturen, die wir derzeit in Mitteleuropa erleben, sind aber nicht völlig beispiellos. Schon früher gab es außergewöhnliche Hitzesommer, insbesondere:

  • den Sommer 1947
  • den Sommer 1976
  • den Sommer 2003
  • die Jahre 201520182019 und 2022

Diese Jahre brachten in vielen Regionen Mitteleuropas ähnliche oder sogar lokal höhere Spitzenwerte als heute. Die Rekordtemperatur Deutschlands von 42,6 °C stammt beispielsweise aus dem Jahr 2019. Die aktuelle Hitzewelle bewegt sich also grundsätzlich in einem Bereich, der meteorologisch schon einmal erreicht wurde. Aber die Kombination aus sehr hohen Temperaturen, frühem Auftreten und der zunehmenden Häufigkeit solcher Ereignisse macht sie klimatologisch bemerkenswert.

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Schweiz: Das Neubauverbot für KKW wurde aufgehoben

Das Schweizer Parlament hat am 18.06.2026 nach langen Debatten dem Vorschlag von Energieminister Rösti zugestimmt, das seit 2017 geltende Neubauverbot für KKW wieder aufzuheben. Umweltverbände sind empört und kündigten ein Referendum an, wenn dafür ausreichend Unterschriften gesammelt werden.

Ein Hintergrund für Rösti‘s Vorstoß und die erneute Debatte war u. a. die seit längerer Zeit laufende Volksinitiative Blackout stoppen [1] einiger Wirtschaftsverbände und bürgerlicher Parteien – darin geht es um die zukünftige Strom-Versorgungssicherheit der Schweiz und deren vermeintliche Gefährdung verbunden mit der Forderung, dass die Schweiz sich alle „klimafreundlichen Technologien“ offenhalten müsse.

Momentan beziehe die Schweiz rund 30 % ihres Stroms aus Kernenergie, so Bundesrat Rösti, der in der Debatte argumentiert, dass die Schweizer für die Stromversorgung der Zukunft zwischen klimaschädlichen Gaskraftwerken, unsicheren Stromimporten oder neuen Kernkraftwerken wählen müssten. Seit der letzten Abstimmung hätten sich zudem die Rahmenbedingungen geändert – durch die Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges und einen steigenden Strombedarf der Schweiz. Den Bau neuer KKWs müsste man sich daher offenhalten, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Für mögliche Standorte hatte der Energieminister auch schon eine Idee und erwähnte dabei die bestehenden KKW-Standorte Leibstadt und Beznau nahe der deutschen Grenze.

Zur Erinnerung: Am 27. 11. 2016 hatte das Schweizer Stimmvolk die Eidgenössische Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie» (Atomausstiegsinitiative) der Grünen mit 54,2% Nein- gegen 45,8% Jastimmen deutlich abgelehnt. (siehe auch hier)

 

Entwicklung der Temperatur in der unteren Atmosphäre im Mai 2026

Von Satelliten gemessene Temperaturanomalien der unteren Atmosphäre. Quelle: [1]

Eine Anmerkung von Roy Spencer [1] zu diesen troposphärischen Temperaturanomalien im Vergleich zu Oberflächen-Temperaturanomalien:

Es ist schon eine Weile her, dass ich den Hauptgrund diskutiert habe, warum unsere globalen monatlichen, satellitenbasierten troposphärischen Temperaturanomalien manchmal ziemlich stark von den globalen monatlichen Oberflächen-Temperaturanomalien abweichen können. Ein gutes Beispiel sind die letzten zwei Monate. Im April war unsere +0,39 °C Anomalie statistisch identisch mit der +0,38 °C Oberflächentemperaturanomalie aus dem NOAA Climate Data Assimilation System (CDAS, die ich aus WeatherBell.com Karten entnehme). Aber dann ist die CDAS-Anomalie letzten Monat (Mai) leicht gesunken (+ 0,34 °C), während unsere UAH-Anomalie deutlich gestiegen ist (+0,53 °C).

Diese monatlichen Schwankungen in der Beziehung zwischen Oberflächen- und Troposphären-Temperaturänderungen werden fast sicher von Schwankungen im feuchten konvektiven Wärmetransfer von der Oberfläche zur freien Troposphäre dominiert. Wenn es einen Ausbruch zusätzlicher Konvektion gibt (meist in den Tropen), kühlt das die Oberfläche ab und erwärmt die freie Troposphäre stärker als normal, was wahrscheinlich letzten Monat (Mai) der Fall war.

Trotz dieser momentanen Entwicklung bleibt der globale flächengemittelte lineare Temperaturtrend von Version 6.1 (Januar 1979 bis Mai 2026) bei +0,16 °C/Dekade (+0,22 °C/Dekade über Land, +0,13 °C/Jahrzehnt über Ozeanen).

Fazit

Die derzeitige Entwicklung der globalen Temperaturanomalie zeigt sich unbeeindruckt von dem im Januar-Februar 2026 auf der gesamten Nordhalbkugel von West bis Ost und von Norden bis zum Äquator aufgetretenen kalten Wetter mit enormen Frosten und Schneefällen und auch von der prophezeiten „Kleinen Eiszeit“.

[1] https://www.drroyspencer.com

Entwicklung der Sonnenaktivität liefert Hinweise auf eine „kleine Eiszeit“

Jahrhundertskalende Muster der Sonnenaktivität deuten darauf hin, dass der Beginn der nächsten Abkühlungsphase einer weiteren „Kleinen Eiszeit“ bevorsteht.

Unter Sonnenaktivitäten versteht man alle dynamischen, veränderlichen physikalischen Prozesse und magnetischen Phänomene auf und in der Sonne. Dazu gehören unter anderem Sonnenflecken, Protuberanzen (heißes Plasma), Flares (Strahlungsausbrüche) und koronale Massenauswürfe (CMEs). Gesteuert werden diese Vorgänge maßgeblich durch das Magnetfeld der Sonne.

Die Häufigkeit und Intensität der Sonnenaktivität folgen einem etwa 11-jährigen Zyklus. Anhand von radioaktiven Isotopen (wie C-14 oder Be-10), die sich in Baumringen oder Eisbohrkernen ablagern, lässt sich die Sonnenaktivität Jahrtausende in die Vergangenheit rekonstruieren. So lassen sich beispielsweise Klimaperioden (wie das Maunder-Minimum, eine Phase geringer Sonnenaktivität) erklären.

Verlauf der Sonnenaktivitäten seit 1980

Starke solare Ausbrüche (Flares und CMEs) senden geladene Teilchen aus, die direkte Auswirkungen auf unsere Technik haben. So kann die erhöhte Strahlung unter anderem die Elektronik im Orbit beschädigen (Satellitenausfälle) oder zu Problemen bei der Navigation (GPS) und im Funkverkehr kommen.

Neu veröffentlichte Forschungen [1], die historische Phasenanalysen des solaren Magnetfelds nutzen, dokumentieren die Auswirkungen der Sonnenaktivität auf die Erdtemperatur.

Kalte „Kleine Eiszeit“-Perioden lassen sich zuverlässig mit Grand Solar Minima (GSM) in Verbindung bringen.

Zum Beispiel wird während des Maunder-Minimums (spätes 17. bis frühes 18. Jahrhundert) angenommen, dass die Sonnenstrahlung um etwa 3 W/m² abgenommen hat, und folglich kühlte die Nordhalbkugel um etwa 1°C ab.

Mit Hilfe der Musteranalyse kann angenommen werden, dass der Beginn des nächsten GSM eingetreten ist und die globale Abkühlung in den nächsten Jahrzehnten erreicht wird. Im Abstract zu [1] heißt es:

„Während eines GSM wird eine Verringerung der Sonnenstrahlung um etwa 3 W/m² gegenüber dem modernen Niveau erwartet, was zu einer Verringerung der durchschnittlichen Erdtemperatur um etwa 1,0 °C führt.“

„Zusammenfassend lässt sich schließen, dass das moderne große Sonnenminimum (2020–2053), das vor 10 Jahren von Zharkova et al. 2015 vorhergesagt wurde, angekommen ist und wie erwartet bis zur Mitte des Jahrhunderts verlaufen wird. Im Januar-Februar 2026 wurde auf der gesamten Nordhalbkugel von West bis Ost und von Norden bis zum Äquator das kalte Wetter mit enormen Frosten und Schneefällen gemessen, die Vorboten der kleinen Eiszeit.“

 

[1] https://scienceofclimatechange.org/wp-content/uploads/Zharkova_Modern_Grand_Solar_Minimum.pdf

 

 

„Einhaltung des Emissionsbudgets bis 2030 nicht bestätigt“

Der Expertenrat für Klimafragen sieht in seinem Bericht vom 15. Mai 2026 [1] anders als in Projektionsdaten das Emissionsbudget bis 2030 überschritten. Mit einem Rückgang von lediglich 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr blieben die Treibhausgasemissionen nahezu konstant. Ein Rückgang der Emissionen in Industrie und Energiewirtschaft wurde durch einen Anstieg in den Sektoren Gebäude und Verkehr weitgehend ausgeglichen.

Den Projektionsdaten 2026 zufolge würde das nach Klimaschutzgesetz zulässige Emissionsbudget für die Jahre 2021 bis 2030 mit einem Puffer von 4,5 Mt CO2-Äq. sehr knapp eingehalten werden. Das jahresscharfe 65-Prozent-Minderungsziel für 2030, das 88-Prozent-Ziel für 2040, die Zielvorgabe aus der Europäischen Lastenteilungsverordnung (ESR), die Ziele für den Sektor Landnutzung (LULUCF) sowie das Ziel der Treibhausgasneutralität im Jahr 2045 und der negativen Treibhausgasemissionen (THG) würden laut den Daten im Zeitverlauf zunehmend deutlich verfehlt werden.

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Magnetische Erscheinung der Sonne lässt für 2026 El Niño vermuten

Wie wir bereits berichteten, El Niño ist ein Klimaphänomen im tropischen Pazifik, bei dem sich die Meeresoberfläche vor der südamerikanischen Küste deutlich erwärmt. Das wirkt sich massiv auf das Wetter in Südamerika, Australien und Indonesien aus – und drückt die globale Durchschnittstemperatur spürbar nach oben. In einer wissenschaftlichen Arbeit [1] wird über magnetische Erscheinungen auf der Sonne für dieses Jahr El Niño vorausgesagt. Eine wissenschaftlich noch unsichere Voraussage! Wir geben den Bericht [2] unkommentiert wieder:

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