Die Energiekrise macht ein Zurück zu verlässlicher Energieversorgung erforderlich

Der vollständige Ausfall russischer Gasimporte nach Deutschland und die Kriege in Nahost machen die verfehlte Energiepolitik deutscher Regierungen deutlich.

Mit Beginn der als prioritär betrachteten Klimaschutz-Politik wurden die bis in die 90er Jahre nachhaltig sichere, preisgünstige Energieversorgung auf der diversitären Basis Kohle, Gas, Öl und Kernenergie einer Energiepolitik auf der Basis Wind-, Solar- und Bioenergie (die sogenannten Erneuerbaren) geradezu geopfert. Das Vorhaben, selbst die fossilen Energieträger allmählich auf elektrische Energie umzustellen, besteht weiterhin. Der Ausstieg aus der im Betrieb CO2-freien Kernenergie wurde immerhin offiziell als schwere politischer Fehler gebrandmarkt.

In Expertenkreisen war von vornherein klar, dass Windenergie- und Solaranlagen, die nur zeitweise Strom erzeugen, fossile Energieträger nicht ohne Weiteres in allen Bereichen der Wirtschaft ersetzen können.

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Wie sicher ist die Versorgungssicherheit?

Die Bundesregierung plant den Ausstieg aus der Verstromung von Stein- und Braunkohle in Deutschland mit dem Ziel, die nationalen Kohlendioxidemissionen zu reduzieren.  2038 soll nach Vorgaben der Kohlekommission das letzte Kohlekraftwerk seinen Dienst einstellen.  Die Kernkraft wurde bereits 2022 beendet. Durch den Kohleausstieg entfallen rund 43 Gigawatt gesicherte Leistung, durch den Ausstieg aus der Kernenergie ca. 10,8 Gigawatt. Insgesamt müssen also über 50 Gigawatt gesicherte Leistung in nicht mal 20 Jahren ersetzt werden. Das entspricht zusammen mehr als die Hälfte der gegenwärtigen konventionellen Kapazität [1].

Nach Einschätzung der Übertragungsnetzbetreiber, der Deutschen Energie-Agentur sowie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW werden weitere ersatzlose Stilllegungen von grundlastfähigen Kraftwerken eine nicht zu rechtfertigende Gefährdung der Versorgungssicherheit in Deutschland darstellen und darüber hinaus zu einer erhöhten Abhängigkeit von Stromimporten führen.

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