Schlimmste Energiekrise seit Menschengedenken

Im folgenden Artikel skizziert Net Zero Watch*) die dramatische Energiesituation in Großbritannien, die, und das ist der Grund, warum der Artikel hier erscheint, sich von der Situation in Deutschland nicht wesentlich unterscheidet. Der komplette Verzicht auf Kernenergie in Deutschland würde die deutsche Situation noch verschärfen, wohingegen die Kernenergie in GB genutzt und weiter ausgebaut wird.

 

Das Vereinigte Königreich steht nun neben einem Großteil Europas vor der schlimmsten Energiekrise seit Menschengedenken, vielleicht der schlimmsten in der Geschichte.

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Petition: Deutsches Schiefergas nutzen

Deutschland verfügt über ein enormes nachgewiesenes Schiefergasvorkommen. Seine Förderung würde den Versorgungsmangel an Erdgas lindern und die Gaspreisentwicklung entspannen. Das Schiefergas müsste mit dem Fracking-Verfahren gefördert werden, jenem Verfahren, das in den USA angewandt wird, um Deutschland  mit LNG zu versorgen. Seit 2017 ist die Förderung in Deutschland gesetzlich untersagt.

Nach dpa-Meldung vom 15.08.2022 stellte der stellvertretende Vorsitzende der Expertenkommission „Fracking“, Holger Weiß, das in Deutschland geltende Verbot der Erdgasförderung durch das sogenannte Fracking infrage.

„Man kann das eigentlich nur mit ideologischen Vorbehalten erklären. Einer sachlichen Grundlage entbehrt das.“ Die beim Fracking mittlerweile verwendete Flüssigkeit sei kein Gift, das sei „Spüli“.  „Heutzutage kann man Fracking mit einem vertretbaren Restrisiko machen“, sagte Weiß.

Zum Förderungsverfahren erklärte der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Geowissenschaften und Rohstoffe Prof. Dr. Hans-Joachin Kümpel:

„Fracking ist heute eine Hightech-Bohrlochtechnologie mit höchsten Sicherheitsstandards. Weder führt ihr Einsatz zu einer Verunreinigung von nutzbaren Grundwasserressourcen, noch löst sie fühlbare Erdbeben aus.“

Der für die Freigabe zuständige Wirtschaftsminister Robert Habeck zeigt kein Entgegenkommen. Eine Petition soll die politische Diskussion um die Förderung initiieren.

Wir rufen unsere Leser dazu auf, sich der Petition anzuschließen (bitte klicken):

 „Gasversorgung durch Schiefergas sichern

Haben Sie eine Frage oder einen Hinweis zur Petition? Werner Ressing, BMWi-Abteilungsleiter a.D., hat die Petition gestartet. Klicken Sie hier, um Kontakt aufzunehmen.

Für 15 europäische Staaten ist die Kernenergie quasi alternativlos

Die Klimaziele sind ohne Kernkraft nicht zu erreichen, wenn wir nur annähernd unseren Wohlstand erhalten wollen. Der Weltklimarat IPCC sprach sich in seinen Berichten für die Nutzung der im Betrieb CO2-freien Kernenergie aus. Von der Europäischen Union wurde die Kernenergie zusammen mit Gas in diesem Jahr als nachhaltig eingestuft.

Obwohl die letzten drei deutschen Kernkraftwerke einen Beitrag zur sicheren Stromversorgung liefern können, tun sich die Grünen schwer, den Weiterbetrieb über dem 31.12.2022 hinaus zu ermöglichen. Nach langem Hin und Her sollen nun die beiden Kernkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim 2 bis Ende April 2023 weiterbetrieben werden.

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Strom: Was war 1999, was ist heute? Was erwartet uns künftig?

Mahnende Worte von Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt zur Sicherung der Stromversorgung:

„1999 hatten wir 30,6 % Stromerzeugung zu Stromerzeugungskosten von 3,5 Pfg/kWh (1,75 €ct/kWh) aus den 18 weltbesten Kernkraftwerken von rd. 440 in der Welt.  2010, vor Fukushima, hatten wir noch 17 Kernkraftwerke mit 18 % Stromerzeugung, 2011 noch 9, heute haben wir zum Glück noch drei mit 4,3 GW Leistung und rd. 5 % Stromerzeugung.

Dieser schleichende Kernenergieausstieg wurde über 22 Jahre hinweg als Verdienst grüner Energiepolitik von allen demokratischen Parteien gelobt und an den Wahlurnen irrtümlicher Weise honoriert.
Ab dem 20. Februar 2022, dem Tag der Zeitenwende, ist das Energiepolitik auf dem Irrweg, ohne Kernenergie ohne Kohle und ohne Erdgas. Den Wählern wurde eine heile Welt vorgegaukelt.

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An Langfristverträgen mit verlässlichen Erdgaslieferanten geht kein Weg vorbei

Nach mehr als 20 Jahren Energiewende-Erfahrung sollte man wissen, dass es das dekarbonierte grüne Paradies aus Sonnenkraft und bewegter Luft nicht geben wird. Nicht in einem Industriestaat wie Deutschland. Die Energiewende hat Mitschuld an der Energiekrise, in der wir uns akut befinden. Mark P. Mills*) liest gewissermaßen den europäischen Politikern, insbesondere deutschen Entscheidungsträgern, die Leviten über ihre verfehlte, kurzsichtige Energiepolitik. Dass er als US-Amerikaner sein Land als helfender Partner anbietet, ist verständlich, seine ins Deutsche übersetzte, leicht gekürzte Analyse [1] ist zutreffend:

Europa hat nicht viele Möglichkeiten, mit den unmittelbaren Energie-Engpässen umzugehen. Im Wesentlichen wurde alles getan, was schnell erledigt werden kann: die Installation von Importterminals für schwimmendes Flüssigerdgas (LNG), die Wiederinbetriebnahme alter Kohlekraftwerke, die Erhaltung von Kernkraftwerken, die für die Stilllegung vorgesehen waren, die Umstellung vieler Industriekessel von Erdgas auf besser fungibles Öl und das Senden symbolischer Botschaften über die Reduzierung der Nachfrage durch kalte Duschen und das Dimmen von Lichtern. Europas verbleibende kurzfristige Alternativen sind jetzt eine brutale Kombination aus weiteren Shutdowns, regelrechter Rationierung, massiven inflationären Subventionen für die Bürger und Rettungsaktionen für die Industrie.

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Finnischer EPR Reaktor erreichte volle Leistung

Die Leistung des 1600 MWe Olkiluoto 3 EPR in Finnland erreichte am 30.9.2022 erstmals 100 Prozent. Die Inbetriebnahmetests des Reaktors werden fortgesetzt, teilte der Betreiber Teollisuuden Voima Oyj (TVO) mit. Die reguläre Stromproduktion soll im Dezember 2022 beginnen.

Nach TVO-Angaben ist der Anlagenblock jetzt der leistungsstärkste Kernkraftwerksblock in Europa und der Drittstärkste weltweit.

Etwa 40% des finnischen Stroms wird derzeit von der Olkiluoto-Anlage produziert. Die Olkiluoto-Einheiten 1 und 2 produzieren etwa 21% des gesamten aktuellen Strombedarfs, wobei Olkiluoto 3 (OL3) etwa 19% produziert, sagte das Unternehmen.

Das Areva-Siemens-Konsortium errichtete die OL3-Anlage im Rahmen eines schlüsselfertigen Festpreisvertrags. Sie haften gesamtschuldnerisch für die vertraglichen Verpflichtungen bis zum Ende der Garantiezeit der Einheit. Der Bau von Olkiluoto 3 begann im Jahr 2005, wobei die Fertigstellung des Reaktors ursprünglich für 2009 geplant war, aber das Projekt hatte verschiedene Verzögerungen und Rückschläge.

OL3 erreichte am 21. Dezember letzten Jahres die erste Kritikalität und ging am 12. März ans Netz.

 

Das IPCC ist keine objektive wissenschaftliche Bewertungsorganisation

Die Klimaschutzpolitik der westlichen Welt basiert auf den Berichten des Weltklimarates IPCC, ungeachtet der erheblichen internationalen Kritik an seiner Arbeit und seinen Ergebnissen, insbesondere an den Kurzfassungen für „Policymakers“, die die wissenschaftlichen Erkenntnisse nur mangelhaft oder sogar falsch wiedergeben.

Gleichwohl hat der Weltklimarat international eine Bedeutung erlangt, der sich offensichtlich keine Regierungsvertreter entziehen können, auch nicht, wenn sie von der IPCC-Tätigkeit nicht überzeugt sind.

So äußerte zum Beispiel der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt in seiner Rede bei der Max-Plank-Gesellschaft am 11.Januar 2011 in Berlin:

„Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher gelieferten Unterlagen stoßen auf Skepsis, zumal einige der beteiligten Forscher sich als Betrüger erwiesen haben. Jedenfalls sind die von einigen Regierungen öffentlich genannten Zielsetzungen bisher weniger wissenschaftlich als vielmehr lediglich politisch begründet.“ (Weiteres dazu hier.)

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Verbundnetz – Die Krise des europäischen Stromnetzes

Ein neues Papier der Global Warming Policy Foundation [1] zeigt, dass das europäische Stromnetz auf eine Katastrophe zurast, wobei seine konstituierenden Nationen zuverlässige Kernkraftwerke und fossile Kraftwerke schließen und hoffen, dass das Verbundsystem das Defizit ausgleichen werde.

Das europäische Stromverbundnetz ist im Prinzip ein technisch hocheffizientes Wunderwerk. Ein engmaschiges Stromnetz aus Hoch- und Höchstspannungsleitungen zur Verteilung der elektrischen Energie. Es ist das größte synchrone Stromnetz der Welt. Es verbindet 520 Millionen Endverbraucher in 32 Ländern, darunter mehrere, die nicht der Europäischen Union angehören, wie Marokko und die Türkei. Im Jahr 2019 betrug der gesamte Nettostromverbrauch aller in diesem internationalen Netz angeschlossenen Verbraucher 2.635 Terawattstunden (TWh).

Schließt man die Länder mit ein, die nicht synchron zugeschaltet sind, aber eine Verbindung zum Netz haben, wie Großbritannien, Irland, die nordischen und baltischen Staaten, dann steigt der Gesamtverbrauch auf mehr als 3.300 TWh.

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Süddeutsche Kernkraftwerke werden nicht am Jahresende abgeschaltet

Laut BMWK-Pressemitteilung vom 27.09.2022  [1] hat sich der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, mit den Betreibern der Kernkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim auf ein Konzept für eine Einsatzreserve verständigt. Den gemeinsam vereinbarten Eckpunkten zufolge sollen die beiden Kernkraftwerke nach dem Ende ihrer regulären Laufzeit am 31.12.2022 in eine Einsatzreserve überführt werden. Sie stehen damit bereit, um einen drohenden Stromnetzengpass in Süddeutschland zu verhindern. Um die Reserve zu ermöglichen, werden die Betreiber der beiden Kernkraftwerke ab sofort alles Erforderliche in die Wege leiten, damit die Anlagen über den 31.12.2022 hinaus bis längstens zum 15.04.2023 weiter im Markt betrieben werden können.

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„Glauben Sie nicht dem Hype um die schmelzenden Gletscher der Antarktis“

Mit diesen Worten widerspricht Steven Koonin *) den alarmierenden Schlagzeilen über die Gletscherschmelze in der Antarktis. Wie The Wall Street Journal [1] weiter berichtet, werden Berichte über die laufenden Untersuchungen der Wissenschaft um eine sehr komplexe Situation falsch dargestellt.

Die Antarktis ist seit mindestens 30 Millionen Jahren mit Eis bedeckt. Der Eisschild enthält etwa 26,5 Millionen Gigatonnen Wasser. Wenn es vollständig schmelzen würde, würde der Meeresspiegel um 190 Fuß (Anm.: ca. 58 Meter) steigen. Eine solche Veränderung liegt viele Jahrtausende in der Zukunft, wenn sie überhaupt kommt.

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