Nukleare Kettenreaktion: Die Natur machte sie uns vor

Der Naturreaktor als Teil der Schöpfung ist ein in Fachkreisen, weniger in der Öffentlichkeit bekanntes Phänomen, das beim Uranabbau entdeckt wurde.

Das in der Natur vorkommende Uran besteht hauptsächlich aus drei Isotopen des Urans, die sich durch die Neutronenzahl im Atomkern unterscheiden. Das für den Leichtwasserreaktor interessante Uranisotop ist das Uran-235, das einen Anteil von 0,7204(6) % im natürlich vorkommenden Uran hat. Alle drei Isotope zerfallen mit unterschiedlicher Halbwertszeit. Die größte Halbwertszeit besitzt mit ca. 4,47 Milliarden Jahres das Uran-238. Uran-235 hat ca. 0,704 Milliarden Jahre und das Uran-234 ca.0,246 Millionen Jahre. Infolge dieser enormen Halbwertszeiten finden wir dieses Isotopengemisch noch in der Erdkruste.

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Rohstoffbedarf: Kehrseite der „grünen“ Energie

Ab 2050 will die EU klimaneutral („Green Deal“) sein, also keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre ausstoßen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss bis dahin ein Großteil der Emissionen, die durch Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle oder Erdgas entstehen, vermieden werden, weil die Emission von CO2 als klimaschädlich postuliert wird. Angeblich wissenschaftlicher Konsens. Ein wissenschaftlicher Beweis der Klimaschädlichkeit aber fehlt.

Die weit verbreitete Ansicht, dass fossile Brennstoffe „schmutzig“ und erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie und Elektrofahrzeuge „sauber“ sind, ist zu einem festen Bestandteil der Mainstream-Medien und politischen Annahmen im gesamten politischen Spektrum der Industrieländer geworden. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem, was „sauber“ sein soll, ist nicht gewollt. Jede ernsthafte Betrachtung der allgemeinen Umwelt- und Lieferkettenauswirkungen erneuerbarer Energien fand bislang nicht statt.

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Energie-Utopien und technische Realität

Schauen wir einmal über den nationalen Tellerrand. Auch in Großbritannien gibt es Kritik an dem vollständigen Verzicht auf Kohle, Gas und Erdöl zur Stromerzeugung. Nachfolgend das Urteil eines britischen Fachmannes zur Decarbonisierung und sein Urteil über die Energiewende in Deutschland. Seine Aussagen sind auszugsweise und übersetzt wiedergegeben.

Michael Kelly:

„Die Entscheidung Großbritanniens, eine umfassende Dekarbonisierung der Wirtschaft in Angriff zu nehmen, ist von oberflächlichem Denken geprägt, das die technische Realität ignoriert. Das Netto-Null-Ziel der Regierung für 2050 sei ohne größere soziale Störungen nicht erreichbar“. Professor Michael Kelly ist emeritierter Professor für Ingenieurwissenschaften an der Universität von Cambridge und ehemaliger Chefwissenschaftler des Ministeriums für Gemeinden und Kommunalverwaltung [1].

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Der goldene Weg der nachhaltigen Entwicklung

Die Energiedebatten der letzten zwanzig Jahre werden in unserem Land viel zu sehr durch die deutsche Brille geführt. Parteipolitische Sichtweisen spielen dabei eine dominante Rolle. Abgestimmtes Vorgehen in der Europäischen Union: Fehlanzeige. Gemeinsame Errungenschaften wie der EURATOM-Vertrag würden allzu gern aufgeweicht, lieber noch gecancelt. Seine funktionale Wertschätzung: erneut Fehlanzeige. Dabei werden die weltweiten Entwicklungen und Fortschritte zumindest auf dem Kernenergiegebiet übersehen oder ganz bewusst ausgeblendet. Egal, welche Verbesserungen sich inzwischen ergeben haben. International wird der energiepolitische Weg Deutschlands, gelinde gesagt, belächelt. Es werden Ziele ausgegeben, die auf Dauer nicht erfüllbar sein werden. Die Rede von der ökonomischen Selbstverstümmelung macht die Runde (hier). Umso wesentlicher ist es, auf die Erkenntnisse und Empfehlungen internationaler Ratgeber zu hören. Einer von ihnen ist:

Scott Foster, Direktor der Abteilung Nachhaltige Energie der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE). Er beschreibt, inwiefern die Energie der „goldene Weg“ ist, der die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung verbindet und dass die Kernenergie eine Rolle im Energiemix der Zukunft zu spielen hat. Im Folgenden wesentliche Auszüge eines (ins Deutsche übersetzten) Vortrags [1], den Foster im Rahmen des Webinars der OECD-Atomenergieagentur hielt, um über seinen kürzlich veröffentlichten Policy Brief, Kernenergie und die kostengünstige Dekarbonisierung von Stromsystemen zu diskutieren [2].

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Deckelung der EEG-Umlage – vorerst

In unserem Bericht aus Mai 2020 (hier) zitierten wir den E.on Vorstandsvorsitzenden Theyssen mit den Worten:

„Die EEG-Umlage werde im kommenden Jahr durch die Decke schießen. Das sei so sicher wie das Amen in der Kirche. Die Finanzierung der Energiewende durch die EEG-Umlage ist ein grundsätzlich verfehltes System.“

Theyssens Prognose traf ins Schwarze. Vor wenigen Tagen veröffentlichten die Übertragungsnetzbetreiber die monatliche Abrechnung für das EEG-Umlagekonto. Demnach sackte der Kontostand im Juni ins Rote auf minus 1.162.745.858,44 Euro ab. Die EEG-Umlage soll die Differenz aus der Vergütung für Strom aus erneuerbaren Energien und den tatsächlichen Markterlösen decken.

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Vergleich der Emissionen Kohle vs. Erdgas

Wumms! Erdgas ist nicht besser

Bereits am 29. 1.2019 hieß es im The Wall Street Journal unter dem Titel „Dümmste Energiepolitik der Welt“ [1] und dem Untertitel „Nach dem Ausstieg aus der Kernkraft will Deutschland jetzt auf die Kohle verzichten“ in deutscher Fassung:

„Dumme Umweltpolitiken sind in ganz Europa Routine – siehe Emmanuel Macrons aufsehenerregende Brennstoffsteuer in Frankreich –, aber selbst nach diesem Standard ist Deutschlands neuer Plan, auf Kohle zu verzichten, bemerkenswert. Nachdem man unzählbare Milliarden Euro für erneuerbare Energien verschwendet und den deutschen Haushalten und Unternehmen einige der höchsten Energiepreise in Europa zugefügt hat, verspricht Berlin nun, die einzige zuverlässige Stromquelle zu killen, die Deutschland verblieben ist.“

Dieses „Versprechen“ wurde eingeleitet. Am 3. Juli 2020 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Kohleausstiegsgesetz. Bis spätestens 2038 soll die Verwendung von Kohle zur Stromerzeugung beendet werden. Ausschlaggebender Grund ist die Verminderung der CO2-Emissionen, die als klimaschädlich angesehen werden. Lässt sich dieses Ziel erreichen? Zweifel sind angebracht.

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Trotz globalen wirtschaftlichen Einbruchs keine Abnahme des atmosphärischen CO2

Der weltweite dramatische Einbruch industrieller Aktivitäten, dadurch bedingte Rückgänge des Energieverbrauchs und die erheblichen Einschränkungen menschlicher Mobilitäten als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie sollte eine Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre erwarten lassen. Was zeigen aktuelle Messungen und Beobachtungen?

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Ein Klima-Aktivist entschuldigt sich

Gemeint ist Michael Shellenberger. In Wikipedia heißt es über ihn, er ist amerikanischer Autor für Umweltpolitik, er ist Mitbegründer des „Breakthrough Institute“ und Gründer von „Environmental Progress“. Man nannte ihn einen „Time magazine Heroes oft he Environment (2008). Michael Shellenberger (Jg. 1971) war 2008 Gewinner des „Green Award“, ist Co-Editor des „Love Your Monsters“ (2011) und Co-Autor des Break Through. Bei Forbes war er Autor für klima-alarmistische Artikel.

Jetzt legte er ein Bekenntnis ab, das sicher nicht wenige überraschte, vermutlich enttäuschte oder gar erboste. Hier das in Environmental Progress [1] erschienene und ins Deutsche übersetzte Bekenntnis:

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Vor der ökonomischen Selbstverstümmelung wurde bereits 2007 gewarnt

Gelegentlich fördert das Durchblättern eigener Ablagen Artikel zu Tage, die trotz ihres Jahre zurückliegenden Erscheinens eine Überraschung auslösen. So der Artikel von Christian Bartsch, einem Ingenieur und Fachjournalisten, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. März 2007 mit dem Titel „Mehr Licht im Dunkel des Klimawandels“ [1]. Schnee von gestern, dachte ich mir, umso erstaunlicher die Feststellung, dass dieser Artikel unverändert auch noch heute erscheinen könnte. Bedauerlich nur, dass sein „Licht“ aus Fakten und Folgerungen nicht zur geistigen Erhellung maßgeblicher Politiker nebst sie beratender Wissenschaftler geführt hat, die unbeirrt der Ansicht sind, dass die vom Menschen verursachten Kohlenstoffdioxid-Emissionen unseren Planeten aufheizen würden und Milliarden Euro ausgeben, die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas langfristig zu verhindern. Die renommierte FAZ berichtete das genaue Gegenteil.

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„Green Deal“ vereinbar mit Lissabon-Vertrag und Energiecharta?

Im folgenden Artikel wird die Rechtskonformität der europäischen Energiepolitik hinterfragt. Wir berichteten hier und hier über das Vorhaben der Europäischen Union, Taxonomie-Richtlinien aufzustellen, mit deren Hilfe sich die Umweltverträglichkeit einer wirtschaftlichen Tätigkeit feststellen lässt, um deren Förderungswürdigkeit beurteilen zu können. Die von der Kommission eingesetzte Technical Experts Group (TEG) für nachhaltige Finanzen kam zu dem Schluss, dass zu diesem Zeitpunkt „die Beweise für die Kernenergie komplex und im taxonomischen Kontext schwieriger zu bewerten sind“, was den möglichen erheblichen Schaden für andere Umweltziele betrifft. Das bedeutet, vorrangig „grüne“ Techniken fördern und keine finanzielle Unterstützung für die Kernenergie, weder für die Förderung noch für Neubauten.

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