Mythos von preisgünstiger erneuerbarer Energie

Die oft genannten EEG-Kosten sind nur die Spitze des Eisbergs. Quelle: [1]

Nach Ansicht des Fraunhofer-Instituts für Solare Systeme aus 2024 sind die Stromgestehungskosten von Photovoltaik- und Windenergieanlagen die günstigsten in Deutschland. Und warum hat Deutschland mit die höchsten Strompreise in Europa?

Der Beginn der Energiewende lässt sich mit dem Umlegen eines Schalters vergleichen. Von jetzt auf gleich. Die Energiewende wurde vollzogen ohne Eignungs-, Machbarkeits-, Zuverlässigkeits-, Kosten- und Umweltverträglichkeitsprüfung im Hinblick auf die Prosperität der deutschen Wirtschaft und den Erhalt der Lebensqualität der Bürger, was Grundvoraussetzung vorausgehenden verantwortlichen politischen Handelns gewesen wäre.

Als Reaktion auf Risiken und unvorhergesehenen Auswirkungen wissenschaftlich-technischen Fortschritts wurde zu Beginn der 90er Jahre als zentrales Instrument der Politikberatung die Technikfolgenabschätzung mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Folgen technischer Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und Handlungsoptionen für Entscheidungsträger aufzuzeigen.

Dieses Instrument wandte die Politik leider nicht auf ihr eigenes Vorgehen an. Sie hätte sonst erkennen müssen, dass neben den unmittelbaren durchaus günstigen Erzeugungskosten, die Kosten der Stromverteilung und Stromspeicherung entscheidende Kostentreiber sind.

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Bei längerem nationalen Stromausfall ist Kollaps der gesamten Gesellschaft fast nicht zu verhindern

Auch bei Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung müssten, wie in der Kerntechnik grundsätzlich üblich, auf Grund theoretischer Überlegungen und wissenschaftlicher Untersuchungen Störfälle und Ereignisse, die den großflächigen Stromausfall zur Folge hätten, vorausgesehen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen zu ihrer Verhinderung eingeplant werden.

Die Bundesregierung hat in den Jahren 2011/2012 zwei Studien erstellen lassen, deren Ergebnis von großer Brisanz sind, die aber, so scheint es, von den Auftraggebern nicht oder nicht in ausreichendem Maße zur Kenntnis genommen worden sind.

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