Aufhebung der US-CO2-Anforderungen für Kohlekraftwerke

Zwischen der Klimaschutzpolitik Deutschlands nebst EU und der amerikanischen Auffassung über das Treibhausgas liegen inzwischen Welten. Während für die Bundesregierung der Verzicht auf Kohle und die Reduktion der CO2-Emissionen gar nicht schnell genug gehen kann, vertreten die USA die Auffassung, dass die Treibhausgas-Emissionen aus Kohlekraftwerken keinen wesentlichen Einfluss auf den Klimawandel haben. Überdies beträgt Deutschlands Anteil an den globalen CO2-Emissionen weniger als 1,8 %. Selbst bei Ausbleiben würde dieser Anteil eine nicht messbare Abnahme der Erdtemperatur bewirken. Die Vernunft bleibt wiedermal auf der Strecke.

Auf der letzten G20-Energieminister-Konferenz vom 14. bis 16. September 2026 in Houston, Texas (USA) unter Vorsitz der USA, bei der es vor allem um die Themen globale Energiesicherheit, Erschwinglichkeit von Grundlastenergie, dem Ausbau von Infrastrukturen sowie resilienten Lieferketten für kritische Mineralien ging, kündigte Lee Zeldin, der Administrator der US-Umweltschutzbehörde (EPA), die Aufhebung des Großteils der Treibhausgas-Anforderungen der Biden-Regierung für US-Kraftwerke an – eine Maßnahme, die die Behörde für 310 Milliarden Dollar einsparen will, und schlug vor, alle verbleibenden Treibhausgas-Standards für den Energiesektor aufzuheben [1][2].

 In der EPA-Presseerklärung [3] heißt es, die EPA vollzieht die Aufhebung der Vorschriften für Kraftwerke aus dem Jahr 2024, wodurch Einsparungen in Höhe von über 310 Milliarden US-Dollar erzielt werden, und schlägt die Aufhebung aller verbleibenden Treibhausgas-Emissionsstandards für Kraftwerke aus der Präsidentschaft von Biden vor. Die Regelung wird am 16. November 2026 in Kraft treten.

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