Ein Zuviel ist schädlich. Dieses im Alltäglichen bekannte Prinzip – wissenschaftlich als Dosis-Wirkungs-Kurve bekannt – gilt gegenwärtig auch für die Solarstromerzeugung. Was einst eine Nischentechnologie war, ist in den Sommermonaten zur größten Stromquelle Europas geworden. Der massive Ausbau in den letzten fünf Jahren stößt jedoch auf ein Problem: Ein Haupttreiber für diesen Überschuss ist die massive Ausweitung der Solarenergie. In Zeiten hoher Sonnenstrahlung (sonnige Tage) und geringer Nachfrage an Wochenenden oder Feiertagen wird das Netz mit Solarstrom überflutet, und es wird immer schwieriger, das Stromnetz auszubalancieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kraftwerken, die leichter gedrosselt werden können, erfordert die schwankende Natur von Solar- und Windenergie komplexe Eingriffe, um Überlastungen im Netz zu verhindern. Der Netzausbau und die Stromspeicherung in Form von Batteriespeicher hat nicht Schritt gehalten. Direkte Folge: Eine Rekordmenge an Strom wird verschwendet, weil die Netze den Produktionsanstieg nicht bewältigen können und das Wachstum der installierten Leistung verlangsamt sich [1]. Solarstromproduzenten sind zunehmend gezwungen, Anlagen an sonnigen Tagen stundenweise abzuschalten.