Große Solarparks melden Insolvenz an

Das deutsche Online-Portal „Report24“ berichtet [1] über die Insolvenz von Solara4 (bei Alcoutim an der Algarve), das einst als Portugals größter Vorzeige-Solarpark (~219 MW) gefeiert wurde, der ohne die üblichen staatlich geförderten Einspeisevergütungen errichtet wurde. Ein großes Problem war der massive Ausbau der Solarenergie auf der Iberischen Halbinsel, was heute dazu führt, dass während der sonnigsten Stunden Tausende Megawatt Solarstrom gleichzeitig ins Netz eingespeist werden. Dieses Überangebot führt dazu, dass die Großhandelsstrompreise genau dann auf null oder in den negativen Bereich fallen, wenn die Produktion der Anlage am höchsten ist, was die erwarteten Einnahmen drastisch schmälert.Zudem produzierte der Solarpark durchweg weniger Strom als ursprünglich in den ersten Prognosen berechnet worden war, was die finanziellen Prognosen des Projekts untergrub, obwohl ein langfristiger Stromabnahmevertrag (PPA) vorlag. Der riesige Solarpark litt zudem unter mehreren technischen Ausfällen, darunter Brände an Wechselrichtern in den 12 Monaten vor der Insolvenz. Ein Großbrand Ende Mai 2026 legte etwa 10 % der Anlage lahm; die Reparatur dauerte schätzungsweise 8 bis 14 Wochen und führte zu kostspieligen Ausfallzeiten und Wartungskosten.

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Energiesystem von gefährlicher Starrheit und Ineffizienz

Außergewöhnliche Bedrohung für die Finanzstabilität

The Wall Street Journal [1] greift gleich zu Beginn seines nachfolgenden Artikels zu einer drastischen Formulierung: Wer immer noch glaubt, dass der Klimawandel eine größere Bedrohung für die Finanzstabilität darstellt als die Klimapolitik, verdient, in die Wildnis verbannt zu werden. (Im Orginalton: „…deserves to be exiled to a peat-burning yurt in the wilderness.”)

Dabei ist nicht zu vergessen, die Zentralbanken der Welt und andere Regulierungsbehörden befinden sich mitten in einem großen Vorstoß, verschiedene Formen von Klimastresstests in ihre Aufsicht einzuführen. Die Federal Reserve, die Bank of England und die Europäische Zentralbank wollen unter anderem wissen, wie globale Temperaturschwankungen ein Jahrhundert lang die Kapital- und Risikogewichte von Citi, Barclays oder der Deutschen Bank heute belasten könnten. Die Modeerscheinung besteht darin, mit absurder falscher Präzision die Kosten für die Rückversicherung von Hochwasserrisiken oder Feuer oder die gedrückten Unternehmensgewinne einer dystopischen, heißeren Zukunft zu quantifizieren.

Nun, wenn Sie ein „Klimarisiko“ für die Finanzstabilität suchen, schauen Sie sich um. Es ist angekommen, wenn auch genau umgekehrt zu dem, was uns von Ökofinanziers vorhergesagt haben. Europas Notlage erzählt eine Geschichte, die in den USA bald nur allzu vertraut werden könnte.

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