Vorteile kleiner, modularer Reaktoren (SMR)

Auf der ganzen Welt wird an den Technologien für kleine, modulare Reaktoren (SMRs) geforscht. Länder, die sich diesen Entwicklungen verwehren, laufen Gefahr, dass sie mittelfristig ins Hintertreffen geraten und den Anschluss verlieren. Diane Cameron, die der Nuclear Technology Development and Economics Division bei der OECD/NEA vorsteht, legt in einem Interview dar, wie sie die Wirtschaftlichkeit dieser neuen Reaktoren einschätzt. Dieses Interview wurde dem Bulletin 3 des Schweizer Nuklearforums entnommen [1].

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Bedarf an fossilen Brennstoffen und CO2-Emissionen steigen bis 2050

„Der Energiehandel mit fossilen Brennstoffen wird sich weiterentwickeln, da die Schwellenländer mehr Energie benötigen und sich die Welt weiter an die aktuellen geopolitischen Ereignisse anpasst.“

Im International Energy Outlook 2023 (IEO2023) [1] wird prognostiziert, dass die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen bis 2050 steigen werden, da das globale Bevölkerungswachstum und der höhere Lebensstandard das Wachstum des Energieverbrauchs über die Fortschritte bei der Energieeffizienz hinaus vorantreiben.

Quelle: U.S. Energy Information Administration, International Energy Outlook 2023 (IEO2023)

In allen in IEO2023 genannten Fällen wird davon ausgegangen, dass der weltweite Primärenergieverbrauch bis 2050 steigen wird. Die Erwartungen an das Wachstum der Weltbevölkerung, die Zunahme der regionalen Produktion und den höheren Lebensstandard deuten darauf hin, dass der globale Energieverbrauch schneller wachsen wird als die Fortschritte bei der Energieeffizienz. Nicht-fossile Ressourcen, einschließlich Kernenergie und erneuerbare Energien, produzieren bis 2050 mehr Energie, aber in den meisten der untersuchten IEO2023 Fälle reicht dieses Wachstum nicht aus, um die globalen energiebedingten CO2-Emissionen nach den geltenden Gesetzen und Vorschriften zu reduzieren.

[1] https://www.eia.gov/outlooks/ieo/

Wissenschaftsforum der IAEO: Innovationen beflügeln die Kernenergie

Innovationen haben den Kernenergiesektor maßgeblich angetrieben und werden dies auch in Zukunft tun. Allerdings muss die Kernenergiebranche offen für Neuerungen in sämtlichen Bereichen sein, nicht nur in der Reaktortechnologie. Zu diesem Schluss kamen Expertinnen und Experten in der abschließenden Diskussionsrunde des Science Forum 2023 der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), wie das Schweizer Nuklearforum [1] auf Basis der WNN vom 27.9. berichtete.

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Verzicht auf Förderung von Fracking-Gas wäre nächster großer Fehler der Energiewende

Fracking ist weiterhin ein politisches Tabu-Thema in Deutschland. Völlig zu Unrecht nach Expertenmeinung. Fracking ist ein Verfahren, mit dem sich Erdgas aus undurchlässigem Gestein lösen lässt. Um das Gas aus dem Gestein zu lösen, muss der Untergrund aufgebrochen (fracken) werden. Vor dem Fracking wird zunächst bis zu fünf Kilometer in die Tiefe gebohrt, dann horizontal in die gasführende Gesteinsschicht. Kritik wird an dem Auspressen des Gases mittels hohem Druck bis zu 1000 bar durch ein Gemisch aus Wasser, Quarzsand oder Keramikkügelchen und diversen Chemikalien geübt.

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Kohlekraftwerke: JA, bitte.

Je näher die Regierungen den Klimazielen wie 2030 kommen, desto mehr werden sie „rechtlich bindende“ nationale Ziele verfehlen. Sie werden sich entscheiden müssen, ob sie das Ziel ignorieren, ändern oder drastische politische Änderungen vornehmen, um es zu erreichen – wenn die Wähler es zulassen. Netto-Null steht auf der Kippe.

Deutschland wird in diesem Winter mehrere eingemottete Kohlekraftwerke wieder ans Netz bringen, um sicherzustellen, dass Europas größte Volkswirtschaft die Lichter bei Nachfragespitzen am Laufen halten kann. Und nicht nur die Lichter…

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Internationale Kernenergie-Initiative

Am 28. und 29. September 2023 fand in Paris die gemeinsam von der französischen Regierung und der Nuclear Energy Agency (NEA) der OECD organisierte Konferenz „Roadmaps to New Nuclear“ statt. An der Konferenz nahmen Energieminister aus 20 Staaten teil, um gemeinsam weltweit Nutzung und Ausbau der Kernenergie zur Erreichung der Klimaziele und zur Sicherung der Energieunabhängigkeit zu beraten. Die Energieminister von Bulgarien, Kanada, Tschechien, Estland, Finnland, Frankreich, Ghana, Ungarn, Japan, Korea, Polen, Rumänien, den Niederlanden, Slowakei, Slowenien, Schweden, Türkei, Ukraine, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten – Italien nahm als Beobachter teil – haben dabei ein gemeinsames Kommuniqué [1] verabschiedet. Darin heißt es unter anderem:

Wir erkennen an, dass wir uns in Bezug auf Klima- und Energiesicherheit an einem kritischen Punkt befinden und die Kernenergie eine wichtige Rolle spielen muss – neben anderen Technologien für saubere Energie.

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Ökonomischer Nutzen der Energiewende: Ein Fiasko

Wegen fehlender technischer und struktureller Voraussetzungen war das Scheitern der Energiewende seit Jahren voraussehbar. Dessen ungeachtet gibt sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf seiner Webseite überzeugt, dass die Energiewende bezahlbar und wirtschaftlich sein wird. Bereits die Anwendung des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG) führte zu einer Steigerung des Strompreises. Der gesetzliche Vorrang der Stromerzeugung durch Windenergie- und Solaranlagen hat die Stromverbraucher bislang 300 Milliarden Euro gekostet, ohne dass diesen hohen kosten ökologische oder wirtschaftliche Erfolge gegenüberstehen. Die Unterbrechung der Gaslieferungen aus Russland (durch Sanktionen und Sprengung der Gasleitungen) hat die Situation in technischer vor allem in ökonomischer Hinsicht deutlich verschärft. Weitere Kosten in dreistelliger Milliardenhöhe sind noch zu erwarten: die Kosten aus der geplanten Wärmewende und die Kosten für den nötigen Netzausbau, der in diesem starken Maße ohne Erneuerbare-Expansion nicht notwendig gewesen wäre.

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Netto-Null-Ziele brechen zusammen wie ein Kartenhaus…

…diesen Eindruck gewinnt man beim momentanen Blick auf die Kopfzeilen britischer Zeitungen. Zum ersten Mal wirft der britische Premier Sunak ernsthaft die Kostenfrage auf. Dies sollte buchstäblich von allen politischen Projekten verlangt werden, aber das Kostenthema wurde bislang konsequent unterdrückt. Ebenso in Deutschland, wo die Netzausbaukosten und der Ausbau der Windenergie noch nicht eingepreist sind.

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Die Abschaffung der Grundlast – die verpasste Chance

Immer wieder lohnt es sich, politische Vorschläge sogar aus der etwas jüngeren Vergangenheit auszugraben, weil man dadurch wahre Schätze entdeckt, die leider durch den üblichen Politikerstreit untergepflügt worden sind. Es ging auch schon vor 10 Jahren sehr engagiert um die Energiewende, und da gab es einen wegweisenden Vorschlag, der leider in Vergessenheit geriet.

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Steigender Fossilenergie-Bedarf verwässert das Pariser Klimaziel

Können wir noch klar denken? Während in westlichen Staaten bereits hunderte Milliarden an Euro ausgegeben wurden, um – mehr oder weniger erfolglos – die CO2-Emissionen zu reduzieren und um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen, die Industrie und Wirtschaft aufgefordert werden, ihre Produktionen auf „grün“ umzustellen und die Energie-Verbraucher mit existenzgefährdenden Kosten beaufschlagt werden, steigt und steigt die globale Nachfrage nach Kohle, Öl und Gas. Klimaneutralität, Netto-Null-Ziele, wofür eigentlich, wenn die globalen CO2-Emissionen weiter ansteigen werden? Oder hat sich in einigen Staaten bereits die wissenschaftliche Erkenntnis breitgemacht, dass das CO2 wenn überhaupt nur eine marginale Rolle beim derzeitigen Klimawandel spielt?

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