Privacy Policy Von IPCC unberücksichtigte Klima-Einflussgrößen - AG E+U - Die Realisten

Von IPCC unberücksichtigte Klima-Einflussgrößen

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Der von Menschen verursachte Klimawandel, hat sich derart in den Köpfen eingenistet, dass er über jeden Zweifel erhaben scheint und jeder Versuch einer Aufklärung über Hintergründe und Ursache des Wandels einer „Fensterrede“ gleichkommt. Das vom Menschen verursachte Kohlenstoffdioxid hat Schuld an der Erwärmung, basta. Wer sich allerdings vorurteilsfrei mit diesem Thema befasst und die vom Weltklimarat (IPCC) vorgelegten Berichte, auf denen die weltweiten Pläne der „Klimarettung“ beruhen, kritisch hinterfragt, stößt immer wieder auf Ungereimtheiten, zumal bei Zuhilfenahme neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse über prägnante, das Klima bestimmenden Einflussgrößen.

Stutzig machen sollte, dass es seit langem wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die vom Weltklimarat nicht berücksichtigt wurden. Eine dieser Erkenntnisse betrifft die Änderungen der Erdbahn um die Sonne und die variierende Neigung der Erdachse zur Sonne.

Der serbische Mathematiker Milankovitch entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts die langfristigen astrophysikalischen zyklischen Veränderungen der Erdbahn, die einen Einfluss auf die Sonneneinstrahlung und damit auf das Klima haben. Milankovitch stellte, wie von NASA [1] beschrieben, ein umfassendes mathematisches Modell auf, das die Breitenunterschiede in der Sonneneinstrahlung und die entsprechende Oberflächentemperatur für 600.000 Jahre vor dem Jahr 1800 berechnete. Anschließend versuchte er, diese Änderungen mit dem Wachstum und dem Rückzug des Eises zu korrelieren Alter. Zu diesem Zweck ging Milankovitch davon aus, dass Strahlungsänderungen in einigen Breiten und Jahreszeiten für das Wachstum und den Zerfall der Eisdecke wichtiger sind als in anderen. Dann wählte er auf Vorschlag des deutschen Klimatologen Vladimir Koppen die sommerliche Sonneneinstrahlung bei 65 Grad Nord als wichtigsten Breitengrad und wichtigste Jahreszeit für das Modell positives jährliches Schneebudget und Eisflächenwachstum.  Die von Milankovitch entdeckten und nach ihm benannten Zyklen der alle 100 000 Jahre auftretenden Warmzeiten werden ausführlich von Koelle [2] beschrieben.

Etwa 50 Jahre lang wurde die Theorie von Milankovitch jedoch weitgehend ignoriert. 1976 untersuchte eine in der Zeitschrift Science veröffentlichte Studie Sedimentkerne in der Tiefsee und fand heraus, dass die Theorie von Milankovitch tatsächlich Perioden des Klimawandels entsprach (Hays et al. 1976). Insbesondere konnten die Autoren die 450.000 Jahre zurückreichende Aufzeichnung der Temperaturänderung extrahieren und fanden heraus, dass große Klimaschwankungen eng mit Änderungen der Geometrie (Exzentrizität, Neigung und Präzession) der Erdumlaufbahn zusammenhängen. In der Tat hatten Eiszeiten stattgefunden, als die Erde verschiedene Stadien der Umlaufbahnvariation durchlief [1].

Seit dieser Studie hat sich der National Research Council der US-amerikanischen National Academy of Sciences dem Milankovitch-Zyklus-Modell angeschlossen.

Die Schwankungen der Umlaufbahnen sind nach wie vor der am gründlichsten untersuchte Mechanismus des Klimawandels auf Zeitskalen von Zehntausenden von Jahren und der mit Abstand deutlichste Fall einer direkten Auswirkung der Änderung der Sonneneinstrahlung auf die untere Erdatmosphäre (National Research Council, 1982) [1].

Das wirklich verblüffende an diesem Text ist jedoch, und das sollte dem Leser die Augen öffnen, dass einerseits die NASA am 24. März 2000 auf ihrer Webseite des Earth Observatory diese Informationen über die Milankovitch-Klima-Theorie veröffentlichte [1]  und dass sie sich offenbar dazu bekannte, dass das Erdklima tatsächlich durch äußere Einflüsse verändert wird, die absolut nichts mit menschlichen Aktivitäten zu tun haben, sie aber nichts unternommen hat, korrigierend auf den Mainstream einzuwirken.

„Selbst im letzten IPCC-Bericht findet sich keine Diskussion der Milankovic-Zyklen, sondern nur die lapidare Feststellung:  „There is high confidence that orbital forcing is the primary external driver of glacial cycles“. Mehr nicht. Es folgt jedoch unmittelbar der Satz: „However, atmospheric CO2 content plays an important internal feedback role“. Genau dies ist jedoch nicht zu erkennen“, schreibt Koelle [2].

 

[1] https://earthobservatory.nasa.gov/features/Milankovitch/milankovitch_3.php

 

[2] https://kaltesonne.de/klima-zyklen-iv-die-milankovic-zyklen-uber-die-ursache-der-alle-100-000-jahre-aufgetretenen-warmzeiten/