Hohe Kosten durch mangelnden Netzausbau

Der Anteil von Wind- und Solarstrom beträgt mittlerweile rund 60 Prozent an der Stromerzeugung. Aber der erforderliche Netzausbau hinkt dem Ausbau der Erneuerbaren hinterher. Er erfolgt von Anbeginn der Energiewende nicht synchron. Außerdem erfordern die neuen Netze Milliarden Euro, die letztlich die Verbraucher über die Stromrechnungen bezahlen.

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„Der qualvolle Niedergang einer der europäischen Kernindustrien“

Wall Street Journal’s Newsletter ‚Klima & Energie‘ vom 29.1.2026 lese sich mit dieser Überschrift weniger wie ein Branchenbericht als vielmehr wie eine forensische Untersuchung einer industriellen Autopsie, schreibt Tilak Doshi [1]. Folgend ein paar Auszüge aus seinem Bericht, wie er über den wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands und über seine jetzige wirtschaftliche Krise urteilt:

Einst Europas beeindruckende Fertigungsmacht, herrscht Deutschland nun über den stetigen Abbau einer seiner grundlegendsten Industrien – der Chemie – unter dem kombinierten Gewicht von selbst zugefügter Energieknappheit, Klimamoralismus und geopolitischer Fehleinschätzung.

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Offshore-Windparks – Eine ernüchternde Betrachtung

Die zehn Nordsee- Anrainerstaaten planen den Aufbau einer gemeinsamen Offshore-Windenergiestrukur mit rund 300 GW Offshore-Windenergie inklusive Anbindungen und Netzanschlüssen in mehrere Länder. Davon rund 100 GW grenzüberschreitende Kooperationsprojekte [1].

Aktuell zeigt sich die Windbranche beim deutschen Ausbau pessimistisch: Verzögerungen beim Netzanschluss der Anlagen sowie das Ausbleiben von Geboten in der Ausschreibungsrunde im August 2025 hätten zur Folge, dass das Ausbauziel in Höhe von 30 GW bis 2030 verfehlt werden. Bis dahin sei lediglich ein Zubau von 20 GW zu erwarten.

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Ohne Nuklearforschung verliert Deutschland nuklearwissenschaftliche Souveränität

Sprengung des dritten Kühlturmes des KKW Biblis

Deutschland ist mit seinem vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie in der EU inzwischen mehr oder weniger ein Außenseiter. Selbst Staaten, die schon aus der zivilen Kernkraft-Nutzung ausgestiegen waren, kehren wieder zurück oder denken darüber nach. Nicht Deutschland. „Es war eben ein schwerer strategischer Fehler, aus der Kernenergie auszusteigen“(Merz)[1], aber es werden daraus keine Konsequenzen gezogen.

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Grüner Strom – Eine Vision stößt an ihre Grenzen

Die Vision von grünem Strom, Transformation und damit der Energiewende hat ihren Ursprung in Amory B. Lovins’ bahnbrechendem Buch der 1970er Jahre ‚Soft Energy Path‘. Es diente auch der Anti-Kernkraft-Bewegung als Modell für eine neue Gesellschaft.

Seit einem Vierteljahrhundert versucht Deutschland diese Vision Realität werden zu lassen: Die gesamte Energieversorgung soll bis 2045 auf grünen Strom umgestellt werden.[1]

Das Krafttier Frosch symbolisiert die entscheidenden Kriterien:

  • Reinigung (von schmutzigen fossilen Brennstoffen),
  • Transformation (zu neuen, weichen Energiequellen wie Wind und Sonne),
  • Anpassungsfähigkeit (an eine neue Welt von fundamentalen Veränderungen) und 
  • Leben in 2 Welten („Du kannst das Meer nicht überqueren, indem Du nur am Ufer stehst und aufs Meer starrst” – Rabindranath Tagore).

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„Atomenergie: Die teuerste Form der Energiegewinnung“- laut SPD

Eine Richtigstellung, die sich auch durch KI leicht verifizieren lässt.

In der WELT AM SONNTAG vom 3.1.26 berichtete Daniel Wetzel darüber, dass „Die CSU eine Entgiftungskur für Atommüll will“. Das bezog sich auf die Transmutation, ein wichtiges Verfahren zur Reduzierung der Radioaktivität durch Neutronenbestrahlung.  Außerdem hieß es in der Beschlussvorlage der CSU, die Kernenergie müsse mit Blick auf Versorgungssicherheit und Klimaschutz „wieder eine größere Rolle einnehmen.“

 Der Journalist berichtete dann, was die SPD dazu sagte: „Atomenergie ist die teuerste Form der Energiegewinnung und wird dies angesichts der bereits unschlagbar günstigen erneuerbaren Energien auch bleiben“, erklärte die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Nina Scheer (vgl. Anhang). Daniel Wetzel zerlegte diese Behauptungen mit dem Hinweis auf die rund 30 Mrd Euro, die der deutsche Steuerzahler für Wind- und Solarstrom jährlich zahlen muss, sowie auf das Beispiel Frankreichs mit seinem staatlichen Kernkraftbetreiber EdF, der nicht nur Milliardengewinne an den Staat ausschüttet, sondern auch billigen Strom erzeugt.

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Windenergie-Paradoxon: „Warum mehr Windkraftanlagen nicht immer mehr Leistung bedeuten“

Im Kindesalter musste ich mir öfter die Mahnung meiner Eltern anhören: Junge merke dir, jedes Zuviel ist schädlich. Es war zwar die Warnung vor zu viel Süßigkeiten, aber die Lebenserfahrung lehrte, diese Warnung hat größere Reichweiten. So zum Beispiel auch der maßlose Ausbau der Windenergieanlagen, der unaufhörlich voranschreitet. Sie produzieren entweder zu wenig Strom oder zu viel. Sie sind unzuverlässig und daher unwirtschaftlich.

In einem Interview mit Merkur [1] erklärte Prof. Dr. Sigismund Kobe*) ein Phänomen, das er „Übergang zum Paradoxon erneuerbarer Energien“ nennt. Seine Warnung ist eindeutig: Mehr Windkraft ins Netz könnte bald abnehmende Erträge bringen – oder gar keine mehr.

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Relative Abnahme des Ökostroms trotz zunehmenden Anlagen-Ausbaus

Folgende drei grafische Darstellungen sollten den Ökostrom-Euphorikern in unserem Land zu denken geben sollte, wenn es bei der starken ideologischen Ausprägung noch möglich ist. Über das Ausmaß des Ausbaus von Windenergie- und Solaranlagen finden sich in den politischen Programmen keine Angaben. Als Ziel wurden mindestens 80 %, besser noch 100 %, Stromerzeugung mittels Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasser genannt. Die Bundesländer wurden aufgefordert, 2 % ihrer Landesfläche für die Aufstellung von Windenergieanlagen auszuweisen. Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte den Ausbau juristisch zum überragenden Interesse der Allgemeinheit erklärt und Einspruchsmöglichkeiten reduziert. Zum beschleunigten Ausbau wurden rechtliche Vorgaben erlassen, bis hin zu Einschränkungen der sonst üblichen Umweltschutzauflagen. Darunter auch das Abrücken von dem bisher gültigen Mindestabstand von Windenergieanlagen zur nächsten Besiedlung.

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IAEO warnt vor internationalem nuklearen Wettrüsten

Verlautbarung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages Nr. 29/25 (16.12.2025):

 Anfang September dieses Jahres warnte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, vor einem internationalen nuklearen Wettrüsten, das vergleichbar sei mit jenem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich die Zahl der derzeit neun Atommächte bald auf 20-25 erhöhen könnte; es wäre dies eine „unberechenbare und gefährliche Welt“. Ohne dabei konkret zu werden, sagte er, dass es sich dabei um die sog. atomaren Schwellenländer in Asien und am Persischen Golf handeln könnte. So führt er weiter aus: 

Der Prozess der Entwaffnung oder zumindest der kontrollierten Reduzierung nuklearer Waffenbestände wurde ausgesetzt. Wer atomare Waffen besitzt, produziert nun mehr, China eingeschlossen. Zudem wird inzwischen unbekümmert von ‚taktischen Nuklearschlägen‘ gesprochen, was ein schlechtes Zeichen ist.“ 

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Aufgabe von australischen Offshore-Windenergie-Projekten

Laut Berichten verschiedener australischer Medien erklärte AGL Energy, sein 2,5 GW starkes Gippsland Skies Offshore-Windprojekt nicht fortzusetzen. Das Projekt befand sich noch in einer frühen Machbarkeitsfrage. Die Entscheidung wurde durch die sich weltweit verschlechternde Lage im Offshore-Windsektor beeinflusst. Näheres wurde nicht bekannt. Wie es hieß, werde sich AGL Energy auf Windenergie an Land, Batterien, Pumpwasserkraftwerke und Gasanlagenprojekte konzentrieren.

Das Projekt war eines von 11 Projekten in der Gippsland-Zone, denen von der Regierung des Landes eine Machbarkeitslizenz erteilt wurde.

Gippsland Skies ist nun das dritte Offshore-Windprojekt in Gippsland, das in diesem Jahr aufgegeben wurde. Im Oktober gab das deutsche Versorgungsunternehmen RWE seinen 2 GW Kent-Offshore-Windpark auf, während BlueFloat Energy sein 10-Milliarden-Dollar-Projekt Gippsland Dawn fallen ließ, obwohl es von der Regierung den Status eines Großprojekts erhielt.

Die Regierung von Victoria hat sich das Ziel gesetzt, bis 2032 mindestens 2 GW aus Offshore-Windenergie zu produzieren. Ein Bericht des Generalrechnungsprüfers des Bundesstaates im Parlament zeigte jedoch, dass ein solches Ziel höchst unwahrscheinlich wäre.

(vgl. auch deutsche Situation)

https://splash247.com/another-australian-offshore-wind-project-bites-the-dust-as-agl-walks-away/

https://www.abc.net.au/news/2025-12-05/third-victorian-offshore-wind-project-abandoned/106108856