Globale Reichweite des Kernbrennstoffs Uran

Nach Angaben von OECD-NEA [1] hat die Dynamik des Kernenergieausbaues global deutlich zugenommen. Viele Länder verlängern die Laufzeiten bestehender Kernkraftwerke, planen neue Großreaktoren oder investieren in die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMR). Laufzeitverlängerungen gelten als eine der kostengünstigsten und schnellsten Möglichkeiten, kohlenstoffarmen Strom bereitzustellen und gleichzeitig Zeit für den Bau neuer Anlagen zu gewinnen. Mit ein Grund für die Dynamik ist der wachsende Strombedarf durch Elektrifizierung, Digitalisierung und den Aufbau neuer Industrie.

Die OECD-NEA macht daher deutlich, dass der Neubau großer Kernkraftwerke weiterhin unverzichtbar bleibt. Ergänzend könnten SMR in Zukunft zusätzlich Einsatzmöglichkeiten eröffnen und den Ausbau beschleunigen. Entscheidend sei jedoch, dass alle verfügbaren Technologien parallel entwickelt und eingesetzt werden, um den steigenden Strombedarf zuverlässig decken zu können.

Im Hinblick auf den zunehmenden Kernkraftwerksbedarf stellt sich die Frage nach der Verfügbarkeit des Urans und inwieweit politische Unwägbarkeiten die Transportwege gefährden.

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Nukleare Kettenreaktion: Die Natur machte sie uns vor

Der Naturreaktor als Teil der Schöpfung ist ein in Fachkreisen, weniger in der Öffentlichkeit bekanntes Phänomen, das beim Uranabbau entdeckt wurde.

Das in der Natur vorkommende Uran besteht hauptsächlich aus drei Isotopen des Urans, die sich durch die Neutronenzahl im Atomkern unterscheiden. Das für den Leichtwasserreaktor interessante Uranisotop ist das Uran-235, das einen Anteil von 0,7204(6) % im natürlich vorkommenden Uran hat. Alle drei Isotope zerfallen mit unterschiedlicher Halbwertszeit. Die größte Halbwertszeit besitzt mit ca. 4,47 Milliarden Jahres das Uran-238. Uran-235 hat ca. 0,704 Milliarden Jahre und das Uran-234 ca.0,246 Millionen Jahre. Infolge dieser enormen Halbwertszeiten finden wir dieses Isotopengemisch noch in der Erdkruste.

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