Globale Reichweite des Kernbrennstoffs Uran

Nach Angaben von OECD-NEA [1] hat die Dynamik des Kernenergieausbaues global deutlich zugenommen. Viele Länder verlängern die Laufzeiten bestehender Kernkraftwerke, planen neue Großreaktoren oder investieren in die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren (SMR). Laufzeitverlängerungen gelten als eine der kostengünstigsten und schnellsten Möglichkeiten, kohlenstoffarmen Strom bereitzustellen und gleichzeitig Zeit für den Bau neuer Anlagen zu gewinnen. Mit ein Grund für die Dynamik ist der wachsende Strombedarf durch Elektrifizierung, Digitalisierung und den Aufbau neuer Industrie.

Die OECD-NEA macht daher deutlich, dass der Neubau großer Kernkraftwerke weiterhin unverzichtbar bleibt. Ergänzend könnten SMR in Zukunft zusätzlich Einsatzmöglichkeiten eröffnen und den Ausbau beschleunigen. Entscheidend sei jedoch, dass alle verfügbaren Technologien parallel entwickelt und eingesetzt werden, um den steigenden Strombedarf zuverlässig decken zu können.

Im Hinblick auf den zunehmenden Kernkraftwerksbedarf stellt sich die Frage nach der Verfügbarkeit des Urans und inwieweit politische Unwägbarkeiten die Transportwege gefährden.

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Kanzler Olaf Scholz: Falsche Begründung für seine weitere Ablehnung der Kernenergie

Die Zeitschrift DIE WELT berichtete am 17. März über ihren WELT-Wirtschaftsgipfel, der zwei Tage zuvor stattfand 1). Dort hätte Bundeskanzler Olaf Scholz im Zusammenhang mit den neuen Herausforderungen, die sich aus dem Angriff Russlands auf die Ukraine ergeben würden, sehr deutlich Stellung genommen. Es war insbesondere darum gegangen, wie Deutschland auf die neue Situation reagieren sollte, indem sie ihre bisherige Energiepolitik, die zu einer extremen Abhängigkeit von Russland bei der Versorgung Deutschlands insbesondere mit Erdgas geführt hat, weitestgehend verändern müsste. Auch die Rohöl-Lieferungen aus Russland gehören zu diesem Problemkreis.

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