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Die globale durchschnittliche Begrünung durch Vegetation erreichte im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand und setzte damit einen bereits seit mehreren Jahrzehnten anhaltenden, deutlichen Aufwärtstrend fort, wie aktuelle, in „Nature“ [1] veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen. Tatsächlich stellte das Jahr 2025 einen Rekord bei der globalen Begrünung durch Vegetation auf, wobei sich der durchschnittliche Trend noch weiter verstärkte. An der Spitze der Liste standen mit einer zusätzlichen Begrünung von 77,6 % die Anbauflächen, was bedeutet, dass mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, um die weltweite Ernährung zu verbessern.
Diese Geschichte der Begrünung – eine Entwicklung, die von Jahr zu Jahr beeindruckender wird – findet in den Mainstream-Medien kaum Beachtung.
In „Nature“ [1] veröffentlichten Wissenschaftler, dass krautige Ökosysteme wie Grasland und Ackerflächen das Begrünungssignal dominieren. 72,1 % der Graslandflächen zeigten eine Begrünung, während die Satellitendaten insgesamt ergaben, dass sich 68,0 % der gesamten Vegetationsfläche verbessert haben – ein Anstieg gegenüber dem im Vorjahr aufgestellten Rekordwert von 67,7 %. „Hotspots“ der Begrünung wurden im südlichen Afrika, im südlichen Südamerika, im Norden Australiens, in Europa, im zentralen Nordamerika und im Norden Chinas beobachtet. In Ostsibirien wurde eine gewisse „Verbraunung“ festgestellt, die auf ungewöhnlich kalte Temperaturen während der Vegetationsperiode zurückgeführt wurde.
Zur Erfassung der globalen Begrünung werden üblicherweise zwei verschiedene Satellitenmessungen herangezogen. Die kürzlich veröffentlichte Studie verwendete den normalisierten Differenzvegetationsindex (NDVI), der misst, wie grün die Landoberfläche erscheint. Andere Studien verwenden den Blattflächenindex (LAI), der die gesamte den Boden bedeckende Blattfläche schätzt und somit ein Maß für die Vegetationsmenge liefert. Obwohl sie unterschiedliche Aspekte des Pflanzenwachstums messen, deuten beide Datensätze auf einen signifikanten Anstieg der globalen Begrünung um mehr als 15 % in den letzten 40 Jahren hin, wobei etwa 70 % des Anstiegs auf die Kohlendioxid-Düngung zurückgeführt werden.
Die aktuellen CO₂-Konzentrationen (42o ppm) in der Atmosphäre sind im Vergleich zu den Werten der letzten 600 Millionen Jahre sehr niedrig. Tatsächlich ist das jüngste verstärkte Pflanzenwachstum nicht überraschend, da sich der Planet von den gefährlichen und fast kahlen CO₂-Konzentrationen der jüngsten Vergangenheit entfernt. Pflanzen haben sich so entwickelt, dass sie bei CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre gedeihen, die etwa dreimal so hoch sind wie die derzeitigen 420 ppm, und wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen eindeutig, dass steigende Werte zu einem schnelleren Wachstum der Flora führen, die sowohl gesünder als auch widerstandsfähiger gegenüber Naturgefahren wie Dürren ist.
Zu den Pflanzen gehören natürlich auch Bäume, und diese haben – unterstützt durch reichlichere Portionen Pflanzennahrung – ordentlich an Gewicht zugelegt. Wenn, so schreibt Chris Morrison [2], selbsternannte Umweltschützer nicht gerade eine Autobahn durch den Amazonas-Regenwald bahnen, um den Transport zu einer COP-Konferenz zu erleichtern, oder den Wald nach Balsaholz plündern, um Windenergieanlagen zu bauen, werden die verbliebenen Bäume messbar größer und dicker. Jüngste, in „Nature Plants“ veröffentlichte Forschungsergebnisse zeigen, dass höhere CO₂-Konzentrationen zu einem erheblichen Wachstum der verbliebenen Amazonasbäume geführt haben, wobei ausgewachsene Exemplare pro Jahrzehnt um über 6 % wachsen. „Vorwärts mit Kohlendioxid, nicht mit Kettensägen“ wird leider kein neuer Slogan der Vereinten Nationen sein.
Quellen
[1] https://www.nature.com/articles/s43017-026-00776-0