Privacy Policy Trotz globalen wirtschaftlichen Einbruchs keine Abnahme des atmosphärischen CO2 - AG E+U - Die Realisten

Trotz globalen wirtschaftlichen Einbruchs keine Abnahme des atmosphärischen CO2

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Der weltweite dramatische Einbruch industrieller Aktivitäten, dadurch bedingte Rückgänge des Energieverbrauchs und die erheblichen Einschränkungen menschlicher Mobilitäten als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie sollte eine Verringerung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre erwarten lassen. Was zeigen aktuelle Messungen und Beobachtungen?

NASA [1] und Europäische Weltraumorganisation (ESA) haben bei der Überwachung der Umweltverschmutzung deutliche Rückgänge von Stickstoffdioxid (NO2) über China festgestellt. Die Luftverschmutzung sei im letzten Monat um etwa ein Viertel gesunken, da der Betrieb von Kohlekraftwerken und Industrieanlagen stark eingeschränkt worden sei. Die Stickstoffdioxidwerte, ein Schadstoff, der hauptsächlich aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stammt, sanken laut NASA um bis zu 30 %. Diese Veränderung hänge zumindest teilweise mit der Konjunkturabschwächung nach dem Ausbruch des Coronavirus zusammen.

In [2] wird berichtet, dass Chinas CO2-Emissionen im gleichen Zeitraum um ein Viertel gesunken sei. Das sei zwar ein winziger Bruchteil seiner jährlichen Gesamtemissionen, aber im weltweiten Kontext erheblich, da China der größte Emittent von Treibhausgasen sei.

ClimateRealisme [3] schreibt, dass der globale wirtschaftliche Einbruch und die Reisebeschränkungen nur sehr geringe Auswirkungen auf die CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre hätten. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass natürliche Kräfte mehr Einfluss auf die leicht steigenden atmosphärischen CO2-Emissionen haben und der Mensch weniger Einfluss habe, als Klimaalarmisten behaupten.

Wissenschaftler suchen nach Hinweisen auf einen Rückgang der globalen atmosphärischen CO2-Konzentrationen, die stark genug wären, um ihnen den wirtschaftlichen Abschwung zuzuschreiben [3]:  Der Klimawissenschaftler Dr. Roy Spencer von der University of Alabama verwendete eine einfache Methode zur “Entfernung” des großen saisonalen CO2-Zyklus aufgrund von Pflanzenphotosynthese-Erhöhungen/-Abnahmen mit den Jahreszeiten aus den Mauna Loa CO2-Daten. Spencer “entfernte” auch die durchschnittlichen Effekte von El Nino und La Nina Ereignissen, die die Rate der Ozean-Ausgasung von CO2 ändern. Die von Dr. Spencer berichteten Ergebnisse (Abb.) zeigen keinen offensichtlichen Rückgang in globalen CO2-Werten [4].

Nach „Entfernen“ des großen saisonalen Zyklus aus den Mauna Loa CO2-Daten und den durchschnittlichen Auswirkungen von El Nino und La Nina-Ereignissen wurde kein Rückgang der Emissionen in globalen CO2-Werten beobachtet. Analyse von Dr. Roy Spencer [4]

Die Earth System Research Laboratories der National Oceanic and Atmospheric Administration untersuchten das Thema ebenfalls und kamen zu folgendem Schluss [3]:

“Dieser Rückgang der Emissionen muss groß genug sein, um sich von der natürlichen CO2-Variabilität abzuheben, die dadurch verursacht wird, dass Pflanzen und Böden auf saisonale und jährliche Schwankungen von Temperatur, Feuchtigkeit, Bodenfeuchtigkeit usw. reagieren. Diese natürlichen Unterschiede sind groß, und bisher fallen die “fehlenden” Emissionen nicht auf.”

Anthony Watts [3], folgerte daraus zweierlei : Entweder tragen die Menschen möglicherweise weniger zu steigenden CO2-Emissionen bei, als Alarmisten behaupten oder aber wir müssten in unserer Wirtschaft viel mehr stilllegen und den Menschen viel mehr Arbeitslosigkeit und Armut auferlegen, um die CO2-Emissionen irgendwo so weit zu reduzieren, dass sie den Anforderungen der Klimaalarmisten an die CO2-Reduzierung gerecht werden.

Zur Erinnerung: Die aktuelle CO2-Konzentration in der Atmosphäre beträgt 415 ppm (parts per million), das entspricht einem CO2-Anteil von 0,0415 % neben den Hauptbestandteilen Stickstoff und Sauerstoff. Von diesen 415 ppm CO2 sind wiederum 97 %, also rund 402 ppm CO2 natürlichen Ursprungs, somit vom Menschen nicht zu beeinflussen. Der hohe natürliche CO2-Anteil ist der Grund dafür, dass, wie oben ausgeführt, der durch die Pandemie verursachte Rückgang der CO2-Emssionen nicht erkennbar wird.

 

[1] https://www.earthobservatory.nasa.gov/images/146362/airborne-nitrogen-dioxide-plummets-over-china

[2] https://www.npr.org/sections/goatsandsoda/2020/03/04/811019032/why-chinas-air-has-been-cleaner-during-the-coronavirus-outbreak?t=1594222947808

[3] http://climaterealism.com/2020/05/new-climate-at-a-glance-summary-coronavirus-fails-to-alter-co2-concentrations/

[4] https://climateataglance.com/climate-at-a-glance-coronavirus-impact-on-co2-levels/