Privacy Policy Leserbriefe Archive - Seite 2 von 3 - AG E+U - Die Realisten

Keine realistische Aussicht auf ein Endlager

 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks geht in dem vom General-Anzeiger mit ihr geführten Interview (8. Mai 2015) davon aus, dass “Atommüll” nicht vor 2050 in einem Endlager (für hochradioaktive Abfälle) eingelagert werden kann. Der Zeitraum ist viel zu optimistisch. Das wäre nicht mal dann der Fall, wenn die Entscheidung für einen Endlagerstandort bis 2031 erneut auf Gorleben fiele. Man bedenke: Das Planfeststellungsverfahren für das Endlager Konrad in Salzgitter begann Mitte der 80er Jahre, die Inbetriebnahme wird nach offizieller Verlautbarung frühestens 2022 sein. Das sind fast 40 Jahre Genehmigungsdauer und Bauzeit für ein Endlager für (nur) mittel- und schwachradioaktive Abfälle. Für die Betriebsaufnahme eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle hieß es in der Endlagerkommission bereits, nicht vor 2080. Sollte allerdings am Ende der Standortsuche die Entscheidung auf die Endlagerung statt in Salz auf Granit oder Ton fallen oder/und die spätere Rückholbarkeit der Abfälle gefordert werden, dann wäre auch 2080 wiederum zu optimistisch, denn für diese Fälle wären das bestehende, bislang auf Salz ausgerichtete Endlagerkonzept nicht anwendbar. Weder ist die auf Steinsalz ausgerichtete Jahrzehnte lange Endlagerforschung übertragbar, noch bestehen in Deutschland derart weit reichende Erfahrungen im Granit- und Tonbergbau wie im Salzbergbau. Die deutsche Beteiligung an ausländischen Endlagerforschungen an Granit und Ton wiegt den hiesigen Kenntnisstand und die Erfahrung mit Steinsalz als Endlagermedium nicht auf. Mit Granit und Ton würde die Endlagerplanung wieder ganz von vorn beginnen. Doch was völlig übergangen wird: Zwischen heute und der Standortentscheidung in 2031 liegen vier und bis 2050 mindestens acht Legislaturperioden mit überwiegend neuen Politikern und immer neuen Vorstellungen und Ideologien. Deutschland und insbesondere Ahaus, Gorleben und die Kernkraftwerksstandorte werden sich auf eine sehr lange Zeit der oberirdischen Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente einstellen müssen. Die Endlagerplanung in Deutschland ist und bleibt eine “never ending story”, wofür sich kein Politiker und keine Partei ernsthaft und auf Dauer einsetzt. Gewählt wird der Weg des geringsten Widerstandes und das bedeutet, die Endlagerplanung weit in die Zukunft zu verschieben. Vergessen ist die politische Vorgabe, dass die Generation für die Endlagerung verantwortlich ist, die den kerntechnischen Nutzen hatte und vergessen auch die politische Ansicht, dass nur untertägige Endlagerung radioaktiver Abfälle die sicherste Form der Lagerung ist. Doch wahrscheinlich finden sich auch für die mit dem Endlagersuchgesetz eingeleitete neue Endlagerplanung Argumente, die “zum Wohl des Volkes” sind.

Engpässe im Stromnetz

Der Bonner GENERAL-ANZEIGER, wie auch viele andere deutsche Zeitungen, verbreitete am 5. Mai 2015 diese dpa-Meldung:

Viele Engpässe im Stromnetz
Reservekraftwerke bleiben notwendig

Deutschland braucht wegen des stockenden Stromnetzausbaus für den Winter weiter erhebliche Reservekapazitäten bei der Stromerzeugung. Wie die Bundesnetzagentur bestätigte, liegt der Bedarf für den bevorstehenden Winter 2015/2016 bei mindestens 6700 Megawatt – das ist mehr als doppelt so viel wie 2014/2015. Grund für den Zuwachs sei unter anderem die Abschaltung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld in Bayern in diesem Jahr. Ein Großteil der Leistung sei allerdings bereits gesichert, teilte die Behörde mit. Die Kapazitäten werden unter anderem in Österreich vertraglich festgelegt, aber nur sehr selten abgerufen.

Eigentlich gibt es in Deutschland weit mehr Erzeugungskapazität als die 60 000 bis 70 000 Megawatt, die im Land im Schnitt gebraucht werden. Es fehlt aber an Transportleitungen von den großen Windstromerzeugern im Norden in Richtung Süden und zunehmend auch in den Südosten der Republik. Auch 2016/17 soll der Reservebedarf mit mindestens 6600 Megawatt hoch sein, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Kraftwerksbetreiber können sich für die Aufnahme in die Kraftwerksreserve bewerben.

Hans Stirnberg hat dazu einen Leserbrief geschrieben. Er wurde vom GENERAL-ANZEIGER am 8. Mai 2015 veröffentlicht.
StromengpässeDer letzte Satz des Leserbriefes wurde nicht abgedruckt (Zensur?). Er lautete:
“Wäre Politik eine rationale Angelegenheit, wäre ein Moratarium für den Bau weiterer Solar- und Windstromanlagen überfällig. Leider wurde das Wort Vernunft bereits vor vielen Jahren aus dem Wortschatz deutscher Energiepolitik gestrichen.”

CO2-Emissionen

LB__Keil_280415Leserbrief von Dr. Günter Keil vom 28.4.2015 an den Generalanzeiger Bonn
Es geht allein um  Gesichtswahrung

(Gabriels Plan zur Abschaltung von Braunkohlekraftwerken)

Am Sonnabend demonstrierten die Gewerkschaften Verdi und IGBCE mit Arbeitern aus den deutschen Braunkohlerevieren gegen Gabriels Pläne, die auf eine Stilllegung von Kraftwerken und letztlich auch auf das Ende der Braunkohle-Verstromung in Deutschland hinauslaufen würden.         Die Begründung von Sigmar Gabriel für diesen Schritt, der in der Tat Zehntausende von Jobs vernichten würde, ist die Einhaltung einer Ankündigung der Kanzlerin, bis 2020 die CO2-Emissionen um 40% zu verringern, was sich inzwischen als eine leichtfertige und nicht einzuhaltende Angeberei herausgestellt hat. Frau Merkel hätte sich dem EU-Ziel, dieses Ergebnis bis 2030 zu schaffen, anschließen können, aber sie musste ja unbedingt Deutschland als unübertreffbares Vorbild herausstellen, das dieses Ziel 10 Jahre früher erreicht. Jetzt, vor dem baldigen Gipfeltreffen in Elmau, wissen alle, dass sie den Mund zu voll genommen hat. Es geht hier allein um ihre persönliche Gesichtswahrung, auch wenn damit ein Teil unserer Energieindustrie zerstört wird. Alle Politiker wissen, dass alle nationalen Sonderleistungen in der CO2-Einsparung in Europa völlig unwirksam und damit sinnlos sind. Weil das europäische ETS-System des Emissionshandels mit seinem Mengen-Deckel dafür sorgt, dass jede Tonne CO2, die ein EU-Land zusätzlich spart, durch den Ankauf der dann frei gewordenen, recht billigen Emissionszertifikate z.B. durch Polen oder Tschechien in dortigen Kohlenkraftwerken zusätzlich emittiert werden darf. Das bedeutet, dass alle zusätzlichen, teuren und nun auch Arbeitsplätze vernichtenden CO2-Einsparungen in Deutschland die Emissionen Europas nicht um eine einzige Tonne vermindern. In mehreren Gutachten ist diese Tatsache der Regierung bescheinigt worden; zuletzt sogar vom Weltklimarat IPCC selbst, der in seinem letzten 2014er Bericht Deutschland die völlige Unwirksamkeit seiner nationalen Extramaßnahmen bescheinigte. Es geht also bei dem Braunkohle-Streit tatsächlich gar nicht um den Klimaschutz. Es geht allein um das Vermeiden einer verdienten Blamage für Frau Merkel. Koste es was es wolle.

Dr.-Ing. Günter Keil , Sankt Augustin

Unbestrittene Erkenntnisse zum Klimawandel fehlen

Artikel – Titel „ Amtlich: Florida streitet Klimawandel ab“

General-Anzeiger 10.03.2015

Es kann nicht wirklich verwundern, dass das amtliche Florida den Klimawandel abstreitet. Es gibt keine unbestrittenen Erkenntnisse über einen vom Menschen verursachten Klimawandel. Die sachliche Kritik an den Vorhersagen des Weltklimarates nehmen zu und mit ihr die Zweifel an der Richtigkeit des Klimamodells als eine Grundlage ihrer Vorhersage. Der Rat prognostizierte steigende Globaltemperatur mit zunehmendem vom Menschen verursachten CO2 in der Atmosphäre. Dieses CO2 nimmt seit Jahren stetig zu, die Globaltemperatur aber blieb seit 16 Jahren konstant, was zeigt, dass die Voraussagen über die Auswirkung des CO2 in der Atmosphäre mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Eher lässt sich sogar eine leichte Temperaturabnahme erkennen. Nun sucht der Rat nach einer Erklärung. Die periodischen Veränderungen der Sonnenaktivitäten, die Veränderung der Erdbahnen, die ozeanographischen Oszillationen, allesamt Einflussgrößen auf die Klimaentwicklung, um nur einige zu nennen, blieben bislang im Klimamodell unberücksichtigt. Derzeit verringert sich die Sonnenaktivität, was nach wissenschaftlicher Erkenntnis in den nächsten 10 bis 20 Jahren sogar zu einer Abkühlung führen kann.

Und noch etwas stimmt nachdenklich: Das in der Atmosphäre neben Stickstoff und Sauerstoff nur zu 0,04 Prozent vorhandene lebensnotwendige CO2 ist zu 97 Prozent natürlichen Ursprungs. 3 Prozent werden durch den Menschen verursacht, entsprechend einem Anteil von 0,0012 Prozent an den Gasen der Atmosphäre, wovon Deutschland wiederum 0,000026 Prozent beiträgt. Ob Deutschland nun 0,000026 Prozent oder nach restriktiven und extrem teuren Reduktionsmaßnahmen in 20 Jahren nur 0,000018 Prozent beiträgt, ist für das Weltklima nicht von Bedeutung.

Erschienen im General-Anzeiger am 14./15. März 2015

Stromversorgung durch Windparks – ein Märchen

Leserbrief vom 23. Juli 2014 zum Artikel des GA
„Stadtwerke Bonn: Mehr Windkraft“ vom 18.7.2014

Stromversorgung durch Windparks – ein Märchen

Wie berichtet wurde, beteiligen sich die Stadtwerke Bonn (SBW) mit einer nicht genannten, aber gewiss hohen Summe an zwei weiteren Windparks. Das wird die Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs im Raume Bonn sicherlich interessieren, denn nun wissen sie, weshalb die SWB-Tarife so teuer sind und wo ihr Geld hingeht. Dieses ihnen abgenommene Geld wird also in Projekte investiert, die einzig und allein den Zweck haben, die SWB-Chefs als bedeutende Klimaschützer zu präsentieren. Dass der Bau von Windkraftanlagen in Deutschland absolut nicht zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen in Europa beiträgt, ist mittlerweile der Regierung mehrfach bescheinigt worden; zuletzt vom UN-Weltklimarat IPCC vor wenigen Monaten, davor vom eigenen Sachverständigenrat. Denn jede hier teuer eingesparte Tonne CO2 führt über den gesetzlich vorgeschriebenen EU-Zertifikatehandel zu einer gleich großen Erhöhung der Emission in einem anderen EU-Land, zum Beispiel Polen.
Ebenfalls hat man auch längst das Märchen von den – hier 10.000 – Haushalten durchschaut, die angeblich von diesen Windparks das ganze Jahr über mit Strom versorgt werden. Die Daten der Strombörse Leipzig zeigen die Wirklichkeit: Regelmäßig bei Hochdruck-Wetterlagen, die eine viel größere Ausdehnung haben als das kleine Deutschland, erzeugen sämtliche deutschen Windturbinen für Tage und oft auch Wochen nicht einmal ein Tausendstel ihrer installierten Gesamtleistung. Von den SWB-finanzierten Windparks wird deshalb nicht ein einziger Haushalt zuverlässig mit Strom versorgt.
Strafrechtsjuristen sollten auch einmal der Frage nachgehen, ob diese sinnlose und nur der Öko-Selbstdarstellung des SWB-Managements dienende Geldverwendung nicht sogar den Tatbestand der Untreue erfüllt.

Dr.-Ing. Günter Keil,  18. Juli 2014
Sankt Augustin

Wer ist schuld an grünen Albträumen?

Bei der Gläubigerversammlung in Hamburg am 22. Juli 2014 stimmten die Gläubiger des insolventen Windkraftunternehmens Prokon – entgegen dem Willen des Firmengründers Carsten Rodbertus – dem vorläufigen Insolvenzplan zu. Redakteur Julian Stech vom Bonner General-Anzeiger kommentierte am 23. Juli 2014 im Wirtschaftsteil unter dem Titel “Grüne Albträume” wie folgt:

“Investieren in die gute Sache, das wollten Zehntausende beim Windkraftfinanzierer Prokon. Schon jetzt ist klar, dass die Anleger viel von ihrem Geld, das sie in die „Ökologische Kapitalanlage“, so die Prokon-Werbung, steckten, buchstäblich in den Wind werden schreiben müssen. Wie zuvor schon die Aktionäre und Gläubiger der Bonner Solarworld und vieler anderer Unternehmen, die mit erneuerbaren Energien unterwegs sind. Es ist immer das Gleiche: Viele glauben an die ökologisch gute Sache, die sich dann früher oder später zur ökonomischen Katastrophe entwickelt. Die Wertvernichtung geht längst in die Milliarden.

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Schwindel mit dem Ökostrom

Die Stromversorger sind selbst schuld, wenn viele Kunden das Vertrauen zu ihnen verlieren. Warum? Beinahe jeder Stromversorger wirbt mit Ökotarifen, um seine Kunden an sich zu binden oder neue zu gewinnen. Sehr häufig findet sich der Hinweis auf umweltfreundlichen Wasserkraftstrom aus Norwegen, der dem Verbraucher dann geliefert wird.

Tatsächlich fließt keine einzige Kilowattstunde bis zur Steckdose des deutschen Verbrauchers, denn es gibt keine Direktleitung zwischen Norwegen und Deutschland. Nur auf dem Papier wird per Zertifikat sogenannter grüner Strom europaweit gehandelt. Diese Kosten trägt natürlich der Stromkunde, nicht sein Versorger.

Die Ursache dieses Bluffs liegt im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Strom, der eine Vergütung nach dem EEG erhält, darf nicht als Ökostrom bezeichnet werden. Er ist Teil des bundesweiten Strommixes und wird zwangseingespeist. Eine weitere Folge dieses Scheinhandels: Die norwegische Stromdeklaration für 2012 weist nur noch 20 Prozent Wasserkraft, aber fast die Hälfte aus Kohle und ein Drittel aus Atomkraft aus. Dabei erzeugt das Land seinen Strom nahezu vollständig aus Wasserkraft, und ein Kohle- oder Atomkraftwerk findet man dort gar nicht.
Jeder Stromkunde, der diesen Schwindel mit dem Ökostrom begriffen hat, ist zu Recht sauer und fühlt sich an der Nase herumgeführt. Hört man dazu deutliche Worte der Verbraucherverbände?

(Abdruck im General-Anzeiger Bonn am 10. Juli 2014)

Fukushima-Katastrophe wäre vermeidbar gewesen

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima ist in technischer Hinsicht ein Super – GAU und für die leidtragende Bevölkerung im Umkreis des Reaktors in existenzieller, gesundheitlicher und psychischer Hinsicht ein nachhaltig äußerst schreckliches Ereignis. Darüber besteht nicht der geringste Zweifel. Eine Katastrophe dieses Ausmaßes ist als höchst unwahrscheinlich eingestuft worden. Ist es tatsächlich so? Nach den in Deutschland im Kernkraftwerksbau angewandten Sicherheitsnormen hätte ein solches Ereignis, wie der Kommentator schreibt, nur einmal in 10.000 Jahren auftreten dürfen. Bei der  Auslegung eines Kernkraftwerkes in Deutschland werden in so genannten Störfallanalysen kraftwerksinterne und externe Einwirkungen auf das Reaktorverhalten untersucht.

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Sichere Energieversorgung nur bei Nutzung aller Energiequellen

In einem müsste man dem russischen Präsidenten Putin dankbar sein: Seine Krim – Annexion hat unser großes Risiko der Abhängigkeit von russischem Gas und Öl ins Bewusstsein von Politikern und Bürgern zurück gebracht.  Auch wenn Russland selbst in Zeiten des kalten Krieges seinen Lieferverpflichtungen stets nachkam, so ist seine Möglichkeit, den Gashahn abzudrehen, als politisches Druckmittel allgegenwärtig. Den EU – Staaten sind in der Auswahl geeigneter Reaktionen auf das russische Vorgehen die Hände gebunden. Um so mehr gehört zu einer verlässlichen Energiepolitik, die landesinternen Energiepotentiale soweit wie möglich auszuschöpfen und dort, wo eine Energielieferung aus dem Ausland unvermeidbar ist, diese weitest möglich zu diversifizieren. Auch aus diesem Grund ist die Energiewende erneut zu überdenken. Nicht nur der Verzicht auf Kernkraftwerke und deren CO2-freie Stromerzeugung auch der geforderte Einsatz von teuren Gaskraftwerken als Regelkraftwerke sind einer erneuten Beurteilung zu unterziehen. Ebenso muss auch die Gewinnung von Schiefergas (Fracking) mehr politische Unterstützung erfahren, um deren Chancen und Risiken objektiv abwägen zu können.

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Nur drastische Ökostrom-Reform rettet Energiewende

Das  vernichtende Urteil der Expertenkommission  EFI über das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) nennt nur zwei Gründe. Weder sei die CO2-Einsparung nach vorn gebracht worden noch seien Innovationen dieser Energietechnik gefördert worden. Tatsächlich sprechen weitere wesentliche Gründe gegen den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien. Trotz eines durch die Reform möglicherweise zukünftig gemäßigten Ausbaues der erneuerbaren Energie werden die EEG-Umlagen weiter steigen und damit auch die Strompreise zunehmen. Die Umlage betrug in 2013 rund 23 Mrd. Euro, etwa das Zehnfache gegenüber der Umlage vor 10 Jahren.

Ferner übersteigt die Ökostromerzeugung zeitweise den Strombedarf mit der Folge, dass der Strom, ehe eine Regelung greift, zum Null-Tarif in Nachbarländer abgeleitet werden muss, was sich die Stromabnehmer zudem bezahlen lassen. Die Regelkraftwerke können die Schwankungen von Wind und Sonne zwar ausgleichen, ein wirtschaftlicher Betrieb dieser Kraftwerke ist durch deren permanenten Lastwechsel aber nicht möglich. Mit jeder neuen Wind- und Solaranlage wächst der Anspruch an die Regelung und wächst die Zahl der jählichen Netzeingriffe, um einen Zusammenbruch der Stromversorgung zu verhindern.

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