Endlich wieder ein Hochsommer – aber für die Klimapaniker ein Menetekel

Wenn in diesem Lande endlich einmal wieder ein stabiles Hochdruckgebiet für mehrere Wochen sommerliche Temperaturen beschert, beeindruckt das die Meteorologen nicht im Geringsten. Sie kennen das. Aber im Gegensatz zu den selbsternannten Klimaschützern in den Medien und den Mitbürgern, die anscheinend nur über ein Kurzzeitgedächtnis verfügen, haben die Wetterfrösche ihre Aufzeichnungen und Normalbürger ihre Erinnerungen, die derartige Wetterbeschreibungen in ausreichender Zahl enthalten.
Man kann sich die Frustration dieser Experten vorstellen, wenn sie heute an frühere Zeiten zurückdenken. Als noch nicht die von dem indischen Eisenbahningenieur Pachauri geleitete und absolut nicht zu eigener Klimaforschung befähigte rein politische UN-Behörde IPCC (die hier unter dem großartigen, aber irreführenden Namen„Welt-Klima-Rat“ bekannt ist) damit begann, eine mit ungeeigneten Computermodellen von externen Wissenschaftlern prognostizierte „Klimakatastrophe“ als Szenario für die Zukunft des Planeten zu verkünden.

Viele Jahre dauerte die wissenschaftliche Auseinandersetzung über die Seriosität dieser Arbeiten an und mittlerweile befinden sich die Untergangspropheten auf dem Rückzug. Ihre Computermodelle erwiesen sich als unzureichend, weil sie wesentliche Prozesse des Klimageschehens schlicht nicht abbilden und berechnen können – z.B. die entscheidend wichtige Bewölkung – und weil sie unbewiesene, hypothetische Verstärkungseffekte enthielten, die erst damit die alarmierenden Prognosen über künftige  Erwärmungsvorgänge „ausspuckten“.
Am fatalsten war schließlich der einfache Vergleich der tatsächlich in den vergangenen 30 Jahren gemessenen Globaltemperaturen (die selbst ein Problem enthalten: man mixt die regionalen Temperaturen auf dem Planeten zu im Grunde wenig aussagenden Mittelwerten zusammen). Die vom IPCC verkündeten Prognosen über die Veränderung der Erd-Mitteltemperatur erwiesen sich als falsch.  Seit der letzten „Kleinen Eiszeit“, dem sog. Dalton-Minimum, die erst 1820 zu Ende ging, erfolgte (gottlob) eine Wiedererwärmung. Seit dem Ende der 90er Jahre aber steigt diese Globaltemperatur nicht mehr an – sie schwankt nur noch um einen konstanten Mittelwert – während die vom IPCC verbreiteten Vorhersagen ständig weiter ansteigende Werte verkündeten.
Erst wenn sich der Temperatur-Mittelwert der vergangenen 3 Dekaden im Vergleich mit der gleich langen Periode davor verändert hat, sprechen die Klimaforscher von einer Klimaveränderung. Einen derartigen Mitttelwert kann man selbstverständlich nicht „schützen“. Der Begriff „Klimaschutz“ ist ein politischer; fachlich ist er unsinnig.

Die sich nun jedes Jahr weiterhin als nicht weiter ansteigend verhaltende Globaltemperatur versetzt die Klimahysteriker in Verzweiflung.  Ein messbarer Klimawandel ist derzeit nicht nachzuweisen.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass der Klimawandel seit der Entstehung der Erde etwas Normales war – und es auch bleiben wird. Aber den entscheidenden Einfluss darauf hat offensichtlich nach wie vor die Sonne, während die Konzentration des Spurengases CO2 in der Atmosphäre nur einen minimalen Effekt auf das Klima hat, wie mehrere Klimaforscher nachgewiesen haben.

Zur Zeit erleben die Deutschen, wie ihre Medien und die nicht mehr so zahlreichen IPCC-Anhänger unter den Wissenschaftlern versuchen, aus dem ein paar Wochen andauernden Sommerwetter einen Beleg für ihre Klimakatastrophen-Theorie zu konstuieren. Wieder meldete sich Prof. Mojib Latif mit den warnenden Worten: „Wir haben jetzt aber eine Situation, die es so noch nie gegeben hat – seit Wochen diese Hitze mit Temperaturen von 30 Grad bis hinauf zum Polarkreis. Der Klimawandel hat sicherlich mit zu der Dramatik der gegenwärtigen Situation beigetragen.“ (Zitat von www.berliner-zeitung.de ).
Dazu zitiert der Meteorologe K.E. Puls (1)(3) die Webseite crash-news.com: „In der Klimaforschung (Anm.: ..die Prof. Latif vertritt) gelten kalte Winter und nasse Sommer stets als „Einzelereignisse“ oder „Wetter“, während schon zwei Tage Sonne am Stück als ultimativer Beweis einer angeblich menschen-gemachten Klimaerwärmung gewertet werden.“
Sie spekulieren dabei nicht nur auf die Verwechselung von Klima und Witterung, sondern auch auf die Vergesslichkeit der Menschen: Denn heiße Sommer hatten wir 2015, 2010, 2006. Im Jahr des „Fußballwunders“ 2006 herrschten mehrmals wochenlang 30 Grad und mehr (im Juli war die Temperatur sogar 2 Grad höher als jetzt). In der Mitte der 90er Jahre gab es mehrmals wochenlange Perioden mit Temperaturen von 30 Grad und darüber.  1989 dauerte der Hochsommer von Ende April bis Mitte August. Super-Sommer hatten wir 1983 und 1975; ebenso 1963 und 1958.
Und dazwischen gab es selbstverständlich verregnete und kühle Sommer.
Das musste sich Prof. Latif von dem Journalisten Torsten Krauel in dessen Kommentar in der WELT vom 8.8.2018, der eine Art von Nachhilfestunde für vergessliche Wissenschaftler darstellte, Punkt für Punkt beibringen lassen (2).
Die Antwort auf die Frage, wie denn die Lage auf der nördlichen Erdhalbkugel war bzw. noch ist, gab Prof. Fritz Vahrenholt in einer von D. Ufer weiter verbreiteten  Email vom 5.8.18:
„Es liegen nun für Juli die satelliten-gestützten globalen Messungen der UAH (University of Alabama) vor. Danach gibt es im Juli gegenüber Juni einen leichten Anstieg der globalen Temperaturen im Vergleich zum 30-jährigen Mittelwert von etwa 0,1 oC. Aber dabei blieben die Temperaturen auf der Nordhalbkugel konstant. Nur die Südhalbkugel erwärmte sich etwas stärker….
Kein klimatischer Ausschlag auf der Nordhalbkugel, wohl aber ein einmalig schönes Sommerwetter in Deutschland, das wir 2003 und 2006 schon einmal geniessen konnten (der Juli des WM-Sommermärchens 2006 war 2 Grad wärmer, wie uns der Meteorologe Kachelmann in Erinnerung ruft). Und so gibt es natürliche Erklärungen eines stabilen Hochdruckgebietes über Nord- und Mitteleuropa, das vom Westen kommende Tiefdruckgebiete abblockt. Flankiert wird dieses Hoch durch eine ausgeprägte Abkühlung im Nordatlantik um Grönland und im Süden vor Westafrika. Und so wundert es nicht, dass das Meereis um Grönland alles andere macht, als zu verschwinden.“

Ob es jemals gelingen wird, diese Begriffs- und Definitions-Verwirrungen loszuwerden – die selbst von einigen TV-Meteorologen bewusst benutzt werden, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen den täglichen Wetterbericht präsentieren (dürfen) –  ist unwahrscheinlich.  Denn diese Verwirrung führt beim Zuschauer zu einer stärkeren Wirkung von unbewiesenen, aber politisch korrekten Katastrophen-Botschaften. Die Wissenschaft wird nur benutzt. Das sich das ändern könnte, bleibt eine schöne Hoffnung.

 

Quellen
1. Dipl. Met. Klaus-Eckart Puls: „Sommer 2018: Eine „Wetter-Lage“ – keine „Klima-Katastrophe“. 5 V-Folien (2017 und 2018).
2. Torsten Krauel: „Sommer der Klimahysteriker“, DIE WELT, 8. August 2018
3.  K.-E. Puls: „Wetter…Witterung…Klima…: Verwirrung für alle Zeiten ?“, 1.4.2018, EIKE
https://www.eike-klima-energie.eu/2018/04/01/wetter-witterung-klima-verwirrung-fuer-alle-zeiten/

Morbus Prawda und Energiewende-Agitprop: Die Medien zwischen Information und Desinformation

Als der Autor dieser Zeilen in Berlin vor einiger Zeit die Oberschule besuchte, war es üblich und auch sehr ratsam, in einem jeden Schulaufsatz die Aussage einzuarbeiten, dass „damit abermals bewiesen wird, dass der Sozialismus siegt“. Das war in Ostberlin, aber vor dem Mauerbau. Die Mitglieder des SED-Politbüros waren im Grunde arm dran, denn Westberlin stand offen und die westlichen Radio- und Fernsehsender zeigten täglich allen Berlinern und den meisten DDR-Bürgern im Lande (bis auf die „Region der Ahnungslosen“ im Süden, wo man keinen Empfang der Westsender hatte), wie die Ost-Zeitungen – allen voran das „Neue Deutschland“ – und die drahtlosen DDR-Medien Fakten verdrehten, Informationen unterdrückten und generell Lügen verbreiteten. Der sowjetische Geheimdienst KGB hatte dafür die treffende Bezeichnung „Desinformation“ eingeführt.
Und der Sozialismus wollte einfach nicht siegen.

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Infraschall von Windturbinen: Dänemark geht den Wirkungen auf den Grund

Bis vor Kurzem hatten die Dänen die höchsten Strompreise in Europa – nun haben sie endlich Deutschland wenigstens darin auf den 2. Platz verdrängt. Dass DK und D weit an der Spitze der Stromkosten liegen, hat den gleichen Grund: Beide Länder haben den Ausbau der Windkraft in geradezu extremer Weise vorangetrieben, wobei die Tatsache, dass der weltweit in dieser Technik führende Konzern Vestas dänisch ist, sicherlich seinem Land diesen fragwürdigen Spitzenplatz beschert hat.
Aber es gab in Dänemark massive Beschwerden gegen den immer weiter getriebenen Ausbau der Windstrom-Anlagen, wobei es vor allem um die von Anrainern beklagten krankmachenden Wirkungen der Schallemissionen ging (hörbarer Schall und vor allem tieffrequenter Infraschall).
Dieses größte heute bestehende Problem, das die modernen Windkraftanlagen verursachen, entstand durch ihre Konstruktion als sog. Schnellläufer – sie liefern deshalb zwar mehr Energie als die alten, langsam das Korn mahlenden und Wasser pumpenden Windmühlen, sie wurden damit aber vermutlich zu einer ernsten Gefahr.

Im Musterland der Windkraft Dänemark begann sich der Wind zu drehen. In einem bereits 2015 erschienenen Artikel (1) schilderte Daniel Wetzel die dort aufgetretenen gesundheitlichen Probleme, den wachsenden Widerstand der Bevölkerung und den praktischen Stopp des weiteren Ausbaus der Windkraft an Land.

Darin war unter anderem zu lesen:

„In dem 5,6 Millionen Einwohner-Staat sind bereits über 200 Bürgerinitiativen gegen Windparks aktiv. Es gibt Berichte über Familien, die aus Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder ihre Häuser aufgeben, wenn in der Nähe Windturbinen errichtet wurden.

Großes Aufsehen hat ein Vorfall in Jütland Ende 2013 erregt, bei dem in einer Nerzfarm die Tiere beim Einschalten benachbarter WKA in Raserei verfielen und sich gegenseitig töteten. Ein zweites Ereignis erregte die Öffentlichkeit zusätzlich: Auf der Insel Seeland sah sich der Pflanzenzüchter B. Jensen nach der Errichtung zweier 130 m hohen Windräder neben seinem Betrieb einer Kündigung von fünf  seiner Mitarbeiterinnen wegen erheblicher Gesundheitsprobleme gegenüber. Der Betrieb war nicht mehr zu halten; Jensen musste Insolvenz anmelden.

Derartige Vorfälle machten landesweit Schlagzeilen und führten letztlich dazu, dass ein Großteil der dänischen Kommunen die Pläne für neue Windparks auf Eis gelegt hat, bis eine staatliche Untersuchung über die Gesundheitsprobleme durch Infraschall abgeschlossen ist, was 2017 der Fall sein soll. Das ist faktisch ein Ausbau-Moratorium.

Die Regierung vergab den sehr umfangreichen Forschungsauftrag an das private Institut Kraeftens Bekaempelse, ein führendes Krebsforschungsinstitut.“

Und jetzt ist es so weit. In einem neuen Artikel (2) schreibt Daniel Wetzel:
„Nach Informationen seiner Zeitung hat das Kopenhagener Krebsfoschungszentrum „Kraeftens Bekaempelse“ die mit Spannung erwartete, bereits seit 2013 laufende Gesundheitsuntersuchung von Windpark-Anrainern jüngst abgeschlossen. Die Ergebnisse der Studie durchlaufen gerade den „Peer Review“ genannten Prozess akademischer Kontrolle. „Energiwatch.dk“, ein unabhängiges Energiemarkt-Portal, schätzte, dass die Ergebnisse in einigen Monaten vorliegen könnten.“
Der Autor weiter: „Sie werden auch von Kommunen und Bürgern in den deutschen Windkraft-Gebieten mit Spannung erwartet. Denn anders als hierzulande erlauben die vergleichsweise weit gefassten dänischen Datenschutzgesetze eine auf jede einzelne Windkraftanlage bezogene Auswertung persönlicher medizinischer Daten der Anwohner.“

„Nach WELT-Informationen forscht das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) seit rund zwei Jahren über die Abstrahlung und Ausbreitung von tieffrequenten Schallwellen von Windkraftanlagen (WKA). Die Ergebnisse der Untersuchungen könnten Einfluss auf zukünftige Genehmigungsverfahren für WKA haben. Denn viele grundlegende Prüfnormen stammen aus Zeiten, als man von Schallquellen in Bodennähe ausgehen musste. Die besondere Art der Schallausbreitung von Windturbinen, die heute oft in Höhen von 130 Metern installiert sind, wird dadurch nur unzulänglich abgebildet.“

Quellen:

(1) Daniel Wetzel: „Macht der Infraschall von Windkraftanlagen krank ?“, DIE WELT, 2.3.2015,  welt.de/wirtschaft/energie/article137970641/Macht-der-Infraschall-von-windkraftanlagen-krank.html 

(2) Daniel Wetzel: „Rätsel um Infraschall vor der Auflösung“, DIE WELT, 27.2.2018.
(3) Günter Keil: „Ethik-Kommission „Windkraft-Ausstieg“, 11.10.2016, AGEU-Webseite www,ageu-die-realisten.com

Europa sollte Wilbur Ross ernst nehmen

 

In den Medien wird unisono der Eindruck erweckt, dass es Präsident Trump ist, der alleine einen Handelskrieg gegen den Rest der Welt anzetteln will. Man vermisst dabei einen Blick auf die Hintergründe und speziell auf die von Trump für seine Regierungsmannschaft ausgewählten Personen. Bei diesem Thema muss man auf den Handelsminister Wilbur Ross blicken, der maßgeblich Trumps Handelspolitik bestimmt. Als Investmentbanker verfügt Ross über langjährige Erfahrungen bei der auch von den Gewerkschaften unterstützten Rettung von bankrotten Stahl- und Textilunternehmen. Seine Einstellung in Bezug auf den Außenhandel, durch den in den USA Unternehmen und Jobs ruiniert wurden, formulierte er bereits vor längerer Zeit wie folgt: „Die Regierung soll Zugang zu unseren Märkten gestatten – für jene Länder, die Fair Play praktizieren, die Regeln beachten und jedem eine faire Chance für den Wettbewerb geben. Jene, die das nicht tun, sollten hart bestraft werden.“
Ross hat Trumps Politik in dieser Weise stark beeinflusst – und jetzt ist er derjenige Minister in Trumps Administration, der uns Europäern und speziell uns Deutschen zeigt, wie nach seiner – und auch Trumps – Ansicht fairer Handel auszusehen hat. Wilbur Ross ist der sowohl zuständige, knallharte und kompetente Verhandlungspartner für alle Nationen, die die USA bisher als unbegrenzt aufnahmefähiges Exportland für ihre Produkte angesehen und behandelt haben. Das ist jetzt vorbei.
Was der Jammerchor der Wirtschaftswissenschaftler nicht begreifen kann: Amerika braucht den Welthandel nicht. Dieses riesige Land ist auf allen wirtschaftlichen und technischen Feldern autark – es kann buchstäblich alles, was bislang importiert wurde, selber erzeugen. In speziellen Fällen nimmt man Lizenzen, produziert aber selbst.  Donald Trump, Wilbur Ross und alle maßgebenden US-Politiker wissen das. Das mag oftmals nicht die Preisgünstigkeit von importierten Produkten erreichen, aber die mit der Herstellung verbundenen Jobs entstehen im eigenen Land. Und wenn die Produktion erst einmal läuft, werden Rationalisierungmaßnahmen die Kosten senken – die US-Industrie kann das selbstverständlich.
Wenn Europa und andere betroffene Exportnationen nicht auf die Forderungen aus den USA eingehen und statt dessen mit lachhaften Gegenmaßnahmen drohen, werden ihnen Trump, Ross & Co. ein wirtschaftlich autarkes Nordamerika vorführen.
Man darf gespannt sein, ob das die in Wirtschaftsfragen unerfahrenen europäischen Karrierepolitiker noch rechtzeitig erkennen. Die Trump-Ross`sche Forderung nach Fairness ist keine Drohung, sondern der Strohhalm, den die Europäer ergreifen müssten, wenn sie den weitgehenden Verlust ihres wichtigsten Handelspartners in Übersee verhindern wollen.
Ein Hinweis: Im 1. Quartal 2017 ist ein umfangreicher Artikel veröffentlicht worden, in dem die Kabinette der amerikanischen und deutschen Regierungen im Hinblick auf die Qualifikation ihrer Minister einander gegenübergestellt wurden.
Betrachtet wurde die Obama-Administration, die Trump-Administration und die  2017  beendete Große Koalition unter Kanzlerin Merkel.
Der Artikel erschien in der EIKE-Webseite, aber auch hier auf der AGEU-Seite:
Günter Keil: „Trumps Team – die unterschätzte Macht. Eine Lektion für Deutschland.“
Darin hatte ich auch den beruflichen Hintergrund von Wilbur Ross – und von den anderen US-Ministern – eingehend beschrieben. Die einerseits in den USA bei der Besetzung hoher Regierungsposten angewendeten, auf fachliche Qualifikation und einschlägige Berufserfahrung zielenden Auswahlprinzipien sowie die völlig gegensätzliche, sowohl in Deutschland als auch im übrigen Europa praktizierte Postenverteilung allein nach der Bewährung der Kandidaten als treuer „Parteisoldat“ und dessen Seilschafts-Zugehörigkeit führten zu dem im erwähnten Artikel präsentierten vernichtenden Urteil über die Eignung und Brauchbarkeit deutscher Regierungsmitglieder.
Auch die im März 2018 formierte neue GroKo wurde nach der gleichen, niemals geänderten Vorgehensweise personell besetzt – und das Resultat ist zwangsläufig  abermals das gleiche. Die bisher vor allem in den Medien, aber auch von Politikern gepflegte, arrrogante  Geringschätzung der US-Regierung wird spätestens dann, wenn der sogenannte Handelskrieg in vollem Gang ist, in Panik und Ratlosigkeit umschlagen.
Dann wird auch der Zeitungsleser und TV-Zuschauer wissen, wer Wilbur Ross ist.

Minderheitsregierungen sind gut für die Demokratie

Leserbrief

Herbert Wehner hat den bekannten Satz gesagt: „Opposition ist Mist“. Das trifft sicherlich zu, aber nur auf Mehrheitsregierungen. Eine Minderheitsregierung, die ihre Gesetzesinitiativen erst nach einer gründlichen Debatte im Parlament , bei der die Opposition ihre Vorstellungen einbringen kann, zur Beschlussfähigkeit bekommen kann, erhält dadurch eine viel bessere Beurteilung ihrer Ideen; große Pannen werden vermieden. Das ist wie Sauerstoff für ein Parlament.
Was dann allerdings nicht mehr geht, sind einsame Kanzlerinnen-Entscheidungen wie in der Flüchtlingsfrage, wo es zuging wie in einer Monarchie des 18. Jahrhunderts oder einer Diktatur: Niemand wurde gehört, keiner vermochte oder wagte das zu ändern oder zu stoppen. Das Argument, bei einer Minderheitsregierung würde es keine klaren Entscheidungen geben, kann nicht ernst genommen werden, denn tatsächlich würde es keine dieser einsamen und oft falschen Entscheidungen mehr geben. Auch der Außenpolitik täte das gut.
Im Fernsehen sagte der Parteienforscher Prof. Korte, dass er in Gesprächen mit Abgeordneten aus Länderparlamenten mit Minderheitsregierungen nur begeisterte Kommentare über die dadurch ermöglichte echte Mitarbeit gehört habe.
Was dann ebenfalls nicht mehr stattfinden kann, ist das übliche „Herunterbügeln“ von Oppositionsvorschlägen durch die Mehrheitsfraktionen nach dem Motto: Gleich, was die wollen, wir haben die Mehrheit und ab in den Papierkorb.
Auch würde es endlich ein Ende mit der parlamentsverachtenden Praxis der bisherigen Regierung geben, in jeden Gesetzentwurf die Feststellung „Alternativen: Keine“ hineinzuschreiben. Hier haben wir es mit einem krass sichtbaren  Beleg für die Arroganz der Ministerialbürokratie und auch der Missachtung des Parlaments durch die Mehrheitsregierung zu tun. Denn selbstverständlich gibt es zu jedem Gesetzesvorschlag Alternativen – in der Regel sogar mehrere. Aber mit dieser verlogenen Floskel will man sich Arbeit sparen – vor allem das Nachdenken über die tatsächlichen Alternativen sowie über deren Vor- und Nachteile, die man dann als Begründung für den eigenen Vorschlag in den Gesetzentwurf hineinschreiben müsste. Diese Brüskierung der Abgeordneten würde eine Minderheitsregierung nicht mehr wagen.
Die guten Erfahrungen in mehreren Bundesländern sollten dazu ermutigen, dieses System auch in Berlin zu realisieren. Vor allem würde sich der Stil des Regierens und der Behandlung von Oppositionsparteien positiv ändern. Dann wäre Opposition nicht mehr nur Mist.

 

 

Wer bezahlte Al Gores Rednerhonorar ?

                                     Ein unveröffentlichter Leserbrief

Im Bonner General-Anzeiger vom 11.11.  war auf der Titelseite zu lesen, dass der „Klimaexperte und ehemalige US-Vizepräsident“ am Freitag vor der Bonner UN-Klimakonferenz eine Rede und eine Multimediapräsentation abgeliefert hat. Es ist bekannt, dass er so etwas nicht unsonst macht, sondern von einer Redner-Agentur eingesetzt wird – in seinem Fall ist es die Harry Walker-Agentur, die sich als weltweit führende Redneragentur bezeichnet und in der Tat die meisten wichtigen Politiker auf ihrer Angebotsliste hat. Al Gore wird dort als „Exclusiver Redner“ geführt. Bekannt ist weiterhin, dass Al Gores Rednerhonorar immer bei 100.000 US-Dollar lag; als er den Friedensnobelpreis gewonnen hatte, verlangte er allerdings 175.000 $.
Ich frage nur einmal an, wer denn in diesem Falle diese enorme Summe bezahlt hat.
Bleibt noch die interessante Bezeichnung „Klimaexperte“. Mister Gore hat Theologie und Jura studiert; letzteres ohne Abschluss. Dass er sich nicht nur in der Politik stark für Umweltthemen einsetzte, ist eine Tatsache. Ob er sich selbst als Klimaexperte bezeichnet, ist nicht bekannt. Täte er das, würde er in der Wissenschaft, die genau hinschaut, welchen fachlichen Hintergrund die Aussagen einer Person haben, als Scharlatan gelten. Denn eine derart fachfremde Person, die sich zu schwierigen physikalischen Fragen äußert, wäre eben dies.

 

 

Wenn Wissenschaft unglaubwürdig wird

 Von Michael Guillen
(Originaltitel: Has Science Lost Its Way?)

Es gab viele leidenschaftliche politische Reden am sogenannten Marsch für die Wissenschaft am Sonnabend. (Anm.: 22. April 2017 in Washington und weiteren Städten; Thema: Klimapolitik der Trump-Regierung). Bedauerlicherweise hörte ich nichts von den tatsächlich ernsten Problemen, die die Wissenschaft heutzutage plagen.
Die einzige und zugleich größte Bedrohung für die Wissenschaft kommt heute aus ihren eigenen Reihen. Im vergangenen Jahr veröffentlichte Nature, das renommierte internationale Wissenschafts-Journal eine Studie, die enthüllte: „Mehr als 70% der Forscher haben die Experimente anderer Wissenschaftler wiederholt und konnten deren Resultate nicht reproduzieren. Und über die Hälfte konnten nicht einmal ihre eigenen Ergebnisse reproduzieren.“

Das Reproduzieren von Experimenten ist für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft das Gleiche wie die Bestätigung finanzieller Aussagen für die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens. Die geradezu astronomisch hohe Fehlerquote bei den Versuchen, Forschungsergebnisse zu bestätigen, die in hoch respektierten, von Gutachtern unterstützten („peer-reviewed“) Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind, legt es nahe, das etwas sehr falsch daran ist, wie Wissenschaft praktiziert wird. Zweiundfünfzig Prozent von den 1.576 der für diese Studie überprüften Forscher bezeichneten das als „eine bedeutende Krise.“

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Deutschland 2017 – Auf dem Weg in die Große Transformation

In der Vorbereitung auf die Bundestagswahl am 24.09.17 haben nun alle Parteien ihre Wahlziele festgelegt. Darin nimmt die Umweltpolitik einen wichtigen Platz ein. Alle aktuell im Bundestag vertretenen Parteien und die FDP bekennen sich zu den Beschlüssen der UN Klimakonferenz COP21 vom Dezember 2015 in Paris und wollen die beschlossenen sogenannten Klimaschutzmaßnahmen im nächsten Bundestag schwerpunktmäßig vorantreiben. Nur die AfD lehnt jegliche Projekte und gesetzliche Regelungen zur Erreichung der in Paris formulierten Ziele zum sogenannten „Klimaschutz“ ab.

Konkret sind diese Ziele im „Paris Agreement“ der 195 Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention der UN (UNFCCC)1 als Nachfolge des Kyotoprotokolls niedergelegt. Das Übereinkommen sieht vor, dass die als Faktum unterstellte vom Menschen verursachte Klimaerwärmung bis Ende des Jahrhunderts auf unter 2° gegenüber vorindustriellen Werten begrenzt werden soll. Bis Juni 2017 wurde das Übereinkommen von allen beteiligten Staaten außer Syrien, Nicaragua und den USA anerkannt. Um China, als weltweit größter CO2-Emittent nicht zu verprellen, wird es, sowohl im Kyoto-Protokoll, als auch im Abkommen von Paris von allen Verpflichtungen bis 2030 freigestellt. Alle anderen Staaten sind aufgefordert, Pläne zu erarbeiten, welche Maßnahmen vorrangig getroffen werden sollen. Für die deutsche Bundesrepublik wurde dazu der „Klimaschutzplan 2050“ erstellt, den umzusetzen sich alle o.a. Parteien außer der AfD verpflichten. Dieser Plan sieht vor, den Ausstoß von “Treibhausgasen“ bis 2050 um 90% zu reduzieren mit einem Zwischenziel von 40% bis 2020! Da hat unsere im Herbst zu wählende Regierung eine hohe Messlatte zu überwinden.

Auf der COP21 wurde auch das im „Green Climate Fund“ GCF festgelegte Vorhaben bekräftigt, nach dem die im UNFCCC beteiligten Industrieländer Geld in einen Fonds einzahlen, aus dem bis 2020 jährlich 100 Mrd. US$ bereitgestellt werden sollen, um ärmeren Ländern zu helfen, die durch den Klimawandel am stärksten betroffen sind. Mit diesem „Ablass“ können sich die Industrieländer als die „Verschulder“ des Klimawandels gewissermaßen von ihren Sünden reinwaschen. Dieser vom UNFCCC zu verwaltene Fund hat seinen Sitz in Incheon in Korea. Im Detail ist es noch unübersichtlich, wo diese Mittel im Einzelnen herkommen sollen. Deutschland spielt im internationalen „Klimageschäft“ auf jeden Fall eine Schlüsselrolle. Die im Haushalt mit Bezug auf Klimaschutz ausgegebenen Gelder stammen aus verschiedenen Titeln zu denen auch Entwicklungshilfe und wirtschaftliche Zusammenarbeit gehören. Insgesamt waren aber laut Wikipedia in diesem Zusammenhang im Jahr 2010 bereits 1,27 Mrd. EUR im Bundeshaushalt für klimarelevante Ausgaben veranschlagt! Dabei ist ein besonders irritierendes Faktum, dass die ins unermessliche steigenden finanziellen Belastungen und damit verbundenen Beschränkungen unserer Freiheit beschlossen werden ohne dass man irgendwo erkennt, dass die damit verbundenen Ziele immer wieder in Frage gestellt und auf ihre Relevanz kontrolliert werden, wie es etwa in den Naturwissenschaften üblich ist!

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Deutschlands Chance zur Erschließung neuer Wirtschaftsmärkte in Asien und bei der Integration Europas in die Neue Seidenstrasse

2. Folge: Projekte, die die Welt verändern
von Andrea Andromidas und Rainer Six

Das Projekt „ Moderne Seidenstraße“, als Chance zur Erschließung und Integration des asiatischen Wirtschaftsraums in einer zukünftigen globalen Weltwirtschaft zu nutzen, ist der in den letzten 40 Jahren beispiellosen wirtschaftlichen Entwicklung Chinas zu verdanken. Zurückzuführen ist das vor allen Dingen auf die Abkehr von der grünen Planwirtschaft nach Mao´s Tod, mit dem Ziel, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung an dem wissenschaft-lichen und technischen Stand westlicher Industrieländer orientieren muß. Längst hat das Land den Status des Billigproduzenten überwunden und sich in den letzten 15 Jahren zur Industrie-nation mit dem höchsten Anteil forschungsintensiver Güter entwickelt, einer Hightech-Infrastruktur und einem sehr ehrgeizigen Raumfahrtprogramm.
Am 7. September 2013 präsentierte Präsident Xi Jinping bei einer Konferenz in der zentralasiatischen Stadt Astana in Kasachstan dieses Entwicklungskonzept nun auch als Chinas Modell für die internationalen Beziehungen, als„ One Belt-One Road“ ( Eine Straße- ein Gürtel), abgekürzt OBOR. An dieser Entwicklungsidee sind mittlerweile über 70 Länder beteiligt.

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Argumentationshilfe gegen die Energiewende-Politik

von  Klaus Peter Krause

Vorweg:

Der Begriff „Erneuerbare Energien“ ist physikalisch falsch

Energie ist nicht erneuerbar, nur umwandelbar in andere Energieformen. Beispiel: Windenergie in elektrische Energie und elektrische Energie in Bewegungsenergie (Motor) oder in Wärmeenergie (Heizung). Daher sollte man richtiger von „Alternativen Energien“ sprechen. Aber der Begriff „Erneuerbare Energien“ (abgekürzt: EE) hat sich eingebürgert, so dass man schwerlich umhinkommt, ihn zu verwenden. In der Diskussion sollte man aber auf die falsche Bezeichnung hinweisen. Mit diesen Energien gemeint ist hauptsächlich Strom aus Wind, Sonne (Fotovoltaik) und Pflanzenmasse („Biogas“ aus Vergärung) – alle zusammen abgekürzt EE-Strom. Richtiger sollte man ihn Alternativ-Strom nennen. Auch Strom aus Wasserkraft gehört dazu, ist aber der Menge nach zu unbedeutend und daher zu vernachlässigen.

Strom ist lediglich eine Form, um Energie zu transportieren. Er wird am Entstehungsort aus einer anderen Energieart erzeugt und am Verbrauchsort wieder in die gewünschte Energie umgewandelt. Speichern im nennenswerten Umfang kann man nur mechanische Energie (Beispiel: Pumpspeicherwerke), chemische Energie (Beispiel: Batterien, Brennstoffe) und Wärmeenergie (Thermosgefäße). Daher muss Strom im Zeitpunkt seiner Erzeugung auch sofort verwendet werden.

Das entscheidende Argument gegen den EE-Strom: seine physikalisch-technisch-bedingten inhärenten Mängel

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