Privacy Policy Bald werden Notstromdiesel zum Verkaufsschlager - AG E+U - Die Realisten

Bald werden Notstromdiesel zum Verkaufsschlager

Print Friendly, PDF & Email

Wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Wer über ein Mindestmaß an elektrischer Versorgung in seinem Haushalt verfügen will, muss allmähliche Vorsorge treffen und sich einen Notstromdiesel zulegen.

Zum Ende dieses Jahres müssen drei Kernkraftwerke endgültig abgeschaltet werden, deren Strombeitrag im Wesentlichen von Kohlekraftwerke übernommen werden muss. Im nächsten Jahr folgt die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke. Wiederholt ist die Forderung zu hören, nicht erst 2038 aus der Kohle auszusteigen. Gaskraftwerke stehen nicht in ausreichender Kapazität zur Verfügung.

Wie, bitte sehr, soll eine gesicherte Stromversorgung aufrecht gehalten werden? Sind unsere maßgeblichen Politiker inzwischen auf beiden Augen blind?

Die „Welt am Sonntag“ brachte am 12.09.2021 ein zutreffendes Zitat des britischen „Guardian“-Autors und Umweltaktivisten George Monbiot: „Mitten in einer Klimakrise die verfügbaren Nuklear-Kapazitäten abzuschalten, ist eine verfeinerte Form des Irrsinns.“

Anlässlich der ARD Talkshow Sendung vom 13.09.2021 schrieb Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt an den Sender einen Kommentar, dem folgende Zeilen entnommen sind:
„Als größter deutscher Stromversorger hat der RWE Konzern in seiner über 120 jährigen überaus erfolgreichen Geschichte in Deutschland auf Basis der jeweils weltbesten Braunkohle- und CO2 freien Kernkraftwerken unzweifelhaft bewiesen, dass er den Forderungen von §1 des Energiewirtschaftsgesetzes stets in höchst verantwortlicher Weise entsprochen hat und allen Stromverbrauchern stets eine im Weltmaßstab sichere und kostengünstige Stromversorgung geboten hat.“

Eine detailliertere Erklärung von Grafiken dieser Art brachten wir in unserer Darstellung für Juni 2021. Die rote Linie am oberen Grafikrand gibt die Gesamtleistung aller Windenergie- und Solaranlagen an. Zwischen der maximal möglichen Leistung von 120.854 MW und der erreichten Leistung selbst in Spitzenzeiten klafft eine gewaltige Lücke.

„Bereits ein Blick in die Stromerzeugungs- und Strombedarfsstruktur in einem beliebigen Monat, z.B. aktuell im August 2021, zeigt jedem der denken kann, dass die Strombedarfsdeckung ohne Primärenergiespeicher basiert arbeitende Kraftwerke, zu den Zeiten, in denen weder die Sonne scheint noch der Wind weht, schlicht unmöglich ist.  Ob das dann Kern-, Kohle- oder Gaskraftwerke sein mögen, ist nur eine Frage der Strategie und Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems. Null Sonne oder Wind mal beliebig viele Anlagen bleibt trivialer Weise der Stromertrag gleich Null, kosten aber beliebig viel Geld zu Lasten aller Stromverbraucher!… Die Politiker fast aller Parteien und ebenso die Journalisten fast aller Medien beim Fernsehen, Rundfunk und den Zeitungen scheinen gegenüber dieser energietechnisch trivialen Wahrheit dem “Grünen Zeitgeist” voll erlegen zu sein.“

„Dass es zu bezahlbaren Kosten mittels Stromspeicher, welcher Art auch immer, nicht geht, möge man dem verfügbaren Anteil der Bedarfsdeckung in Leistung (Höhe des grünen Rechteckes) und Arbeit (Breite des Rechteckes) in dem vorstehenden Diagramm, welches die Stromspeicherkapazität des größten Pumpspeicherkraftwerkes Deutschlands „Goldisthal“ in Thüringen maßstabsgetreu abbildet, entnehmen. Alle anderen bekannten und denkbaren Stromspeichertechniken für große Energiemengen von mindestens 8 Terawattstunden (TWh), um nur fünf Flautetage zu überbrücken, sind noch weit teurer, als theoretisch denkbare Pumpspeicher-Kraftwerke dieser Art in Thüringen von denen 800 erforderlich wären! In Deutschland ist aber leider kein zweiter Standort zu finden.

Die Naturgesetze des elektrochemischen Potentials der Elemente unseres Periodensystems geben leider auch keinen Anlass zu der Hoffnung, dass jemals Batterien erfunden werden könnten, die in der Lage sind große Energiemengen in der vorgenannten Größenordnung von über 8 TWh zu bezahlbaren Kosten zu speichern. Dies in Demut zu bekennen, wäre noble Aufgabe aller Wissenschaftler, Medienvertreter und last, but not least, aller Politiker!“