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Klimawandel – Eine Folge menschlichen Handelns?

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Aus einer Zeitungsmeldung vom 21. November 2006:
“Die Afrikaner leiden schon jetzt am meisten unter den Auswirkungen der Klimaveränderungen.” Wie kurz ist doch das Gedächtnis der Medienleute.

klima150Erinnern wir uns: Seit es schriftliche Überlieferungen gibt, lesen wir von menschengemachten Umweltkatastrophen. Bereits die Sumerer berichteten 2000 vor Christus über selbstverschuldete Wüstenentstehung durch Rodungen in Mesopotamien. Ganz ohne CO2 aus der Industrie oder Auspuffanlagen. Jahrzehnte lang haben wir die Verwüstung von ehemals fruchtbarem Acker- und Weideland in den Ländern der 3. Welt, vor allem in Afrika, registriert und beklagt. Die Gründe dafür wurden tausendmal genannt und in zahllosen Berichten – vor allem der UN und ihres Wüstensekretariats UNCCD in Bonn – eingehend erläutert: Waldrodungen vernichten die für das regionale Klima wichtigen Wälder, Übernutzung der Grundwasserreserven, Überweidung durch zu hohe Viehbestände sowie das Abholzen von Bäumen und Sträuchern zur Brennholzgewinnung ;auch unangepasste Bewirtschaftungsmethoden und ungünstige Landrechte.
Es folgt die Erosion der ungeschützten Flächen und ihre Verwandlung in unfruchtbare Mondlandschaften. Die Wüstenbildung bedroht heute bereits ein Viertel der Land-Erdoberfläche, die Lebensgrundlagen von über einer Milliarde Menschen sind bedroht und über 135 Millionen Menschen leben in der Gefahr, dadurch von ihrem Land vertrieben zu werden.

Die gemeinsame Klammer aller dieser die Ökosysteme zerstörenden menschlichen Handlungen war und ist bitterste Armut. Sie lässt den Menschen keine andere Wahl. Seit 1994 gibt es das UNCCD-Programm, mit dem geradezu verzweifelt versucht wird, die Entwicklung zu stoppen – mit Aufforstungen, Bewässerung, Schulungsprogrammen für Bauern, Erosionsbekämpfung, trockenheitstoleranten Pflanzen, Ersatz für Feuerholz, Bildung u.v.a.m. Aber es fehlt Geld dafür, weshalb die Zerstörung weiter voranschreitet.

In dieser Situation kommen nun einige Wissenschaftler mit einer sehr umstrittenen Theorie eines drohenden, durch Treibhausgase verursachten Klimawandels. Weil man nun dringend Beweise für Klimawandel-Folgen benötigt, die einfach nicht zu finden waren, wählte man die altbekannte Wüstenbildung – und versah sie mit einer neuen, passenden Ursache. Wenn die Politik auf diese unseriös agierende Wissenschaft hereinfällt, wird es für Afrika tatsächlich und endgültig katastrophal. Kritische Wissenschaftler warnen bereits, dass eine falsche Klimapolitik Leben kosten wird. Das werden vor allem afrikanische Leben sein. Dann wird ein Teil des in den Industrieländern erarbeiteten Bruttosozialproduktes von der bereits sehr aktiven CO2-Vermeidungsindustrie abkassiert – und für die Entwicklungshilfe und die Bekämpfung der Wüstenbildung wird dann nichts mehr übrig sein. Dann wird es Flüchtlingsmassen geben, gegen die die heutige Situation an Spaniens und Italiens Küsten nur ein Vorspiel ist. Das werden allerdings keine Klimafolgen-Flüchtlinge sein, sondern Klimapolitik-Flüchtlinge.

Günter Keil, 29.11.2008
Quellen:
Broschüren des UN-Wüstensekretariats UNCCD, Bonn, 2008

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