
Zuerst der Wetterbericht für den 9. Oktober 2025: „Heute: Im Westen und Süden beginnt der Tag mit zähem Nebel oder Hochnebel und setzt sich nachmittags oft mit tristen Wolken fort. Auch im Norden und Osten überwiegen graue Wolken. Vor allem an der Küste, am Nordrand der Mittelgebirge und im Osten fällt noch etwas Regen. Die Sonne kommt nur vereinzelt zum Vorschein.“
Und dann folgte „Biowetter“, was immer das sein mochte. Aber die Botschaft war ebenfalls eher deprimierend: „Personen mit Erkrankungen der Atemwege müssen sich auf Beschwerden einstellen. Anfangs kommt es bei Bluthochdruckpatienten zu Kreislaufproblemen, sie lasen aber im Laufe des Tages allmählich nach. Auch Rheumaschmerzen nehmen ab.“ So stand es in der WELT.
Das ist jetzt also der ehemalige Goldene Oktober, der viel Sonne und kräftige Hochdruckgebiete hatte (ich verkneife mir jetzt fast die Anspielung auf den oben erwähnten Bluthochdruck); es war warm und gemütlich – eben golden. Und was den bisherigen Sommer betraf, war es vermutlich der mieseste in der letzten Dekade. Dessen Wetterlage wurde interessanterweise von den Öffentlich-Rechtlichen und auch etlichen Medien mit sehr schönen Berichten über Hitzewellen im Ausland begleitet. Es war schon fast ein Pflichtprogramm zur Aufmunterung hierzulande.
Wer sich möglichst schon seit Längerem mit den Veröffentlichungen der Klimawissenschaftler aus dem Ausland befasst hat, der weiß Bescheid. Wir befinden uns wegen der Beendigung der bisherigen starken Sonnenintensität am Ende der angenehmen modernen Warmzeit und laufen auf ein sogenanntes solares Minimum zu. Und dies ist nur der Beginn einer Kaltzeit, die nach dem Urteil der seriösen Klimaforscher bereits 2030 sehr spürbar wird und zwischen 2035 und 2040 ihr Temperaturminimum erreichen soll. Wonach es dann recht langsam wieder mit der Temperatur aufwärts gehen soll, bis sie wieder normale Durchschnittswerte erreicht. Von einer folgenden Warmzeit spricht niemand.
Diese Erkenntnisse sind keineswegs neu. Die Sonne wird schließlich schon seit sehr vielen Jahren von Wissenschaftlern beobachtet, wobei sich die Beobachtung der Sonnenflecken gegen Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts als ein entscheidender Hinweis auf die Sonnenaktivität und damit auf das Klima der Erde herausstellte. Diese Entdeckung ist mit dem Namen Theodor Landscheidt verbunden. Dieser deutsche Wissenschaftler hat zusammen mit seinem Kollegen Malberg das periodische Auf-und-Ab der Sonnenfleckenanzahl in der Vergangenheit zum Anlass genommen, diesen Verlauf mit den bekannten historischen Klimaveränderungen auf der Erde zu vergleichen. Das Resultat war eine wissenschaftliche Sensation, denn es zeigte sich absolut eindeutig, dass die Anzahl und die Dauer und Schwankung der Sonnenfleckenhäufigkeit das Auftreten und die Qualität der Klimaveränderungen perfekt erklären konnten. So war z.B. das mehrjährige vollständige Fehlen von Sonnenflecken eine sichere Begleiterscheinung von Kaltzeiten wie das vorletzte, sehr harte Maunder-Minimum. Und der bekannte zeitliche Rhythmus dieser Schwankungen der solaren Stärke ließ Theodor Landscheidt den künftigen Zeitpunkt der jetzt tatsächlich beginnenden Kaltzeit recht genau voraussagen: Das Ergebnis steht oben.

Landscheidt vermutete zudem, dass diese Kaltzeit dem Maunder-Minimum ähneln würde – was katastrophal wäre. Das Maunder-Minimum der Sonnenaktivität, das von 1645 bis 1715 dauerte und fast ohne Sonnenflecken war, führte zu Missernten, Hungersnot und Massenflucht der Menschen in südliche Länder. Dazu gibt es auch freundliche, berühmte Ölgemälde, die heute in Museen zu betrachten sind, in denen Schlittschuh-Laufen auf der zugefrorenen Themse sowie auch auf den niederländischen Grachten dargestellt wurden. Hier muss man einen Zeitsprung nach 2025 machen und die Ergebnisse der aktuellen Klimaforschung zur Kenntnis nehmen. An dem von Landscheidt vorhergesagten Termin bestehen weiterhin keine Zweifel. Aber die heutigen Messdaten der zunehmenden Sonnenschwäche deuten auf einen deutlich milderen Verlauf des jetzigen Minimums hin. Also wenigstens eine nicht ganz so erschreckende Aussicht.
Während die historischen Warmzeiten nach der Zeit ihres Auftretens benannt werden – so die mittelalterliche und die römische Warmzeit – geben die Klimawissenschaftler den Kaltzeiten den Namen des dabei wichtigsten Kollegen – also Maunder und Dalton. In den Veröffentlichungen der US-Forscher nennt man heute schon den Namen des kommenden Minimums: Das Landscheidt-Minimum.
Zu der Zeit vor 30 Jahren wusste die Wissenschaft also bereits, dass die Sonne das Erdklima steuert. Man hatte auch Vermutungen zu den physikalischen Prozessen, die die Frage nach dem „Wie ?“ beantworten könnten. Ein Verdacht fiel schon damals auf die schwereren Planeten unseres Sonnensystems. Aber es gab keine Gewissheit. Das änderte sich erst 2011 mit der Entdeckung des dänischen Wissenschaftlers Henrik Svensmark, der den Beweis für eine komplexe Wirkungskette führte: In der am Anfang in der Tat die – abhängig von den unterschiedlichen Umlaufbahnen – gemeinsame und systematisch variierende Gravitationswirkung der Planeten (Jupiter, Saturn) die Sonne beeinflusste, was an den Sonnenflecken zu erkennen war. Die Sonne reagierte mit einer Änderung ihrer Emission von geladenen Partikeln, die beim Erreichen der Erde deren Magnetfeld veränderten. Worauf deren Kontakt mit dem vorherrschenden Treibhausgas Wasserdampf die Wolkenbildung bewirkte. Und das steuerte schließlich die Menge des Sonnenlichtes und ihrer Wärmestrahlung, die die Erdoberfläche erreichen konnte. Und damit das Klima.
Mit dieser Entdeckung wurde auch klar, weshalb die Sonne, die ja in ihrer Licht- UV- und Wärmestrahlung fast keine Schwankungen zeigt, tatsächlich sehr wohl das Erdklima beeinflussen kann: Mit ihrer zusätzlichen und erst jetzt bekannten und ganz erheblich variierenden Strahlung geladener Partikel erfolgt es.
Wie geht es nun weiter? Die geschilderten Erkenntnisse der Forschung sind bekannt, unsere Regierung verhält sich unwissend. Der einseitige und kritische Gutachter systematisch ausschließende sog. Weltklimarat IPCC ist längst in Verruf geraten; die jüngste Veröffentlichung der weltbekannten amerikanischen Wissenschaftlerin Judith Curry ist eine vernichtende Abrechnung mit dem IPCC. Die Rede von Präsident Trump vor der UN, in der er die Klimakatastrophen-Theorie und die daraus folgende Politik als Betrug bezeichnete, war nicht nur seine persönliche Meinung, sondern das Ergebnis seiner Beratung mit führenden Klimaforschern, zu denen auch Judith Curry gehörte. Die UN war die richtige Adresse dafür, denn sie kontrolliert ihr Werkzeug IPCC. Inzwischen haben sich nahezu alle Staaten von einer Bekämpfung des IPCC-Klimawandels verabschiedet. Das Pariser Protokoll ist nur noch ein Stück Papier. Außer für Deutschland und England.
Deutschland hat die Kernkraftwerke stillgelegt und z.T. zerstört; seine Kohlekraftwerke zur Stilllegung verurteilt; eine riesige Wetter- und Tageslicht-abhängige und teure Stromerzeugung mit Subventionen eingerichtet. Heizungen und Verkehr sollen nicht mehr „fossil“ betrieben werden. Und die EU belastet die Wirtschaft mit der CO2-Steuer. Industriebetriebe flüchten ins Ausland oder schließen. Unseren Strom müssen wir bereits zu einem nicht unerheblichen Teil teuer importieren. Dabei handelt es sich zum Teil aus „Atomstrom“. Der ist jetzt aber o.k. Deutschland hat ca. 1,6 Prozent Anteil an den CO2-Emissionen der Welt. Chinas Anteil beträgt 32%. China baut 2025 150 neue Kohlekraftwerke – und exportiert weitere. Eine eventuelle weitere CO2-Einsparung in Deutschland würde vielleicht unseren Anteil von 1,6 auf 1,5% verringern – mit Milliardenkosten. China gleicht diese Einsparung mit seinen stark steigenden Emissionen in wenigen Tagen aus. Dabei reden wir noch nicht einmal über Indien und den USA.
Wie wahrscheinlich ist es, dass unsere Regierung an ihrer Politik irgendetwas ändert? Wohl recht unwahrscheinlich, denn dann müsste man ja seine gesamte bisherige Energie- und Klimapolitik als falsch eingestehen. Das einzig Amüsante in diesem Elend wird wohl die Reaktion der Klimapanikmacher beim Erreichen des sehr unangenehmen Abschnitts des Landscheidt-Minimums sein.