Privacy Policy September 2022 - AG E+U - Die Realisten

„Glauben Sie nicht dem Hype um die schmelzenden Gletscher der Antarktis“

Mit diesen Worten widerspricht Steven Koonin *) den alarmierenden Schlagzeilen über die Gletscherschmelze in der Antarktis. Wie The Wall Street Journal [1] weiter berichtet, werden Berichte über die laufenden Untersuchungen der Wissenschaft um eine sehr komplexe Situation falsch dargestellt.

Die Antarktis ist seit mindestens 30 Millionen Jahren mit Eis bedeckt. Der Eisschild enthält etwa 26,5 Millionen Gigatonnen Wasser. Wenn es vollständig schmelzen würde, würde der Meeresspiegel um 190 Fuß (Anm.: ca. 58 Meter) steigen. Eine solche Veränderung liegt viele Jahrtausende in der Zukunft, wenn sie überhaupt kommt.

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Die globale Temperaturpause ist möglicherweise doch nicht beendet

Die Temperaturpause (Hiatus) der globalen jährlichen Durchschnittstemperatur zwischen 2002 und 2014, die einst für einige umstritten war, aber jetzt in der Peer-Review-Literatur verifiziert ist, endete, wie Net Zero Watch schreibt [1], 2014 mit dem Beginn einer Reihe von rekordverdächtigen El Niño-Ereignissen, die die globale Temperatur mit einem anschließenden Rückgang erhöhten.

Jetzt trägt eine neue Studie über die Auswirkungen der vom Menschen verursachten Aerosolverschmutzung zu den wahrscheinlichen Gründen für das Ende der Pause bei und könnte auf niedrigere Schätzungen für die zukünftige globale Erwärmung hinweisen.

Ein internationales Forscherteam, das in der Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics schreibt, zeigt anhand von Satellitendaten, dass die Konzentrationen von Aerosolpartikeln seit dem Jahr 2000 deutlich zurückgegangen sind. Dies ist eine gute Nachricht, da sauberere Luft der Gesundheit zugutekommt, aber auch Partikel reduziert, die eine kühlende Wirkung auf das terrestrische Klima haben.

1,1 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau aufgrund zunehmender Treibhausgase aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Gleichzeitig emittiert die Verbrennung fossiler Brennstoffe Aerosole, die unser Klima kühlen, indem sie Sonnenlicht reflektieren und das Reflexionsvermögen von Wolken erhöhen.

Professor Johannes Quaas, Meteorologe an der Universität Leipzig, und Kollegen aus Europa, China und den USA haben belastbare Beobachtungsbeweise für eine signifikante Verringerung der Aerosolbelastung und eine verbesserte globale Luftqualität veröffentlicht.

“Wir haben Daten der NASA-Satelliten Terra und Aqua analysiert. Sie liefern seit dem Jahr 2000 umfassende Satellitenbeobachtungen der Erde und messen ein- und ausgehende Strahlung, aber auch Wolken und Aerosolverschmutzung. Letzteres ist seit 2000 in Nordamerika, Europa und Ostasien deutlich zurückgegangen”, sagte Professor Quaas.

Obwohl Dr. Quaas und seine Kollegen sagen, dass diese neue Studie die dringende Notwendigkeit einer schnellen und starken Reduzierung der Treibhausgasemissionen betont, kann die Verringerung der kompensierenden Wirkung von kühlenden Aerosolen auch auf andere Weise gesehen werden.

Die Forscher schätzen, dass die Abschwächung der aerosolinduzierten Temperaturänderung zwischen 2000 und 2019 der vom IPCC AR6 geschätzten ähnelt. Der größte Teil dieser Abschwächung ereignete sich nach 2010 zeitgleich mit dem Ende der sogenannten globalen Erwärmungspause. Es deutet darauf hin, dass vielleicht bis zu 60% des globalen Temperaturanstiegs seitdem auf die Verringerung der globalen Aerosole zurückzuführen sind.

Zusammen mit ein paar superstarken El-Niño-Ereignissen, die die globale Temperatur vorübergehend in die Höhe trieben (siehe Grafik unten), deuten die neuen Ergebnisse darauf hin, dass die Pause der globalen Erwärmung – die vor 2014 deutlich sichtbar war – möglicherweise noch nicht beendet ist. Wenn die Satellitendaten der NASA bestätigt werden, würde dies darauf hindeuten, dass ein Großteil der sehr moderaten Veränderungen der globalen Temperatur in diesem Jahrhundert in erster Linie auf sauberere Luft und natürlich vorkommende El Niños zurückzuführen sein könnte.

Die neuen Beobachtungsdaten haben starke Auswirkungen auf die Vorhersagen der zukünftigen globalen Erwärmung aufgrund des Treibhausgasantriebs, was darauf hindeutet, dass sie deutlich niedriger sein könnte, als die meisten Modelle vermuten lassen.

Diese Folgerung aus den Beobachtungsdaten stimmt gut mit der festgestellten geringeren Klimasensitivität als bisher angenommen überein wie auch mit den spektroskopischen Untersuchungen über die nur marginale Wirkung des CO2 auf die globale Temperaturentwicklung.

 

[1] https://www.netzerowatch.com/global-temperature-hiatus-may-not-have-ended-after-all-new-study-suggests/?mc_cid=42a1541a0b

 

Die britische Regierung hat das Fracking-Verbot aufgehoben

Jacob Rees-Mogg, britischer Minister für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie, hat nach einer Meldung von The Daily Telegraph das Verbot von Fracking aufgehoben [1]. Erd-Erschütterungen in Großbritanniens Landschaft müssten im “nationalen Interesse” toleriert werden.

Wie der Minister ausführte, habe sich “viel geändert”, seit die Konservativen 2019 das Verbot für Fracking eingeführt haben, einschließlich der durch den Krieg in der Ukraine verursachten Energiekrise. Das Land müsse “alle uns zur Verfügung stehenden Wege erkunden”, wobei er auch Pläne zur Vergabe neuer Öl- und Gaslizenzen in der Nordsee bestätigte.

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Saporischschja und die Energiewende-Legenden

Der nachfolgende Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT.

Manfred Haferburg

Diesen Winter ist es wohl soweit. Ein Pulverfass namens Energiewende fliegt der Regierung um die Ohren. Die Lunte glimmt und ist sehr kurz geworden. Schon rüstet die Politik gegen zu erwartende „Volksaufstände“ auf. Der Bundeskanzler sagt allen Ernstes auf einem Bürgerdialog„Niemand in diesem Land hat vor, dass auf Demonstranten geschossen wird.” Ist er so unbedarft, dass er sich nicht bewusst ist, wie geschichtsträchtig seine Wortwahl ist? Oder enthält dieser Satz des Bundeskanzlers eine gut versteckte Drohung? Ganz sicher weiß Olaf Scholz, dass Walter Ulbricht im Juni 1961 den denkwürdigen Satz sagte: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!” Zur Erinnerung: Zwei Monate später stand die Berliner Mauer.

Das Energiewendeschiff steuert seit 10 Jahren auf das Riff zu. Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel. Allen Warnungen von Fachleuten zum Trotz erhöhen die Energiewendeprotagonisten die Geschwindigkeit, mit der sie auf den Untergang zurasen. Die Ingenieure protestieren, weil das Netz immer instabiler wird. Die Ökonomen warnen seit Jahren vor einer Strompreisexplosion.

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Großtechnische Stromspeicherung, das ungelöste Problem

Der grundsätzliche und schwerwiegende Fehler der Energiewende ist der Verzicht auf Kernenergie und fossile Kraftwerke bei gleichzeitig unzureichender Kapazität geeigneter Stromspeicher zur Kompensation ausbleibenden, volatilen Ökostroms. In mehreren Artikeln haben wir hierauf seit Jahren hingewiesen, z. B. hier, hier, hier.

Dipl.-Phys. Ulrich Waas hat sich im Folgenden ausführlich dieses derzeit ungelösten Problems angenommen. Insbesondere räumt er mit der unrealistischen Behauptung auf, „Speichermöglichkeiten gebe es noch und nöcher“:

Früher kannte man den Begriff „Volatilität“ hauptsächlich von den Aktienkursen an der Börse, der dort das teilweise schlecht planbare „Rauf und Runter“ der Kurse mit einem klug klingenden Fremdwort versah. Inzwischen wird der Begriff auch zunehmend in der Energieversorgung gebräuchlich: mit Blick auf den schwankenden Beitrag von Wind und Solar (W+S) zur Stromversorgung.

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Klima-Sensitivität geringer als von IPCC vorhergesagt

Ein neues Papier reduziert die Schätzung der Klimasensitivität – die Menge an Erwärmung, die für eine Verdoppelung der Kohlendioxidkonzentrationen erwartet wird – um ein Drittel. Die Ergebnisse deuten daher darauf hin, dass die zukünftige globale Erwärmung viel geringer sein wird als erwartet.

Das Papier des unabhängigen Wissenschaftlers Nic Lewis ist gerade in der Zeitschrift Climate Dynamics [1] erschienen. Es ist eine wichtige Herausforderung für die offizielle Sichtweise des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), auch bekannt unter „Weltklimarat“.

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NAGRA schlägt Endlagerstandort vor

Die Schweizer Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hat nach eigenen Angaben [1] am 12. September 2022 Nördlich Lägern als Standort zur Entsorgung aller radioaktiven Abfälle in einem geologischen Tiefenlager vorgeschlagen. Das Gebiet liegt in den Kantonen Aargau und Zürich, nordwestlich von Bülach. Dieser Standort befindet sich in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze.

Die Brennelementverpackungsanlage soll beim bestehenden Zwischenlager in Würenlingen, im Kanton Aargau, erstellt werden. Von den drei vertieft untersuchten Gebieten weist Nördlich Lägern die größte geologische Barrierewirkung, die beste Stabilität der Gesteinsschichten sowie eine hohe Flexibilität für die Anordnung des unterirdischen Lagers auf.

Seit 2018 läuft die Suche nach Standorten für geologische Tiefenlager, in denen radioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken, Medizin, Industrie und Forschung zukünftig dauerhaft sicher entsorgt werden.

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Deutschland betreibt eine teure aber nutzlose CO2-Politik

Deutschland will mit seiner CO2-Politik als gutes Beispiel vorangehen und kaschiert damit seine ideologiegeprägte Umweltpolitik. Der angestrebte Verzicht auf Kohlekraftwerke und das Bestreben, CO2-Emissionen in Industrie, Verkehr und Haushalten zu reduzieren ist global betrachtet absolut wirkungslos.

Eine unausgesprochene Wahrheit des Kreuzzugs gegen den Klimawandel macht The Wall Street Journal [1] deutlich: „Alles, was die USA tun, um die Emissionen zu reduzieren, wird für die globalen Temperaturen keine große Rolle spielen. Die CO2-Reduktionen in den USA werden durch die Erhöhungen in Indien, Afrika und insbesondere China überschwemmt.“

Das Gleiche lässt sich für Deutschland und darüber hinaus für Europa sagen.

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Energiesystem von gefährlicher Starrheit und Ineffizienz

Außergewöhnliche Bedrohung für die Finanzstabilität

The Wall Street Journal [1] greift gleich zu Beginn seines nachfolgenden Artikels zu einer drastischen Formulierung: Wer immer noch glaubt, dass der Klimawandel eine größere Bedrohung für die Finanzstabilität darstellt als die Klimapolitik, verdient, in die Wildnis verbannt zu werden. (Im Orginalton: „…deserves to be exiled to a peat-burning yurt in the wilderness.”)

Dabei ist nicht zu vergessen, die Zentralbanken der Welt und andere Regulierungsbehörden befinden sich mitten in einem großen Vorstoß, verschiedene Formen von Klimastresstests in ihre Aufsicht einzuführen. Die Federal Reserve, die Bank of England und die Europäische Zentralbank wollen unter anderem wissen, wie globale Temperaturschwankungen ein Jahrhundert lang die Kapital- und Risikogewichte von Citi, Barclays oder der Deutschen Bank heute belasten könnten. Die Modeerscheinung besteht darin, mit absurder falscher Präzision die Kosten für die Rückversicherung von Hochwasserrisiken oder Feuer oder die gedrückten Unternehmensgewinne einer dystopischen, heißeren Zukunft zu quantifizieren.

Nun, wenn Sie ein “Klimarisiko” für die Finanzstabilität suchen, schauen Sie sich um. Es ist angekommen, wenn auch genau umgekehrt zu dem, was uns von Ökofinanziers vorhergesagt haben. Europas Notlage erzählt eine Geschichte, die in den USA bald nur allzu vertraut werden könnte.

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„Grüne“ Klimapolitik lässt Preise und Subventionen in die Höhe schießen

Zig Milliarden Subventionen stellen europäische Regierungen zur Verfügung, um der gewaltigen Steigerung der Energiepreise im kommenden Winter die Spitze zu nehmen und Unternehmen und Bürger zu entlasten. The Wall Street Journal [1] berichtete, die neue Ministerpräsidentin (PM) Lizz Truss habe einen Subventionsplan vorgestellt, der 150 Milliarden Pfund kosten könnte. In Summe enorme Kosten für Europas Klimaschutzambitionen.

„Die Konturen der Krise in Europa sind inzwischen bekannt“, schreibt die Zeitung. „Regierungen auf dem gesamten Kontinent heckten jahrzehntelang immer aggressivere Pläne zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen aus, um den Klimawandel aufzuhalten. Die Bemühungen bestehen darin, ein Versprechen zu erfüllen, in den 2040er oder 2050er Jahren “Netto-Null” -Emissionen zu erreichen.“

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