„Grüner Wasserstoff“ – Probleme des Wann, Wie, Wo und der Kosten

„Ein unbequemer Energieträger für die Gestaltung der Energiewende“

Mit „grünem“ Wasserstoff bezeichnet man den durch Elektrolyse von Wasser (im Elektrolyseur) gewonnenen Wasserstoff, wobei der Strom für die Elektrolyse ausschließlich durch erneuerbare Energien wie z. B. Windenergie oder Sonnenenergie erzeugt wurde.

„Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen. Der flexible Energieträger ist als Schlüsselelement unverzichtbar für die Energiewende und eröffnet deutschen Unternehmen neue Märkte. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie machen wir Deutschland zu einem globalen Vorreiter“, verkündet das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf seiner Webseite [1].

An keiner Stelle findet man allerdings offizielle Hinweise auf die Lagerung des grünen Wasserstoffs und seinen Transport, auf diesbezügliche Kosten, der Energieeffizienz möglicher Verwendungen und der Wirtschaftlichkeit seines Einsatzes. „Unausgegoren“, nennt Sinn [8] das politische Vorhaben.

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Der Wasserstoff- Markthochlauf stottert. Kritik aus der Wirtschaft

Die Bundesregierung sieht im Wasserstoff ein Schlüsselelement für die Energiewende [1]. Nationale und europäische Bestrebungen fokussieren sich auf einen möglichst raschen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft („Markthochlauf“). Leitlinien bilden die „Nationale Wasserstoffstrategie“ (2020) und die „Wasserstoffstrategie für ein klimaneutrales Europa“ (2020). Begleitet wird die Umsetzung seit Mitte 2020 durch den „Nationalen Wasserstoffrat“ und auf EU-Ebene durch die „European Clean Hydrogen Alliance“ [2].

Zahlreiche Förderprogramme sollen den Markthochlauf unterstützen, etwa das mit 900 Mio. EUR ausgestattete deutsche Förderpaket H2Global, das die Europäische Kommission im Dezember 2021 genehmigte.

Auch die Europäische Kommission hat legislativen Nachholbedarf erkannt und den Mitgliedstaaten mit „REPowerEU-Plan“ im Mai 2022 Maßnahmen zur Ausgestaltung der Wasserstoffproduktion vorgeschlagen [2].

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Wasserstoffstrategie: Ein Ja-Aber. Kritische Anmerkungen

Mit der Wasserstoffstrategie wird zur Rettung der Energiewende ein vermeintliches Ass aus dem Ärmel gezogen. Die Bundesregierung hat den Fokus ihrer am 10. Juni 2020 beschlossenen Nationalen Wasserstoffstrategie ganz auf „grünen“ Wasserstoff gerichtet. Gemeint ist die Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse mit ausschließlich CO2-frei hergestellter elektrischer Energie. Diese Strategie hat auch eine Kehrseite.

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EU: Herstellung von Wasserstoff durch Kernenergie angeregt

Wie World Nuclear News am 19. November 2020 berichtete, habe sich Paula Abreu Marques, Leiterin der Abteilung für erneuerbare Energien und CCS-Politik bei der Energiedirektion der Europäischen Kommission am 16. November gegenüber dem Europäischen Parlament dafür ausgesprochen, dass in die Europäische Kommission die Erzeugung von Wasserstoff durch Kernenergie als „kohlenstoffarm“ betrachtet wird.

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