Privacy Policy Klimakonferenz COP26 in Glasgow „in deep water“ - AG E+U - Die Realisten

Klimakonferenz COP26 in Glasgow „in deep water“

Print Friendly, PDF & Email

Vier aktuelle britische Medien-Aufmacher lassen kein gutes Haar an der für Ende Oktober 2021 geplanten Klimakonferenz COP26 in Glasgow:

  • Boris Johnson should move COP26 online if he wants to avoid a political fiasco [1]
  • COP26 summit ‘too big’ to happen in person, warns climate change negotiator [2]
  • Boris Johnson’s UN climate conference is already in deep water [3]
  • Why Boris Johnson’s Net Zero green rush risks economic catastrophe [4]

Die Hoffnungen auf einen erfolgreichen UN-Klimagipfel würden von Tag zu Tag schwinden, so der Tenor in den Meldungen. Es würden sich die Rufe mehren, die COP26 aufgrund von Covid-19 in eine Online- oder Hybridveranstaltung zu verwandeln, wobei Christina Figueres zitiert wurde.

Christina Figueres, die ehemalige Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) und „Architektin“ der Pariser Klimakonferenz 2015, hält es für unwahrscheinlich, dass 25.000 Menschen wie geplant anreisen werden. Sie hielt es aber für erforderlich, dass die Staats- und Regierungschefs der Welt dort sein müssten [2].

„Wenn Boris einen COP-Flop vermeiden will, sollte er dem Rat dieser erfahrenen Klimadiplomatin folgen. Einem physischen Ereignis den Stecker zu ziehen und Covid-Pandemie für die “bedauerliche Entscheidung” verantwortlich zu machen, könnte seine beste Chance sein, ein demütigendes Fiasko im November zu vermeiden“ [1].

 Für Boris Johnson geht es um das Prestige. Sein Ziel, dass beim Thema Klimakonferenzen später Glasgow in einem Atemzug mit Paris und Kyoto genannt wird. Aber so läuft es nicht. Die COP26 beginnt am 31. Oktober und steckt bereits in großen Schwierigkeiten (in deep water) [3]:

Quelle: Global Warming Political Forum

Ein Grund dafür sei, dass es immer noch keinen internationalen Konsens darüber gebe, was in Glasgow vereinbart werden soll. Diese Vereinbarung sollte die letzte von drei Aktionen sein. Während es in Kyoto 1997 darum ging, sich darauf zu einigen, dass es ein Klimaproblem gibt, und Paris im Jahr 2015 darum ging, ein Ziel zu setzen, und zwar den Temperaturanstieg der Erde auf 1,5 ° C zu begrenzen, sollte es in Glasgow darum gehen, herauszufinden, wie dies zu tun ist. Ein kniffliges Stück – mit anderen Worten.

Ein weiterer Grund wäre die dämmernde Erkenntnis, dass die bisher vereinbarte globale Politik zur Eindämmung des Klimawandels scheitern wird. Baumpflanzungen zur Dekarbonisierung reichen nicht….

Im Rahmen des Pariser Abkommens sollen die Länder vor der COP26 aktualisierte Klimaziele für 2030 vorgelegt haben.
Aber fast die Hälfte hat dies noch nicht getan, einschließlich wichtiger globaler CO2-Emittenten wie China und Indien. Von China war zu hören, es werde erst für 2060 Klimaneutralität anstreben, dem Land mit den weltweit höchsten CO2-Emissionen.

Die Kosten der Energiewende und Klimaschutzmaßnahmen sind ein Dauerthema in britischen Medien. Die GWPF hat in einem Schreiben [4] an den britischen Premierminister eine deutliche Warnung vor den astronomischen Kosten und der enormen Belastung für die Haushalte durch seine Netto-Null-Pläne ausgesprochen. Net Zero – die Idee, dass wir die Kohlendioxidemissionen aus unserer Wirtschaft vollständig eliminieren sollten – hat das Potenzial, eine wirtschaftliche Katastrophe herbeizuführen.“

 

[1] https://www.thegwpf.com/boris-johnson-should-move-cop26-online-if-he-wants-to-avoid-a-political-fiasco/?mc_cid=d68dfd5fe2&mc_eid=2560bc397b

[2] https://www.thesun.co.uk/news/15773374/cop26-summit-too-big-to-happen-in-person/

[3] https://www.standard.co.uk/comment/comment/boris-johnson-conference-climate-change-already-deep-water-b949138.html?mc_cid=d68dfd5fe2&mc_eid=2560bc397b

[4] https://www.yorkshirepost.co.uk/news/opinion/columnists/why-boris-johnsons-net-zero-green-rush-risks-economic-catastrophe-nigel-lawson-3332933?mc_cid=d68dfd5fe2&mc_eid=2560bc397b