Appell an Bund und Länder zum nuklearen Kompetenzerhalt

Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie verfolgt die Bundesregierung zugleich keine Programme zur Forschung und Entwicklung fortgeschrittener Kernkraftwerke. Auch gibt es kein Förderprogramm zum Bau oder zur Einführung kommerzieller Smal Modular Reactors (SMR) in Deutschland, obwohl im Koalitionsvertrag der derzeitigen Regierung der SMR erwähnt wurde. Staatliche Unterstützung beschränkt sich auf nukleare Sicherheits- und Entsorgungsfragen.

Dies führt zwangsläufig mittelfristig zu einem Verlust an Kerntechnik-Ingenieuren und Physikern und von Erfahrungswissen, dass sich nicht allein aus Lehrbüchern vermitteln lässt. Auch an vielen deutschen Hochschulen hat der Ausstieg bereits zu Veränderungen geführt. So wurden teilweise Lehrstühle für Kerntechnik nicht wiederbesetzt, Studienangebote reduziert oder eingestellt.

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Die Dämonisierung des Kohlenstoffdioxids (CO2)

Das folgende Kapitel aus dem Buch Canary in a Climate World: Climate Realism vs. the Net Zero Myth, verfasst vom Princeton-Physiker Professor William Happer*), ist einer von vielen zum Nachdenken anregenden Beiträgen, die sich mit Klimawissenschaft, Energiepolitik, Netto-Null und der breiteren Klimadebatte auseinandersetzen.

„Viele Menschen mit unzureichendem wissenschaftlichem Wissen sind überzeugt, dass der Planet Erde durch die globale Erwärmung durch Menschen in Lebensgefahr ist. Wenn der Planet Erde wirklich in großer Gefahr durch Menschen wäre, wäre jede Möglichkeit, ihn zu schützen, gerechtfertigt.

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Kleine Fernwärme-SMR für Städte

Small Modular Reactors (SMR) befinden sich weltweit in der Entwicklung. Sie können neben Strom Prozesswärme für die Industrie, Fernwärme oder gar für die Produktion von Wasserstoff eingesetzt werden. Die Erfolgsaussichten von SMRs hängen vor allem davon ab, ob die Serienfertigung die Kosten tatsächlich deutlich senken kann und wie schnell Genehmigungen erteilt werden und sie vor allem eine so genannte inhärente nukleare Sicherheit besitzen.

Der finnische Entwickler Steady Energy [1] [2] baut in der Stadt Helsinki eine nicht-nukleare Pilotanlage des kleinen, modularen Reaktors LDR-50 zur Fernwärmeversorgung. Dazu erhielt das Unternehmen ein Darlehen in Höhe von EUR 10,5 Mio. (umgerechnet rund CHF 9,7 Mio.). Innerhalb von drei Jahren soll der Baubeginn des kommerziellen Fernwärme-SMR erfolgen.

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USA: Medienberichte zum Klimathema sind auf dem Rückzug

Die Wiederwahl von Präsident Donald Trump brachte einen allgemeinen Wandel in der politischen Landschaft in Bezug auf Klima- und Energiefragen mit sich. Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) widerrief im Frühjahr 2025 offiziell die wissenschaftliche und rechtliche Grundlage für Klimaschutzregulierungen. Seitdem schließen große Medien ihre Klimaredaktionen, Unternehmen lockern die Ziele zur Emissionsreduktion, und Umfragen zeigen beständig, dass die Öffentlichkeit den Klimawandel niedrig auf ihrer Prioritätenliste einstuft.

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Was 80 % Strom aus Erneuerbaren bis 2030 bedeuten

Das bestehende Stromnetz kommt nach Betreiberaussagen häufiger an seine Belastungsgrenzen. Die Zahl der Redispatch-Eingriffe ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Ein wesentlicher Grund ist der bislang verzögerte Ausbau des Netzes, der dem Ausbau der Windenergie- und Solaranalgen nicht nachkommt. Nach Einschätzung der Netzbetreiber ist ein großflächiger Blackout sehr unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Nach dem geltenden deutschen Recht soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 mindestens 80 % des Bruttostromverbrauchs erreichen. Dieses Ziel ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) festgeschrieben.

Was bedeutet das für die Stromversorgung, die künftig – politisch gewollt – eine zentrale Bedeutung einnehmen soll, weil immer mehr Bereiche wie Verkehr (Elektroautos), Heizung (Wärmepumpen) und weitgehende Elektrifizierung (Ersatz für fossile Energieträger) in der Industrie mit Strom betrieben werden sollen?

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Deutsche Kernkraftwerke können wirtschaftlich und zeitnah reaktiviert werden

Am 19. Juni 2026 stellte Nukleria in einer Pressemitteilung den neuen Bericht »Wiederinbetriebnahme deutscher Kernkraftwerke – Wirtschaftliche Tragfähigkeit und Ausblick« der Radiant Energy Group [1] der deutschen Öffentlichkeit vor. Der Bericht entstand unter maßgeblicher Mitwirkung deutscher kerntechnischer Fachleute aus dem Umfeld von Nuklearia. Als Co-Autor und technischer Redakteur wirkte der stellvertretende Vorsitzende Noah Jakob Rettberg an seiner Erstellung mit. Die Analyse liefert erstmals eine umfassende wirtschaftliche und technische Bewertung der Reaktivierungsoptionen deutscher Kernkraftwerke.

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Eine realistische Berechnung der Stromerzeugungskosten aus Wind- und Solarenergie

Wind und Sonne wurden als preisgünstiger, vollwertiger Ersatz für grundlastfähige Kraftwerke verkauft, obwohl das technisch nie realistisch war. Gleichzeitig hat man die Kernkraft aufgegeben, die einzige CO2-arme Energiequelle mit hoher Energiedichte und verlässlicher Verfügbarkeit. Das Ergebnis ist sichtbar: Strompreise, die zu den höchsten der Welt gehören, eine schleichende Abwanderung energieintensiver Industrien, eine wachsende Abhängigkeit von Gas- und Stromimporten und eine sinkende energetische Resilienz.

Dr. Lars Schernikau hat auf seinem Blog [1] eine Kostenberechnung der Stromerzeugung eingestellt, die, und darauf kommt es kostenmäßig vor allem an, die Kosten der für den Ökostrom notwendigen Infrastruktur miteinschließt, was in öffentlichen Verlautbarungen zumeist unerwähnt bleibt.

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Energiewende: Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken

Unter diesen Titel erläutert Dr. Manfred Haferburg, ehemaliger Betriebsleiter des Kernkraftwerkes Greifswald, in seinem Vortrag fachkundig und sehr  anschaulich die bisherige Entwicklung der Energiewende, ihren bisherigen  Folgen und Kosten und beschreibt eindrucksvoll , was wir in Deutschland zu erwarten haben, wenn die Energiewende wie geplant zu Ende geführt. Kernpunkt seiner Ausführungen ist die Kernenergie, in die er auch die Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima mit Filmmaterial einschließt. 90 Minuten Aufklärung, die anzuhören und anzusehen sich lohnen:

https://www.ida-hd.de/energiewende-schrecken-ohne-ende-oder-ende-mit-schrecken/

 

Kernenergie: Offener Brief an Regierungsvertreterin und -vertreter

Am 25.06.2026 veröffentlichte Nukleria.de den vollständigen Wortlaut eines offenen Briefes einer Gruppe ehemaliger Leiter deutscher Kernkraftwerke und weiterer kerntechnischer Experten an Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche und den Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Jens Spahn:

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Hitzewelle in Mitteleuropa, Kühle in Nord- und Osteuropa

Seit Tagen herrscht in Mitteleuropa eine unerträgliche Hitzewelle. Die Temperaturen, die wir derzeit in Mitteleuropa erleben, sind aber nicht völlig beispiellos. Schon früher gab es außergewöhnliche Hitzesommer, insbesondere:

  • den Sommer 1947
  • den Sommer 1976
  • den Sommer 2003
  • die Jahre 201520182019 und 2022

Diese Jahre brachten in vielen Regionen Mitteleuropas ähnliche oder sogar lokal höhere Spitzenwerte als heute. Die Rekordtemperatur Deutschlands von 42,6 °C stammt beispielsweise aus dem Jahr 2019. Die aktuelle Hitzewelle bewegt sich also grundsätzlich in einem Bereich, der meteorologisch schon einmal erreicht wurde. Aber die Kombination aus sehr hohen Temperaturen, frühem Auftreten und der zunehmenden Häufigkeit solcher Ereignisse macht sie klimatologisch bemerkenswert.

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