Welche Rolle spielt ein riesiger natürlichen CO2-Speicher beim langfristigen CO2-Kreislauf der Erde?

Die Entdeckung eines riesigen natürlichen Kohlenstoffspeichers unter dem Südatlantik stellt die geringe Rolle des anthropogenen CO2 für den langfristigen Kohlenstoffkreislauf der Erde erneut in Frage. Sie zwinge zu einer Neuberechnung der Rolle der Ozeankruste im planetarischen Kohlenstoffbudget.

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Bundesrechnungshof kritisiert die Umsetzung der Wasserstoffstrategie

Im Bericht [1] vom 28.10.2025 hat der Bundesrechnungshof (BRH) die zukunftsgerichteten Aspekte der Umsetzung der Wasserstoffstrategie des Bundes einer Prüfung unterzogen, indem er die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes insgesamt bewertet und Empfehlungen für strukturelle Verbesserungen ausspricht.

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Windenergie-Paradoxon: „Warum mehr Windkraftanlagen nicht immer mehr Leistung bedeuten“

Im Kindesalter musste ich mir öfter die Mahnung meiner Eltern anhören: Junge merke dir, jedes Zuviel ist schädlich. Es war zwar die Warnung vor zu viel Süßigkeiten, aber die Lebenserfahrung lehrte, diese Warnung hat größere Reichweiten. So zum Beispiel auch der maßlose Ausbau der Windenergieanlagen, der unaufhörlich voranschreitet. Sie produzieren entweder zu wenig Strom oder zu viel. Sie sind unzuverlässig und daher unwirtschaftlich.

In einem Interview mit Merkur [1] erklärte Prof. Dr. Sigismund Kobe*) ein Phänomen, das er „Übergang zum Paradoxon erneuerbarer Energien“ nennt. Seine Warnung ist eindeutig: Mehr Windkraft ins Netz könnte bald abnehmende Erträge bringen – oder gar keine mehr.

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Relative Abnahme des Ökostroms trotz zunehmenden Anlagen-Ausbaus

Folgende drei grafische Darstellungen sollten den Ökostrom-Euphorikern in unserem Land zu denken geben sollte, wenn es bei der starken ideologischen Ausprägung noch möglich ist. Über das Ausmaß des Ausbaus von Windenergie- und Solaranlagen finden sich in den politischen Programmen keine Angaben. Als Ziel wurden mindestens 80 %, besser noch 100 %, Stromerzeugung mittels Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasser genannt. Die Bundesländer wurden aufgefordert, 2 % ihrer Landesfläche für die Aufstellung von Windenergieanlagen auszuweisen. Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte den Ausbau juristisch zum überragenden Interesse der Allgemeinheit erklärt und Einspruchsmöglichkeiten reduziert. Zum beschleunigten Ausbau wurden rechtliche Vorgaben erlassen, bis hin zu Einschränkungen der sonst üblichen Umweltschutzauflagen. Darunter auch das Abrücken von dem bisher gültigen Mindestabstand von Windenergieanlagen zur nächsten Besiedlung.

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Grüner Wasserstoff zur Stromerzeugung: Eine utopische Vorstellung

H2

„Grüner“ Wasserstoff (H2) ist der Wunschtraum der Bundesregierung für die CO2-freie Stromerzeugung. Er soll bei der intermittierenden Stromerzeugung durch Windenergie- und Solaranlagen für eine sichere Stromversorgung sorgen. Aber: Wasserstoff ist keine Primärenergie; er muss unter Nutzung von Primärenergie erst hergestellt werden.

Über 90% des Wasserstoffs wird heute über Steamreforming erzeugt, der eingesetzte Primärenergieträger ist meist Erdgas. Der auf diese Weise erzeugte Wasserstoff wird als „grauer“ Wasserstoff bezeichnet, da bei der Ausspaltung des Erdgases CO2 entsteht.

Die Wasserelektrolyse ist zwar eine zweite ausgereifte Herstellungstechnologie für die Wasserstofferzeugung, wurde aber wegen erheblicher Mehrkosten gegenüber dem Steamreforming deutlich weniger eingesetzt. Wird für den Betrieb der Elektrolyse Ökostrom verwendet, wird der entstehende Wasserstoff als „grün“ bezeichnet, da hierbei kein CO2 anfällt. Diese Technik wird von der Bundesregierung priorisiert.

Was aber bedeutet nun die politisch geforderte elektrolytische Herstellung des Wasserstoffs mittels mit „grünem“ Strom betriebenen Elektrolyseure für den Betrieb von mindestens 20 Gaskraftwerken?

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IAEO warnt vor internationalem nuklearen Wettrüsten

Verlautbarung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages Nr. 29/25 (16.12.2025):

 Anfang September dieses Jahres warnte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, vor einem internationalen nuklearen Wettrüsten, das vergleichbar sei mit jenem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich die Zahl der derzeit neun Atommächte bald auf 20-25 erhöhen könnte; es wäre dies eine „unberechenbare und gefährliche Welt“. Ohne dabei konkret zu werden, sagte er, dass es sich dabei um die sog. atomaren Schwellenländer in Asien und am Persischen Golf handeln könnte. So führt er weiter aus: 

Der Prozess der Entwaffnung oder zumindest der kontrollierten Reduzierung nuklearer Waffenbestände wurde ausgesetzt. Wer atomare Waffen besitzt, produziert nun mehr, China eingeschlossen. Zudem wird inzwischen unbekümmert von ‚taktischen Nuklearschlägen‘ gesprochen, was ein schlechtes Zeichen ist.“ 

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Wunschzettel

Weihnachten ist wieder die Zeit der Wunschzettel. Und so schrieb ich jüngst an das Christkind:

Liebes Christkind, Wünsche materieller Art habe ich keine, aber, wenn ich Dich doch um etwas bitten dürfte, das mir ganz besonders am Herzen liegt, dann gib denen, die wir gewählt haben, dass sie auch zu ihren Ankündigungen vor der Wahl stehen. Gib unseren Politikerinnen und Politikern Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit zurück, dass sie, wie sie es beeidet haben, das Wohl des ganzen Volkes mehren und nicht den eigenen Machterhalt und den ihrer Partei anstreben. Lass sie eine vertrauenswürdige Politik betreiben, die uns realistische Perspektiven gibt und nicht unsere Freiheit nimmt, unser Leben nach unseren Bedürfnissen und Wünschen zu gestalten. Gib ihnen die Fähigkeit, falsche Entscheidungen zu erkennen und den Mut, sie zu korrigieren. Sorge dafür, dass sie sich realistische, erfüllbare Ziele setzen und nicht Planwirtschaft und Netto-Null-Politik betreiben, die uns obendrein viel Geld kosten werden. Lehre sie, was Kohlenstoffdioxid tatsächlich am Klimawandel bewirkt. Schenk uns Politikerinnen und Politiker, zu denen wir aufblicken können und die für uns wirkliche Vorbilder sind.

Wenn diese Wünsche erfüllt würden, könnten wir dem neuen Jahr mit viel mehr Zuversicht entgegenblicken.

Aufgabe von australischen Offshore-Windenergie-Projekten

Laut Berichten verschiedener australischer Medien erklärte AGL Energy, sein 2,5 GW starkes Gippsland Skies Offshore-Windprojekt nicht fortzusetzen. Das Projekt befand sich noch in einer frühen Machbarkeitsfrage. Die Entscheidung wurde durch die sich weltweit verschlechternde Lage im Offshore-Windsektor beeinflusst. Näheres wurde nicht bekannt. Wie es hieß, werde sich AGL Energy auf Windenergie an Land, Batterien, Pumpwasserkraftwerke und Gasanlagenprojekte konzentrieren.

Das Projekt war eines von 11 Projekten in der Gippsland-Zone, denen von der Regierung des Landes eine Machbarkeitslizenz erteilt wurde.

Gippsland Skies ist nun das dritte Offshore-Windprojekt in Gippsland, das in diesem Jahr aufgegeben wurde. Im Oktober gab das deutsche Versorgungsunternehmen RWE seinen 2 GW Kent-Offshore-Windpark auf, während BlueFloat Energy sein 10-Milliarden-Dollar-Projekt Gippsland Dawn fallen ließ, obwohl es von der Regierung den Status eines Großprojekts erhielt.

Die Regierung von Victoria hat sich das Ziel gesetzt, bis 2032 mindestens 2 GW aus Offshore-Windenergie zu produzieren. Ein Bericht des Generalrechnungsprüfers des Bundesstaates im Parlament zeigte jedoch, dass ein solches Ziel höchst unwahrscheinlich wäre.

(vgl. auch deutsche Situation)

https://splash247.com/another-australian-offshore-wind-project-bites-the-dust-as-agl-walks-away/

https://www.abc.net.au/news/2025-12-05/third-victorian-offshore-wind-project-abandoned/106108856

Netto-Null und die Bedrohung der persönlichen Freiheit

In diesem Artikel [1] unterzieht der ehemalige konservative Abgeordnete und Minister Hon Steve Baker die Energiewende nebst Netto-Null-Ziel einer philosophischen Analyse. Er gewinnt die Erkenntnis, dass Netto-Null auf demselben zentralen Planungsmodell beruht, das im 20. Jahrhundert wiederholt versagt und konsequent zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenbrüchen geführt hat. Er argumentiert, dass dieses Versagen inhärent ist: Keine Gruppe von Beamten, so fähig sie auch sein mag, kann jemals über das nötige Wissen verfügen, um eine komplexe Gesellschaft zu führen, und Fortschritte in der Informationstechnologie ändern diese Realität nicht. Daher stellt die Durchsetzung von Netto-Null durch staatliche Leitung eine direkte und wachsende Bedrohung für die Freiheit der Menschen dar.

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Fehlentwicklungen der Energiewende

Eines der Ziele war die Verminderung der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen. Inzwischen liegen 28 Energiewende-Jahre hinter uns. In 1997 wurden in einem internationalen Klimaabkommen, dem Kyoto-Protokoll, erstmals verbindliche Reduktionsziele für Treibhausgase (wie CO2, Methan) für Industrieländer festgelegt, um den Klimawandel zu bekämpfen. In 2005 trat das Abkommen in Kraft. Es hatte zwei Verpflichtungsperioden: bis 20212, dann 2013 – 2020. Es wurde schließlich vom Pariser Abkommen in 2015 abgelöst, das in 2021 in Kraft trat. Es führte Mechanismen wie Emissionshandel und „Clean Development Mechanism“ (CDM) ein, um die Ziele zu erreichen. Dieses Abkommen scheiterte an der Nicht-Ratifizierung durch die USA und an mangelnder Wirksamkeit.

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