Privacy Policy Dr. Klaus Tägder, Autor auf AG E+U - Die Realisten

Das Atom machte Schweden zu einem Klimahelden

Mit diesem Titel schrieben Agneta Rising und John Lindberg für World Nuclear News den folgenden Artikel, der am 13.1.2020 veröffentlicht wurde.

Die stabile Stromerzeugung ist einer der Eckpfeiler sowohl für die Lebensqualität wie für die Industrie. Die Kernenergie versorgt seit vielen Jahren schwedische Haushalte und Unternehmen mit billigem, nachhaltigem und zuverlässigem Strom und subventioniert alternative Stromquellen durch Sonderabgaben.

Weltweit erzeugt die Kernenergie aus ganzheitlicher Sicht den wirtschaftlichsten und wettbewerbsfähigsten Strom – niedrige Betriebskosten, niedrigste Emissionen und nur sehr wenig Abfall im Vergleich zur erzeugten Strommenge. Bei den kohlendioxidarmen Stromerzeugern hat die Kernenergie nicht nur die geringsten Systemkosten, sondern stabilisiert auch das gesamte Netz und verteidigt uns gegen die Unbeständigkeit des Wetters. Dies wurde durch die Modellierung von zwei der weltweit führenden Organisationen auf diesem Gebiet bestätigt – der Internationalen Energieagentur (IEA) und der OECD-Nuklearenergieagentur.

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Weiter steigende Stromkosten

Die Deutsche Presseagentur vermeldete vor wenigen Tagen, im Jahr 2020 werde für Millionen Haushalte in Deutschland der Strom teurer, durchschnittlich sechs Prozent. Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh müsse mit Mehrkosten von durchschnittlich 71 Euro pro Jahr rechnen. Damit sei die Welle der Preiserhöhung wohl noch nicht zu Ende, im weiteren Jahresverlauf müsse mit weiteren Erhöhungen gerechnet werden. 

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10-Jahresbilanz des Energiekonzeptes 2010

 

Vor rund 10 Jahren verabschiedete die Bundesregierung ihr Energiekonzept 2010.  In der Einleitung des Konzeptes [1] heißt es recht vollmundig:

„Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es wird dabei vor allem um die Umsetzung eines zentralen politischen Ziels für unser Energiesystem der Zukunft gehen: Deutschland soll in Zukunft bei wettbewerbsfähigen Energiepreisen und hohem Wohlstandsniveau eine der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt werden. Ein hohes Maß an Versorgungssicherheit, ein wirksamer Klima­ und Umweltschutz sowie eine wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung sind zugleich zentrale Voraussetzungen, dass Deutschland auch langfristig ein wettbewerbsfähiger Industriestandort bleibt.“

Wenn es um das Energiekonzept 2010 geht, fallen bei den Zielen häufig die Worte „ambitioniert“ und „ehrgeizig“. Sind das Hinweise darauf, dass die Energiewende nicht einfach zu bewerkstelligen ist? Kritische Betrachtungen zum Energiekonzept wurden bereits in der Vergangenheit hier, hier und hier angestellt. Was wurde bisher erreicht beziehungsweise verfehlt?

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EU bestätigt erneut die Rolle der Kernenergie beim Klimaschutz

 

Das Europäische Parlament verabschiedete am 28. November 2019 mit 430 Stimmen zu 190 Gegenstimmen und 34 Enthaltungen die Entschließung zur COP25 in Madrid, die das Ziel einer 55% CO2– Emissionsreduzierung bis 2030 enthält, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 erreichen zu können.

In der Entschließung heißt es, dass das Europäische Parlament “der Ansicht ist, dass Kernenergie eine Rolle bei der Erreichung der Klimaziele spielen kann, da sie keine Treibhausgase emittiert und auch einen erheblichen Anteil der Stromerzeugung in Europa sicherstellen kann Diese Energie erfordert eine mittel- und langfristige Strategie, die den technologischen Fortschritten Rechnung trägt und auf die Verbesserung der Nachhaltigkeit des gesamten Sektors abzielt. “

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Klimapolitik und Energiewende ruinieren Natur und Wirtschaft

 

In einer Zeitschrift [1] sprang ein hervorgehobener Text ins Auge.

„Die einzige Möglichkeit, klimaradikal Kohlendioxid einzusparen, wäre es, Gesellschaften gründlich zu verarmen. Noch nie versuchte ein Land wie Deutschland mit einer solchen Entschlossenheit, die Wurzeln seines Wohlstandes zu kappen“.

Diese Entwicklung beginnt in der Kanzlerschaft von Angela Merkel, die in der Zeit als CDU-Vorsitzende und Oppositionsführerin in einem VDE Dialog im November/Dezember 2003 die Regierung mit den Worten kritisierte:

„Die Regierung aber setzt alles daran, ganze Märkte ins Ausland zu verdrängen. Ob Pharma-Industrie, Genforschung oder Kernenergie – viele Zukunftsbranchen werden aus Deutschland vergrault. Ich frage mich ernsthaft, womit sollen wir in Deutschland künftig unser Geld verdienen? Vielleicht allein mit unrentabler Windenergie?“

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Deutsche Energiewende ein “Desaster”

Zu diesem Urteil gelangt das IER, eine in Washington DC ansässige gemeinnützige Organisation, die Untersuchungen und Analysen zu den Funktionen, Abläufen und zur staatlichen Regulierung der globalen Energiemärkte durchführt. Die Energiewende führe zu einer unsicheren Energieversorgung und beeinträchtige die Wirtschaft des Landes. Der nachfolgende Artikel wurde vom NuklearForum Schweiz veröffentlicht*).

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Kernkraft, eine tragende Säule der Schweizer Stromversorgung

Die tragenden Säulen der Schweizer Stromversorgung sind mit 55 % die Wasserkraft und die Kernenergie mit 40 %. Die neue regenerative Energie liegt aktuell bei rund 2 %, davon entfällt der Hauptteil mit 1,5 % auf die Stromgewinnung aus Abfallverbrennung. Biomasse, Wind- und Solarenergie decken 0,5 % des Strombedarfs [1]. Nach eigenem Bekunden drohe mittelfristig eine Stromlücke, da um 2022 herum der Ersatz der Kernkraftwerke Mühleberg und Beznau 1und 2 anstünde.

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Deutsche Klimaschutzpolitik eine Sache von Glaube und Hoffnung

Wissen und Fakten sind offenbar unerheblich

Eine zeitlose Erkenntnis von Mark Twain besagt:

„Es ist viel einfacher, Menschen zu täuschen, als sie davon zu überzeugen, dass sie getäuscht wurden“.

Die dunklen Tage am Jahresende sind die Zeit, in der gern Märchen erzählt werden, nicht nur den Kindern.  Die Bundesregierung muss laut Bundesfinanzminister Olaf Scholz jetzt einen großen und überzeugenden Schritt für den Klimaschutz gehen. „Die Politik hat jetzt die Verantwortung, den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 massiv zu senken und bis 2050 komplett zu beenden“, verheißt er auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums [1]. Die CO2-Emissionen müssten überall in der Welt zurückgehen, nun müsse aber Deutschland vorangehen: „Weil wir die wirtschaftlichen Möglichkeiten dazu haben, die Ingenieurinnen und Ingenieure — und den klaren politischen Willen.“

„Konkret müssen wir den Umbau unserer Stromversorgung kraftvoll vorantreiben. In den nächsten drei Jahren (2022) steigen wir aus der Atomkraft aus, bis 2038 aus der Kohleverstromung. Damit verzichten wir auf einen nicht unerheblichen Teil unserer bisherigen Stromquellen. Die wichtigste Aufgabe ist jetzt aber der Netzausbau. Wir brauchen jetzt ein Netz, das den Strom vieler dezentraler Erzeugungsanlagen an die vielen dezentralen Verbraucher verteilt.“ Verheißungsvolle Worte.

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CO2: Über welche Mengen reden wir eigentlich?

 

Es vergeht kaum noch ein Tag, an dem nicht das Kohlenstoffdioxid (CO2) in den Medien und in der Politik thematisiert wird. Obwohl dieses Gas für das Leben auf der Erde eine entscheidende Voraussetzung ist, wird der vom Menschen verursachte CO2-Anteil unbegreiflicherweise als Schadstoff eingestuft und für den Klimawandel verantwortlich gemacht. Selbstverständlich gibt es zwischen dem natürlichen und dem vom Menschen verursachten Kohlenstoffdioxid in chemischer oder physikalischer Hinsicht keinen Unterschied.

Die Ansichten über die Wirkung des Kohlenstoffdioxids auf die Klimaentwicklung sind (leider) auch unter Wissenschaftlern extrem unterschiedlich. Die AGEU hat wiederholt über die Kontroverse berichtet. In den letzten Jahren mehren sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die dem CO2 nur einen marginalen Einfluss auf das Klima zubilligen.

Gleichwohl hat sich die globale Gemeinschaft der Klimaschützer (dass der Begriff unsinnig ist, da Klima eine statistische Größe ist und sich nicht schützen lässt, sei nur am Rande erwähnt) sich die Reduktion des CO2 zum Ziel gesetzt. Über welche Mengen, genauer welche Mengenverhältnisse, geht es eigentlich dabei?

In der Erdatmosphäre ist CO2 mit einem Anteil von etwa 0,04 % vertreten, oder in parts-per-million ausgedrückt: 400 ppm.  Etwa 97 % hiervon haben einen natürlichen Ursprung und die restlichen 3 % werden vom Menschen verursacht. Somit beträgt der vom Menschen verursachte Anteil am Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre 0,0012 %.

Die folgende Abbildung verdeutlicht das Mengenverhältnis von natürlichen CO2-Emissionen und dem menschlichen Beitrag.

Deutschland will vorbildlich erscheinen und hat sich verpflichtet, die Emissionen bis 2030 um 55 % gegenüber dem Stand von 1990 zu vermindern. Durch die weltweite Nutzung von Kohlekraftwerken und deren weiteren Ausbau fällt der deutsche Reduktionsanteil mengenmäßig nicht ins Gewicht und bleibt für den angestrebten Klimaschutz nahezu unbedeutend, wie aus der folgenden Abbildung ersichtlich ist.

Deutschlands Beitrag zur CO2-Verminderung ist in Beziehung zu setzen zu den riesigen Kosten, die die Energiewendepolitik verursacht und auf sämtliche Stromverbraucher umgelegt wird und die wir durch gewaltige Veränderungen in der Wirtschaft und der Verkehrspolitik zu spüren bekommen. Die Verhältnismäßigkeit von Kosten und Nutzen möge der Leser für sich entscheiden.

Wem die Zahlenangaben zu abstrakt sind und es gern anschaulicher hätte, der schaue sich dieses Video an:

Dem mir nicht bekannten Produzenten sei gedankt.

Strom aus der Steckdose ist nicht selbstverständlich

Die Bundesregierung hatte sich im Energiekonzept 2010 zum Ziel gesetzt, den Stromverbrauch bis zum Jahr 2020 um 10 % gegenüber 2008 zu senken. Um dies zu erreichen, wurde für den Strombereich eine deutliche Effizienzsteigerung vorausgesetzt. Wenn es in Teilen auch eine Effizienzsteigerung gegeben hat, so wurde sie durch höhere Stromnachfrage kompensiert. Der Stromverbrauch in Deutschland ist nämlich seit Beginn der 1990er Jahre im Trend gestiegen. Ist eine Senkung realistisch? Wohl kaum.

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