Privacy Policy Umwelt Archive - Seite 12 von 13 - AG E+U - Die Realisten

VW-Abgasskandal

Leserbrief

erschienen in der Bonner Rundschau am 11. Januar 2016
und im Bonner Generalanzeiger am 16. Januar 2016

Ein Weltkonzern hat in den USA gegen Abgasvorschriften verstoßen – das ist und war nicht in Ordnung
Betrachtet man die Sache aber realistisch, so muss man schnell erkennen, dass dahinter ein „Wirtschaftskrieg“ steht.
Hier die Fakten:
– Beide Meldungen der US-Umweltbehörde kamen unmittelbar vor 2 großen Automessen .
– Es geht den US-Behörden mehr gegen die Dieseltechnologie: Ein moderner TDI-Dieselmotor verbraucht weniger Kraftstoff als ein vergleichbarer Benzinmotor. Die USA verwenden aber vorzugsweise Benzinmotoren.
– Es werden in den USA immer noch großvolumige Motoren verwendet mit einem hohen Spritverbrauch. Diese Fahrzeuge stoßen bei gleicher Fahrleistung immer noch mehr Schadstoffe aus, als ein „manipulierter“ Dieselmotor von VW, AUDI oder Porsche.
– Strittig ist, ob CO2 aus dem Auspuff eines Kraftfahrzeuges tatsächlich ein Klimakiller ist. Obamas Demokraten glauben das, die oppositionellen Republikaner sind anderer Meinung.

Im Übrigen sind die amerikanischen Verhältnisse und Messungen nicht auf Europa übertragbar – in Europa gibt es eine sog. Prüfstandserkennung, weil Messungen während der Fahrt unterschiedliche Ergebnisse bringen würden (z.B. Winter, Sommer, Regen, unterschiedliche Straßenverhältnis-se, usw. ).Bevor nun Politiker wie Verkehrsminister Dobrindt nach ‚Überprüfung‘ schreien oder gar Betriebserlaubnisse des KBA in Frage stellen sollte das diskutiert werden, was schon seit 1992 Gesetz ist. Verbesserungen sind immer möglich.
Desweiteren richtet sich die europäische Festlegung von CO2-Werten gegen die deutsche Autoindustrie. In Deutschland werden überwiegend sog. ‚Premiumfahrzeuge‘ hergestellt (kleine Fahrzeuge kommen billiger aus Südkorea oder China) und diese Fahrzeuge verbrauchen halt mehr Kraftstoff und haben es schwer, die immer strenger werdenden Abgaswerte einzuhalten. Aufwendige Motortechniken sind erforderlich und die führen letztendlich auch zur Leistungsminderung und somit zu mehr Kraftstoffverbrauch. Ob das der richtige Weg ist, möchte ich bezweifeln!!

Klaus Ridder, Siegburg

Energiepolitisches Manifest 2.1

Argumente für die Beendigung der Energiewende

Von Günter Keil – mit Beiträgen von Frank Endres, Harald Klinkert,
Michael Limburg, Burkard Reimer und Hans Stirnberg

Im Februar 2014 erschien das erste „Energiepolitische Manifest“ der Autoren G. Keil, M. Limburg und B. Reimer, das eine Abrechnung mit der deutschen Energiepolitik darstellte. Es wurde im Internet publiziert, auch als Broschüre gedruckt und fand ein starkes Echo, weil es den zahllosen Bürgern, die von sich aus die Sinnlosigkeit des deutschen Sonderweges und dessen negative Folgen für alle erkannten, eine umfangreiche Anzahl von Sachargumenten und verständlichen Erklärungen zu diesem nicht einfachen Gebiet bot.
Nicht alle der wichtigen Teilaspekte konnten damals behandelt werden und inzwischen ist über ein Jahr vergangen, in dem die deutsche Politik auf ihrem verhängnisvollen Weg unbeirrt weiter gegangen ist. Die angerichteten Schäden nehmen in ihrem Umfang dramatisch zu und immer neue Schädigungen von Mensch und Umwelt werden offenkundig – von den wirtschaftlichen Schäden ganz zu schweigen. Auch wurden die ursprünglichen Ziele – insbesondere der sogenannte Klimaschutz – weit verfehlt. Aber unbeirrt setzt die Regierung – immer unterstützt von den Medien – ihre ideologische und marktfeindliche Politik fort. Zwar hat der Widerstand z.B. seitens der Gewerkschaften deutlich zugenommen, aber noch wagt man es nicht, das unvermeidliche Scheitern der Energiewende einzugestehen.
Zeit also, eine thematisch wesentlich umfangreichere Fortsetzung des Manifests zu schreiben, in dem zu den behandelten Themen und Argumenten viele nutzbare Details dargeboten werden, wozu auch eine umfangreiche Liste an Informationsquellen für eigene weiterführende Recherchen im Web gehört.
Die Energiewende war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wir möchten diesen Prozess beschleunigen.

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Energiepolitischer Appell

Zurück zu einer vernünftigen Energiepolitik

Als ein Ergebnis des letzten G7 Gipfeltreffens in Schloss Elmau im Juni 2015 verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass auf der kommenden Klimakonferenz in Paris ein international verbindlicher Beschluss zur totalen Dekarbonisierung der Energiewirtschaft bis 2070 durchgesetzt werden soll.

Dekarbonisierung bedeutet den vollständigen Verzicht auf die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas. Deutschland, das keine Kernenergienutzung will, muss daher seine komplette Energieversorgung ausschließlich durch die Nutzung von Sonne, Wind, Wasserkraft und Biogas sicherstellen.

Da die Solarenergie im Winterhalbjahr keinen nennenswerten Beitrag liefert, muss auch deren Anteil durch Windenergie abgedeckt werden. Laut Bundesverband Windenergie (BWE) waren 2014 in Deutschland ca. 25.000 Windkraftanlagen (WKA) installiert, die etwa 9% der deutschen Bruttostromerzeugung von 614 Mrd. KWh lieferten. Die durchschnittliche Nennleistung der 2014 neu installierten Anlagen betrug ca. 2.700 kW pro WKA. Unter den Voraussetzungen, dass die Windernergie fossile Energieträger mit einem Anteil von rund 53%, Kernenergie mit rund 16%, Solarenergie mit rund 6%, also insgesamt ca. 75% der gesamten derzeitigen Stromerzeugung ersetzen soll, müssen über 200.000(!) Anlagen der aktuellen Leistungsklasse zusätzlich bereitgestellt werden.

Die der deutschen Bevölkerung aufgebürdeten Kosten überschreiten unter Berücksichtigung der aus dem EEG resultierenden Verbindlichkeiten bereits jetzt schon 400 Mrd. EUR und werden durch diese Maßnahme um weitere 400 Mrd. EUR ansteigen. Schon im Jahr 2013 wurden von Umweltminister Altmaier die Kosten der sogenannten Energiewende auf 1 Billion EUR geschätzt.

WKA haben einen großen Flächenbedarf. Allein für die Erschließung benötigt eine WKA durchschnittlich 1 ha (10.000 m²) Fläche. Um eine hohe Leistungsausbeute bei Windparks zu gewährleisten, wird sogar eine Fläche von 32 ha pro WKA benötigt. Der Flächenbedarf aller neu erforderlichen Anlagen beläuft sich auf ca. 64.000 km². Das sind rund 18% der Fläche der Bundesrepublik. Das deutsche Landschaftsbild wird flächendeckend von den Rotoren der WKA geprägt werden!

Aufgrund der unsteten Verfügbarkeit von Wind und Sonne müssen ausreichend Stromspeicherkapazitäten vorgehalten werden. Die aktuell vorhandenen 30 Pumpspeicherwerke in Deutschland haben eine Kapazität von weniger als 3% des Stromtagesbedarfs. Für eine halbwegs grundlastfähige Versorgung müssten mindestens 1.000 derartiger Speicher verfügbar sein.
Das ist weder geographisch/geologisch noch bautechnisch zeitlich durchführbar und auch finanziell nicht möglich.

Die Notwendigkeit zur Dekarbonisierung wird mit dem vom Menschen verursachten CO₂-Anteil in der Atmosphäre begründet, der nach “Erkenntnissen” des sogenannten Weltklimarates (IPCC) die Ursache für die Klimaveränderung auf der Erde ist. Er hat aber bisher keinen Beweis dafür vorlegen können, der den in der Naturwissenschaft üblichen Anforderungen genügt. Es gibt nur Thesen und fragwürdige Computersimulationen, die die zukünftige Entwicklung des Weltklimas vorausberechnen, aber bei der Verifizierung von gemessenen Werten der Vergangenheit und Gegenwart versagen. CO₂ hat keinen signifikant nachweisbaren Einfluss auf das Klima.

Der totale Verzicht auf Kohlekraftwerke bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kernenergie stellt ein Kapitalvernichtungsprogramm von geradezu astronomischem Ausmaß dar, das in einem Industrie­land wie Deutschland zu einer unvorstellbaren wirtschaftlichen und sozialen Katastrophe führen wird. Bezahlbare und verfügbare Energie ist eine wirtschaftliche Voraussetzung unserer Industriegesellschaft, und ihr wirtschaftlicher Erfolg ermöglicht unseren Sozialstaat.

  •   Die Unterzeichner appellieren daher an alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in Deutschland,
  •             •  die gravierenden Folgen der Dekarbonisierung in ihrer vollen Tragweite zu bedenken,
  •             •  auf den Weg einer vernünftigen Energiepolitik zurückzukehren statt Planwirtschaft zu betreiben
  •             •  und die rechtlich und technisch erforderlichen Schritte zur Umkehr einzuleiten.

Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt NRW    http://www.ageu-die-realisten.com    November 2015

341 Unterzeichner bis heute

Wollen Sie den oben stehenden “Energiepolitischen Appell” der AGEU unterzeichnen?

Hier mit Mausklick zum Unterzeichnen

 

Der Flächenbedarf von Stromerzeugungsanlagen

Von Günter Keil

Die verschiedenen Techniken der Stromerzeugung beanspruchen auch außerordentlich unterschiedliche Flächen – Kraftwerks-Areale, Windparks, Biomasseanbau für eine Stromerzeugung usw. . Will man sie vergleichen, dann muss man einen Vergleichsmaßstab wählen, der aussagekräftige Ergebnisse ermöglicht.

Dieser Vergleichsmaßstab kann nur die Strommenge (in kWh, MWh etc. gemessen) sein, die eine Flächeneinheit der betr. Technik (in m2 oder auch Hektar gemessen) in einem Jahr erzeugt. In der unten gezeigten Tabelle sind die Ergebnisse der Berechnungen für konventionelle Kraftwerke und für die sog. erneuerbaren Energien zusammengestellt.

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CO₂-Minderung in Deutschland: Wirkungslos und extrem teuer

Die Bundesregierung hat sich zum Schutz des Klimas das Ziel gesetzt, die Kohlendioxid (CO2) –Emission bis 2020 um 40 Prozent gegenüber der Emission in 1990 zu senken. Zusätzlich sollen von den 300 Millionen Tonnen CO2, die von den Fossil-Kraftwerken in 2020 emittiert werden, 22 Millionen Tonnen eingespart werden.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel führte vor dem Deutschen Bundestag am 26.03.2015 zur Debatte um CO2-Reduktion und Kraft-Wärme-Kopplung unter anderem aus:

 

„Wenn man darauf verweist, wie viel CO2 China binnen weniger Tage emittiert, dann steckt dahinter doch immer die Idee, dass unser eigener Beitrag nicht so wichtig ist. Der Beitrag Europas und Deutschlands zum Klimaschutz bemisst sich nicht daran, ob wir 35, 38 oder 41 Prozent mindern, sondern daran, dass ein hoch industrialisiertes Land zeigt, dass ambitionierter Klimaschutz möglich ist und dass dabei die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung nicht gefährdet, sondern ausgebaut wird. Wenn wir Deutsche das nicht machen, wenn wir das als Europäer nicht tun und die Ziele des Klimaschutzes zurück nehmen aus Angst, wir könnten es nicht bezahlen, dann können Sie sicher sein, dass aus den Schwellen- und Entwicklungsländern uns niemand folgen wird, und dann ist der Internationale Klimaschutz im Eimer.“

 

Diese Ausführungen gehen von der (nicht belegbaren) Annahme aus, dass das vom Menschen verursachte CO2 einen Treibhauseffekt und dadurch einen Klimawandel auslöst und folglich das Klima durch CO2-Reduktionen geschützt werden muss. Man beschwört den anthropogenen Klimawandel und schafft sich dadurch eine selbst erfüllende Prophezeiung.

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Vatikanklima

[Die Auswirkungen des anthropogenen CO₂ auf das Weltklima werden hier mit päpstlicher Lehrautorität (und unter Assistenz von Prof. Schellnhuber) endgültig geklärt.]

Klimakapitel aus der Enzyklika LAUDATO SI’
von PAPST FRANZISKUS

ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS

1. “Laudato si’, mi’ Signore – Gelobt seist du, mein Herr”, sang der heilige Franziskus von Assisi. In diesem schönen Lobgesang erinnerte er uns daran, dass unser gemeinsames Haus wie eine Schwester ist, mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter, die uns in ihre Arme schließt: “Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.”[1]
. . .

Das Klima als gemeinsames Gut
23. Das Klima ist ein gemeinschaftliches Gut von allen und für alle. Es ist auf globaler Ebene ein kompliziertes System, das mit vielen wesentlichen Bedingungen für das menschliche Leben verbunden ist. Es besteht eine sehr starke wissenschaftliche Übereinstimmung darüber, dass wir uns in einer besorgniserregenden Erwärmung des Klimasystems befinden. In den letzten Jahrzehnten war diese Erwärmung von dem ständigen Anstieg des Meeresspiegels begleitet, und außerdem dürfte es schwierig sein, sie nicht mit der Zunahme extremer meteorologischer Ereignisse in Verbindung zu bringen, abgesehen davon, dass man nicht jedem besonderen Phänomen eine wissenschaftlich bestimmbare Ursache zuschreiben kann. Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung oder zumindest die menschlichen Ursachen, die sie hervorrufen und verschärfen, zu bekämpfen. Es stimmt, dass es noch andere Faktoren gibt (z. B. der Vulkanismus, die Änderungen der Erdumlaufbahn und der Erdrotationsachse, der Solarzyklus), doch zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, dass der größte Teil der globalen Erwärmung der letzten Jahrzehnte auf die starke Konzentration von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxide und andere) zurückzuführen ist, die vor allem aufgrund des menschlichen Handelns ausgestoßen werden. [Fettdruck durch den Administrator der HP] Wenn sie sich in der Atmosphäre intensivieren, verhindern sie, dass die von der Erde reflektierte Wärme der Sonnenstrahlen sich im Weltraum verliert. Das wird besonders durch das Entwicklungsmodell gesteigert, das auf dem intensiven Gebrauch fossiler Kraftstoffe basiert, auf den das weltweite Energiesystem ausgerichtet ist. Auch die zunehmende Praxis einer veränderten Bodennutzung hat sich ausgewirkt, hauptsächlich die Abholzung der Wälder zugunsten der Landwirtschaft.

24. Die Erwärmung beeinflusst ihrerseits den Kohlenstoffkreislauf. Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der die Situation weiter verschärft und der die Verfügbarkeit unerlässlicher Ressourcen wie das Trinkwasser, die Energie und die Agrarproduktion in den heißesten Zonen beeinträchtigen und das Aussterben eines Teils der biologischen Vielfalt des Planeten verursachen wird. Durch das Schmelzen des Polareises und der Hochgebirgsflächen droht eine sehr gefährliche Freisetzung von Methangas, und die Verwesung der tiefgefrorenen organischen Stoffe könnte die Ausströmung von Kohlendioxid noch weiter erhöhen. Das Verschwinden der tropischen Urwälder verschlechtert seinerseits die Lage, denn sie helfen ja, den Klimawandel abzuschwächen. Die durch das Kohlendioxid verursachte Verschmutzung erhöht den Säuregehalt der Ozeane und gefährdet die marine Nahrungskette. Wenn die augenblickliche Tendenz anhält, könnte dieses Jahrhundert Zeuge nie dagewesener klimatischer Veränderungen und einer beispiellosen Zerstörung der Ökosysteme werden, mit schweren Folgen für uns alle. Der Anstieg des Meeresspiegels, zum Beispiel, kann Situationen von äußerstem Ernst schaffen, wenn man bedenkt, dass ein Viertel der Weltbevölkerung unmittelbar oder sehr nahe am Meer lebt und der größte Teil der Megastädte sich in Küstengebieten befindet.

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Kritische Bemerkungen zur Klima- und Energiepolitik

und zum anthropogenen CO₂

Dr. agr. Rainer Six, Dipl.-Physiker Heinz Georg Schlöder
Juni 2015

Eine erfolgreiche Regierungspolitik zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass im Volk ein ungestörtes Sicherheitsgefühl und eine breite Zufriedenheit mit den täglich erfahrenen Lebensbedingungen geschaffen und erhalten wird.
Solange “Brot und Spiele” für alle – am besten kostenlos – von der Regierung garantiert werden, ist Ruhe im Staat. Eine Indoktrination, Gängelung und der Druck einer propagierten staatlichen Einheitsmeinung und die Einengung der persönlichen Freiheit werden von der Masse nur solange hingenommen – allerdings nur so lange, wie der Wohlfahrtsstaat funktioniert. Mit einer ständig wachsenden Flut von Vorschriften, Verordnungen, Geboten und Verboten wird der Bürger immer mehr entmündigt. Eigenentscheidungen und die Verantwortung für sein Leben darf er stetig und in zunehmendem Maße an den Staat abgeben. Dafür verlangt er als allfürsorglicher Vater vollstes Vertrauen in seine oft nicht rational nachvollziehbaren Grundsatzentscheidungen, die schicksalhaft hinzunehmen und denen mit der eingeforderten Folgsamkeit nachzukommen sind.
Eine politisch verordnete Sichtweise ersetzt das persönliche Nachdenken und das kritische Hinterfragen. Letztendlich soll der Bürger seines eigenständigen Denkens entwöhnt und stattdesse dran gewöhnt werden, die Verlautbarungen der Regierenden und der herrschenden Eliten alternativlos als Wahrheiten zu akzeptieren. Ist dieser Zustand erreicht, dann können auch aus einer Ideologie entsprungene Thesen, die keiner wissenschaftlichen Begründung standhalten, von den Regierenden als politische Ziele propagiert durchgesetzt werden. Sind die Konsequenzen, z. B. die der sogenannten Energiewende oder der Bekämpfung des “Weltkimawandels”, für jeden Bürger zunächst nur finanziell unmittelbar unangenehm erlebbar, dann soll er die Belastungen gern und solidarisch auf sich nehmen, weil er dadurch seinen Beitrag zur Rettung der Erde leistet.
Dass es hier aber eben nicht (mehr) um Umweltschutz geht, sondern um harte Wirtschaftspolitik, hat Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, mit bemerkenswerter Offenheit in der NZZ vom 14.11.2010 öffentlich zugegeben. “Die Klimapolitik hat nichts mehr mit Umweltschutz zu tun. Da geht es um harte Wirtschaftspolitik. Klar gesagt: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um.” In diesem Zusammenhang spricht er auch von “industrieller Transformation”, “Dekarbonisierung der Wirtschaft” sowie generell vom “gesellschaftlichen Umbau”. Das ist dann nichts anderes als sozialistische Planwirtschaft unter dem Deckmantel des “Klimaschutzes”.

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Kohlenstoffdioxid (CO₂) – Eine Bestandsaufnahme

Dr. agr. Rainer Six

Kein anderes chemisches Element steht so im Fokus der Öffentlichkeit wie der Kohlenstoff (C), der bei Verbrennung das angeblich “klimaschädliche“ Kohlenstoffdioxid (CO₂) entstehen lässt. Diese Bestandsaufnahme soll veranschaulichen, in welchen Mengen Kohlenstoff bzw. Kohlenstoffdioxid vorhanden ist, wie es entsteht und welche Austausch,- Freisetzungs- und Fixierungsprozesse stattfinden.
Die durch alle menschlichen Aktivitäten direkt (durch Verbrennung fossiler Energieträger) oder indirekt (durch technische und chemische Prozesse) freigesetzten CO₂- Emissionen betragen, wie auch das Bundesumweltamt bestätigt, weniger als 3% der globalen Gesamtmenge. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass 97% des CO₂ nicht durch Menschen verursacht wurden, sondern natürlichen Ursprungs sind und somit auch nicht in ihrer “klimaschädlichen“ Wirkung vom Menschen beeinflusst werden können.
Da die Mengenangaben mehr oder weniger kalkulatorisch sind und im Vergleich zueinander um mehrere Zehnerpotenzen divergieren, ist es zur Beurteilung der globalen Zusammenhänge ausreichend, die Zahlen auf wenige signifikante Stellen zu runden. Die jährlichen CO₂-Emissionen einzelner Länder liegen im 108 Tonnen-Bereich, die gesamten anthropogenen Emissionen im 1010 Tonnen-Bereich und die globalen Gesamtemissionen im 1011 Tonnen-Bereich.

CO2-Anthropogen_Six

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CO2-Emissionen

LB__Keil_280415Leserbrief von Dr. Günter Keil vom 28.4.2015 an den Generalanzeiger Bonn
Es geht allein um  Gesichtswahrung

(Gabriels Plan zur Abschaltung von Braunkohlekraftwerken)

Am Sonnabend demonstrierten die Gewerkschaften Verdi und IGBCE mit Arbeitern aus den deutschen Braunkohlerevieren gegen Gabriels Pläne, die auf eine Stilllegung von Kraftwerken und letztlich auch auf das Ende der Braunkohle-Verstromung in Deutschland hinauslaufen würden.         Die Begründung von Sigmar Gabriel für diesen Schritt, der in der Tat Zehntausende von Jobs vernichten würde, ist die Einhaltung einer Ankündigung der Kanzlerin, bis 2020 die CO2-Emissionen um 40% zu verringern, was sich inzwischen als eine leichtfertige und nicht einzuhaltende Angeberei herausgestellt hat. Frau Merkel hätte sich dem EU-Ziel, dieses Ergebnis bis 2030 zu schaffen, anschließen können, aber sie musste ja unbedingt Deutschland als unübertreffbares Vorbild herausstellen, das dieses Ziel 10 Jahre früher erreicht. Jetzt, vor dem baldigen Gipfeltreffen in Elmau, wissen alle, dass sie den Mund zu voll genommen hat. Es geht hier allein um ihre persönliche Gesichtswahrung, auch wenn damit ein Teil unserer Energieindustrie zerstört wird. Alle Politiker wissen, dass alle nationalen Sonderleistungen in der CO2-Einsparung in Europa völlig unwirksam und damit sinnlos sind. Weil das europäische ETS-System des Emissionshandels mit seinem Mengen-Deckel dafür sorgt, dass jede Tonne CO2, die ein EU-Land zusätzlich spart, durch den Ankauf der dann frei gewordenen, recht billigen Emissionszertifikate z.B. durch Polen oder Tschechien in dortigen Kohlenkraftwerken zusätzlich emittiert werden darf. Das bedeutet, dass alle zusätzlichen, teuren und nun auch Arbeitsplätze vernichtenden CO2-Einsparungen in Deutschland die Emissionen Europas nicht um eine einzige Tonne vermindern. In mehreren Gutachten ist diese Tatsache der Regierung bescheinigt worden; zuletzt sogar vom Weltklimarat IPCC selbst, der in seinem letzten 2014er Bericht Deutschland die völlige Unwirksamkeit seiner nationalen Extramaßnahmen bescheinigte. Es geht also bei dem Braunkohle-Streit tatsächlich gar nicht um den Klimaschutz. Es geht allein um das Vermeiden einer verdienten Blamage für Frau Merkel. Koste es was es wolle.

Dr.-Ing. Günter Keil , Sankt Augustin

Für eine Entwarnung ist es noch zu früh

Veröffentlicht in NOVO 8.6.2010

Vorbemerkung:

So lange wir Medien haben, die nach dem alten journalistischen Prinzip „Bad news is good news“ ihre Nachrichten auswählen, wird dieses Thema unsterblich bleiben. Darunter leidet besonders die Wissenschaft, die immer „wissenschaftlich genau“ sein will und damit unfreiwillig irgendwelche Zahlen liefert, die zum Angstmachen bestens geeignet sind. Weil alle Zahlen dem Normalleser Angst machen. Manchmal ist es aber auch anders, wie ich aus 30 Jahren Arbeit im Bundesforschungsministerium vermelden kann…………

Der alte und dennoch neue Artikel von 2010:

Die Journalisten waren schon da. Sie waren der Einladung des Bundesforschungsministeriums BMFT zu einer Pressekonferenz über die Ergebnisse eines Umweltprojektes gefolgt. Es hatte den Titel “Schadstoffe in Kraftfahrzeug-Innenräumen” und sollte endlich die ungemein wichtige Frage beantworten, ob aus Sitzen, aus Plastikverkleidungen oder aus anderen Teilen eines PKW gesundheitsschädliche Stoffe ausdünsten.

Renommierte Forschungsinstitute hatten sich dieses Problems angenommen und mit den empfindlichsten Meßmethoden wirklich alle Stoffe erfaßt,  einschließlich einiger Platinatome aus den Katalysatoren.

Die Liste dieser Substanzen war lang und alle hatten gefährlich klingende chemische Namen. Und hinter jedem dieser Namen stand eine Zahl: Die Konzentration des Stoffes, angegeben in ppb oder ppt. PPB steht für parts per billion, was im Deutschen 1 Teil pro 1 Milliarde Teile bedeutet. PPT ist noch einmal ein Tausendstel davon.

Das Wichtige daran ist für Journalisten nur die Zahl, nicht die Maßeinheit. Nur die Zahl übt eine Wirkung auf die Leser aus. Deshalb hören sich 497 ppt viel schrecklicher als 2 ppb an, auch wenn das nur ein Viertel von 2 ppb ist.

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