Gesicherte Energieversorgung contra CO2-Reduktion

Das Bundeskabinett hat am 25.3.2026 das von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen [1]. Das Programm enthält 67 Maßnahmen, die im Jahr 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen und damit Deutschland moderner und unabhängiger von unsicheren fossilen Importen machen. So werden in den anstehenden Ausschreibungen rund 2.000 Windräder mehr ausgeschrieben als bislang vorgesehen, heißt auf der BMUKN-Internetseite.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Dieses Programm wird einen neuen Schub für den Klimaschutz auslösen, der uns unabhängiger macht von teuren und unsicheren Öl- und Gasimporten. Wir machen die Wirtschaft moderner, die Gesellschaft krisenfester und wir helfen der Natur, dass sie uns helfen kann“[1]. Die EU hingegen schwächt die Klimaschutzziele ab und verstärkt die Kernenergienutzung: „Wir bauen den Bereich der Stromversorgung um. Diese Rolle rückwärts der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Kernenergie werden wir nicht mitmachen, sondern einen weiteren Hochlauf von Solar, aber auch insbesondere von Wind an Land und auf See. 80 % der Stromversorgung im Jahr 2030 werden erneuerbar sein. Dafür garantiere ich auch.“

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Folgen und Defizite der großen Transformation

Deutschlands Ausstiege symbolisierend, keine Teilhabe mehr am Wachstum, Quelle: iStock [6]

Erinnern wir uns: Die Ex-Kanzlerin Angela Merkel konzentrierte sich in ihrer Rede auf dem Weltwirtschaftsforum am 23. Januar 2020 in Davos auf das Thema Klimawandel. Hierzu führte sie unter anderem aus [1]:

„Klimaneutralität – die allermeisten Länder der Europäischen Union haben sich dazu verpflichtet. Die Kommissionspräsidentin […] hat Ihnen den „Green Deal“ vorgestellt. Europa will der erste Kontinent sein, der CO2-frei, also emissionsfrei, lebt. Das sind natürlich Transformationen von gigantischem, historischem Ausmaß. Diese Transformation bedeutet im Grunde, die gesamte Art des Wirtschaftens und des Lebens, wie wir es uns im Industriezeitalter angewöhnt haben, in den nächsten 30 Jahren zu verlassen – die ersten Schritte sind wir schon gegangen – und zu völlig neuen Wertschöpfungsformen zu kommen, die natürlich auch wieder eine industrielle Produktion enthalten und die vor allem durch die Digitalisierung verändert worden sind. Wir haben ja eine zweite Riesentransformation zu bewältigen. Und wir hoffen, dass sich die Transformation zur CO2-Emissionsfreiheit mit der Digitalisierung verstärken wird und die Digitalisierung das erleichtern kann.“

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Hohe Kosten durch mangelnden Netzausbau

Der Anteil von Wind- und Solarstrom beträgt mittlerweile rund 60 Prozent an der Stromerzeugung. Aber der erforderliche Netzausbau hinkt dem Ausbau der Erneuerbaren hinterher. Er erfolgt von Anbeginn der Energiewende nicht synchron. Außerdem erfordern die neuen Netze Milliarden Euro, die letztlich die Verbraucher über die Stromrechnungen bezahlen.

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Was bringt der Zubau an Windenergie- und Solaranlagen?

Das politische Versprechen einer sicheren, preisgünstigen und umweltschonenden Energieversorgung im Zuge der Energiewende wurde über Jahre missachtet. Es ist zu hoffen, dass die Bundesfinanzministerin Katharina Reiche (CDU) den Ausbau der Erneuerbaren objektiver und sachgerechter beurteilt als ihr Vorgänger Robert Habeck (Die Grünen). Im Dezember 2024 stellten wir die Frage: „Stromversorgung vor dem Kollaps?“ und verdeutlichten anhand der Grafik über die Stromerzeugungsanteile von Wind, Sonne und Kohle/Gas des Nov. 2024 die Probleme der unausgewogenen Erzeugungsanteile. Bereits im Mai 2024 wiesen wir auf die zunehmende Strom-Unsicherheit durch ein Zuviel an Solarstrom hin. Ein Ausbaumoratorium der Erneuerbaren durch die Bundeswirtschaftsministerin wäre dringend erforderlich.

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Verdopplung der Leistung nützt nichts, wenn die Richtung nicht stimmt

„Deutschland hat durch den „Grünen Zeitgeist“ der Atomphobie als Industrienation in der Welt und sogar in Europa… jedes Vertrauen und jede Reputation auf dem Energieversorgungssektor verloren und damit infolge der „Antiatom Politik“ ab 2011 in unserem Land, die Grünen vorneweg, aber leider bis zur SPD, FDP, CDU/CSU durchgreifend, auch den Anschluss an die weltweite optimierte Energietechnik nach dem jeweiligen Stand der Technik zur öffentlichen Stromversorgung verloren“, schrieb Prof. Helmut Alt jüngst in einem Leserbrief an den Deutschlandfunk.

Das ‚Wall Street Journal‘ nannte die deutsche Energiepolitik bereits 2019 „die dümmste Energiepolitik der Welt“. Ein Urteil, das seither noch treffender geworden ist.

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Von einer Abhängigkeit in die Nächste

Wenn die letzten Monate etwas gezeigt haben, dann, dass Krieg, Abhängigkeiten und Wirtschaftskrise gnadenlos energiepolitische Fehlentscheidungen der letzten zwei Jahrzehnte erkennbar gemacht haben. Klimaschützer und ihre politischen Verbündeten haben das subventionsgetriebene Wachstum erneuerbarer Energien mit Beweisen dafür verwechselt, dass die Welt bereit ist, schnell auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Kohle, Öl, Kernenergie und letztlich auch Gas wurden erst die gelbe und bald die rote Karte gezeigt. Die Weltwirtschaft ist hingegen noch sehr weit davon entfernt, fossile Brennstoffe vollständig zu ersetzen.

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