Privacy Policy Stromnetze, Ausbau Archive - AG E+U - Die Realisten

Forschungsbedarf über die biologische Wirkung elektromagnetischer Felder

Was man über den Stromnetzausbau auch wissen sollte.

Die Energiewende macht einen gewaltigen (einige tausend Kilometer) Ausbau des Stromübertragungsnetzes erforderlich. Die bevorzugten Standorte für Energieanlagen befinden sich an der deutschen Küste sowie in Nord- und Ostsee (offshore). Die vorhandenen Höchstspannungsnetze allerdings reichen nicht aus, den von den Windenergieanlagen erzeugten Strom in die entfernten Verbrauchszentren West- und Süddeutschlands zu transportieren. Problematisch ist besonders die für Windkraft typische, oft durch extreme Schwankungen und gelegentlich sehr hohe Leistungsspitzen gekennzeichnete Stromerzeugung. Wegen der gegenüber Wechselstromübertragung geringeren Leistungsverluste ist die Hochspannungsgleichstrom-Übertragung (HGÜ) vorgesehen. Bürgerproteste gegen Freileitungen machen streckenweise eine Erdverkabelung der Übertragungsleitungen erforderlich, über die wir hier  berichteten. Doch was bewirken die von stromdurchflossenen Leitern erzeugten elektromagnetischen Felder beim Menschen?

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Netzausbau-Kosten steigen gewaltig

 

Bis zum Jahr 2030 rechnen die vier deutschen Stromnetzbetreiber mit Investitionen in Höhe von 52 Mrd. Euro, um die Netz-Infrastruktur des Landes auf den weiteren Ausbau regenerativer Energien vorzubereiten. Erforderliche Investitionen für die Anbindung von Off-shore Windkraftanlagen und Speicherlösungen sind darin noch nicht enthalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Scope Ratings GmbH in Berlin [1]. Der Großteil der Investitionen wird durch die Einbindung zusätzlicher Wind- und Solarkapazität erforderlich.

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Mit Diesel gegen den Blackout. Die seltsamen Empfehlungen des Bundesamtes für Katastrophenhilfe

von Günter Keil

Einleitung
Vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hört man in der Regel sehr wenig. Die Zeiten, in denen man kleine Atombunker im Vorgarten bauen sollte, sind ja vorbei. Aber die zugehörige Anlage von Notvorräten ist dagegen keineswegs überflüssig geworden; diese Maßnahme erlebt gerade wieder eine Auferstehung. Nicht wegen einer Kriegsgefahr, aber wegen einer totalen, Wochen andauernden landesweiten Stromsperre, die uns jederzeit das Wetter einbringen kann, von dem ja die Stromversorgung Deutschlands nach dem Willen der Regierung in naher Zukunft weit überwiegend abhängen soll. Im neudeutschen Sprachgebrauch wird dieses Ereignis Blackout genannt. Eintreten  kann es insbesondere durch eine sogenannte Dunkelflaute, die vornehmlich im Winter auftritt und die die gesamte Grünstromerzeugung auf winzige Reste reduziert – kein Wind und dazu tagsüber kaum und des Nachts sowieso keine Sonne.
Wenn dann im Bereich der einzig noch arbeitenden konventionellen Kraftwerke und/oder im  Stromnetz technische Probleme eintreten, dann kommt die zum Schutz der Anlagen notwendige „Kaskade“ – eine Abschaltwelle, die eine Versorgungsregion nach der anderen abschaltet und am Ende Deutschland in Dunkelheit und Stillstand versinken lässt.

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Hybride und andere Stromtrassen

Gastautor  Dr. Willy Marth

promovierte in Physik an der Technischen Hochschule in München und erhielt anschliessend ein Diplom in Betriebswirtschaft der Universität München. Am „Atomei“ FRM in Garching war er für den Aufbau der Bestrahlungseinrichtungen verantwortlich, am FR 2 in Karlsruhe für die Durchführung der Reaktorexperimente. Als Projektleiter wirkte er bei den beiden natriumgekühlten Kernkraftwerken KNK I und II, sowie bei der Entwicklung des Schnellen Brüter SNR 300 in Kalkar. Beim europäischen Brüter EFR war er als Executive Director zuständig für die gesamte Forschung an 12 Forschungszentren in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Im Jahr 1994 wurde er als Finanzchef für verschiedene Stilllegungsprojekte berufen. Dabei handelte es sich um vier Reaktoren und Kernkraftwerke sowie um die Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, wo er für ein Jahresbudget von 300 Millionen Euro verantwortlich war. Er betreibt ein Blog unter rentnerblog.de 

 

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien verschieben sich die Schwerpunkte der Stromerzeugung. Bis 2022 sollen alle noch laufenden Kernkraftwerke vom Netz gehen. Diese stehen jedoch häufig dort, wo viel Energie benötigt wird – etwa in den süddeutschen Ballungsräumen.

Diese Lücke kann nicht allein durch regenerative Energien vor Ort geschlossen werden. Große Windparks entstehen vor allem in Nord- und Ostdeutschland und auf See. Der dort erzeugte Strom muss zum Verbraucher transportiert werden, wobei das bestehende Netz bereits jetzt an seine Grenzen stößt. Insgesamt müssen in den nächsten Jahren allein 7.500 Kilometer im sogenannten Übertragungsnetz optimiert oder neu gebaut werden.

Während früher der Strom vom Kraftwerk über die Übertragungsleitungen und die Verteilernetze zum Verbraucher floss, müssen die Netze heute den Stromtransport auch “im Gegenverkehr” bewältigen, da der Strom nicht nur “von oben nach unten” sondern auch ( u. a. wegen der Solarkollektoren) “von unten nach oben” fließt. Um also Erzeugung und Verbrauch jederzeit aufeinander abzustimmen, muss der Stromtransport “intelligenter” bzw. “smarter” werden.

In diesem Artikel werden eine Reihe bekannter und weniger bekannter Probleme beim Netzausbau zusammengestellt.

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Erdkabel: Die Lösung der Trassenblockade ?

Von Günter Keil

 Die Verbreitung von Angst gehört seit Jahren zum Erfolgsprinzip der Grünen, die mit dem Waldsterben, das es nie gab, groß wurden. Mobilfunk-Strahlen, Gentechnik, Radioaktivität, Pestizide, Rinderwahnsinn, Klimawandel – die Liste ist noch unvollständig. Diese Angstpolitik ist leider außerordentlich erfolgreich und im Ausland sogar sprichwörtlich geworden: Mit dem Begriff „German Angst“ wird inzwischen eine ganze Bevölkerung verspottet, die anscheinend vor zahllosen Dingen Angst hat – speziell vor technischen Neuerungen. Das waren einmal die Leute, die der Welt unter der stolzen Bezeichnung „Made in Germany“ moderne Technik verkauften.

Auch die Energiewende beruhte ausschließlich auf einer doppelten Angst, die zur offiziellen politischen Begründung gehörte: Der Angst vor dem angeblich vom Menschen verursachten Klimawandel und der Angst vor einem Atomunfall entsprechend der Reaktorkatastrophe von Fukushima – also letzten Endes der Angst vor einem Erdbeben der Stärke 9 und einem Tsunami in Deutschland.

Die Energiewende hat allerdings Nebenwirkungen, die man nicht bedacht hat, obwohl sie logisch sind: Weil der enorme Ausbau von Wind- und Solarstrom die deutsche CO2-Bilanz keineswegs verbessert, sondern diese Emissionen Jahr sogar für Jahr wegen der Abschaltung der Kernkraftwerke steigen, was die großspurigen Versprechungen der Klima-Kanzlerin widerlegt, muss man nun die letzte Grundlast-Stromerzeugung – die „schmutzigen“ Kohlekraftwerke – bekämpfen. Die sind zwar eigentlich unverzichtbar, erzeugen aber das böse Kohlendioxid. Das wiederum führt zu Entlassungen im Kraftwerks- und Tagebaubereich und erhöht die Blackoutgefahr. Windkraftanlagen – eine der „Säulen“ der Energiewende – verschandeln die Landschaft, erzeugen gesundheitsschädlichen Lärm und zudem Infraschall, dessen Gefahren anscheinend sehr unterschätzt worden sind. Sie töten Greifvögel und Fledermäuse. Was sie leider nicht erzeugen, ist brauchbare elektrische Energie, stattdessen wetterabhängigen „Zappelstrom“, der vor allem die Übertragungsnetze belastet. Der großflächige hochsubventionierte Maisanbau führt zu einer Verdrängung des traditionellen Ackerbaus, außerdem zu einer Gefährdung des Grundwassers. Die Artenvielfalt leidet.

Die Schadensbilanz der Energiewende wird immer länger.

Und schließlich der Netzausbau mit neuen Höchstspannungstrassen quer durch das Land.

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Das supraleitende Kabel – eine Chance ?

Leserbrief vom 10.4.13

Im April 2013 wurde Zeitungslesern die Meldung „RWE testet Supraleiterkabel“ präsentiert. Darin wurde zunächst erklärt, dass damit große Strommengen fast ohne Verluste transportiert werden könnten. Und es wurde die schöne Vision vermittelt, dass nun in naher Zukunft der Stromanschluss großer Städte über derartige Kabel und nicht mehr über die ungeliebten Freileitungen erfolgen würde – und das fast verlustlos.

Die Tatsachen sind weniger sensationell: Ein supraleitendes Kabel, das in der Tat bei sehr tiefen Betriebstemperaturen fast keinen elektrischen Widerstand hat, erzeugt zwar kaum  Leitungsverluste, aber die sehr aufwendige Kühlung produziert sehr wohl beträchtliche Verluste. Und es handelt sich nicht um Haushaltskühlschränke, sondern um etwa alle 200 Meter zu errichtende vielstufige Super-Kälteaggregate, die das Kühlmittel flüssiger Stickstoff auf minus 200 Grad halten müssen.

Die supraleitenden Stromkabel wurden bereits vor 40 Jahren intensiv vom Bundesforschungsministerium gefördert.  Die Idee der Stromversorgung großer Abnehmer war exakt die gleiche wie heute wieder.  Nur scheiterte alles – nicht an der beeindruckenden Technik der Supraleitung, sondern an der  Einschätzung der Folgen, die ein  Schaden an einem solchen Kabel hätte.  Wenn wieder einmal ein Bagger  ein  Stromkabel, eine Gas- oder Wasserleitung durchtrennt, kennt man die Folgen. Erwischt der Bagger aber ein supraleitendes Kabel, dann verdampft der gesamte Flüssigstickstoff und das Kabel erwärmt sich auf dem gesamten Abschnitt zwischen zwei Kältemaschinen. Die folgende Reparatur ist bei diesem komplizierten Kabelaufbau mit seiner supraleitenden Schicht und der Hochvakuumisolierung wesentlich schwieriger und langwieriger als bei einem normalen Kabel.  Danach aber kommt  unvermeidlich eine lange andauernde Phase der Wiederabkühlung von plus 20 Grad auf minus 200 Grad – und die vielleicht wichtigste Stromleitung zu einem Ballungszentrum wäre für zwei Wochen  tot – ein Alptraum.

Kein Wunder, dass damals niemand dieses Risiko, das sich auch heute nicht geändert hat,  tragen wollte.

Auch ein Zeitablauf von mehreren Jahrzehnten ändert nichts an der Unbrauchbarkeit dieser inzwischen durchaus verbesserten Technik für diesen speziellen Einsatzfall.

Dass die Supraleitung durchaus bei anderen, sehr sinnvollen Anwendungen zu finden ist und weiterhin eine bedeutende Zukunft vor sich hat– heute schon bei  Strombegrenzern im Hochspannungsnetz oder in den starken Magneten in Physiklabors – steht außer Zweifel.

 

Stromtrassen durch Deutschland

Leserbrief von Klaus Ridder
im Bonner Generalanzeiger,
16.2.2014 veröffentlicht

Stromtrassen durch Deutschland .

Stromtrassen durch Deutschland – wieder mal wird etwas Falsches und Teures begonnen, ohne dass es für den Verbraucher von Nutzen ist. Was nützen teure Stromleitungen, wenn der Wind nicht weht.
In den letzten 2 Jahren habe ich über Pfingsten in Ostfriesland Urlaub gemacht und am 2.Pfingsttag ist traditionell ‚Deutscher Mühlentag‘. Dann soll gezeigt werden, wie in der Vergangenheit mit Hilfe von Windmühlen Mehl gemahlen wurde. Doch die vielen Besucher bekamen nur stillstehende Windmühlen zu sehen. Auch die zahlreichen Windkrafträder standen still. Also kein Strom für Bayern!!
Nicht Stromleitungen sind wichtig – sondern Stromspeicher. Wir können in Deutschland derzeit nur einen geringen Teil des Tagesbedarfs speichern. Um aber den täglich erforderlichen Strom speichern zu können, sind über 200 Pumpspeicherkraftwerke erforderlich. Die müssen zuerst gebaut werden.
Wenn die fertig sind, dann kann auch Strom nach Bayern transportiert werden. Ansonsten geht der teuer erzeugte und subventionierte Strom verloren oder wird an der Strombörse sogar negativ verkauft, d.h. es wird zugezahlt, damit die anderen Länder den ‚überlaufenden‘ Strom überhaupt abnehmen.
Es muss in Sachen Energiewende doch endlich mal nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gehandelt werden – sonst werden die Verbraucher immer mehr belastet und Strom wird ein unbezahlbares Gut werden. Ob das unsere Politiker überhaupt verstehen?
Nebenbei bemerkt, mit der deutschen Energiewende kann man das globale Klima nicht retten!!

Klaus Ridder, Siegburg
16.2.2014