Solange die Klimawissenschaft nicht unwiderlegbare Beweise für die tatsächliche Wirkung des CO2 auf die Entwicklung der Erdtemperatur vorlegen kann, wird die politische Sichtweise des Klimawandels auf der Basis hypothetischer Modellannahmen die kontroverse Diskussion dieses Themas in der Öffentlichkeit nicht beigelegt werden können. Die zahlreichen von anerkannten Meteorologen und anderen Wissenschaftlern vorgelegten Statements über die nur geringe Wirkung des atmosphärischen CO2 blieben in der Politik bisher ohne Resonanz.
Im Gegenteil, der UN-Generalsekretär António Guterres dramatisierte noch die Gefährdung (übersetzt): „Das Zeitalter der Erderwärmung ist zu Ende, das Zeitalter des globalen Siedens ist angebrochen.“ Das ist nur eines seiner drastischen Zitate.
Nirgendwo verfingen die Erzählungen vom „brennenden Planeten“ im Zusammenhang mit CO₂-Emissionen so nachhaltig wie hierzulande. Allein auf der Basis hypothetischer Annahmen über eine CO2-Gefährdung ein Milliarden schweres politisches, von Interessen geleitetes Klimaschutzprogramm mit rechtsverbindlichen Maßnahmen aufzubauen, die jeden Bürger treffen, verschärfte die gegenwärtige energiepolitische Krise. Prof. Hans-Werner Sinn sagte dazu: „Deutschland verordne sich mit seiner Klimapolitik eine Deindustriealisierung“.
EPA-Kursänderung
Mit der im vergangenen Jahr erfolgten Aufhebung der Gefährdungsfeststellung bei CO2 räumte die US-Umweltschutzbehörde (EPA) ein, dass das CO2 nie eine existentielle Bedrohung sei, als die es jahrelang verkauft wurde. Im Juli 2025 veröffentlichte das US-Energieministerium (DOE) einen 151-seitigen Entwurf mit dem Titel „A Critical Review of Impacts of Greenhouse Gas Emissions on the U.S. Climate“ [1] unter der Leitung einer fünfköpfigen „Climate Working Group“ (John Christy, Judith Curry, Roy Spencer, Stevin Koonin und Ross McKitrick).
Seit Jahren widerlegen diese namhaften US-amerikanische Wissenschaftler in ihren Veröffentlichungen die von der UN vertretene Hypothese von der klimaschädigenden Wirkung des vom Menschen erzeugten Kohlenstoffdioxids (CO2), mithin der Erderwärmung. Ihr Bericht [1] offenbarte eine harte Wahrheit: Erfundene Szenarien, die angeblich eine zukünftige Klimaerwärmung darstellen, sind Übertreibungen und haben wenig mit der beobachteten Realität zu tun. Die CO2-induzierte Erwärmung sei wirtschaftlich weniger schädlich als angenommen. Langfristige Trends bei US-Hurrikanen, Tornados, Überschwemmungen und Dürren würden keine klaren Hinweise auf eine erhöhte Häufigkeit oder Intensität zeigen, was die Zuordnung dieser Ereignisse auf menschliche CO2-Emissionen infrage stellt.
Dr. Roy Spencers jüngste Analyse im Januar 2026 untersuchte jahrzehntelange Temperaturtrends aus 39 Klimamodellen im Vergleich zu Beobachtungen von Wetterballons, Satelliten und Analysen meteorologischer Daten. Er bestätigte, dass „alle 39 Klimamodelle größere Erwärmungstrends aufweisen“ als „Beobachtungsdaten“ [2].
Nach Prof. Dr. William Happer ignorieren Theorien zum globalen Erwärmungspotenzial (GWP) sogenannter Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) die Realität der atmosphärischen Sättigung. Bei der aktuellen Konzentration von atmosphärischem CO2 bleibt nur noch eine begrenzte Menge Infrarotstrahlung übrig, die durch zusätzliche Gasmengen beeinflusst werden kann. Mit anderen Worten: Der Erwärmungseffekt von CO2 ist begrenzt und zunehmend begrenzt, je mehr hinzugefügt wird. Dennoch gehen die Modelle von einem höheren Erwärmungspotenzial aus, als es die Natur verweist [3].
Ross McKitrick setzt sich kritisch mit den Klimamodellen auseinander [4]. „Ich verstehe, dass die Klimamodellierung unglaublich schwierig ist, und niemand macht der wissenschaftlichen Gemeinschaft Vorwürfe, dass es ein schwieriges Problem ist. Aber wir alle leben mit den Folgen, dass Klimamodellierer hartnäckig Generation um Generation Modelle verwenden, die zu viel Oberflächen- und Troposphärenerwärmung zeigen, zusätzlich zu stark übertriebenen Zwangsszenarien (z. B. RCP8.5)“.
Für Prof. Dr. Richard Lindzen und Prof. Dr. William Happer bedeuten u.a. mehr Kohlenstoffdioxid mehr Nahrung. Entgegen der landläufigen Meinung erhöht mehr Kohlendioxid die Menge an Nahrungsmitteln, die den Menschen weltweit zur Verfügung steht, und ist besonders in von Dürre betroffenen Gebieten hilfreich. Eine Verdoppelung des Kohlendioxidgehalts auf 800 ppm beispielsweise wird die weltweite Nahrungsmittelversorgung um etwa 60 % erhöhen [5].
Widerlegung
Der DOE-Bericht 2025 wurde von der breiteren wissenschaftlichen Gemeinschaft stark in Frage gestellt. Eine internationale Gruppe von über 85 Klimawissenschaftlern erstellte eine 434-seitige Erwiderung mit dem Titel Climate Experts‘ Review of the DOE Climate Working Group Report [6]. Deren Gegenargumente:
- Der DOE-Bericht stelle wissenschaftliche Literatur falsch dar und nutze gezielt Daten, um Klimarisiken zu unterschätzen.
- Der Bericht konzentriere sich eng auf das BIP und ignoriere nicht-marktbedingte Schäden wie vorzeitige Sterblichkeit durch Hitzestress und gesundheitliche Auswirkungen durch Waldbrandrauch.
- Die Behauptungen des Berichts über extremes Wetter werde direkt von Berichten des IPCC und der US-amerikanischen National Climate Assessment (NCA5) widerlegt, die überzeugt sind, dass beispielsweise Hitzewellen aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels an Intensität zunehmen.
- Im Gegensatz zum DOE-Bericht lege der wissenschaftliche Konsens nahe, dass der Klimawandel erhebliche negative Auswirkungen auf wichtige US-Ernteerträge habe (z. B. Mais und Sojabohnen)
CO2-Fakten
Kohlenstoffdioxid (CO2) macht etwa 0,04 % der Erdatmosphäre aus. Davon stammen 95 – 97 % aus natürlichen Kreisläufen und 3 – 5 % aus der Verbrennung fossiler Energieträger, somit menschlichen Ursprungs. Von den anthropogenen CO2-Emissionen landen nur 44 bis 45 % in der Atmosphäre.
Pflanzen benötigen CO₂ für die Photosynthese, um Sauerstoff zu produzieren. Ohne CO₂ wäre kein Pflanzenwachstum und somit kaum Leben möglich. In Gewächshäusern wird von C02 als Wachstumsbeschleuniger Gebrauch gemacht. Die globale Begrünung der letzten vier Jahrzehnte – eine Ausweitung der Vegetationsfläche um 11 Millionen Quadratmeilen – wurde erheblich durch steigende atmosphärische CO₂-Emissionen angetrieben. Der Schadstoff in der Erzählung der Klima-Alarmisten hat sich teilweise als verantwortlich für messbare Verbesserungen in Ökosystemen erwiesen.
Der atmosphärische CO2-Gehalt lag über die letzten 2,5 Millionen Jahre weitgehend zwischen 180 und 280 ppm (parts per million), was die Ära der Eiszeiten prägte. Vor ca. 14 –15 Millionen Jahren lagen die Werte um und über 400 ppm. Die aktuelle CO2-Konzentration in der Atmosphäre beträgt 420 ppm.
Untersuchungen der historischen Temperatur- und CO2-Entwicklungen zeigen, dass zunächst die Temperatur ansteigt und erst danach der CO2-Anstieg folgt und nicht umgekehrt, was der UN-Annahme entspräche. Anfang der 2000er Jahre gab es einen sogenannten Climate Hiatus. Das war eine Phase, in der über mehr als 10 Jahre die Erdtemperatur trotz steigender CO2-Konzentrationen nahezu konstant blieb.
Ein wesentlicher physikalischer Effekt ist: In Folge des logarithmischen Zusammenhangs zwischen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und der dadurch verursachten Erwärmung nimmt die Erwärmung mit jedem hinzukommendem CO2 ab („Sättigungseffekt“ in bestimmten Frequenzbändern). Die ersten 100 ppm CO2, die in die Atmosphäre emittiert werden, haben einen viel größeren wärmenden Effekt als die nächsten 100 ppm, usw.
Fazit
Das Für und Wider zum Klimabeitrag des anthropogenen CO2 wird bestehen bleiben, solange keine unwiderlegbaren wissenschaftlichen Beweise vorliegen, wobei allerdings auch das wirtschaftliche Interesse an der Aufrechterhaltung des Dilemmas eine nicht unbedeutende Rolle spielt.
Ein deutlich stärkeres Gewicht sollten jene Wissenschaftler der UN-Institution IPCC (Weltklimarat) erhalten, die in einem der letzten Sachstandsberichte in einer Fußnote (!) sich dazu bekannten, dass das Klima ein chaotisches System ist und daher nicht berechenbar sei. In der Übersetzung:
In der Klimaforschung und Klimamodellierung sollte wir anerkennen, dass wir es aus mathematischer Sicht mit gekoppelten nicht-linearen chaotischen Systemen zu tun haben und aus diesem Grunde eine langfristige Vorhersage der Klimaentwicklung nicht möglich ist.
Die den Klimaprognosen zugrundeliegenden mathematischen Modelle sind unvollkommen, solange Einflussfaktoren des Klimawandels wie Sonneneinstrahlung und Sonnenaktivität, Wolkenbildung, Pazifische Dekaden-Oszillationen, El-Niño-Ereignisse und auch Planetenkonstellationen in den Wetter-Modellmodellierungen unbeachtet bleiben (müssen), weil sie sich der mathematischen Erfassung entziehen. Der Klimawandel ist Realität, aber das Erdsystem ist komplex und bislang im Zusammenspiel aller Parameter unverstanden. Aber es wäre nach gegenwärtigem Wissen total überzogen, die Erdtemperaturentwicklung als lebensbedrohend zu bezeichnen bzw. einzustufen. Alle Bemühungen, die CO2-Emissionen auf Null zu reduzieren, werden bei vollständiger Umsetzung nur einen geringen Einfluss auf die Erdtemperatur haben.
Quellen
[3] https://www.thegwpf.org/images/stories/gwpf-reports/happer-the_truth_about_greenhouse_gases.pdf