Privacy Policy Energie Archive - AG E+U - Die Realisten

Warnungen vor drohender Energiekrise in Europa

„Die Deutschen zahlen jetzt die mit Abstand höchsten Strompreise der Welt“. Schuld daran ist der Ökostrom-Effekt. Mit 33,77 Cent pro Kilowattstunde ist die Elektrizität im Basistarif laut Welt vom 31.01.2021 teurer als jemals zuvor. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres sind die Stromkosten um rund vier Prozent gestiegen.

„Eine Kostenlawine kommt auf uns zugerollt“, beschreibt der E.ON-Chef Leonard Birnbaum im Interview mit der FAZ vom 15.9.2021 die Energiesituation. Er sieht den Industrieort Deutschland in Gefahr. Die Energiewende laufe nach dem Prinzip Hoffnung. Es werde schon alles gut gehen. Werde es aber nicht, wenn wir so weitermachen. Es sei dramatisch, was da an Wandel ansteht. Wörtlich: „Wenn ein System Mist ist, dann muss man das System ändern und nicht mit immer neuen Ausnahmen herumdoktern.“

Am 20.09.2021 meldete ntv: “Europas Gasspeicher sind weitgehend leer, Nachschub fließt nur spärlich. Eine gleichzeitige Windflaute und anziehende Stromnachfrage sorgen für sprunghaft steigende Energiepreise in ganz Europa. Erste Fabriken müssen bereits die Produktion einstellen.”

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Bald werden Notstromdiesel zum Verkaufsschlager

Wir sind nicht mehr weit davon entfernt. Wer über ein Mindestmaß an elektrischer Versorgung in seinem Haushalt verfügen will, muss allmähliche Vorsorge treffen und sich einen Notstromdiesel zulegen.

Zum Ende dieses Jahres müssen drei Kernkraftwerke endgültig abgeschaltet werden, deren Strombeitrag im Wesentlichen von Kohlekraftwerke übernommen werden muss. Im nächsten Jahr folgt die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke. Wiederholt ist die Forderung zu hören, nicht erst 2038 aus der Kohle auszusteigen. Gaskraftwerke stehen nicht in ausreichender Kapazität zur Verfügung.

Wie, bitte sehr, soll eine gesicherte Stromversorgung aufrecht gehalten werden? Sind unsere maßgeblichen Politiker inzwischen auf beiden Augen blind?

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Erzwungener Ausstieg aus der Kohle mit der Energiecharta unvereinbar

Der gegen den Willen der Stromversorger geforderte Ausstieg aus der Kohle ist mit dem Energiecharta-Vertrag unvereinbar. Die bereits von einigen europäischen EVU eingereichten Klagen beziehen sich ferner auch auf gekürzte Subventionen für erneuerbare Energien sogar hierzulande auf den Schlingerkurs der Bundesregierung beim Kernenergie-Ausstieg.  WELT vom 31.08.2021 berichtete: „Der deutsche Energieriese RWE verklagt gerade die Niederlande vor einem Schiedsgericht. Der Konzern fordert 1,4 Milliarden Euro, weil er wegen des niederländischen Kohleausstiegs ein Kohlekraftwerk bis 2030 stilllegen soll – ohne Entschädigung.“

Die Europäische Kommission erwartet, dass mit ihrem Klimaschutzziel, dem Green Deal, solche Auseinandersetzungen in Zukunft zunehmen werden und drängt daher auf Anpassung der Energiecharta.

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Rekord-Kohlepreise am Weltmarkt belegen die Aussichtslosigkeit der Klimaziele

Die Kohlepreise haben sich seit dem letzten September vervierfacht, was die weitere Nutzungsdauer dieses Brennstoffs unterstreicht.

Von Michael Tamvakis [1]
Übersetzung von Dr. Günter Keil
Erst seit einigen Tagen hat der neueste Bericht AR6 des IPCC (Weltklimarat) auf die Folgen eines (Anm.: …angeblich) vom Menschen verursachten Klimawandels hingewiesen.

Im Zentrum dieser Warnung durch UN-Generalsekretär Antonio Guterres und durch die für den Bericht verantwortlichen Wissenschaftler steht die Forderung einer starken Reduzierung der Kohlenutzung bei der Stromerzeugung.
Doch bereits vor dieser Veröffentlichung – und nicht in den Schlagzeilen der Mainstream-Nachrichten zu finden – erfolgte in Juni ein stetiger Anstieg der Kohlepreise von zunächst 100 US-Dollar pro Tonne bis auf über 130 US-Dollar Mitte Juli. Und heute auf über 170 US-Dollar. Das ist nahezu das Vierfache des Preises vom vergangenen September.

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Fehlende Energiespeicher: Achillesferse der Energiewende

Durch die Wetterabhängigkeit der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie sind zum Ausgleich ihrer Volatilität und zur Gewährleistung ausreichender elektrischer Versorgungssicherheit nach vollständiger Umsetzung der Energiewende Energiespeicher mit einer Kapazität von etwa 12 Tagen zwingend erforderlich.  Genau hier liegt die „Achillesferse“ der Energiewende.

Energiespeicher sind ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Energiewende. Sie steht und fällt mit der Speicherkapazität. Wobei auch Wirtschaftlichkeit und Wirkungsgrad eine nicht unerhebliche Rolle spielen.

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Grüne Ziele treiben die Materialpreise in die Höhe

Die Europäische Union und weitere westliche Staaten stehen vor einem wachsenden Paradoxon in der Kampagne zur Eindämmung des Klimawandels, einem Wandel, der dem Menschen angelastet wird und wofür der Beweis fehlt. Je härter sie den Übergang zu einer grüneren Wirtschaft vorantreiben, desto teurer wird die Kampagne und desto unwahrscheinlicher ist es, dass sie das Ziel erreichen, die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu begrenzen und vor allem einen nennenswerten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

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“E-Autos und andere Stromfresser”

am 24.07.2021 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung meinen folgenden Leserbrief zum FAZ-Artikel vom 15.07.2021:

Im Untertitel des o. gen. Artikels heißt es: Wirtschaftsminister Peter Altmaier nennt riesige Zahlen für den Bedarf im Jahre 2030. Ausgehend von der Stromproduktion des vergangenen Jahres in Höhe von 580 Terawattstunden (TWh) hat auf seinem Wunsch hin ein Prognoseinstitut für 2030 einen Bedarf zwischen 645 und 665 TWh errechnet. Der Anstieg um 65 bis 85 TWh wird nicht zuletzt auf den erwarteten Betrieb von 14 Millionen E-Fahrzeugen zurückgeführt. Erneuerbare Energien sollen die Lücken schließen, sie stehen für sehr großen Flächen- und Kapitaleinsatz.

Nicht eingerechnet wurde, dass die z. Z. noch betriebenen sechs deutschen Kernkraftwerke (KKW) mit einer jährlichen Leistung von 63 TWh  (2020) ab 2023 abgeschaltet sind. Dies hat zur Folge, dass bis 2030 statt der oben genannten 65 bis 85 TWh in neun Jahren voraussichtlich 125 bis 145 TWh zusätzlich erzeugt werden müssen.

Dieser gigantische Ausbau erzwingt Nachdenken, ob der Weiterbetrieb der sechs Kernkraftwerke (KKW) nicht die weit günstigere Lösung darstellt. Riesige Investitionen würden vermieden.

In 31 Ländern laufen z. Z. 442 KKW, weitere 54 sind im Bau. Sie produzieren zuverlässig kostengünstigen Strom und emittieren kein Kohlenstoffdioxid. Bürger Deutschlands würden begrüßen, wenn dank KKW der trotz staatlicher Subvention europaweit höchste deutsche Strompreis abgebremst oder sogar reduziert werden könnte.

Forcierter Ausbau von Windenergie- und Solaranlagen schafft keine Versorgungssicherheit

„Zentrale Säule der zukünftigen Energieversorgung sollen die erneuerbaren Energien werden“ [1]. In der gleichen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin heißt es aber auch:

„Damit die Versorgungssicherheit, insbesondere die Stabilität der Stromnetze,… zu jeder Minute und zu jeder Sekunde gewährleistet ist, müssen wir ausreichend fossile Reservekapazitäten unseres Kraftwerkparks vorhalten.“ Das war am 9. Juni 2011.

Die erneuerbaren Energien als zentrale Säule? Und dies angesichts des rechtlich besiegelten Ausstiegs aus der Kohle, was mit obiger Aussage schon mal nicht übereinstimmt. Dass fossile Reservekapazitäten unerlässlich sind und dauerhaft bleiben werden und zwar mit einer Leistungskapazität von mindestens 60.000 MW, soll zum wiederholten Mal an der folgenden Grafik deutlich gemacht werden:

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Asiens Energiewende: Asiatische Staaten wollen über 600 neue Kohlekraftwerke bauen

von Johannes Eisele AFP (Kuala Lumpur)  30.6.2021
Think Tank Carbon Tracker (Kohle-Kontrolle)[1]
Übersetzt von Günter Keil

Fünf asiatische Länder sind für 80 Prozent der neuen weltweit geplanten Kraftwerke  verantwortlich. Deren Projekte bedrohten die Ziele einer Bekämpfung der Klimakrise, warnte ein Bericht (des o.g. Think Tanks) am Mittwoch, 30.6.2021.
China, Indien, Indonesien, Japan und Vietnam planen den Bau von mehr als 600 Kohlekraftwerke, teilte der Think Tank Carbon Tracker am Mittwoch mit.
Diese Stromerzeuger werden imstande sein, eine energetische Gesamtleistung von 300 GW (300.000 Megawatt) zu erzeugen, was etwa der gesamten Stromerzeugungs-Kapazität Japans entspricht.

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Netzbetreiber sieht Risiken der Versorgungssicherheit

Gefragt nach einer sicheren Versorgung der Allgemeinheit mit Elektrizität heißt es in der Antwort der Bundesregierung [1],

„Alle der Bundesregierung bekannten, nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung durchgeführten Analysen zur Versorgungssicherheit kommen zu dem Ergebnis, dass die sichere Stromversorgung in Deutschland absehbar auf dem heutigen hohen Niveau gewährleistet bleibt. In den Analysen wird auch der Ausstieg aus der Kernenergie und die Beendigung der Kohleverstromung berücksichtigt, wie er zum Zeitpunkt der Erstellung der Gutachten bekannt war.“

Warum hatte sich die Bundesregierung vom wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages eine Folgenabschätzung beim Blackout anfertigen lassen? Warum steigt permanent die Anzahl der Netzeingriffe? Warum müssen Alu-Werke Stromabschaltungen ertragen? Warum wurde eine – inzwischen auf Eis gelegte – Gesetzesregelung vorgesehen, die die Stromabschaltung für Haushalte vorsah? Warum das Streben nach Flexibilisierungspotenzialen? Warum wird der Strom von Autobatterien für die Versorgungssicherheit eingeplant? Warum soll der Strombedarf gesetzlich geregelt werden?

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