Kernkraft gegen Sonne. Ein Stromkosten-Vergleich

Eine zwar auf Deutschland nicht direkt übertragbare Kostenbetrachtung gleichwohl aber sehr aufschlussreich von: Emanuel Höhener, Silvio Borner*)

Im Mai 2017 hat das Schweizer Volk mit der Zustimmung zum Energiegesetz im Prinzip ja gesagt zur sogenannten Energiestrategie 2050, die einen Ersatz der Kernkraft primär durch Solar­ und Windenergie vorsieht. Damals war heftig umstritten, wie teuer dieser Totalumbau werden würde. Die offiziell genannten Kosten von 40 Franken pro Jahr und Haushalt differierten erheblich mit den Berechnungen der Autoren von 2014. Diese ergeben Investitionskosten von 100 Milliarden Franken. Noch greller war der Kontrast zu den 3200 Franken pro Jahr und Haushalt, die das Nein­Komitee als Kosten der Energiewende errechnet hatte. Weiß man heute mehr? 

Die in Grundzügen dargelegte realistischen Kostenschätzung wird auf den Vergleich der Kernkraft mit der Solarenergie und einem geringen Anteil Windkraft (11 Prozent) durchgeführt. Letztere wird wegen des riesigen Platzbedarfs, der schwachen Winde und des Landschaftsschutzes in der Schweiz eine Nische bleiben. Bis 2035 werden Geothermie sowie Biomasse und Wasser kein oder kaum zusätzliches Potenzial haben. 

Ausgehend vom erwarteten landesweiten Stromverbrauch für 2035, schätzen die Autoren die Nuklearproduktion, die zu ersetzen ist, auf 20 550 GWh pro Jahr (nur noch das KKW Leibstadt wird aktiv sein). Aus konventioneller Sicht könnte ein thermischer Kraftwerkspark (Betrieb mit Kohle, Öl, Gas oder Nuklearenergie) mit 2600 MW nomineller Leistung diese Lücke füllen. Aber die Energiestrategie 2050 verbietet Kernkraftwerke, und die CO2 Emissionsziele schließen fossile Energie aus. Ohne den Ersatz aus thermischen Kraftwerken müssten deshalb die Solaranlagen bis 2035 pro Jahr 18 350 GWh und Windräder 2200 GWh ins Netz pumpen, um den Kernkraftausfall zu kompensieren. 

Die Investitionskosten würden sich auf 93,8 Milliarden Franken für Sonnen­ und Windenergieanlagen summieren – gigantisch im Vergleich mit der Summe für neue Kernkraftwerke der modernen dritten und vierten Generation, die auf 18,7 Milliarden Franken zu stehen kämen, oder für Gaskraftwerke, die für 2,6 Milliarden Franken zu haben wären. 

Konsequenzen für die Haushalte: Statt der offiziell genannten Kosten von 40 Franken pro Jahr und Haushalt würden bei Kernenergienutzung die Kosten auf 200 Franken steigen und auf rund 1600 Franken die Lösung mit Solar­- und Windenergie mit der billigsten Speicher­variante. Nach der Abschaltung von Leibstadt, aber mit zusätzlichen Netzausbaukosten sind 2000 Franken pro Jahr die vorsichtige Schätzung der Autoren für einen durchschnittlichen Haushalt. Das sei etwa fünfzigmal mehr, als der Bund vor der Abstimmung im Mai 2017 dem Stimmvolk vorgegaukelt hat. 

Fazit: Solar­- und Windkraftkapazitäten als Ersatz der Kernkraft würden rund fünfmal höhere Investitionskosten verursachen als neue Nuklearanlagen – die gegenüber Solaranlagen übrigens nur einen Siebtel an anrechenbarem CO­-Ausstoß brächten. Energie aus Erdgas käme nur auf etwa einen Dreißigstel der Solar­-Lösung zu stehen, allerdings mit schwierig abschätzbaren Kosten für den CO2­ -Ausstoß. 

Der Schlusssatz: „Unsere Enkel werden sich die Augen reiben über die solare Verblendung und politische Naivität der sogenannten Energiewende.“

*) Emanuel Höhener, Dipl. Ingenieur ETH, Silvio Borner, emeritierter Ökonomieprofessor der Universität Basel. Beide im Vorstand des Carnot-Cournot-Netzwerkes, einer Plattform für politische und wirtschaftliche Fragen, Weltwoche Nr. 03.19. <https://wwz.unibas.ch/fileadmin/user_upload/wwz/99_WWZ_in_den_Medien/2019_01_17_Kernkraft_gegen_Sonne.pdf>

Trotz eisiger Temperatur Verlass auf US-Kernkraftwerke

Wie „World nuclear news” am 4.2.2019 berichtete, hat der Stromversorger Exelon seinen Mitarbeitern dafür gedankt, dass sie “der Kälte trotzen” und die Kernkraftwerke in Illinois, New Jersey und New York am Laufen gehalten haben, als letzte Woche extreme Witterungsbedingungen die USA getroffen hatten. Zwölf Kernkraftwerke von Exelon befinden sich in den drei Staaten, die extremen Bedingungen ausgesetzt waren. Die Tagestemperaturen in der Region Philadelphia sanken auf -14 °C und die Windkühle-Temperatur (engl. wind chill faktor) bei -37,2 °C brachen den Rekord von 1948.

“Unsere Kernkraftwerke gehören zu den sichersten und zuverlässigsten Kraftwerken im Land. Wir sind bestrebt, verlässlich auch dann zu sein, wenn die Kunden uns selbst bei den kältesten Wetterbedingungen am dringendsten benötigen”, sagte Bryan Hanson, Chief Nuclear Officer von Exelon. Er dankte den Tausenden von Mitarbeitern der Kernkraftwerke, die “der eiskalten Kälte trotzen”, um die Flotte von Exelon in dieser Zeit großer Nachfrage aufrecht zu erhalten. Einwohner in den betroffenen Staaten sollten sich nicht zwischen sauberer Energie und Zuverlässigkeit entscheiden müssen – “unsere sicheren und gut betriebenen Kernkraftwerke liefern beides”.

Das extreme Wetterereignis wurde durch den polaren Wirbel verursacht, ein großer Bereich mit niedrigem Druck und kalter Luft, der beide Pole der Erde umgibt. Dieses Gebiet mit niedrigem Druck und niedrigen Temperaturen ist das ganze Jahr über vorhanden, schwächt jedoch im Sommer und wird im Winter stärker, erklärt die US-amerikanische Behörde für Ozeanien und Atmosphären. Der Begriff “Wirbel” (engl. vortex) bezieht sich auf den Luftstrom gegen den Uhrzeigersinn, der dazu beiträgt, die kältere Luft in der Nähe der Pole zu halten. Im Winter kann sich der Polarwirbel in der nördlichen Hemisphäre ausdehnen und kalte arktische Luft nach Süden ableiten.

Kohleausstieg ohne zuverlässigen Ersatz der Stromerzeugung

Der nachfolgende Beitrag ist einem Leserbrief von Prof. Dr.-Ing Helmut Alt an die FAZ entnommen. Er ergänzt den vorangegangenen Artikel auf dieser Webseite.

Am 25.1.2019 hat die Kohlekommission beschlossen, 2038 aus der Stromerzeugung mittels Kohlekraftwerke auszusteigen, einen Tag vorher am 24.01.2019 hatte die „Natur“ beschlossen, aus der Wind- und Solarstromerzeugung auszusteigen (Abb.): Es war den ganzen Tag über, von der Nordsee bis zu den Alpen kein Wind und die Sonne schien auch nicht. In Bayern waren die Photovoltaikanlagen mit Schnee zugedeckt. Ebenso wie die Naturgesetze nicht dem Gesetzgebungsprozess im Deutschen Bundestag folgen. Wenn auch ein Zwischenrufer im Plenum auf diesen Hinweis antwortete: „Dann müsse man die Naturgesetze eben ändern“! Der Gesetzgeber sollte schon zur Kenntnis nehmen, dass die Natur deren Beschlüsse, wie diese auch immer ausfallen mögen, nicht folgt.

Am 25.1.2019 hat die Kohlekommission beschlossen, 2038 aus der Kohle auszusteigen, einen Tag vorher hatte die Natur beschlossen, aus der Windstromerzeugung auszusteigen. Die windarme Zeit führte zu einem maximalen Börsenpreis von  105,3 €/MWh 

Leider wird im Abschlussbericht der Kohlekommission in keinem einzigen Diagramm anhand der Leistungsganglinien aufgezeigt, warum die Stromerzeugung trotz zunehmender Wind- und Solaranlageninvestments, zu Lasten aller Stromverbraucher, nicht möglich ist und ohne bezahlbare Stromspeicher auch zukünftig nicht möglich sein wird.

Es fehlte der Kommission offenbar mangels Fachwissen, an Demut zu bekennen, dass man zur Überbrückung von nur fünf Flautetage rd. 8 TWh benötigt, für die aber keine Stromspeicher verfügbar sind und auch in denkbarer Zukunft, zu bezahlbaren Kosten im Wettbewerb zu noch neu zu errichtenden Gasturbinen, nicht verfügbar sein werden. Das größte Pumpspeicherkraftwerk Europas in Goldisthal kann beispielsweise maximal 0,009 TWh bereitstellen, um dann wieder mit 30 % mehr Strombedarf, wie die bereitgestellte Strommenge ausmachte, aufgeladen zu werden.

Die Kommission hat den Ausstieg aus der Kohleverstromung für 2038 mit nur einer Gegenstimme vorabschiedet. Möglicherweise stammte diese eine Gegenstimme von einem geistigen Sohn AlbertEinsteins oder in Erinnerung an den Filmklassiker: „Die zwölf Geschworenen“. Albert Einstein sagte, als man ihm vorhielt, dass doch die überwältigende Mehrheit aller Physiker seine Relativitätstheorie für falsch hielte: „Warum sind es so viele, einer hätte genügt“.

Ohne Energiespeicherung kein Verzicht auf Fossil-Kraftwerke möglich

Die Energiewende im Strombereich zielt darauf ab, die Stromversorgung einzig und allein durch erneuerbare Energien sicherzustellen, die durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz erheblich gefördert werden mit der Folge der zweithöchsten Strompreise in Europa. Windenergie- und Solaranlagen als Hauptträger der erneuerbaren Energien können – unabhängig von deren Anzahl und Leistung – Kohle,- Gas- und Ölkraftwerke dann und nur dann ersetzen, wenn Energiespeicher zur Verfügung stünden, die für mindestens 14 Tage den wetterbedingten Ausfall der Erneuerbaren kompensieren und die sichere Stromversorgung übernehmen könnten. Energiespeicher in der erforderlichen Kapazität stehen nicht zur Verfügung und wird es in absehbarer Zeit auch nicht geben, wenn überhaupt jemals. Alle Aussagen, die das Gegenteil behaupten, stehen auf tönernen Füssen. Auch das europäische Verbundsystem stünde wohl kaum zur Verfügung, wie eine Studie der BDEW belegt [3].

Erforderlich wären Energiespeicher, die mindestens 21.000 Gigawattstunden (GWh) Strom liefern könnten. Die als Energiespeicher in Deutschland vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke liefern zusammen 40 GWh. Das mit 9 GWh größte deutsche Pumpspeicherkraftwerk befindet sich in der thüringischen Gemeinde Goldisthal. Diese Pumpspeicherkraftwerke kommen zum Stromausgleich bei kurzzeitigen Schwankungen des Wind- und Solarstroms zum Einsatz.

Fazit: Mit dem Kernenergie-Ausstieg ab 2022 können wir zur Aufrechterhaltung einer gesicherten Stromversorgung auf Kohle-, Gas- oder Ölkraftwerke nicht verzichten.

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ARD bestätigt die Unverhältnismäßigkeit des NO2-Grenzwertes “Straße”

Die ARD-Reportage “Das Diesel-Desaster” *) am 7. Januar 2019, 21:45 Uhr bestätigt den Artikel vom 4. Dezember 2018 auf dieser Webseite über die Unverhältnismäßigkeit des NO2-Grenzwertes “Straße” in vollem Umfang. Der Grenzwert wird in der Reportage als absurd niedrig ausgewiesen, bei dem keinerlei Gesundheitsrisiken bestehen, die Messergebnisse seien in Teilen manipuliert und Aufstellungsorte der Messanlagen seien höchst fragwürdig. In einer Wohnung ermittelte Messwerte belegen eine um das Mehrfache höhere NO2-Konzentration bei Gebrauch eines Gasherdes. Einen erschreckenden Eindruck hinterlässt die Rechtfertigung des Grenzwertes durch die Bundeskanzlerin, die als frühere Umweltministerin den Grenzwert mit zu verantworten und als Bundeskanzlerin beschlossen hat. Dieser unverhältnismäßige Grenzwert von 4o Mikrogramm pro Kubikmeter verursacht für die Nutzer von Dieselfahrzeugen einen Schaden in Milliardenhöhe.

*) https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/exclusiv-im-ersten-das-diesel-desaster-video-102.html

“Nicht ohne mein Atomkraftwerk!”

Den nachfolgenden Text (leicht gekürzt) schrieb Klara Beseler in der Zeitschrift „der FREITAG“ vom 28.12.2018, einem Meinungsmagazin. Sie ist mit ihrer Meinung nicht allein: In deutschen Medien mehren sich Beiträge, die in Sachen „Klimaschutz“ neu auf Kernkraftwerke setzen bzw. sich gegen deren Abschaltung wehren. Insbesondere haben sich in Anbetracht der CO2-Reduzierung die Europäische Kommission und der Weltklimarat IPCC für die friedliche Kernenergienutzung ausgesprochen. In Großbritannien wurde kürzlich mit dem Bau des Hinkley Point C Kernkraftwerkes begonnen.

BESELR: „Wenn Deutschland wirklich eine Vorreiterrolle im Klimaschutz haben will, muss die Heuchelei der Anti-Atom-Aktivisten ein Ende haben und einem neuen Realismus weichen. —- In Polen hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze zusammen mit Vertretern anderer Staaten eine Absichtserklärung vorgelegt, in der sich die Unterzeichner ehrgeizigen Klimaschutzplänen bis 2020 verpflichten. Das klingt positiv, verbirgt aber eine bittere Wahrheit: Deutschland versagt in Sachen Klimaschutz auf ganzer Linie. Allerdings nicht aus Mangel an Engagement, wie es so häufig Umweltaktivisten verbreiten.

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Windenergie in Deutschland und Europa

Unter diesem schlichten Titel veröffentlichten Dipl.-Ing. Thomas Linnemann und Dipl. Phys. Guido S. Vallana, beide VGB PowerTech. e. V., den 2. Teil “Europäische Situation im Jahr 2017” ihrer Untersuchung über Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität *).

Dieser Artikel ist eine überaus deutliche Warnung an alle, die dem Glauben an die gesicherte Stromversorgung durch Windkraftanlagen anhängen. Sie ist und bleibt unter den gegebenen technischen Möglichkeiten nicht ohne nukleare oder fossile Energiequellen zu bewerkstelligen. Weder in Deutschland noch im europäischen Verbundsystem.

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EU: Kernkraft für kohlenstofffreie Stromerzeugung unerlässlich

In dem im November 2016 vom Bundeskabinett beschlossenen Klimaschutzplan 2050 heißt es: „Die deutsche Klimaschutzpolitik orientiert sich am Leitbild einer weitgehenden Treibhausgasneutralität. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer schrittweisen Abkehr von der Verbrennung fossiler Energieträger bis 2050.“

Diese Zielsetzung ist mit der gleichwertigen Erfüllung der Maßstäbe Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit bei der Stromversorgung nicht zu erreichen. Nach dem Ausstieg aus der Kernenergie nunmehr auch auf konventionelle Kraftwerke zu verzichten, würde die sichere Stromversorgung erheblich gefährden. Die regenerativen Energien werden, solange keine geeigneten Stromspeicher existieren – und das wird auf absehbare Zeit der Fall sein – Kohle und Gas nicht ersetzen können.

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“Öko-Energien überholen Kohle, Gas und Atom”: Eine irreführende Berichterstattung

Der folgende Artikel entstammt einem Leserbrief von Prof. Dr. Helmut Alt, Lehrbeauftragter an der FH Aachen, an die Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30.11.2018.

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 29.11.2018 ließ Wolf Dewitz die Leser wissen, dass “erstmals die mit Öko-Energie betriebenen Anlagen in Deutschland mehr Strom liefern können, als konventionelle Kraftwerke.”

Dieser Bericht führt zu einer vollkommen irreführenden Vorstellung der realen Erfordernisse zur Gewährleistung einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung, schreibt Alt in seinem Leserbrief. Bereits die im ersten Absatz genannten Werte der installierten Kraftwerkskapzitäten: 112,5 GW Leistung der Erneuerbaren und 105,1 GW Leistung der Kohle-, Kernkraftwerke und anderer Anlagen sind zwar korrekt, sagen aber überhaupt nichts über deren reale Verfügbarkeit. Es folgtdann im dritten Ansatz der harmlose, verschönernde Satz: „Allerdings werden die Kapazitäten der Erneuerbaren nicht ausgeschöpft“ … „Von den im Jahr 2017 insgesamt erzeugten 601,4 TWh kommt nur gut ein Drittel (204,8 TWh) von erneuerbaren Energieträgern. Die Konventionellen liegen bei 396,6 TWh“.

Genau das ist das Problem, denn obschon die konventionellen Erzeugungsanlagen ganzjährig rund um die Uhr verfügbar sind, sind das die Erneuerbaren aus Wind- und Sonnenenergie leider nicht. Tatsache ist nun, dass unsere Stromversorgung ebenso bedarfsgerecht und sicher verfügbar wäre, wenn es die nur fluktuierend verfügbaren Wind- und Solaranlagen nicht geben würde. Dann hätten die Stromverbraucher aber auch deren Kosten nicht zu tragen, denn was nicht vorhanden ist, verursacht auch keine Kosten.

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Stickstoffdioxid-Grenzwert “Straße” ist unverhältnismäßig

Fahrverbote für Dieselkraftfahrzeuge. Klagen. Rechtsurteile. Dringend benötigter Umweltschutz oder blinder Aktionismus? Ist das wieder einmal eine der für Deutschland typischen Hysterien? Das Umweltbundesamt warnt vor giftigem NO2. „6.000 vorzeitige Todesfälle durch Stickstoffdioxid“, lautete eine Schlagzeile von ZEIT-Online am 8. März 2018 und beruft sich dabei auf einen Bericht des Umweltbundesamtes. Stickoxide sollen Erkrankungen wie Asthma, Allergien und Herzkreislauferkrankungen begünstigen.

 

Gesundheitliche Bewertung

Was sagen Experten: „Aus medizinischer Sicht ist der Stickstoffdioxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3) völliger Unsinn“, argumentierte kürzlich Alexander Kekulé, Professor für Medizinische Mikrobiologie und Virologie an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg, im Magazin „Zeit Doctor“. Die Menge des Stickstoffdioxids in unserer Luft sei weder giftig noch krebserregend. „Asthmatiker reagieren bei Werten oberhalb von 180 μg/m3mit einer leichten Schleimhautreizung. Bei Gesunden hingegen gibt es bis 1000 μg/mkeinen messbaren Effekt.“ Die EU habe den 40 Mikrogramm-Grenzwert 1999 ungeprüft von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übernommen. Doch er tauge nicht, um ihn auf den Straßenverkehr zu übertragen.1) Die WHO wiederum gibt seit mehr als zwei Jahrzehnten an, dass der Grenzwert im Jahresmittel 40 Mikrogramm betragen solle. Sie räumt selbst ein, dass es keine besonderen Studien gäbe, die diesen Wert belegen.

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