Privacy Policy

Kritische Bemerkungen zur Klima- und Energiepolitik

Print Friendly, PDF & Email

und zum anthropogenen CO₂

Dr. agr. Rainer Six, Dipl.-Physiker Heinz Georg Schlöder
Juni 2015

Eine erfolgreiche Regierungspolitik zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass im Volk ein ungestörtes Sicherheitsgefühl und eine breite Zufriedenheit mit den täglich erfahrenen Lebensbedingungen geschaffen und erhalten wird.
Solange “Brot und Spiele” für alle – am besten kostenlos – von der Regierung garantiert werden, ist Ruhe im Staat. Eine Indoktrination, Gängelung und der Druck einer propagierten staatlichen Einheitsmeinung und die Einengung der persönlichen Freiheit werden von der Masse nur solange hingenommen – allerdings nur so lange, wie der Wohlfahrtsstaat funktioniert. Mit einer ständig wachsenden Flut von Vorschriften, Verordnungen, Geboten und Verboten wird der Bürger immer mehr entmündigt. Eigenentscheidungen und die Verantwortung für sein Leben darf er stetig und in zunehmendem Maße an den Staat abgeben. Dafür verlangt er als allfürsorglicher Vater vollstes Vertrauen in seine oft nicht rational nachvollziehbaren Grundsatzentscheidungen, die schicksalhaft hinzunehmen und denen mit der eingeforderten Folgsamkeit nachzukommen sind.
Eine politisch verordnete Sichtweise ersetzt das persönliche Nachdenken und das kritische Hinterfragen. Letztendlich soll der Bürger seines eigenständigen Denkens entwöhnt und stattdesse dran gewöhnt werden, die Verlautbarungen der Regierenden und der herrschenden Eliten alternativlos als Wahrheiten zu akzeptieren. Ist dieser Zustand erreicht, dann können auch aus einer Ideologie entsprungene Thesen, die keiner wissenschaftlichen Begründung standhalten, von den Regierenden als politische Ziele propagiert durchgesetzt werden. Sind die Konsequenzen, z. B. die der sogenannten Energiewende oder der Bekämpfung des “Weltkimawandels”, für jeden Bürger zunächst nur finanziell unmittelbar unangenehm erlebbar, dann soll er die Belastungen gern und solidarisch auf sich nehmen, weil er dadurch seinen Beitrag zur Rettung der Erde leistet.
Dass es hier aber eben nicht (mehr) um Umweltschutz geht, sondern um harte Wirtschaftspolitik, hat Ottmar Edenhofer, Chefökonom am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, mit bemerkenswerter Offenheit in der NZZ vom 14.11.2010 öffentlich zugegeben. “Die Klimapolitik hat nichts mehr mit Umweltschutz zu tun. Da geht es um harte Wirtschaftspolitik. Klar gesagt: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um.” In diesem Zusammenhang spricht er auch von “industrieller Transformation”, “Dekarbonisierung der Wirtschaft” sowie generell vom “gesellschaftlichen Umbau”. Das ist dann nichts anderes als sozialistische Planwirtschaft unter dem Deckmantel des “Klimaschutzes”.

WeiterlesenKritische Bemerkungen zur Klima- und Energiepolitik

Wer Wind sät, wird Sturm ernten!

Print Friendly, PDF & Email

Gastbeitrag von

Werner Ressing, ehemaliger Leiter der Abteilung Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium

 

“Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen, die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.” (Friedrich Rückert)

e.on Spaltung: Die bedingungslose Kapitulation vor der Energiewende- und der Beginn vom Ende!

Er ist da, der Anfang vom Ende der Energiewende und die Wahrheit! Das Märchen von „Des Kaisers neue Kleider“ ist Wirklichkeit geworden. Nun zittert die Politik vor der „e.on-Bad- Bank“ und den Kosten des Kernenergieausstiegs, jubiliert noch gleichzeitig bei jeder Abschaltung eines Kohlekraftwerks und warnt vor den Kosten, die dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Gleichzeitig hat sie bereits 2013 mit der Reservekraftwerksverordnung eine Art „Brüningsche Notverordnung“ geschaffen, um fossile Kraftwerke heimlich zur Netzstabilisierung weiter am Netz zu halten!

Verlogener kann Politik nicht mehr sein! Jetzt kommt die Wahrheit. So logisch der e.on Beschluss betriebswirtschaftlich ist , so katastrophal wird er volkswirtschaftlich sein, weil nun Zug um Zug die Rechnung der planwirtschaftlichen Energiewende offengelegt wird und egal wie man das Blatt dreht und wendet, Rückstellungen hin oder her, letztlich zahlt der Deutsche Michel die Rechnung, ohne „wenn und aber“!

Wir feiern jede Kilowattstunde-Ökostrom und verteufeln jede Kilowattstunde aus konventionellen Kraftwerken, ohne zu bedenken, dass sie die Basis sind, für unseren „Strom aus der Steckdose“. Kein Mensch baut ein Haus ohne Fundament und kein vernünftiger Mensch, der darin wohnt, wird das Fundament niederreißen, es sei denn, man wohnt in Deutschland! Ja, wenn der Wind mal nicht weht oder die Sonne nicht scheint, dann gleichen wir das irgendwie aus. Der Wind weht aber ganz überwiegend nicht und die Sonne scheint ebenso nur temporär und bekanntlich nachts nie. Nach den Erzeugungskapazitäten von Wind und Sonne müsste schon heute der Bedarf vollständig aus Erneuerbaren gedeckt werden, wenn die Gleichung aufgehen soll, aber oh Wunder, der Beitrag liegt ganz überwiegend unter 10%! Da hilft es auch nicht, noch mehr Kapazitäten aufzubauen, weil sie stillliegen wie eine Jacht im Hafen, die nur in der Freizeit des Besitzers auf Hochtouren gebracht wird aber in unserem Fall über das EEG zusätzlich finanziert werden muss! Kein vernünftiger Mensch rudert mit dem Boot in einem trockenen Flussbett oder springt in ein Schwimmbad ohne Wasser! Nur wir Deutsche schaffen diese Kunststücke, merken allerdings – wie so oft in der Geschichte erst zu spät – wie schmerzhaft es ist!

Mit jedem neuen Windturm und jedem neuen Solarpanel sinkt die Auslastung der notwendigen Basiskapazität und damit die Wirtschaftlichkeit. Das ist das Problem von e.on und auch RWE. Vattenfall ergreift ohnehin schon die Flucht aus Deutschland und ENBW lebt noch in einer Zwitterrolle.

Mit Scheuklappen schauen wir begeistert auf den steigenden Ökostrom, ohne zu sehen, wie links und rechts die elektrizitätwirtschaftliche und industrielle Basis wegbricht. Dazu „schreddern“ wir pro Jahre 100.000 Vögel und Fledermäuse ohne Rechtsfolgen und bestrafen einen Rentner für die angebliche Ermordung eines Maulwurfs mit 1500,-€ als mildes Urteil, gerade noch ohne Freiheitsstrafe! Die Naturzerstörung unseres Landes soll hier nicht unerwähnt bleiben, aber nur gestreift werden, weil sie so gewaltig ist, das sie diesen Beitrag sprengen würde.

Der leise Abschied der Industrie“ tituliert das Handelsblatt nach dem „sogenannten“ Energieprogramm von 2010, dass noch die Laufzeitverlängerung Kernkraftwerke aber keine Kohlekraftwerke mehr im Programm hatte. Die Laufzeitverlängerung hielt nur gut 100 Tage statt zwanzig Jahre, soweit zur Kontinuität und Verlässlichkeit der Politik. Die sofortige Abschaltung von 8 KKW wirkt so, wie die Sprengung eines Hauses: Wegen der Trägheit der Massen passiert augenscheinlich zunächst nicht, aber dann! Dann sinkt das Haus in Sekundenbruchteilen zusammen. In diesem Momentum des mehrjährigen Zeitraffers der Energiewende sind wir gerade bei der e.on-Konversion angekommen; RWE wird folgen. Wo ist das Problem? Es ist so einfach wie schizophren: Wir subventionieren mit 23 Mrd € /a den Ökostrom und blenden das notwendige elektrizitätwirtschaftliche Fundament, sprich die fossile Basis, neudeutsch: Kapazitätsmärkte einfach aus! Wir weisen strikt die Forderung nach „Subventionen“ für Dreckschleudern zurück, die wir erst durch einen Subventionsturm ausgelöst haben, der babylonische Dimensionen sprengt. Wir freuen uns über die Verluste der Großkonzerne von 25 oder 30 Mrd € durch die zwangsweise Abschaltung der Kernkraftwerke, reklamieren natürlich sofort die Rückstellungen für die Stilllegung und merken erst später, dass wir alle die Rechnung mit jedem Frühstücksbrötchen selber bezahlen! Nichts anderes bedeutet die e.on Entscheidung und zwar mit oder ohne „Bad-bank“. Die Rechnung der planwirtschaftlichen Politik zahlen letztlich immer wir, die Verbraucher! Das hieß einmal „Sozialisierung der Verluste“ und wurde der jeweiligen verfehlten Unternehmenspolitik angelastet. Richtig, nur jede Regel hat eine Ausnahme: Hier ist es die verfehlte planwirtschaftliche Energie- und Klimapolitikpolitik, die zur schleichenden Erosion unseres Industriestaates und Wohlstandes führt. Die Stilllegung der Kernkraftwerke wird vermutlich einmalig nicht mehr verschlingen, wie die unnötige Subventionierung der Erneuerbaren durch das EEG mit 23 Mrd € pro Jahr!

Warum schweigt die Industrie und wozu das alles?

Wir wollen und müssen mal wieder die „Welt retten“ und übersehen, das uns die Maßstäbe verloren gegangen sind, mit CO2-Minderungen, die global im Promille Bereich liegen. 25% CO2- Minderung, nein 40%, nein 80%, warum nicht gleich 100%? und eine Vorreiterrolle seit 25 Jahren, von der die Weltgemeinschaft schon seit Rio 1992 keine Notiz nimmt, nicht in Kopenhagen, wo die Welt gerettet werden musste, noch in Cancun, Durban, Doha, Warschau, Lima und sicher auch nicht Paris 2015! Diese „Klimakonferenzen“ mutieren regelmäßig zu „Weltfinanzierungskonferenzen“, wo es letztlich nicht um Klimaziele sondern um nichts anderes als zusätzliche Finanzierungsinstrumentarien zwischen den Industrie- und Entwicklungsländer geht.

Sicherlich wird es vor allem wieder Deutschland sein, das in Paris nächstes Jahr zusätzlichen internationale Finanzierungzusagen zu Lasten des deutschen Steuerzahlers gibt und gleichzeitig weiter im Rahmen des EEG dafür sorgt, dass wir für nicht erzeugten Strom und negative Strompreise zahlen.

National bricht die Bundesregierung gerade mit dem „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ nach backloading und beschleunigtem Kernenergieausstieg zum dritten Mal in Folge nach dem Klimapaket von 2008/2009 ihre Zusage, dieses Paket bis 2020 als verlässlichen Rahmen für die Wirtschaft unverändert zu lassen. Weil das planwirtschaftliche Ziel von 40% offenbar verfehlt wird, soll auf Biegen und Brechen das Ziel ohne jede Rücksicht auf die wirtschaftlichen Folgen erreicht werden. Klimapolitisch wird, wie bisher, gar nichts erreicht. Die globalen Emissionen steigen mit und ohne Deutschlands verbissener Klimapolitik. Die Folgen der Politik sieht man bei e.on und bald auch RWE!

Keine realistische Aussicht auf ein Endlager

Print Friendly, PDF & Email

 

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks geht in dem vom General-Anzeiger mit ihr geführten Interview (8. Mai 2015) davon aus, dass “Atommüll” nicht vor 2050 in einem Endlager (für hochradioaktive Abfälle) eingelagert werden kann. Der Zeitraum ist viel zu optimistisch. Das wäre nicht mal dann der Fall, wenn die Entscheidung für einen Endlagerstandort bis 2031 erneut auf Gorleben fiele. Man bedenke: Das Planfeststellungsverfahren für das Endlager Konrad in Salzgitter begann Mitte der 80er Jahre, die Inbetriebnahme wird nach offizieller Verlautbarung frühestens 2022 sein. Das sind fast 40 Jahre Genehmigungsdauer und Bauzeit für ein Endlager für (nur) mittel- und schwachradioaktive Abfälle. Für die Betriebsaufnahme eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle hieß es in der Endlagerkommission bereits, nicht vor 2080. Sollte allerdings am Ende der Standortsuche die Entscheidung auf die Endlagerung statt in Salz auf Granit oder Ton fallen oder/und die spätere Rückholbarkeit der Abfälle gefordert werden, dann wäre auch 2080 wiederum zu optimistisch, denn für diese Fälle wären das bestehende, bislang auf Salz ausgerichtete Endlagerkonzept nicht anwendbar. Weder ist die auf Steinsalz ausgerichtete Jahrzehnte lange Endlagerforschung übertragbar, noch bestehen in Deutschland derart weit reichende Erfahrungen im Granit- und Tonbergbau wie im Salzbergbau. Die deutsche Beteiligung an ausländischen Endlagerforschungen an Granit und Ton wiegt den hiesigen Kenntnisstand und die Erfahrung mit Steinsalz als Endlagermedium nicht auf. Mit Granit und Ton würde die Endlagerplanung wieder ganz von vorn beginnen. Doch was völlig übergangen wird: Zwischen heute und der Standortentscheidung in 2031 liegen vier und bis 2050 mindestens acht Legislaturperioden mit überwiegend neuen Politikern und immer neuen Vorstellungen und Ideologien. Deutschland und insbesondere Ahaus, Gorleben und die Kernkraftwerksstandorte werden sich auf eine sehr lange Zeit der oberirdischen Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente einstellen müssen. Die Endlagerplanung in Deutschland ist und bleibt eine “never ending story”, wofür sich kein Politiker und keine Partei ernsthaft und auf Dauer einsetzt. Gewählt wird der Weg des geringsten Widerstandes und das bedeutet, die Endlagerplanung weit in die Zukunft zu verschieben. Vergessen ist die politische Vorgabe, dass die Generation für die Endlagerung verantwortlich ist, die den kerntechnischen Nutzen hatte und vergessen auch die politische Ansicht, dass nur untertägige Endlagerung radioaktiver Abfälle die sicherste Form der Lagerung ist. Doch wahrscheinlich finden sich auch für die mit dem Endlagersuchgesetz eingeleitete neue Endlagerplanung Argumente, die “zum Wohl des Volkes” sind.

Energiewahnsinn – wie alles begann

Print Friendly, PDF & Email

Gastbeitrag von

Werner Ressing, ehem. Abteilungsleiter für Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium

Mit 7 Schritten in den Wahnsinn

Der Irrsinn ist bei einzelnen etwas seltenes, – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.“ (Nietzsche)

Schon dieses Zitat sollte allen Befürwortern der Energiewende zu denken geben.

 

Vorwort

Mit der sogenannten Energiewende verfrühstückt unsere Gesellschafft derzeit alles, was in Jahrzehnten mit Fleiß und Willenskraft aufgebaut wurde. Die Schätzungen der Lasten, incl. der für die nächsten 20 Jahre verbrieften Gewinne an unzählige Spekulanten, gehen heute schon auf 400 Milliarden. Das wird nicht reichen, die wahre Rechnung wird, wie bei allen staatlichen Großprojekten, siehe Berliner Flughafen, erst am Ende präsentiert.

Die Energiewende, das stellen selbst viele Befürworter nicht in Frage, entbehrt jeder wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Logik. Sie basiert ausschließlich auf Angst und einer kruden „wir-retten-die-Welt- vor-dem-bösen-Tun-des-Menschen“- Religion.

Da die meisten Menschen mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet sind, erschließt sich ihnen nicht der Gedanke, warum ein so katastrophales Zerstörungswerk an den Festen unserer Industriegesellschaft trotzdem durchgesetzt wird? Im Bundestag, mit einer Physikerin als oberster Schirmherrin.

Warum ist angeblich noch immer eine Mehrheit der Bevölkerung von der Energiewende überzeugt , obwohl der Strompreis steigt und steigt?
Ist es die Unkenntnis der ganz überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung über die physikalischen Zusammenhänge der Stromversorgung eines Industriestaates oder das schleichende Gift der überzogenen Politik des Klimawandels, die letztlich als Droge eine Massenpsychose in mehrfacher Hinsicht ausgelöst hat?

Sicher ist, die grüne Politik erkennt früh ihre Chance, dieses Thema als Monopol zu besetzen, um sich so eine stabile parlamentarische Basis zu verschaffen. Die soziale und konservative Parteienlandschaft schaut erst ohnmächtig zu, bis sie erkennt, dass sie dieser grünen Politik nicht nur folgen, sondern sie sogar überholen muss, um entsprechendes Wählerpotenzial zu sichern. Die Folge ist eine grundsätzlich parteienübergreifende ideologische Politik, ohne jede Realität, leider mit breiter parlamentarischer opportunistischer Mehrheit, unterstützt von den Medien. Wir stehen mit dieser Ökodiktatur am Rande des Abgrunds,   „und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.” (Nietzsche)

WeiterlesenEnergiewahnsinn – wie alles begann

Engpässe im Stromnetz

Print Friendly, PDF & Email

Der Bonner GENERAL-ANZEIGER, wie auch viele andere deutsche Zeitungen, verbreitete am 5. Mai 2015 diese dpa-Meldung:

Viele Engpässe im Stromnetz
Reservekraftwerke bleiben notwendig

Deutschland braucht wegen des stockenden Stromnetzausbaus für den Winter weiter erhebliche Reservekapazitäten bei der Stromerzeugung. Wie die Bundesnetzagentur bestätigte, liegt der Bedarf für den bevorstehenden Winter 2015/2016 bei mindestens 6700 Megawatt – das ist mehr als doppelt so viel wie 2014/2015. Grund für den Zuwachs sei unter anderem die Abschaltung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld in Bayern in diesem Jahr. Ein Großteil der Leistung sei allerdings bereits gesichert, teilte die Behörde mit. Die Kapazitäten werden unter anderem in Österreich vertraglich festgelegt, aber nur sehr selten abgerufen.

Eigentlich gibt es in Deutschland weit mehr Erzeugungskapazität als die 60 000 bis 70 000 Megawatt, die im Land im Schnitt gebraucht werden. Es fehlt aber an Transportleitungen von den großen Windstromerzeugern im Norden in Richtung Süden und zunehmend auch in den Südosten der Republik. Auch 2016/17 soll der Reservebedarf mit mindestens 6600 Megawatt hoch sein, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Kraftwerksbetreiber können sich für die Aufnahme in die Kraftwerksreserve bewerben.

Hans Stirnberg hat dazu einen Leserbrief geschrieben. Er wurde vom GENERAL-ANZEIGER am 8. Mai 2015 veröffentlicht.
StromengpässeDer letzte Satz des Leserbriefes wurde nicht abgedruckt (Zensur?). Er lautete:
“Wäre Politik eine rationale Angelegenheit, wäre ein Moratarium für den Bau weiterer Solar- und Windstromanlagen überfällig. Leider wurde das Wort Vernunft bereits vor vielen Jahren aus dem Wortschatz deutscher Energiepolitik gestrichen.”

Kohlenstoffdioxid (CO₂) – Eine Bestandsaufnahme

Print Friendly, PDF & Email
Dr. agr. Rainer Six

Kein anderes chemisches Element steht so im Fokus der Öffentlichkeit wie der Kohlenstoff (C), der bei Verbrennung das angeblich “klimaschädliche“ Kohlenstoffdioxid (CO₂) entstehen lässt. Diese Bestandsaufnahme soll veranschaulichen, in welchen Mengen Kohlenstoff bzw. Kohlenstoffdioxid vorhanden ist, wie es entsteht und welche Austausch,- Freisetzungs- und Fixierungsprozesse stattfinden.
Die durch alle menschlichen Aktivitäten direkt (durch Verbrennung fossiler Energieträger) oder indirekt (durch technische und chemische Prozesse) freigesetzten CO₂- Emissionen betragen, wie auch das Bundesumweltamt bestätigt, weniger als 3% der globalen Gesamtmenge. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass 97% des CO₂ nicht durch Menschen verursacht wurden, sondern natürlichen Ursprungs sind und somit auch nicht in ihrer “klimaschädlichen“ Wirkung vom Menschen beeinflusst werden können.
Da die Mengenangaben mehr oder weniger kalkulatorisch sind und im Vergleich zueinander um mehrere Zehnerpotenzen divergieren, ist es zur Beurteilung der globalen Zusammenhänge ausreichend, die Zahlen auf wenige signifikante Stellen zu runden. Die jährlichen CO₂-Emissionen einzelner Länder liegen im 108 Tonnen-Bereich, die gesamten anthropogenen Emissionen im 1010 Tonnen-Bereich und die globalen Gesamtemissionen im 1011 Tonnen-Bereich.

CO2-Anthropogen_Six

WeiterlesenKohlenstoffdioxid (CO₂) – Eine Bestandsaufnahme

CO2-Emissionen

Print Friendly, PDF & Email
LB__Keil_280415Leserbrief von Dr. Günter Keil vom 28.4.2015 an den Generalanzeiger Bonn
Es geht allein um  Gesichtswahrung

(Gabriels Plan zur Abschaltung von Braunkohlekraftwerken)

Am Sonnabend demonstrierten die Gewerkschaften Verdi und IGBCE mit Arbeitern aus den deutschen Braunkohlerevieren gegen Gabriels Pläne, die auf eine Stilllegung von Kraftwerken und letztlich auch auf das Ende der Braunkohle-Verstromung in Deutschland hinauslaufen würden.         Die Begründung von Sigmar Gabriel für diesen Schritt, der in der Tat Zehntausende von Jobs vernichten würde, ist die Einhaltung einer Ankündigung der Kanzlerin, bis 2020 die CO2-Emissionen um 40% zu verringern, was sich inzwischen als eine leichtfertige und nicht einzuhaltende Angeberei herausgestellt hat. Frau Merkel hätte sich dem EU-Ziel, dieses Ergebnis bis 2030 zu schaffen, anschließen können, aber sie musste ja unbedingt Deutschland als unübertreffbares Vorbild herausstellen, das dieses Ziel 10 Jahre früher erreicht. Jetzt, vor dem baldigen Gipfeltreffen in Elmau, wissen alle, dass sie den Mund zu voll genommen hat. Es geht hier allein um ihre persönliche Gesichtswahrung, auch wenn damit ein Teil unserer Energieindustrie zerstört wird. Alle Politiker wissen, dass alle nationalen Sonderleistungen in der CO2-Einsparung in Europa völlig unwirksam und damit sinnlos sind. Weil das europäische ETS-System des Emissionshandels mit seinem Mengen-Deckel dafür sorgt, dass jede Tonne CO2, die ein EU-Land zusätzlich spart, durch den Ankauf der dann frei gewordenen, recht billigen Emissionszertifikate z.B. durch Polen oder Tschechien in dortigen Kohlenkraftwerken zusätzlich emittiert werden darf. Das bedeutet, dass alle zusätzlichen, teuren und nun auch Arbeitsplätze vernichtenden CO2-Einsparungen in Deutschland die Emissionen Europas nicht um eine einzige Tonne vermindern. In mehreren Gutachten ist diese Tatsache der Regierung bescheinigt worden; zuletzt sogar vom Weltklimarat IPCC selbst, der in seinem letzten 2014er Bericht Deutschland die völlige Unwirksamkeit seiner nationalen Extramaßnahmen bescheinigte. Es geht also bei dem Braunkohle-Streit tatsächlich gar nicht um den Klimaschutz. Es geht allein um das Vermeiden einer verdienten Blamage für Frau Merkel. Koste es was es wolle.

Dr.-Ing. Günter Keil , Sankt Augustin

Die Säulen der Energiewende wanken

Print Friendly, PDF & Email
Der weitere Ausbau von Wind- und Solarstrom ist sinnlos.
von Günter Keil

Die Regierung hat bis heute die Stromerzeugung mit Windkraftanlagen und mit Photovoltaik-Modulen als die beiden Säulen der Energiewende definiert. Dementsprechend ist der weitere Ausbau beider Erzeugungssysteme das Kernstück der Energiepolitik.
Allen Ernstes sieht ihre Planung vor,
– bis 2025 den Anteil der „Erneuerbaren“ im Strombereich auf 40 – 45% zu bringen;
– und bis 2035 auf 55 – 60%.
– 2013 lag er bei 25,3%.

Es ist bereits mehrfach dargelegt worden, dass es sich dabei um eine katastrophale Fehlentscheidung handelt, weil die Versorgungssicherheit bedroht wird, weil die Kosten untragbar hoch werden und weil insbesondere der Ausbau der Windkraft nicht nur zu massiven Naturschäden, sondern auch sogar zu einer Bedrohung der Gesundheit der Menschen führt.

Obwohl das begründet und bewiesen  wurde, hat sich die Regierung bisher unbeeindruckt gezeigt.
Eine nähere Prüfung der bisherigen Entwicklung führt nun zu überraschenden Ergebnissen:

Wir verdanken Rolf Schuster die minutiöse Verfolgung und Darstellung der Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen, deren Verlauf er über mehrere Jahre durch Auswertung der EEX-Strombörsedaten sowie der Informationen von Übertragungsnetzbetreibern (z.B.TenneT) in zahlreichen  Grafiken dokumentiert hat. Auch in diesem Papier verwende ich mehrfach seine Dokumentationen.

WeiterlesenDie Säulen der Energiewende wanken

Unbestrittene Erkenntnisse zum Klimawandel fehlen

Print Friendly, PDF & Email

Artikel – Titel „ Amtlich: Florida streitet Klimawandel ab“

General-Anzeiger 10.03.2015

Es kann nicht wirklich verwundern, dass das amtliche Florida den Klimawandel abstreitet. Es gibt keine unbestrittenen Erkenntnisse über einen vom Menschen verursachten Klimawandel. Die sachliche Kritik an den Vorhersagen des Weltklimarates nehmen zu und mit ihr die Zweifel an der Richtigkeit des Klimamodells als eine Grundlage ihrer Vorhersage. Der Rat prognostizierte steigende Globaltemperatur mit zunehmendem vom Menschen verursachten CO2 in der Atmosphäre. Dieses CO2 nimmt seit Jahren stetig zu, die Globaltemperatur aber blieb seit 16 Jahren konstant, was zeigt, dass die Voraussagen über die Auswirkung des CO2 in der Atmosphäre mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind. Eher lässt sich sogar eine leichte Temperaturabnahme erkennen. Nun sucht der Rat nach einer Erklärung. Die periodischen Veränderungen der Sonnenaktivitäten, die Veränderung der Erdbahnen, die ozeanographischen Oszillationen, allesamt Einflussgrößen auf die Klimaentwicklung, um nur einige zu nennen, blieben bislang im Klimamodell unberücksichtigt. Derzeit verringert sich die Sonnenaktivität, was nach wissenschaftlicher Erkenntnis in den nächsten 10 bis 20 Jahren sogar zu einer Abkühlung führen kann.

Und noch etwas stimmt nachdenklich: Das in der Atmosphäre neben Stickstoff und Sauerstoff nur zu 0,04 Prozent vorhandene lebensnotwendige CO2 ist zu 97 Prozent natürlichen Ursprungs. 3 Prozent werden durch den Menschen verursacht, entsprechend einem Anteil von 0,0012 Prozent an den Gasen der Atmosphäre, wovon Deutschland wiederum 0,000026 Prozent beiträgt. Ob Deutschland nun 0,000026 Prozent oder nach restriktiven und extrem teuren Reduktionsmaßnahmen in 20 Jahren nur 0,000018 Prozent beiträgt, ist für das Weltklima nicht von Bedeutung.

Erschienen im General-Anzeiger am 14./15. März 2015

Solarwärme: Die ungenutzte Alternative

Print Friendly, PDF & Email

 von Günter Keil

In mehreren Artikeln habe ich die seltsame ideologische Fixierung sowohl der rot-grünen als auch der schwarz-gelben Regierungen auf die Stromerzeugung behandelt. Man wollte unbedingt die sogenannten „erneuerbaren“ (regenerativen) Energiequellen zum vermeintlichen Klimaschutz stärker nutzen – aber jede dieser Quellen musste Strom liefern; nichts anderes kam in den Genuss der massiven Förderungen durch das EEG. Obwohl der weitaus größte Teil des Energieverbrauchs in die Wärmebereitstellung fließt, was eine schon immer bekannte Tatsache war.
So kam es zu einer dreifachen Fehlsteuerung der Energiepolitik:

– Die Nutzung der Sonnenenergie wurde allein auf die Photovoltaik (PV) beschränkt, also auf die Nutzung allein des sichtbaren Spektrums der Sonnenstrahlung, obwohl die Sonne weit überwiegend Wärmestrahlung zu uns schickt. Die volle Einstrahlung der Sonne erreicht in Deutschland etwa 1000 Watt pro m2; eine Leistung, die fast vollständig in einem Solarkollektor in Wärme umgewandelt wird. Die stromerzeugenden PV-Module können hingegen nur etwa 12% der Sonnenenergie in Gleichstrom umwandeln. Ein erhebliches Defizit dieser Technik. Der Preis für diesen Nachteil: Sehr wenig Strom nur um die Mittagszeit und das für sehr viel Geld – außer im Winter, in dem fast gar nichts mehr kommt – siehe Abb.1.

A3-1-PV Gesamt 7.2010-7.2012Vergrößerung: Mausklick auf die Grafik!

Abb.1: Leistung aller deutschen Photovoltaik-Anlagen von Mitte 2010 bis Mitte 2012. Obere Begrenzung des gelben Bereichs: Installierte Gesamtleistung. Totalausfall in den Wintermonaten.   Quelle: EEX
– Deutlich mehr Leistung erhält man zwar durch die Windräder – aber deren extrem starke Schwankungen, verbunden mit wiederholten Totalausfällen bei Flauten machen auch diese Technik vollkommen ungeeignet für die Stromversorgung eines Industrielandes. Zudem stellen die physikalisch bedingten Fluktuationen eine zunehmende Gefährdung der Netzstabilität dar. Und Speicher, die diese Schwankungen von Wind- und Solarstrom ausgleichen könnten, gibt es weder heute noch in ferner Zukunft.

– Die Nachteile des großflächigen Anbaus von Energiepflanzen sind oft eingehend beschrieben worden: Eine Verseuchung des Grundwassers durch Überdüngung, eine Bedrohung der Artenvielfalt durch die Silomais-Monokulturen, eine Verdrängung des konventionellen Ackerbaus durch die inzwischen für Landwirte unbezahlbaren Pachtpreise, die eine logische Folge der Subventionierung dieser absurden Energiepolitik sind. Aber zu diesen Nachteilen, zu denen auch ein kläglicher Energieertrag pro Fläche gehört, musste gemäß der Strom-über-alles-Doktrin auch noch die verlustreiche Verstromung des „Biogases“ Methan kommen, das man – wenn man es denn schon hat – ohne die verlustreiche Verstromung direkt in das Gasnetz einspeisen müsste.

WeiterlesenSolarwärme: Die ungenutzte Alternative