Japan will wieder weitere Kernreaktoren ans Netz bringen. Die Regierung von Ministerpräsident Fumio Kishida erwägt neben einer Verlängerung der Laufzeiten der bestehenden KKW auf mehr als 60 Jahre auch die Entwicklung und den Bau von Kernkraftwerken der nächsten Generation. Bis zum Ende des Jahres wolle man diesbezüglich zu einem Ergebnis kommen, wie Kishida am Mittwoch ankündigte. Er und das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie fordern die Entwicklung von sicheren Reaktoren, deren Bau dann in den 2030er Jahren beginnen könnte. Dies wäre eine deutliche Abkehr von der bisherigen Linie Japans, keine zusätzlichen Kernkraftwerke zu bauen. Dies ist auch insofern bemerkenswert, da es auch in Japan Einwände gegen die Kernenergie gibt.
CO2-Netto-Null wird bei der Stromerzeugung nur mit Wind und Sonne nicht erreicht werden können
Francis Menton [1] ist überzeugt, dass das Netto-Null-Ziel, also die Reduzierung des vom Menschen durch die Verbrennung fossiler Energieträger erzeugten CO2-Emissionen auf null, nicht erreicht werden kann. In seiner Analyse [2] beschreibt er die Gründe:
Das derzeit erklärte Ziel der Klimabewegung ist, bis 2050, wenn nicht früher, „Netto-Null“ gesamtwirtschaftliche Kohlenstoffemissionen zu erreichen. Die Regierungen im Wesentlichen aller westlichen Länder mit den fortschrittlichsten Volkswirtschaften haben sich in der einen oder anderen Form verpflichtet, dieses Ziel zu erreichen. Einige dieser Länder mit Netto-Null-Verpflichtungen haben gar noch frühere Ziele, oft in den 2030er Jahren, um die Netto-Null-Emissionen aus der Stromerzeugung zu erreichen.
Es ist wirklich erstaunlich, wie viele scheinbar anspruchsvolle Regierungen die Netto-Null-Stromverpflichtung eingegangen sind, ohne dass es irgendwo auf der Welt ein Demonstrationsprojekt gibt, das zeigt, wie dies möglich ist und zu welchen Kosten.
Fracking – wenn nicht jetzt, wann dann?
Nach dpa-Meldung vom 15.08.2022 stellte der stellvertretende Vorsitzende der Expertenkommission „Fracking“, Holger Weiß, das in Deutschland geltende Verbot der Erdgasförderung durch das sogenannte Fracking infrage.
„Man kann das eigentlich nur mit ideologischen Vorbehalten erklären. Einer sachlichen Grundlage entbehrt das.“ Die beim Fracking mittlerweile verwendete Flüssigkeit sei kein Gift, das sei „Spüli“. „Heutzutage kann man Fracking mit einem vertretbaren Restrisiko machen“, sagte Weiß.
Entsprechende Aussagen sind in den kürzlich eingestellten Berichten hier, hier zu finden. Per Fracking ließen sich die gewaltigen Energie-Reserven, über die Deutschland verfügt, erschließen.
Der Wasserstoff- Markthochlauf stottert. Kritik aus der Wirtschaft
Die Bundesregierung sieht im Wasserstoff ein Schlüsselelement für die Energiewende [1]. Nationale und europäische Bestrebungen fokussieren sich auf einen möglichst raschen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft („Markthochlauf“). Leitlinien bilden die „Nationale Wasserstoffstrategie“ (2020) und die „Wasserstoffstrategie für ein klimaneutrales Europa“ (2020). Begleitet wird die Umsetzung seit Mitte 2020 durch den „Nationalen Wasserstoffrat“ und auf EU-Ebene durch die „European Clean Hydrogen Alliance“ [2].
Zahlreiche Förderprogramme sollen den Markthochlauf unterstützen, etwa das mit 900 Mio. EUR ausgestattete deutsche Förderpaket H2Global, das die Europäische Kommission im Dezember 2021 genehmigte.
Auch die Europäische Kommission hat legislativen Nachholbedarf erkannt und den Mitgliedstaaten mit „REPowerEU-Plan“ im Mai 2022 Maßnahmen zur Ausgestaltung der Wasserstoffproduktion vorgeschlagen [2].
Korallenabdeckung am Great Barrier Reef in gutem Zustand
Bereits vor einem Jahr am 23. Juni 2021 schrieb die FAZ, die australische Regierung sei aufgebracht über die Ankündigung der UN- ESCO, das Great Barrier Reef als „gefährdet“ einstufen zu wollen. Canberra werde „starken Widerstand“ gegen die Empfehlung leisten, kündigte die Umweltministerin Sussan Ley an. Die Regierung sei „fassungslos“ über die drohende Herabstufung des seit 1981 bei der UN-Kulturorganisation als Welterbe gelisteten Korallenriffs.
Auch in den letzten Tagen erschienen Meldungen über Bleichereignisse auf Korallenriffen. Eine gute journalistische Recherche hätte indessen zu einem positiven Ergebnis führen müssen.
Die neuesten Daten zur Korallenbedeckung am Great Barrier Reef, die vom Australian Institute of Marine Science erstellt wurden, sagen aus [1], dass zwei der drei Hauptregionen des Riffs auf „rekordverdächtig“ guten Zustand seien. Die andere Region befinde sich auf rekordgleichen Niveaus (sobald die Unsicherheitsmargen berücksichtigt werden).
CO2 – Der Glaube an die große Grüne Lüge
Der Glaube an die klimaschädigende Wirkung des CO2 hat längst religiöse Ausmaße angenommen. Die zahlreichen wissenschaftlichen Belege, die dieser Behauptung widersprechen, verhallen unreflektiert. Ebenso auch die Aufrufe von anerkannten Wissenschaftlern dringen nicht durch. Die Klimakonferenzen haben nur das eine Zentralthema, wie lassen sich die Treibhausgase reduzieren. CO2-bedingte Erdtemperaturentwicklungen werden vorausgesagt, die keine gesicherte wissenschaftliche Grundlage haben. Meteorologische, geologische und kosmologische Entwicklungen mit nachgewiesenen Einflüssen auf die Erdtemperatur werden schlicht ignoriert. Sie würden den Glauben an die CO2-Wirksamkeit nicht nur stören, die würden die darauf aufbauende Politik ad absurdum führen.
Der Stresstest sollte die Zeit bis ins Jahr 2024 erfassen
Ein Kommentar über den von der Bundesregierung angeordneten Stresstest für das deutsche Stromnetz von Dipl.-Phys. Ulrich Waas:
„Nach den Verlautbarungen der Bundesregierung soll mit dem erneuten „Stresstest“ geklärt werden, ob im kommenden Winter auch bei Ausfall aller Gaslieferungen aus Russland, Schwierigkeiten in der Stromversorgung in Frankreich sowie Abschaltung der drei noch laufenden KKW in Deutschland die Stromversorgung gesichert werden kann. Dafür wird auf Weiterbetrieb und Wiederinbetriebnahme von – oft alten – Kohlekraftwerken gesetzt. Möglicherweise ließe sich das erreichen, auch wenn die Bereitschaft der Kohlekraftwerksbetreiber dafür ohne erhebliche öffentliche Zuschüsse besonders zur Wiederinbetriebnahme bisher gering zu sein scheint.
Schiefergas führt zur Entspannung des hochpreisigen Gasmarktes
Erst vor wenigen Tagen stellten wir auf dieser Webseite den Beitrag „Deutsches Erdgas – Fracking das Gebot der Stunde“ ein.
Hier nun lassen wir den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Geowissenschaften und Rohstoffe, Prof. Dr. Hans-Joachim Kümpel, in einer persönlichen Erklärung zu Wort kommen, der sich öffentlich wiederholt zum Fracking des Schiefergases bekannt hat.
Auf dieser Webseite sind hier, hier und hier weitere Informationen zum Thema Fracking und dem Schiefergas, um das es dabei geht, zu finden. Welt am Sonntag widmete sich ausführlich unter dem Titel „Ganz weit unten“ am 12. Juni 2022 diesem Thema.
Der Leistungsbeitrag von Wind und Solar wird überschätzt
„Bis 2030 sollen mindestens 80 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren bezogen werden. Es werden umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um den Erneuerbaren Ausbau voranzutreiben. So werden neue Flächen für den Ausbau der Photovoltaik bereitgestellt, die Beteiligung der Kommunen bei Wind an Land und Photovoltaik ausgeweitet, windschwache Standorte verstärkt erschlossen und die Rahmenbedingungen für den Ausbau von Photovoltaikdachanlagen verbessert.“
Dies sind Zeilen aus dem „Osterpaket“ des Bundeswirtschaftsministers *).
Deutschland hat bereits einen Überschuss an Wind- und Solaranlagen, die jedoch nicht in der Lage sind, allein zuverlässige Energie zu liefern. Und sie stehen überwiegend an Orten, wo der Strom nicht gebraucht wird. Noch fehlen die Übertragungsnetze, die Energiespeicher sowieso, um bei Flaute den Stromausfall zu kompensieren. Und sei das nicht bereits genug des Versorgungsrisikos, sollen die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet und ab 2030 auf Kohle verzichtet werden. Für den Betrieb von Gaskraftwerken fehlt die ausreichende Gasmenge.
Angst vor der industriellen Landwirtschaft?
-Ohne Mineraldünger droht der Hungertod-
Ich bin in der Landwirtschaft groß geworden, das waren in etwa die Jahre 1947 bis 1960, wo ich noch Erinnerungen habe. Es waren in dem Dorf Helstorf an der Leine, praktisch in den südlichsten Ausläufen der Lüneburger Heide, 30 Landwirte, die mehr oder weniger von der Landwirtschaft lebten. Von diesen 30 Landwirten gab es 3 Großbauern mit mehr als 100 Hektar Acker- und Weidefläche. Heute sind die „Kleinbauern“ alle verschwunden und es gibt noch 2 „leistungsfähige“ Höfe und 2, die am Rande der Existenz wirtschaften. Der Grund liegt einfach im Strukturwandel, Landwirtschaft lohnt sich nicht mehr – es sei denn, man betreibt sie nach modernsten Erkenntnissen. Doch was versteht man darunter?