Antarktik-Eisschmelze – Weniger als 1 cm in 30 Jahren

Eine neue Studie [1] berichtet, dass das Schmelzen des antarktischen Eisschilds (AIS) zwischen 1992 und 2020 insgesamt nur 0,74 cm zum Meeresspiegel hinzugefügt hat. Die Autoren halten diese Menge – +0,26 mm/Jahr Schmelzwasseräquivalent offenbar – für äußerst alarmierend.

Die Studie bewertet 203 Gletscher auf der AIS Western Peninsula und dokumentiert einen statistisch signifikanten Anstieg der Oberflächenmassenbilanz (SMB) seit 1980 sowie eine stabile bis leicht positive Gletscherhöhenänderung (+0,02 m pro Jahr) von 1989 bis 2020. Ein 40-jähriger positiver SMB-Trend deutet darauf hin, dass die Region mehr Wasser als Schnee und Eis an Land speichert, anstatt es ins Meer abzugeben.

[1] https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1029/2026GL122660