„Die Endlagersuche wird konkreter“, meldete am 27. Oktober 2026 die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die Gebiete für ein mögliches Endlager seien auf weniger als 5 % der Fläche Deutschlands eingegrenzt. Konkreter? Dazu muss man wissen, dass die „angestrebte“ Festlegung des Standortes für das Jahr 2031 von der BGE schon im November 2022 auf den Zeitraum 2046 bis 2068 verschoben worden ist.
Schweden und Finnland können bereits Genehmigungen für die Endlagerung abgebrannter Brennelemente vorweisen, deren Bau im vollen Gange sind. Schweden rechnet mit dem Beginn der Einlagerung Ende 2030.
Deutschland hinkt den beiden Ländern nicht um Jahre hinterher, sondern Jahrzehnte. Ich würde mich sehr täuschen, wenn noch in diesem Jahrhundert ein betriebsbereites Endlager für abgebrannte Brennelemente in Deutschland zur Verfügung stände. Was läuft seit der nicht nachvollziehbaren Beendigung der Salzstock-Erkundung in Gorleben schief? Nur zur Erinnerung: Die Bundesregierung hatte in 2000 den Salzstock beim Stand der Untersuchung für „eignungshöffig“ erklärt.