Privacy Policy AG E+U - Die Realisten - Seite 2 von 63 - Die Energiewende wird scheitern.

Gott und die Klimakrise

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Wenn es darum geht, zu dem Thema „Gott und die Klimakrise“ etwas Substantielles, Helfendes oder Tröstendes zu sagen, dann haben die meisten Theologen damit große Schwierigkeiten: Es gibt ein Buch „Gott in der Klimakrise – Herausforderungen für Theologie und Kirche“, in dem sich das sehr überzeugend nachlesen lässt. Und heutige Wetterkapriolen als Vorboten einer Apokalypse zu interpretieren – das ist ein Zeichen dafür, dass derartige „Verkündiger“ sich einfach nicht die Mühe gemacht haben (oder zu faul waren), sich mit Klimageschichte zu beschäftigen. Sie schließen sich einfach dem an, was von Leuten behauptet wird, bei denen zu fragen ist, was für Interessen sie mit solcher apokalyptischen Angstmache verbinden. Als Beleg für die Klimageschichte im letzten Jahrtausend – und darüber hinaus – sei auf die Ergebnisse einer entsprechenden Studie von Rüdiger Glaser [1] verwiesen. Hier ist sicher auch viel Bequemlichkeit im Spiel, sich gar nicht erst die Mühe eines ‚sich selbst Informierens‘ zu machen, sondern politisch nachzuplappern, was andere zielbewusst vorgeben nach dem Motto: Angst verkauft sich gut.

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Stromversorgungsengpass in Frankreich

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Die gesicherte Stromversorgung in Frankreich bereitet gegenwärtig Sorgen. Nur gut die Hälfte der französischen Kernkraftwerksleistung stand im Dezember 2022 zur Verfügung. Grund für die Versorgungsengpässe, die insbesondere im Januar erwartet werden, ist die verzögerte Wartung vieler Reaktoren. Das neue Kernkraftwerk in Flamanville soll erst 2024 ans Netz gehen, ein weiteres Jahr später als geplant.

Frankreich probt derzeit den Ernstfall, heißt es in den Medien. Die Bevölkerung müsse sich deshalb auf die Unterbrechung der Versorgung von jeweils zwei Stunden vorbereiten. Es soll sich um lokale Stromausfälle handeln, die kleine Gebiete und nicht ganze Städte oder ein komplettes Département betreffen.

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Wird der Klimawandel New York wirklich unter Wasser setzen?

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Ein ins Deutsche übersetzter Artikel von Steven Koonin*):

NOAA berichtet, dass der Meeresspiegel der Stadt bis 2050 um 31 cm (1 foot) steigen wird, aber es gibt zu viele Variablen, um den Anstieg wirklich zu kennen [1].

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht der National Aeronautics and Space Administration (NASA) alarmiert erneut, dass die New Yorker im Begriff sind, von schnell steigenden Meeren überschwemmt zu werden. Eine Überprüfung der Daten legt jedoch nahe, dass solche Warnungen übertrieben sind (Im Original: …need to be taken with more than a few grains of sea salt).

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Bundeswirtschaftsministerminister zeigt sich weiterhin uneinsichtig

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Zu dem F.A.Z.-Artikel „Habeck lässt Wissing im Atomstreit abblitzen“ vom 04.01.2023 nimmt Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt Stellung.

In dem F.A.F.-Artikel vertritt Habeck die Ansicht, die Versorgungssicherheit in Deutschland sei jetzt und in Zukunft auch ohne Kernkraftwerke gewährleistet, auch bei steigendem Strombedarf. Deutschland verfüge über eines „der sichersten und zuverlässigsten Stromsysteme weltweit“. Entscheidend dafür sei der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien, der mit dem Kohleausstieg bis 2030 einhergehe.

Dazu Prof. Alt: “Es ist unverständlich, wie man auf den Leistungsbetrieb der Kernkraftwerke mit CO2– freier Stromproduktion und auf Kohle und Gas/Öl-Kraftwerke verzichten zu können glaubt, wenn man sehenden Auges zur Kenntnis nehmen muss, dass dreieinhalb Wochen im Dezember 2022 der Anteil der Solar- und Windenergieanlagen, wie vorstehendes Diagramm doch eindeutig zeigt, wetterbedingt nahezu unbedeutend ist:

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2022 war das siebwärmste Jahr der 44-jährigen Satellitenaufzeichnung

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Der Dezember 2022 beendete das Jahr mit einer globalen troposphärischen Temperaturanomalie von +0,05 ° C über dem Durchschnitt von 1991-2020, der gegenüber dem Novemberwert von +0,17 ° C lag.

Die durchschnittliche Anomalie für das Jahr betrug +0,174 ° C, was 2022 zum siebwärmsten Jahr der 44+ Jahre globalen Satellitenaufzeichnung macht, die Ende 1978 begann. Die anhaltenden Bedingungen in La Nina im Pazifischen Ozean haben dazu beigetragen, die globalen Durchschnittstemperaturen in den letzten zwei Jahren zu senken.

Die globale Temperaturentwicklung ist demnach überhaupt kein Grund zur Sorge, auch wenn Medienberichte oftmals anderes verkünden.

https://www.drroyspencer.com/2023/01/uah-global-temperature-update-2022-was-the-7th-warmest-of-44-year-satellite-record/?mc_cid=078c1178f2

 

„Grüner Wasserstoff“ – Probleme des Wann, Wie, Wo und der Kosten

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„Ein unbequemer Energieträger für die Gestaltung der Energiewende“

Mit „grünem“ Wasserstoff bezeichnet man den durch Elektrolyse von Wasser (im Elektrolyseur) gewonnenen Wasserstoff, wobei der Strom für die Elektrolyse ausschließlich durch erneuerbare Energien wie z. B. Windenergie oder Sonnenenergie erzeugt wurde.

„Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen. Der flexible Energieträger ist als Schlüsselelement unverzichtbar für die Energiewende und eröffnet deutschen Unternehmen neue Märkte. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie machen wir Deutschland zu einem globalen Vorreiter“, verkündet das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf seiner Webseite [1].

An keiner Stelle findet man allerdings offizielle Hinweise auf die Lagerung des grünen Wasserstoffs und seinen Transport, auf diesbezügliche Kosten, der Energieeffizienz möglicher Verwendungen und der Wirtschaftlichkeit seines Einsatzes. „Unausgegoren“, nennt Sinn [8] das politische Vorhaben.

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Allzeithoch der Kohlenachfrage macht globale CO2-Abnahme unmöglich

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…oder die Sinnlosigkeit von Netto-Null- und Dekarbonisierungszielen

Gegen Ende 2020, als die Covid-19-Pandemie weiter wütete, machten einige Klimawissenschaftler und Energieexperten eine Vorhersage. Sie schätzten, dass die Emissionen aus fossilen Brennstoffen – die gerade dank der globalen Pandemie gesunken waren – nie wieder die Höhen von 2019 erreichen könnten. Vielleicht, so spekulierten sie, hatte die Welt nach über einem Jahrhundert, in dem immer mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre abgegeben wurde, endlich “Spitzenemissionen” erreicht.

Sie haben sich geirrt.

Laut einem Bericht, der letzten Monat vom Global Carbon Project veröffentlicht wurde, werden die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen im Jahr 2022 voraussichtlich 37,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid erreichen, den höchsten, der jemals aufgezeichnet wurde. Das bedeutet, dass trotz der anhaltenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, die zu einem Rückgang der Emissionen um über 5 Prozent im Jahr 2020 führte, die CO2-Emissionen stärker sind als je zuvor.

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Sensationell: 2 Millionen Jahre altes Ökosystem auf Nord-Grönland entdeckt

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Eine 2 Millionen Jahre alte DNA-Probe zeigte, dass die jetzt weitgehend leblose Polarregion einst reiche Pflanzen und Tiere beherbergte – darunter elefantenähnliche Säugetiere, die als Mastodons bekannt sind, Rentiere, Hasen, Lemminge, Gänse, Birken und Pappeln  – als die Temperaturen zwischen 10 und 17 Grad Celsius wärmer waren als Grönland heute, berichtete im Dezember 2022 die Zeitschrift Nature [1].

Die Mischung aus gemäßigten und arktischen Bäumen und Tieren deutete auf eine bisher unbekannte Art von Ökosystem hin, das kein modernes Äquivalent hat – eines, das als genetische Roadmap dafür dienen könnte, wie sich verschiedene Arten an ein wärmeres Klima anpassen könnten, fanden die Forscher.

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Energiefakten am Beispiel November 2022

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Im Jahr 2030 sollen 8o% des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen, um im Jahr 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 den Strom aus erneuerbaren Energien zu verdoppeln. Dabei spielt die Windenergie eine wichtige Rolle. Das „Wind-an-Land-Gesetz“ soll den Ausbau der Windenergie in Deutschland deutlich schneller voranbringen. Bundestag und Bundesrat haben das Gesetz im Juli verabschiedet. Es tritt am 1. Februar 2023 in Kraft [1].

Was aber, wenn der Wind ausbleibt, die Sonne nicht scheint und wir immerhin noch rund 40% der täglichen Tagesspitzenleistung an elektrischer Leistung benötigen? Auch die angestrebte Verdopplung der erneuerbaren Energien hilft in dem Fall nicht weiter.

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Falsche Dringlichkeit verhindert eine sachgerechte Energiepolitik

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Mit geradezu diplomatischen Worten kritisiert Judith Curry*) die apokalyptische Übertreibung des menschlichen Einflusses auf den Klimawandel [1]:

In den letzten zwei Jahrhunderten haben fossile Brennstoffe den Fortschritt der Menschheit vorangetrieben, den Lebensstandard verbessert und die Lebensdauer von Milliarden von Menschen verlängert. Im 21. Jahrhundert ist ein rascher Übergang weg von fossilen Brennstoffen unter der Schirmherrschaft des Pariser Abkommens der Vereinten Nationen zu einem internationalen Imperativ für den Klimaschutz geworden. Infolgedessen wird die Energiewende des 21. Jahrhunderts von strengen Zielen zur schnellen Eliminierung von Kohlenstoffdioxidemissionen dominiert. Das jüngste COP27-Treffen in Ägypten hat jedoch gezeigt, dass nur sehr wenige Länder der Welt auf dem richtigen Weg sind, um ihre Emissionsreduktionsverpflichtungen zu erfüllen.

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