Das Ende der Klimakatastrophe und was jetzt folgen müsste

Am 7. April 2026 wurde eine bemerkenswerte Stellungnahme des „Scientific Steering Committee“ (SSC) des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) veröffentlicht. Dieses Gremium koordiniert Szenarien für globale Klimamodelle, berät den IPCC und setzt verbindliche Vorgaben für Forschungseinrichtungen zur Erstellung von Klimaprojektionen. Die Autoren fungieren also als führendes Steuerungsgremium der Klimamodellierung, wodurch der Artikel den Charakter einer verbindlichen technischen Richtlinie erhält. Inhalt des Papiers war die Aufgabe des Zukunftsszenarios „RCP 8.5“ als „unplausibel“ und seine Ersetzung durch ein weit harmloseres Szenario.

Dieses besonders bedrohliche Hochrechnungsszenario lag bislang unter anderem von der Bundesregierung bei deren Klima-Anpassungsstrategie zugrunde.

Was widerrief das SSC/IPCC als unglaubwürdig?

 Prof. Dr. Fritz Vahrenholt hat dazu in seiner Veröffentlichung mit dem Titel „Weltklimarat sagt Klimakatastrophe ab“ [1] folgende Fakten publiziert:

Das IPCC hat drei wichtige Klimamodelle für Computer-Berechnungen wegen mangelnder Plausibilität zurückgezogen: Es sind die Modelle RCP 8.5, SSP5-8.5 und SSP1-1.9. Das von den 44 IPCC-Wissenschaftlern jetzt als das wahrscheinlichste, die Klimaentwicklung darstellende Modell ist RCP 2.6. Dessen Temperatur-Grafik verläuft mit leichtem Anstieg bis 2040, um danach flach und gleichbleibend weiterzugehen.

Damit stellt Vahrenholt neue Berechnungen vor: Nun wird erwartet, dass die Erderwärmung bis zum Jahre 2.100 von 2,56 °C gegenüber dem Basisjahr 1860 erreicht. Weil es bis zum Jahr 2025 bereits eine Erwärmung um 1,45 Grad gab, bleibt für den Zeitraum bis 2100 nur ein Anstieg von 1,1 °C übrig.

Und was bleibt dann für die Rettung der Welt durch Deutschland übrig?

 Dessen Anteil an der Emission des nun nicht mehr gefährlichen Kohlendioxids an den Emissionen der Welt ist 1,45 %. Damit würde die Welt durch Deutschlands gewiss weitergehende Emissionen um weitete 0,016 Grad Celsius „erwärmt“. Unsere Milliarden sind – zumindest mathematisch – nicht umsonst.

Die alten drei „unplausiblen“ Szenarien waren bisher die Grundlage für tausende von Studien und unzähligen klimapolitischen Maßnahmen, die jetzt wegbrechen. Sie prognostizierten Erwärmungen von bis über 5 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts. Und sie dienten damit zahlreichen Wissenschaftlern und den weltweiten Regierungen als Grundlage für Studien und ihre Klimapolitik. Zahlreiche Regierungen und internationale Organisationen integrierten diese Aussagen in ihre Politik und ihre Gesetze – allen voran Deutschland.

Die angeblich drohende Klimakatastrophe wurde von Journalisten und Politikern geradezu begierig aufgegriffen. Angst verkauft sich eben immer am besten. Die Medien brachten auf der Grundlage der erschreckenden Veröffentlichungen ihrerseits Schlagzeilen, die oft noch dramatischer klangen.

Die jetzt vom wichtigsten und maßgebenden Wissenschaftler-Gremium IPCC verkündete Beurteilung der Unplausibilität bedeutet, dass fast jede in den letzten 15 Jahren Angst schürende Schlagzeile in den Medien und jeder dazugehörende Klimapanik-Artikel falsch war.

Es ist eine interessante Frage, wie sich denn die bisherigen enormen finanziellen Aufwendungen ausgewirkt haben, die Deutschland für seine Bekämpfung der vermuteten Klimakatastrophe geopfert hat.

Das Versagen der letzten und der jetzigen Bundesregierung

 Die sogenannte Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP hat bereits zu Beginn der Klimakatastrophen-Vorhersagen und Warnungen von einigen Wissenschaftlern und insbesondere von anschließenden Forderungen der UN-Bürokratie und trotz der bereits damals erheblichen Kritik von zahlreichen Klimawissenschaftlern an der von Anbeginn umstrittenen CO2-Weltuntergangstheorie mit drastischen Gesetzen eine einseitige Politik begonnen, die jedes Maß vermissen ließ.

Ihr Versagen war vor allem durch das totale Ignorieren der äußerst geringen Bedeutung Deutschlands bei einer weltweiten Bekämpfung des vermeintlichen Klimawandels gekennzeichnet. Man wusste sehr wohl, wie klein der prozentuale Anteil unseres Landes an den Gesamtemissionen des Spurengases CO2 in der Welt war: Es waren damals 1,8 Prozent. China hatte bereits seit jeher einen Anteil von mehr als 30 Prozent.  Dennoch führte sich die Bundesregierung mit ihren Klimaschutz-Gesetzen als „Vorreiter“ auf und beanspruchte damit die Rolle des Retters der Menschheit.

Es war von vornherein klar, dass Deutschland, selbst wenn es sein eigenes Verschwinden von der Erdoberfläche schafft, damit nur einen winzigen Beitrag zu den von den Untergangspropheten geforderten CO2-Emissions-Verhinderungen leisten würde.

Was vor allem versäumt wurde, war eine realistische Einschätzung der Bereitschaft aller übrigen, vielfach weitaus größeren entwickelten Länder, sich überhaupt an den angeblich notwendigen Emissionsreduzierungen zu beteiligen.

Die erforderlichen Konsequenzen der neuen Klimabewertung für uns

 Eigentlich müsste die Politik nun ihre zahlreichen Gesetze und Verordnungen, die der Bekämpfung der Klimakatastrophe dienen sollten, „in die Tonne“ befördern. Das ist allein deshalb zwingend, weil die bisher vom IPCC geforderten teuren Kohlendioxid-Verringerungsmaßnahmen, die nun vollkommen wirkungslos und somit unnötig sind, zunehmend unsere Wirtschaft ruinieren und die Bevölkerung ausplündern – zur Abwehr einer Bedrohung, die es nicht gibt. Wenn Klimaschutz, dann aber mit realistischem Augenmaß auf der Basis von Fakten.

Eine Zusammenstellung von Maßnahmen, die beendet werden sollten:

  • Das Erneuerbare Energie-Gesetz (EEG)
  • Die Förderung von Windkraftanlagen und Solarstromanlagen
  • Die Beendigung der Fördermaßnahmen für Wasserstoff (Herstellung und Nutzung); Ende des Projektes „Grüner Stahl“
  • Das Heizungsgesetz (GMG), auch in seiner geänderten Fassung für Juli 2026
  • Die Subventionen für Wärmepumpen – Kauf und Einbau
  • Die Subventionen für die Wärmedämmung von Gebäuden
  • Beendigung der finanziellen Unterstützung beim Elektroauto-Kauf.
  • Das betrifft auch das von der EU-Bürokratie angestrebte Verbot von „Verbrenner“-Autos.

Bei dieser noch lange nicht kompletten Liste geht es um die Zurücknahme der staatlichen „Umerziehungsmaßnahmen“ und die Ermöglichung der freien Entscheidungen der Bürgerinnen und Bürger – und um die Wiederherstellung der Marktwirtschaft.

Maßnahmen die begonnen oder stärker finanziert werden sollten:

  • Ausbau der Fernwärme
  • Stopp des Rückbaus der betroffenen Kernkraftwerke
  • Erschließung der außerordentlich reichen Erdgasvorkommen in Norddeutschland

Von diesen drei Maßnahmen hat allenfalls ein Fernwärme-Ausbau geringe Chancen. So positiv es wäre, aber diese Aufgabe würde die Nutzung sehr vieler Wärmeerzeuger erfordern, die es einmal gab, die jedoch der ideologischen Energiepolitik zum Opfer fielen: Vor allem Kohlekraftwerke. Ebenso Kernkraftwerke, die zwar nicht das gefürchtete CO2erzeugen, aber aus Angst vor Strahlungskatastrophen abgeschaltet wurden. Auch wenn in vielen anderen Staaten immer mehr Reaktoren ans Netz gehen und deren Sicherheitstechnik beispielhaft ist – besser nicht hinsehen. Es blieben für die Fernwärme nur Gas- und Heizöl als Wärmelieferanten, was fossil ist und somit abgelehnt würde.

Wie reagierte die Bundesregierung nach Klimamodell-Rücknahme?

Man muss leider feststellen, dass es bisher keine konkreten Änderungen der Klimapolitik gegeben hat. Die Klimapolitik der Ampelregierung wurde von der jetzigen Koalition bislang mit Ausnahme des noch nicht verabschiedeten Klimagesetzes kritiklos übernommen. Auch die Finanzierung der vielen, zumeist in Form von Gesetzen und Verordnungen eingeleiteten Maßnahmen, die vor allem die Industrie belasten, läuft weiter. Noch wird die fortschreitende Zerstörung der Wirtschaft und die Abwanderung von Industrieunternehmen offenbar von der Regierung nicht als sehr ernstes Warnsignal angesehen. Vielleicht müssen erst die Gewerkschaften „erwachen“, wenn sie die wachsende Arbeitslosigkeit nicht mehr übersehen können.

Auch die Klimamodell-Rücknahme wird nichts ändern. Das Abrücken des Weltklimarats (IPCC) vom bislang schlimmstmöglichen Szenario für die Klimaerwärmung wird von den Fraktionen im Bundestag kontrovers bewertet. Dies wurde in einer von der AfD verlangten Aktuellen Stunde am Mittwoch, 20. Mai 2026 [2], deutlich. Während Abgeordnete der AfD dies in der teils sehr hitzig geführten Debatte als „Ende des größten Betrugs der Menschheit“ begrüßten, sahen Rednerinnen und Redner der übrigen Fraktionen darin in erster Linie einen Beleg für die Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen.

Epoch Times [3] fragte in der Regierungspressekonferenz, welche Auswirkungen dies auf bisherige politische Entscheidungen oder bereits in der Planung befindliche Gesetzesentwürfe habe. In seiner Antwort verwies der Sprecher des Bundesumweltministerium, Christopher Stolzenberg, am 14. Mai 2026 auf das gerade im Bundeskabinett beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz (Heizungsgesetz), „wo ganz vorne auf der ersten Seite steht: ‚Die Klimagesetze gelten weiterhin‘ und damit eben auch die Klimaziele.“ „Insofern gibt es für uns erst mal keinen Bedarf, das anzupassen. Und wie auch Regierungssprecher Herr Kornelius schon gesagt hat: Klimaneutralität 2045 stand jetzt nicht zur Debatte. Vielmehr wird es ja jetzt auch noch bekräftigt durch die neue Gesetzeslage.“ Ihm sei nicht bekannt, dass die Klima-Modellgruppe „RCP 8.5“ der „Game Changer“ gewesen sei, „sodass man nun das alles ändern muss. Davon ist mir nichts bekannt“, so Stolzenberg.

Ein Lichtblick: Die energiepolitische Agenda der Bundeswirtschaftsministerin, Katharina Reiche, zielt darauf ab, Subventionen zu reduzieren, die Frage nach Technologieoffenheit zu stärken und gesetzliche Vorgaben (wie das umstrittene Gebäudeenergie-Gesetz ihres Vorgängers) zugunsten von Marktkräften zu reformieren [4] [5] [6]. Ihre politische Richtung stimmt. Hoffentlich kann sie sich durchsetzen.

Und die Kehrseite: Einen sehr starken Widerstand gegen die Streichung aller anti-fossilen Gesetze würden die Unternehmen und Organisationen leisten, die mit „klimafreundlichen“ Produkten, Verfahren, und Dienstleistungen eine Menge Geld gemacht haben. Diese Goldader darf auf keinen Fall blockiert werden. Es geht um viel Geld, weshalb dieser Widerstand wohl der größte der drei wäre.

Rechtliche Hindernisse

Auf die Hindernisse machte der Staatsrechtler Ulrich Vosgerau aufmerksam:

„Der Klimaschutzbeschluss des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 24. März 2021 hat dem Staat quasi den Boden unter den Füßen weggezogen und die Bundesrepublik in eine glaubensgeleitete CO2-Vermeidungsgesellschaft verwandelt. Ohne Gegenstimme, ohne Minderheitenvotum und auch ohne eine öffentliche Verhandlung – in deren Rahmen die völlige Einseitigkeit der durch das Gericht zur Kenntnis genommenen Informationen und Ansichten aufgefallen wäre – versuchte das Karlsruher Gericht (in verfassungsrechtlich nicht mehr nachvollziehbarer Form) politische Absichtserklärungen der seinerzeitigen Bundesregierung im Nachgang der Pariser Klimaschutzkonferenz von 2015 zu einer Art Über-Verfassungsrecht zu erklären. Das hatte die Folge, dass nun jedes Grundrecht unter dem Vorbehalt von „Klimaschutz“ und CO2-Vermeidung steht.

In der Folge musste das deutsche Klimaschutzgesetz drastisch verschärft werden. Nachdem selbst die klimaschutzfreundliche Ampelregierung festgestellt hatte, dass die neuen Vorgaben (sollte die Zivilisation aufrechterhalten werden) nicht zu schaffen sein würden, entschärfte sie das Gesetz im Mai 2024 wieder, was indessen eine Verurteilung der Bundesrepublik zur Einhaltung jedenfalls der verbleibenden, nach wie vor drastischen CO2-Einsparungsziele durch das Bundesverwaltungsgericht nicht verhindern konnte (29. Januar 2026). Gleichzeitig nahmen die Beschwerdeführer, die bereits den (ersten) Klimaschutzbeschluss herbeigeführt hatten (wie Luisa Neubauer und Aktivisten des BUND), nun auch ergänzt durch die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die „Entschärfung“ des Klimaschutzgesetzes zum Anlass, im Wege einer neuen Verfassungsbeschwerde (1 BvR 1604/24) und unter Verweis auf den Klimaschutzbeschluss die Rückgängigmachung der Entschärfung zu verlangen.“

Wie lange die Regierung ihren unverkennbaren „grünen“ politischen Weg durchhalten wird, ist vollkommen offen. Interessant wäre das Verhalten unserer Nachbarländer, von denen nur England die Klimaangst-Politik so wie Deutschland gepflegt hat. Eine weitere Möglichkeit bestünde durch ein „politisches Erwachen“ unserer Industrie, die sich zu lange und zu ihrem enormen Schaden neutral und passiv verhalten hat. Das würde Druck auf die Industrie- und Wirtschaftsverbände erzeugen, wobei der Mut zum Klartext das erste Ziel wäre.

Wie es tatsächlich weitergeht, ist bei diesen vielen Unbekannten nicht abzuschätzen. Es gilt der bekannte Satz von Mark Twain: „Prognosen sind schwierig. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“

Quellen

 [1] https://klimanachrichten.de/2026/05/13/fritz-vahrenholt-der-weltklimarat-sagt-die-klimakatastrophe-findet-nicht-statt/

[2] https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw21-de-aktuelle-stunde-klimapolitik-1178878?utm_source=chatgpt.com

[3] https://www.signal-online.de/umweltministerium-nach-klimamodell-wegfall-die-klimaziele-gelten-weiterhin/?utm_source=chatgpt.com

[4] https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article256105930/Wirtschaftsministerin-Reiche-Aenderungen-in-Energiepolitik.htm

[5] https://www.youtube.com/shorts/Pebj1-Fj0z0

[6] https://www.dw.com/de/katherina-reiche-stützt-oder-bremst-sie-die-energiewende/a-77322411

[7] Junge Freiheit, 5. Juni 2026, Natur & Technik