Nach Ansicht des Essener Institutes RWI gebe es gute Gründe, die Treibhausgas-Neutralität erst für das Jahr 2050 anzustreben [1]. Deutschland soll laut Klimaschutzgesetz bereits im Jahr 2045 klimaneutral werden und somit fünf Jahre früher als die Europäische Union (EU). Im Verbund mit anderen Wirtschaftsverbänden forderte auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) im Jahr 2025, das deutsche Klimaneutralitätsziel von 2045 auf 2050 zu verschieben, denn Teile der Industrie sehen im schärferen nationalen Ziel einen Nachteil für hiesige Unternehmen. Ebenso die FDP forderte in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025, das Zieljahr 2045 an das EU-Zieljahr 2050 anzugleichen. Diese Forderung geht auf das vom ehemaligen FDP-Vorsitzenden Christian Lindner (2024) verfasste Papier zur „Wirtschaftswende Deutschland“ zurück.
Dr. Klaus Tägder
Winterkapriolen 2025/2026 nichts Ungewöhnliches
Das Winterwetter macht mal wieder Kapriolen. Zum Jahreswechsel wurde es richtig eisig und zu Beginn des neuen Jahres fiel bis weit in den Norden Deutschlands Schnee. Wintersturm ELLI sorgte dann für Glatteis, Chaos und viele Unfälle. Die Kaltluft bleibt laut Wettervorhersage also weiterhin wetterbestimmend, voraussichtlich auch noch in der ersten Februarwoche.
Auf die Spitze trieb es das Winterwetter auf der Halbinsel Kamtschatka im äußersten Nordosten Russlands. Erschreckende Bilder von gigantischen Schneefällen flimmerten über den Fernsehbildschirm. Aktuell werden Rekordschneehöhen in Shippiro/Japan gemeldet, ebenso arktische Temperaturen in den USA und Rekordtiefstwerte in Kanada.
Ohne Nuklearforschung verliert Deutschland nuklearwissenschaftliche Souveränität

Sprengung des dritten Kühlturmes des KKW Biblis
Deutschland ist mit seinem vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie in der EU inzwischen mehr oder weniger ein Außenseiter. Selbst Staaten, die schon aus der zivilen Kernkraft-Nutzung ausgestiegen waren, kehren wieder zurück oder denken darüber nach. Nicht Deutschland. „Es war eben ein schwerer strategischer Fehler, aus der Kernenergie auszusteigen“(Merz)[1], aber es werden daraus keine Konsequenzen gezogen.
Abwärtstrend der Erdtemperatur hält noch an

Die von den UAH-Wissenschaftler, Dr. Roy Spencer und Professor John Christy, ausgewerteten Satellitendaten zeigen, wie die monatlichen Temperaturanomalien der unteren Atmosphäre in den letzten zwei Jahren zurückgegangen sind. Im Dezember 2025 liegt die Anomalie (Abweichung vom Mittelwert) nur noch 0,3 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Vormonat 0, 36 Grad Celsius. Auf ihrer Webseite [1] werden fernerhin detailliert die für mehrere Regionen aufgeschlüsselten Temperaturen. angegeben. Sie weisen eine signifikante Abkühlung im Vergleich der Dezembermonate der Vorjahre auf. Das Jahr 2025 war insgesamt deutlich kühler als 2024.
Im August d.J. fragten wir, ob sich eine Temperaturwende anzeigt. Insbesondere Valentina Zharakova sagte eine Abnahme der Erdtemperatur für die kommenden Jahre voraus. Aber wie schon dort ausgeführt, werden erst Messungen über längere Zeiträume Aufschluss geben, ob Zharakova mit ihrer Prognose recht hat.
[1] https://www.drroyspencer.com/latest-global-temperatures/
Welche Rolle spielt ein riesiger natürlichen CO2-Speicher beim langfristigen CO2-Kreislauf der Erde?
Die Entdeckung eines riesigen natürlichen Kohlenstoffspeichers unter dem Südatlantik stellt die geringe Rolle des anthropogenen CO2 für den langfristigen Kohlenstoffkreislauf der Erde erneut in Frage. Sie zwinge zu einer Neuberechnung der Rolle der Ozeankruste im planetarischen Kohlenstoffbudget.
Bundesrechnungshof kritisiert die Umsetzung der Wasserstoffstrategie
Im Bericht [1] vom 28.10.2025 hat der Bundesrechnungshof (BRH) die zukunftsgerichteten Aspekte der Umsetzung der Wasserstoffstrategie des Bundes einer Prüfung unterzogen, indem er die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes insgesamt bewertet und Empfehlungen für strukturelle Verbesserungen ausspricht.
Windenergie-Paradoxon: „Warum mehr Windkraftanlagen nicht immer mehr Leistung bedeuten“
Im Kindesalter musste ich mir öfter die Mahnung meiner Eltern anhören: Junge merke dir, jedes Zuviel ist schädlich. Es war zwar die Warnung vor zu viel Süßigkeiten, aber die Lebenserfahrung lehrte, diese Warnung hat größere Reichweiten. So zum Beispiel auch der maßlose Ausbau der Windenergieanlagen, der unaufhörlich voranschreitet. Sie produzieren entweder zu wenig Strom oder zu viel. Sie sind unzuverlässig und daher unwirtschaftlich.
In einem Interview mit Merkur [1] erklärte Prof. Dr. Sigismund Kobe*) ein Phänomen, das er „Übergang zum Paradoxon erneuerbarer Energien“ nennt. Seine Warnung ist eindeutig: Mehr Windkraft ins Netz könnte bald abnehmende Erträge bringen – oder gar keine mehr.
Relative Abnahme des Ökostroms trotz zunehmenden Anlagen-Ausbaus
Folgende drei grafische Darstellungen sollten den Ökostrom-Euphorikern in unserem Land zu denken geben sollte, wenn es bei der starken ideologischen Ausprägung noch möglich ist. Über das Ausmaß des Ausbaus von Windenergie- und Solaranlagen finden sich in den politischen Programmen keine Angaben. Als Ziel wurden mindestens 80 %, besser noch 100 %, Stromerzeugung mittels Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasser genannt. Die Bundesländer wurden aufgefordert, 2 % ihrer Landesfläche für die Aufstellung von Windenergieanlagen auszuweisen. Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte den Ausbau juristisch zum überragenden Interesse der Allgemeinheit erklärt und Einspruchsmöglichkeiten reduziert. Zum beschleunigten Ausbau wurden rechtliche Vorgaben erlassen, bis hin zu Einschränkungen der sonst üblichen Umweltschutzauflagen. Darunter auch das Abrücken von dem bisher gültigen Mindestabstand von Windenergieanlagen zur nächsten Besiedlung.
Grüner Wasserstoff zur Stromerzeugung: Eine utopische Vorstellung
H2
„Grüner“ Wasserstoff (H2) ist der Wunschtraum der Bundesregierung für die CO2-freie Stromerzeugung. Er soll bei der intermittierenden Stromerzeugung durch Windenergie- und Solaranlagen für eine sichere Stromversorgung sorgen. Aber: Wasserstoff ist keine Primärenergie; er muss unter Nutzung von Primärenergie erst hergestellt werden.
Über 90% des Wasserstoffs wird heute über Steamreforming erzeugt, der eingesetzte Primärenergieträger ist meist Erdgas. Der auf diese Weise erzeugte Wasserstoff wird als „grauer“ Wasserstoff bezeichnet, da bei der Ausspaltung des Erdgases CO2 entsteht.
Die Wasserelektrolyse ist zwar eine zweite ausgereifte Herstellungstechnologie für die Wasserstofferzeugung, wurde aber wegen erheblicher Mehrkosten gegenüber dem Steamreforming deutlich weniger eingesetzt. Wird für den Betrieb der Elektrolyse Ökostrom verwendet, wird der entstehende Wasserstoff als „grün“ bezeichnet, da hierbei kein CO2 anfällt. Diese Technik wird von der Bundesregierung priorisiert.
Was aber bedeutet nun die politisch geforderte elektrolytische Herstellung des Wasserstoffs mittels mit „grünem“ Strom betriebenen Elektrolyseure für den Betrieb von mindestens 20 Gaskraftwerken?
IAEO warnt vor internationalem nuklearen Wettrüsten

Verlautbarung des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages Nr. 29/25 (16.12.2025):
Anfang September dieses Jahres warnte der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, vor einem internationalen nuklearen Wettrüsten, das vergleichbar sei mit jenem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich die Zahl der derzeit neun Atommächte bald auf 20-25 erhöhen könnte; es wäre dies eine „unberechenbare und gefährliche Welt“. Ohne dabei konkret zu werden, sagte er, dass es sich dabei um die sog. atomaren Schwellenländer in Asien und am Persischen Golf handeln könnte. So führt er weiter aus:
„Der Prozess der Entwaffnung oder zumindest der kontrollierten Reduzierung nuklearer Waffenbestände wurde ausgesetzt. Wer atomare Waffen besitzt, produziert nun mehr, China eingeschlossen. Zudem wird inzwischen unbekümmert von ‚taktischen Nuklearschlägen‘ gesprochen, was ein schlechtes Zeichen ist.“