EEG im Konflikt mit Gesetzen der Naturwissenschaft

Unter diesem Titel unterziehen Sigismund Kobe und Detlef Ahlborn [1] das „Erneuerbare Energie Gesetz“ (EEG)  hinsichtlich möglicher Konflikte mit naturwissenschaftlichen und mathematischen Gesetzmäßigkeiten einer sorgfältigen Prüfung. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass eine Novellierung des EEG 2023 unter Berücksichtigung des am 9. September 2025 veröffentlichten Monitoringberichtes dringend erforderlich sei.

Weiterlesen

Die Verschwendungsspirale der Energiewende

Im Jahr 2000 verabschiedete die damals rot-grüne Bundesregierung das Erneuerbare Energiegesetz, EEG.[1] Es war der Startschuss der Energiewende. Es war eine punktuelle Intervention in Deutschlands bis dahin gesicherter Stromversorgung. Inzwischen steht die Versorgungssicherheit für Strom auf dem Prüfstand.[2] Nur eine Interventionsspirale (Ludwig von Mises) aus ständig neuen Verordnungen, Gesetzen und Subventionen hat die Energiewende bis heute am Leben erhalten können. Die Energiewende befeuert eine sich immer weiter nach oben drehende Spirale von Verschwendungen von ökologisch und ökonomisch relevanten Ressourcen, sie ist ein riesiges Puzzle mit unzähligen Einzelteilen.

Die Eigentlichkeit der Energiewende ist eine Verschwendungsspirale.

Weiterlesen

Nukem und Paul Scherrer Institut unterzeichnen Absichtserklärung zur Stärkung der nuklearen Forschung und Zusammenarbeit

Deutschland wolle „auf praktische Weise“ zur Atomkraft zurückkehren, sagt der Chef der Internationalen Atomenergie-Organisation. Rafael Grossi beruft sich dabei auf Gespräche mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU):

„Sie hat mir gegenüber geäußert, dass das Thema sehr ernsthaft geprüft wird“.

Zum Thema SMR sagte Reiche im Mai auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel: „Wir müssen zumindest Technologien mitshapen und entwickeln können. Wenn wir das auch verpassen, verpassen wir, glaube ich, eine große Chance.“ Ähnlich äußerte sie sich im Oktober beim Berlin Global Dialogue.

Weiterlesen

Globaler Fossilenergie-Bedarf weiter steigend

Auf der Klimakonferenz COP30 in Belém/Brasilien wird erneut um die Reduktion der CO2-Emissionen zur Begrenzung des Erdtemperatur-Anstiegs gerungen. Auch dieses Mal wird die Konferenz den weiteren CO2-Anstieg in der Atmosphäre nicht verhindern können. Die erneuerbaren Energien boomen zwar weltweit, trotzdem deckten fossile Energieträger 2024 weiterhin mehr als 80 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs.  Der Anstieg des Fossilenergie-Bedarfs war in 2024 besonders stark. Die größte Nachfragezunahme verzeichnete Erdgas.

Weiterlesen

Namibia – Wasserstoffstrategie ist auf Sand gebaut!

Im Namen deutscher Klimaschutzpolitik wurden in jüngerer Vergangenheit Entscheidungen zu Lasten von Namibia getroffen. Diese Politik hat Menschenrechtsorganisationen auf den Plan gerufen.[1] Der Energieriese RWE hat daraufhin seine Wasserstoffpläne für Namibia zurückgezogen.[1, 2] Da lohnt es sich, doch mal genauer hinzugucken.

Weiterlesen

Bau von Gaskraftwerken: Eine Realisierung mit erheblichen Problemen

Die Stromerzeugung mit Windenergie- und Solaranlagen macht wegen ihrer Volatilität zwingend die Betriebsbereitschaft von steuerbaren Kraftwerken erforderlich, also von Kraftwerken, die rund um die Uhr bei Dunkelflaute die Stromversorgung sicherstellen.

Im jetzt vorliegenden „Versorgungssicherheitsbericht Strom“ [1] zu Stand und Entwicklung der Versorgung kommt die Bundesnetzagentur (BNA) zu dem Ergebnis, dass die Versorgungssicherheit mit Elektrizität in Deutschland nur gewährleistet werden kann, wenn zusätzliche steuerbare Kapazitäten von bis zu 22,4 GW (Zielszenario) bzw. bis zu 35,5 GW (Szenario „verzögerte Energiewende“) bis zum Jahr 2035 errichtet werden und zwar fristgerecht.  Die BNA legte sich bemerkenswerterweise auf keine Technologie fest und spricht nur von steuerbarer Kraftwerksleistung, obwohl offiziell die Rede von Gaskraftwerken ist. BNA rechnet damit, dass bis 2031 sämtliche Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke vom Netz gehen. Damit fehlen ab der Zeit 17 bis 21 GW Kraftwerksleistung.

Weiterlesen

USA und Katar drohen EU wegen Nachhaltigkeitsregeln mit LNG-Stopp

EU-Nachhaltigkeitsregeln verpflichten Unternehmen, in ihren Lieferketten auf Umweltschutz und Menschenrechte zu achten. Bei Verstößen können die EU-Mitgliedstaaten Geldbußen von bis zu fünf Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. Die umstrittene Richtlinie soll schrittweise ab 2027 in Kraft treten. Unternehmen sollten mit Vorschriften in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) gezwungen werden, nicht nur für den Moment zu wirtschaften, sondern auch die Umwelt und Menschen im Blick zu behalten.

Bereits am Anfang dieses Jahres hatte der US-Handelsminister mit Gegenmaßnahmen gedroht, sollte die EU die geplanten ESG-Kriterien wie geplant verabschieden. Er sah in der Anwendung der Regel auch einen Eingriff die US-Souveränität.

Weiterlesen

Hände-weg von der Wasserstoff-Heizung: Wahnsinnig teuer

„Eine erfolgreiche Energiewende bedeutet die Kombination von Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltverträglichkeit mit innovativem und intelligentem Klimaschutz“, heißt es bei der Vorstellung der Nationalen Wasserstoffstrategie [1]. „Dafür braucht es alternative Optionen zu den derzeit noch eingesetzten fossilen Energieträgern. Wasserstoff bekommt hier eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung und Vollendung der Energiewende. Denn er ermöglicht es, mit Hilfe erneuerbarer Energien die CO2-Emissionen vor allem in Industrie und Verkehr deutlich zu verringern.“ Mit anderen Worten: Wasserstoff zur Rettung der Energiewende und zwar künftig mit „grünem“ Wasserstoff!

Diese noch unter der Ampelregierung geschaffene Strategie findet im Prinzip auch unter der neuen CDU/CSU/SPD-Regierung eine Fortsetzung.

Auch die Heizung mit Wasserstoff anstelle von Erdgas ist geplant. Eine aktuelle Studie der Fraunhofer-Institute IEG und ISI [2] im Auftrag von Gaswende und Greenpeace schiebt diesem Vorhaben hoffentlich einen gewaltigen Riegel vor.

Weiterlesen

Windenergieanlagen – die unterschätzte Zerstörungskette für Natur und Artenvielfalt

Die schädigende Wirkung von Windenergieanlagen auf Mensch, Natur und Artenvielfalt ist offiziell bislang rudimentär behandelt worden. Schlimmer noch, für den Bau von Windenergieanlagen wurden in Deutschland die Genehmigungshürden und rechtlichen Verfahren teils deutlich abgesenkt, um den Ausbau zu beschleunigen, insbesondere durch das Windenergie-an-Land-Gesetz (WindBG) und das Gesetz zur Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie.Maßnahmen wie die Erklärung von Erneuerbaren Energien zum „überragenden öffentlichen Interesse“ und die Verkürzung von Gerichtsverfahren tragen zur Beschleunigung bei, was als eine Abschwächung der Umweltauflagen interpretiert werden kann, da Umweltbelange zugunsten der Energiewende in der Abwägung weniger stark ins Gewicht fallen. 

Wohin das unter anderem führt, belegt der Blackout News [1] entnommene Beitrag:

Weiterlesen

Wo bleibt die Verschwendungswende?

Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat im Bundestag den neuen Monitoringbericht über den Zustand der deutschen Energiewende vorgestellt.[1] Ihr Urteil überrascht nicht: Zweieinhalb Jahrzehnte Energiewende sind gescheitert. Was überrascht ist jedoch das, was fehlt, nämlich Impulse für entscheidende Richtungsänderungen; von Kernenergie ist weiterhin keine Rede. Mit anderen Worten, die Verschwendung von Ressourcen (Kapital, Rohstoffe, Natur) geht weiter. Eine Wende von dieser Verschwendung ist dringend erforderlich. Wer wagt endlich den Sprung?

Weiterlesen