Privacy Policy Großbritannien Archive - AG E+U - Die Realisten

Britischer Premier entfacht mediale Entrüstung

Eine interessante Meldung aus Großbritannien, die auch den Deutschen zu denken geben sollte:

Die Ankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson vom 6. Oktober 2020, jedes Haus bis 2030 mit Windstrom zu versorgen und dass er mit “Sturmgeschwindigkeit” arbeiten werde, um seine “grüne industrielle Revolution” einzuleiten, hat in Medien [1] einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen.

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Inakzeptable Folgen der Null-CO2-Emissionspolitik

Sind sich Politiker und Klimaschützer der gewaltigen Dimensionen ihrer Forderungen, die CO2-Emisssionen bis 2050 möglichst auf Null zu bringen, überhaupt bewusst? 2017 und jüngst rissen wir dieses Thema hier und hier bereits an.

Um die Konsequenzen der Dekarbonisierungspolitik nicht immer nur durch die deutsche Brille zu sehen, lassen wir im Folgenden Gautam Kalghatgi [1] zu Wort kommen, der die Auswirkungen für Großbritannien eindrucksvoll erläutert [2]:

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Energie-Utopien und technische Realität

Schauen wir einmal über den nationalen Tellerrand. Auch in Großbritannien gibt es Kritik an dem vollständigen Verzicht auf Kohle, Gas und Erdöl zur Stromerzeugung. Nachfolgend das Urteil eines britischen Fachmannes zur Decarbonisierung und sein Urteil über die Energiewende in Deutschland. Seine Aussagen sind auszugsweise und übersetzt wiedergegeben.

Michael Kelly:

„Die Entscheidung Großbritanniens, eine umfassende Dekarbonisierung der Wirtschaft in Angriff zu nehmen, ist von oberflächlichem Denken geprägt, das die technische Realität ignoriert. Das Netto-Null-Ziel der Regierung für 2050 sei ohne größere soziale Störungen nicht erreichbar“. Professor Michael Kelly ist emeritierter Professor für Ingenieurwissenschaften an der Universität von Cambridge und ehemaliger Chefwissenschaftler des Ministeriums für Gemeinden und Kommunalverwaltung [1].

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Grüne Hastigkeit wird die Wasserstoff-Blase platzen lassen

Dieser Artikel wurde von Dr. John Constable verfasst und von Dr. Günter Keil ins Deutsche übersetzt.

Das unvermeidliche Scheitern der auf den sogenannten Erneuerbaren aufgebauten Klimapolitiken hat deren Verfechter dazu gebracht, ihre katastrophal schlechten Vorschläge und Forderungen dadurch zu tarnen, dass sie noch ambitioniertere  „Net Zero“, -also Null-Emissionsziele fordern.
Um die Vortäuschung ihrer Realisierbarkeit zu stützen, sehen sich die Politiker genötigt, nach Wasserstoff als einem Energieträger für jene Sektoren zu rufen, bei denen es am schwierigsten ist, einen Anschein von Dekarbonisierung zu erwecken- nämlich die Stabilisierung des Energiesystems, Schwertransporte zu Land und zur See, Prozesswärme für die Industrie sowie für die Spitzenlast der Heizung im Winter, wenn die auf Erdwärme bzw. Grundwasser beruhenden Wärmepumpen gerade dann ausfallen, wenn sie am meisten benötigt werden.

Das Vereinigte Königreich ist  – wie stets – wahrlich ein Anführer in dieser Angelegenheit und die Net-Zero-Gesetze von Mrs. May könnten, wenn man sie nicht abschafft, unsere Wirtschaft weiter vergiften. Und das noch lange nachdem ihre Unzulänglichkeit in Bezug auf den Brexit vergessen und vielleicht sogar verziehen ist.

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