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Grüne Hastigkeit wird die Wasserstoff-Blase platzen lassen

 

von Dr. John Constable
25. Oktober 2020
Übersetzung von Günter Keil

Das unvermeidliche Scheitern der auf den sog Erneuerbaren aufgebauten Klimapolitiken hat deren Verfechter dazu gebracht, ihre katastrophal schlechten Vorschläge und Forderungen dadurch zu tarnen, dass sie noch ambitioniertere  „Net Zero“, -also Null-Emissionsziele – fordern.
Um die Vortäuschung ihrer Realisierbarkeit zu stützen, halten sich die Politiker für genötigt, nach Wasserstoff als einem Energieträger für jene Sektoren zu rufen, bei denen es am schwierigsten ist, einen Anschein von Dekarbonisierung zu erwecken- nämlich die Stabilisierung des Energiesystems, Schwertransporte zu Land und zur See, Prozesswärme für die Industrie sowie für die Spitzenlast der Heizung im Winter, wenn die auf Erdwärme bzw. Grundwasser beruhenden Wärmepumpen gerade dann ausfallen, wenn sie am meisten benötigt werden.

Das Vereinigte Königreich ist  – wie stets – wahrlich ein Anführer in dieser Angelegenheit und die Net-Zero-Gesetze von Mrs May könnten, wenn man sie nicht abschafft, unsere Wirtschaft weiter vergiften. Und das noch lange nachdem ihre Unzulänglichkeit in Bezug auf den Brexit vergessen und vielleicht sogar verziehen ist.

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Bosch wird keine Auto-Antriebsbatterien produzieren

Die neuerliche Anpreisung und Förderung des seit Beginn der Auto-Ära gebauten , erprobten und immer wieder gescheiterten Elektro-Straßenfahrzeugs ist der abermalige Versuch, den Kunden die immer gleiche Katze im Sack anzupreisen; jetzt zum angeblichen Schutz des Klimas.
Bereits zum Beginn der jetzigen staatlicherseits und von grünlich gefärbten Medien erneut ausgerufenen Begeisterung hatten sich die recht wenigen, noch in Deutschland mit der Forschung, Entwicklung und dem Bau von elektrochemischen Speichern – üblicherweise Akkus genannt – beschäftigten Fachleute sehr kritisch geäußert. Bosch-Experten waren da recht deutlich. Sie kannten die geradezu ewige Leidensgeschichte der ungezählten Entwickler und der ebenfalls ungezählten Millionen, die im Grunde seit dem Jahre 1780, als der Arzt Luigi Galvani mit seinen Froschschenkel-Experimenten die elektrische Wirkung von Metallkombinationen auf die Muskelkontraktion entdeckte, in die Elektrochemie als Zweig der Physik geflossen sind. Batterieautos waren unter den ersten Fahrzeugen mit einem technischen Antrieb und eine Zeitlang dominierten sie sogar.
Bosch war schon sehr lange dabei mit seinen Starterbatterien und diese Weltfirma – der größte deutsche Autozulieferer – stand vor der Entscheidung, ob sie jetzt in die Produktion der heute bevorzugten Lithium-Ionen-Technik einsteigen sollte. Im Gegensatz zu den euphorischen und zugleich ahnungslosen Politikern, die laut nach der „Elektromobilität“ rufen, haben bei Bosch die Fachleute sowohl das Wissen als auch das Sagen.
Das Ergebnis: Bosch wird keine eigene Batteriezellfertigung aufbauen – weder für die zur Zeit verwendete Lithium-Ionen-Technologie noch für die später eventuell aufkommende Festkörpertechnik, erklärte der für Boschs Automobilgeschäft zuständige GF Rolf Bulander. Batteriezellen würden zu einem Massenprodukt werden, das man dann eben zukaufen werde. Bosch werde sich aus der Li-Ionen-Forschung zurückziehen und sich auch von zugekauften Firmen trennen.
Grund sei das hohe unternehmerische Risiko. Das Unternehmen würde sich auch nicht an einem von der EU befürworteten Konsortium für eine europäische Zellfertigung beteiligen. Sollte es so etwas einmal geben, würde man gerne von dort Zellen beziehen. (Die WELT berichtete darüber am 1.3.2018).

Mit den altbekannten, niemals bewältigten Nachteilen und somit Risiken der Batterie-betriebenen Automobile hat Bosch vermutlich die konkurrierenden Alternativen und deren Chancen eingeschätzt. Diese Erwägungen wird niemand aus der Industrie publizieren; es geht um sehr viel Geld.
Aber man kann die Richtung abschätzen, in der die Entwicklung der zukünftigen Antriebskonzepte für Automobile gehen könnte:
– Erdgas als Motorentreibstoff. In Deutschland ein Nischendasein, in den USA wegen des sensationell billigen Erdgases (Stichwort Fracking-Gewinnung) ein Zuwachs mit enormer Dynamik; auch für den LKW-Fernverkehr. Die beste Alternative.
– Mit Hochtemperatur-Kernreaktoren (HTR) eine günstige Wasserstoffproduktion realisieren und dann als Treibstoff für PKW nutzen. Steht erst in ca. 30 Jahren in mehreren Staaten zur Verfügung.  Die wetterabhängige, somit unstabile und unzuverlässige Windstromerzeugung, die zudem einen riesigen Flächenbedarf hat (von den weiteren Nachteilen wie Gesundheitsgefahren durch Infraschall, Gefährdung von Tieren und Landschaftsverschandelung gar nicht zu reden) , hätte dagegen für die Wasserstofferzeugung keine Chance.
– Die Elektroauto-Hype wird zum x-ten Male in der Versenkung verschwinden. Bosch handelt richtig. Die Politik wird es nicht begreifen.