Privacy Policy Fossile Energieträger Archive - AG E+U - Die Realisten

Netto-Null-Kosten schrecken Investoren und wohl auch Wähler ab

Die westlichen Staaten tragen das Netto-Null-Ziel wie eine Monstranz vor sich her. Unter allen Umständen soll damit die globale Erdtemperatur deutlich unter 2 0C gehalten werden. Anderenfalls driftet die Erde in eine jegliches Leben vernichtende Katastrophe, so der politische Tenor. Hier und hier haben wir uns bereits dem Thema gewidmet, greifen es nunmehr unter dem Gesichtspunkt zu erwartender Kosten erneut auf, angeregt durch den Artikel in Bloomberg [1], dem die Kostenangaben entnommen sind.

Wie bei jedem großen wirtschaftlichen Vorhaben wird das Erreichen von Netto-Null-Emissionen Investitionsmöglichkeiten mit sich bringen. Doch wie so oft kann die anfängliche Begeisterung bald der Enttäuschung weichen.

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Die globale Kohlenachfrage unterläuft die Netto-Null-Bemühungen

In Deutschland: Raus aus der Kohle, Abschaffung des Verbrennungsmotors und hin zum E-Auto, Energieeinsparung bei Gebäudeheizungen, Kohlenstoffdioxid-Reduktionen um jeden Preis mit der Folge steigender Strom- und Energiekosten wie auch auf Kosten der Stromversorgungssicherheit.

Zur globalen CO2-Reduktion in der Atmosphäre tragen diese Maßnahmen nicht bei, sie schaden uns wirtschaftlich.

Die Internationale Energieagentur-IEA [1] prognostiziert eine mindestens dreijährige steigende Nachfrage nach Kohle, nur wenige Wochen, nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der Welt bei den Klimaverhandlungen in Glasgow nicht auf einen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffquelle einigen konnten.

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Japan gibt die Netto-Null-Agenda stillschweigend auf

Japans Energiestrategie sieht vor, dass der Anteil von Öl und Erdgas, der entweder im Inland oder unter der Kontrolle japanischer Unternehmen im Ausland produziert wird, von 34,7 % im Geschäftsjahr 2019 auf mehr als 60 % im Jahr 2040 steigen soll, wie Bloomberg [1] berichtete.

Es sei weniger als einen Monat her, seit sich die Staats- und Regierungschefs der Welt auf dem COP26-Gipfel in Glasgow verpflichtet haben, den Klimawandel zu bekämpfen, doch in Japan gebe es keine Anzeichen, die Investition in fossilen Brennstoffen zu bremsen.

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Erdgas statt Kohle: Hilft der Wechsel dem Klimaschutz?

Dass die volatilen erneuerbaren Energien für eine sichere Stromversorgung auf konventionelle Kraftwerke  angewiesen sind, sollte inzwischen jedem bekannt sein. Der von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie und aus der Kohle zwingt demzufolge zum vorerst alleinigen Einsatz von Gas zur gesicherten Stromerzeugung. Das Erdgas mit dem Hauptbestandteil Methan CH4 gilt als vergleichsweise klimafreundlich, weil im Vergleich zur Kohle bei der Verbrennung nur halb so viel CO2 entsteht. Ist das auf diese Weise angestrebte Ziel der signifikanten Reduktion von Treibhausgasen realistisch?

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Warum COP 26 die Erwartungen nicht erfüllen wird

Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat eine Tonne Importkohle mehr gekostet wie aktuell. Regierungen und Versorgungsunternehmen auf der ganzen Welt sind bereit, Rekordsummen zu zahlen, um den Strom- und Wärmebedarf zu decken. Das ist die bittere Realität, der sich die Staats- und Regierungschefs der Welt bei den Klimaverhandlungen in Glasgow in Kürze stellen müssen. Die Hoffnungen auf ein Abkommen schwinden, um die Abhängigkeit der Welt vom „schmutzigsten“ Brennstoff zu beenden.

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Rekord-Kohlepreise am Weltmarkt belegen die Aussichtslosigkeit der Klimaziele

Die Kohlepreise haben sich seit dem letzten September vervierfacht, was die weitere Nutzungsdauer dieses Brennstoffs unterstreicht.

Von Michael Tamvakis [1]
Übersetzung von Dr. Günter Keil
Erst seit einigen Tagen hat der neueste Bericht AR6 des IPCC (Weltklimarat) auf die Folgen eines (Anm.: …angeblich) vom Menschen verursachten Klimawandels hingewiesen.

Im Zentrum dieser Warnung durch UN-Generalsekretär Antonio Guterres und durch die für den Bericht verantwortlichen Wissenschaftler steht die Forderung einer starken Reduzierung der Kohlenutzung bei der Stromerzeugung.
Doch bereits vor dieser Veröffentlichung – und nicht in den Schlagzeilen der Mainstream-Nachrichten zu finden – erfolgte in Juni ein stetiger Anstieg der Kohlepreise von zunächst 100 US-Dollar pro Tonne bis auf über 130 US-Dollar Mitte Juli. Und heute auf über 170 US-Dollar. Das ist nahezu das Vierfache des Preises vom vergangenen September.

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Asiens Energiewende: Asiatische Staaten wollen über 600 neue Kohlekraftwerke bauen

von Johannes Eisele AFP (Kuala Lumpur)  30.6.2021
Think Tank Carbon Tracker (Kohle-Kontrolle)[1]
Übersetzt von Günter Keil

Fünf asiatische Länder sind für 80 Prozent der neuen weltweit geplanten Kraftwerke  verantwortlich. Deren Projekte bedrohten die Ziele einer Bekämpfung der Klimakrise, warnte ein Bericht (des o.g. Think Tanks) am Mittwoch, 30.6.2021.
China, Indien, Indonesien, Japan und Vietnam planen den Bau von mehr als 600 Kohlekraftwerke, teilte der Think Tank Carbon Tracker am Mittwoch mit.
Diese Stromerzeuger werden imstande sein, eine energetische Gesamtleistung von 300 GW (300.000 Megawatt) zu erzeugen, was etwa der gesamten Stromerzeugungs-Kapazität Japans entspricht.

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Weltweit unverändert hoher Bedarf an Kohle, Erdöl und Erdgas

Green Deal, Net-Zero, Klimaneutralität: Politiker vorrangig der westlichen Welt bekunden bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihren Willen zur Reduktion der CO2-Emissionen. Ihr Ziel: Ausstieg aus der Kohle, weg vom Verbrennungsmotor, Energieumstellung auf CO2-freie Energieträger. Ein Ziel, das gravierende industrielle Einschnitte mit sich bringen und den Energieverbrauchern, das sind wir alle, gewaltige Kosten auferlegen wird.

Beim Blick auf den Mainstream all der Reduktionspläne kommt der Eindruck auf, das Ende der fossilen Energieträger sei nahe. Durch Steuerung der Finanzströme (u.a. EU-Taxonomie) sollen Kohle, Erdöl und Erdgas von jetzt an massiv an den Rand gedrückt werden. Mit gewaltiger Macht sollen die erneuerbaren Energieformen mit Windenergie- und Solaranlagen weltweit, in Deutschland gegen stärker werdenden Widerstand der Bürger, durchgesetzt werden, um das Klima „zu retten“. Und dies gegen die inzwischen gesicherte Erkenntnis, dass das CO2 nur einen geringen Einfluss auf die Klimaentwicklung hat.

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Hat die Kohle Zukunft? Ein Fachmann berichtet

Der deutsche Strommix setzte sich 2019 zu 46% aus erneuerbaren Energien und zu 54% aus konventionellen Energieträgern zusammen. Der konventionelle Energiemix besteht aktuell aus Stein- und Braunkohle, Erdgas, Kernkraft (Abb.).

Strommix Deutschland 2019

Der Kernenergiebeitrag ist fast 14 %, der Kohlebeitrag fast 30 %. Mit Kernenergie ist, trotz CO2-freier Stromerzeugung 2022 Schluss, bis 2038 soll auch die Kohle nicht mehr zur Stromerzeugung herangezogen werden. Für die Stromerzeugung stehen dann ausschließlich die erneuerbare Energie und das Erdgas zur Verfügung. Erstere ist, da überwiegend wind- und sonnenabhängig, anerkanntermaßen nicht grundlastfähig. Bliebe nur das teure importierte Erdgas, vorwiegend aus Osteuropa, zur sicheren Stromerzeugung. Was Deutschland mit dieser Energiepolitik an CO2-Emissionen einspart, ist so viel wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, global also nicht erkennbar. Da politisch der völlige Verzicht auf fossile Energiequellen zur Stromerzeugung angestrebt wird (Decarbonisierung), laufen wir einer höchst fragwürdigen und unsicheren Stromerzeugung entgegen.

Das Thema „Die Zukunft von Energie und Kohle“ ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere in einer Zeit, in der die westlichen Volkswirtschaften mit einer zweiten Welle zu kämpfen haben und die industriellen und persönlichen Auswirkungen von Covid19 berücksichtigt werden.

Bitte nehmen Sie sich 30 Minuten Zeit, um die Keynote-Präsentation von Dr. Lars Schernikau auf der Coaltrans-Konferenz in diesem Jahr online zu sehen: <https://youtu.be/T6PEyEPirik>

 

Deutschlands Stromerzeugung trifft die bedrohliche Versorgungslücke

Ein bei EIKE am 20.6.2020 veröffentlichter Beitrag von Axel Robert Göhring betrachtete die Situation an einem Tag des Jahres 2020.
Die Überschrift dieses Artikels: “Ein Tag im Deutschland des Energiewende-Wahnsinns”.

Auszüge aus diesem sehr aufschlussreichen Beitrag:
Gewählt wurde der 17. Juni 2020 (der kein Feiertag mehr ist); Uhrzeit 7:38 MEZ.
Der Elektroenergiebedarf belief sich zu dieser Minute auf 51 Gigawatt (= 51.000 Megawatt).
o Davon wurden aus fossilen (Erdgas, Kohle, Öl) und nuklearen Quellen bereitgestellt:
oo   12,74 % aus Kernenergie; (mit einer Nutzung von 80,05 % von deren  installierter Leistung).
oo   32,58 % aus Kohle: ……….(mit einer Nutzung von 37 ,58 %    ”       ”                    ”               ”      ).
oo   19,13  %  aus Erdgas: ….    (mit einer Nutzung von 32,66 %     ”       ”                    ”              ”      ).

Das waren 64,45 % des gesamten, oben genannten Elektroenergie-Bedarfs.

Der Rest sollte sich dann eigentlich auf  regenerative  Energiequellen (sogenannte “erneuerbare Energien”) verteilen – aber so war es keineswegs:
oo   1,73 % lieferte die Windkraft (mit einer Nutzung von 1,45 % von deren installierter Leistung)
oo   4,24 % kam von Wasserkraft (mit einer Nutzung von 44,98 % ”       ”               ”                 ”        ).
oo   2,43 % trug der Solarstrom (mit einer Nutzung von 2,54 % von dessen installierten Leistung) bei.
oo   8,39 % kam aus Biomasse (Biogasanlagen) (mit der Nutzung von 52,35 % ihrer   ”          ”       ).
oo   minus 2,4 % benötigten die Pumpspeicherkraftwerke, die gerade gefüllt wurden.

Alle diese Erzeuger lieferten somit nicht etwa 100 % des gesamten Bedarfs an elektrischer Energie, sondern
nur 78,84 %. Es fehlen also knapp ein Viertel des Strombedarfs zu diesem Zeitpunkt – und diese Menge musste aus teuren Stromimporten (zum Beispiel Kernkraftstrom aus Frankreich und Kernkraftstrom und Kohlestrom aus Tschechien).”

Ergänzende Bemerkungen von G. Keil:
Auch für die Bundesregierung gelten die Gesetze der Physik. So bestimmt das Kirchhoffsche Gesetz, dass  es im Stromnetz ein präzises Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und – Verbrauch in jeder Sekunde geben muss. Bei Verletzung dieser Regel bricht die Stromversorgung zusammen – der sog. totale, landesweite Blackout – oder
zumindest die blitzschnelle Abschaltung von Großverbrauchern wie Industriebetriebe und Städte durch die Netzbetreiber; also lokale Blackouts.
Auch die Überproduktion von Strom – vor allem durch Windräder bei Starkwind – ruiniert die Netzstabilität in gleicher Weise.
Die ziemlich verzweifelte Lösung: Stromimporte aus den Nachbarländern. Sich aber immer darauf zu verlassen, ist fahrlässig. Denn es zeichnet sich bereits ab, dass diese Nachbarn ihre gesamte Stromproduktion zu bestimmten Zeiten – speziell im Winter – selbst benötigen.

Die Stilllegung der “schmutzigen” Kohle- und auch Gaskraftwerke (letztere werden wegen politisch verursachter Unrentabilität, Stichwort EEG, aufgegeben) und der sauberen Kernkraftwerke wird diese höchst unsichere Importabhängigkeit weiter verstärken. Und für Neubauten mit “negativer Rendite” gibt es keine Kapitalanleger .
Dann also Staatskraftwerke ? Selbst dieses Extrem einer Planwirtschaft würde etwa 6 Jahre brauchen, bis diese Anlagen ans Netz gehen könnten.
Bis dahin aber würde es eine Kette von Blackout-Katastrophen geben.
Wir werden es wohl erleben.
Günter Keil

Das waren 64,45 % des gesamten Elektroenergie-Bedarfs.