EU warnt vor vorzeitiger Schließung von Kernkraftwerken

Die EU hat die Mitgliedsländer vor der vorzeitigen Schließung von Kernkraftwerken gewarnt, während sie Maßnahmen vorstellte, die darauf abzielen, die Auswirkungen einer durch den Konflikt im Iran verursachten Energiekrise zu mildern und die langfristige Abhängigkeit des Wirtschaftsblocks von fossilen Brennstoffen zu verringern [1][2].

Die Europäische Kommission erklärte in einer Mitteilung mit dem Titel „Bezahlbare und sichere Energie durch beschleunigtes Handeln“ [2], dass die Folgen des Krieges im Nahen Osten und der Schließung der Straße von Hormus erneut die Abhängigkeit Europas von importierten fossilen Brennstoffen zeigen.

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Kleine Reaktoren (SMR) auf dem Vormarsch. Kanzler hält Rückkehr der Kernenergie für irreversibel

Zwölf der 27 EU-Mitgliedsstaaten verfolgen einen Energiemix unter Einschluss der Kernkraft und gehen in Sachen SMR voran. Nicht so Deutschland. Der Bundeskanzler bekundete zwar, dass er rückblickend den Ausstieg aus der Kernenergie für einen Fehler hält, hält andererseits aber die Rückkehr zur Kernenergie für „irreversibel“ und argumentiert, es gäbe in Deutschland dazu keinen gesellschaftlichen Konsens. Dann muss die Regierung für diesen Konsens mit Entschlossenheit sorgen! Nur diese Haltung überzeugt.

Dazu goss der Fraktionschef der Unionsfraktion im Bundestag Öl in die nur noch glimmende Asche des Ausstiegs. Am Rande eines Forschungskongresses der Unionsfraktion sagte er vor Journalistinnen und Journalisten in Berlin [2], er könne sich vorstellen, deutsche Atomkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Man solle dies miteinander prüfen. Er verwies auf Studien, wonach die stillgelegten Reaktoren der vergangenen Jahre „mit um die neun, zehn Milliarden Euro wieder ans Netz gehen könnten“. Man müsse diese Debatte gesellschaftlich führen. In anderen Staaten würden 30 bis 50 Milliarden Euro investiert, um ein neues Kernkraftwerk zu bauen.

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Deutschlands Atomausstieg ist kein Naturgesetz

Am 21. März 2026 ist in der Berliner Zeitung ein Gastbeitrag der KernD-Geschäftsführerin Nicole Koch erschienen. Vor dem Hintergrund der aktuellen energiepolitischen Entwicklungen in Europa plädiert sie darin für eine offene, sachliche Neubewertung der Kernenergie in Deutschland.

Warum Europa Kernenergie neu entdeckt – und auch wir den Mut zur Debatte wiederfinden müssen.

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Kleine Reaktoren (SMR): Verschläft Deutschland die Entwicklung?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder setzte sich am 15.3.2026 für die Erforschung und den Bau von Small Modular Reactors (SMR) als Pilotprojekt in Bayern ein [1]. Er sieht darin eine Möglichkeit, die bayerische Energieversorgung zukunftsfähig zu gestalten, CO2-frei zu produzieren und den Industriestandort zu sichern. Deutschland dürfe nicht den Anschluss an die Kerntechnik verlieren, während andere Länder auf diese Technik setzen.

Wir nehmen Söders Vorstoß zum Anlass, nochmals einen Blick auf diese Reaktorart zu werfen. SMRs haben eine geringere Leistung (unter 300 MWe) als herkömmliche Kernkraftwerke. Weltweit gibt es derzeit einige dieser Anlagen, z.B. in Russland und China.

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Asse: Rückholung der radioaktiven Abfälle wird zu einer Ewigkeits-Aufgabe

In der Schachtanlage Asse II im Landkreis Wolfenbüttel liegen in über 500 und über 700 Meter Tiefe rund 47.000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Dort seien sie nicht sicher. Sie müssen zurückgeholt und das Bergwerk anschließend stillgelegt werden – so lautet der gesetzliche Auftrag an die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE).

Der Start der Räumung des Atommülllagers Asse ist wieder offen:  „Derzeit bestehen noch so viele Unsicherheiten im Gesamtsystem, so dass seriös kein neuer Rückholbeginn genannt werden kann«, sagte Dagmar Dehmer, Sprecherin der BGE. [1] Bisher hatte die zuständige Betreibergesellschaft mit Sitz im niedersächsischen Peine eine Rückholung der Abfälle ab dem Jahr 2033 anvisiert.

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Die EU ändert ihre Energiepolitik und setzt verstärkt auf Kernenergie

Beim Nuclear Energy Summit der IAEA am 10. März 2026 kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Europäische Strategie für SMR an. Vor dem Hintergrund der Feststellung, dass Europa strukturell zu hohe Energiepreise habe, die sowohl die Verbraucher als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie belasteten, erklärte sie, dass es ein strategischer Fehler Europas war, den Anteil der Kernenergie abzusenken und so einer verlässlichen, wettbewerbsfähigen Quelle emissionsarmen Stroms den Rücken gekehrt zu haben.

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Zeitpunkt der Endlager-Standortauswahl wird gestrichen

Im Standortauswahlgesetz (StandAG) von 2013, die die Suche eines Standortes für die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle regelt, heißt es in § 1 Abs. 5: „Die Festlegung des Standortes wird für das Jahr 2031 angestrebt“. Medien vom 4.2.2026 berichten nunmehr über einen Referentenentwurf des Bundesumweltministeriums, wonach das Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen wird. Das Ziel sei nicht realistisch, hieß es demnach in der Begründung. Zudem sei eine gesetzliche Vorgabe nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren kompatibel. Details dazu wurden nicht bekannt.

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Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke stärkt Europas Energieversorgung

Das wissenschaftliche Beratungsgremium der European Nuclear Society, der High Scientific Council, plädiert in seinem Positionspapier nachdrücklich für den Langzeitbetrieb (LZB) der Kernkraftwerke in Europa. Der LZB sei entscheidend für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Strompreise und wirke drohenden Kapazitätslücken sowie steigenden Emissionen entgegen.

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Ohne Nuklearforschung verliert Deutschland nuklearwissenschaftliche Souveränität

Deutschland ist mit seinem vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie in der EU inzwischen mehr oder weniger ein Außenseiter. Selbst Staaten, die schon aus der zivilen Kernkraft-Nutzung ausgestiegen waren, kehren wieder zurück oder denken darüber nach. Nicht Deutschland. „Es war eben ein schwerer strategischer Fehler, aus der Kernenergie auszusteigen“(Merz)[1], aber es werden daraus keine Konsequenzen gezogen.

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„Atomenergie: Die teuerste Form der Energiegewinnung“- laut SPD

Eine Richtigstellung, die sich auch durch KI leicht verifizieren lässt.

In der WELT AM SONNTAG vom 3.1.26 berichtete Daniel Wetzel darüber, dass „Die CSU eine Entgiftungskur für Atommüll will“. Das bezog sich auf die Transmutation, ein wichtiges Verfahren zur Reduzierung der Radioaktivität durch Neutronenbestrahlung.  Außerdem hieß es in der Beschlussvorlage der CSU, die Kernenergie müsse mit Blick auf Versorgungssicherheit und Klimaschutz „wieder eine größere Rolle einnehmen.“

 Der Journalist berichtete dann, was die SPD dazu sagte: „Atomenergie ist die teuerste Form der Energiegewinnung und wird dies angesichts der bereits unschlagbar günstigen erneuerbaren Energien auch bleiben“, erklärte die energiepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Nina Scheer (vgl. Anhang). Daniel Wetzel zerlegte diese Behauptungen mit dem Hinweis auf die rund 30 Mrd Euro, die der deutsche Steuerzahler für Wind- und Solarstrom jährlich zahlen muss, sowie auf das Beispiel Frankreichs mit seinem staatlichen Kernkraftbetreiber EdF, der nicht nur Milliardengewinne an den Staat ausschüttet, sondern auch billigen Strom erzeugt.

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