Windenergie-Paradoxon: „Warum mehr Windkraftanlagen nicht immer mehr Leistung bedeuten“

Im Kindesalter musste ich mir öfter die Mahnung meiner Eltern anhören: Junge merke dir, jedes Zuviel ist schädlich. Es war zwar die Warnung vor zu viel Süßigkeiten, aber die Lebenserfahrung lehrte, diese Warnung hat größere Reichweiten. So zum Beispiel auch der maßlose Ausbau der Windenergieanlagen, der unaufhörlich voranschreitet. Sie produzieren entweder zu wenig Strom oder zu viel. Sie sind unzuverlässig und daher unwirtschaftlich.

In einem Interview mit Merkur [1] erklärte Prof. Dr. Sigismund Kobe*) ein Phänomen, das er „Übergang zum Paradoxon erneuerbarer Energien“ nennt. Seine Warnung ist eindeutig: Mehr Windkraft ins Netz könnte bald abnehmende Erträge bringen – oder gar keine mehr.

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Aufgabe von australischen Offshore-Windenergie-Projekten

Laut Berichten verschiedener australischer Medien erklärte AGL Energy, sein 2,5 GW starkes Gippsland Skies Offshore-Windprojekt nicht fortzusetzen. Das Projekt befand sich noch in einer frühen Machbarkeitsfrage. Die Entscheidung wurde durch die sich weltweit verschlechternde Lage im Offshore-Windsektor beeinflusst. Näheres wurde nicht bekannt. Wie es hieß, werde sich AGL Energy auf Windenergie an Land, Batterien, Pumpwasserkraftwerke und Gasanlagenprojekte konzentrieren.

Das Projekt war eines von 11 Projekten in der Gippsland-Zone, denen von der Regierung des Landes eine Machbarkeitslizenz erteilt wurde.

Gippsland Skies ist nun das dritte Offshore-Windprojekt in Gippsland, das in diesem Jahr aufgegeben wurde. Im Oktober gab das deutsche Versorgungsunternehmen RWE seinen 2 GW Kent-Offshore-Windpark auf, während BlueFloat Energy sein 10-Milliarden-Dollar-Projekt Gippsland Dawn fallen ließ, obwohl es von der Regierung den Status eines Großprojekts erhielt.

Die Regierung von Victoria hat sich das Ziel gesetzt, bis 2032 mindestens 2 GW aus Offshore-Windenergie zu produzieren. Ein Bericht des Generalrechnungsprüfers des Bundesstaates im Parlament zeigte jedoch, dass ein solches Ziel höchst unwahrscheinlich wäre.

(vgl. auch deutsche Situation)

https://splash247.com/another-australian-offshore-wind-project-bites-the-dust-as-agl-walks-away/

https://www.abc.net.au/news/2025-12-05/third-victorian-offshore-wind-project-abandoned/106108856

Windenergieanlagen – die unterschätzte Zerstörungskette für Natur und Artenvielfalt

Die schädigende Wirkung von Windenergieanlagen auf Mensch, Natur und Artenvielfalt ist offiziell bislang rudimentär behandelt worden. Schlimmer noch, für den Bau von Windenergieanlagen wurden in Deutschland die Genehmigungshürden und rechtlichen Verfahren teils deutlich abgesenkt, um den Ausbau zu beschleunigen, insbesondere durch das Windenergie-an-Land-Gesetz (WindBG) und das Gesetz zur Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie.Maßnahmen wie die Erklärung von Erneuerbaren Energien zum „überragenden öffentlichen Interesse“ und die Verkürzung von Gerichtsverfahren tragen zur Beschleunigung bei, was als eine Abschwächung der Umweltauflagen interpretiert werden kann, da Umweltbelange zugunsten der Energiewende in der Abwägung weniger stark ins Gewicht fallen. 

Wohin das unter anderem führt, belegt der Blackout News [1] entnommene Beitrag:

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Offshore-Windenergie: Der Ausbau ruckelt gewaltig

Die Kosten für die Errichtung der Windenergie-Anlagen auf See (0ffshore) steigen gewaltig. Sie haben dazu geführt, dass etliche Projekte in den USA, Großbritannien, Europa und jetzt auch in Australien gestoppt wurden. Trotz der politischen Ausbauabsichten ruckelt, hapert und klemmt es gewaltig in der Wind-Branche.

Die Probleme sind bekannt: Die Inflation hat die Kosten für den Bau von Windparks in die Höhe getrieben. Die Preise für Stahl, Kupfer und Aluminium haben sich verdoppelt und verdreifacht. Dazu fehlen Komponenten. Es gibt nicht genug Fundamente, nicht genug Turbinen, nicht genug Errichterschiffe, wichtige Metalle sind knapp. Vor allem, wenn viele gleichzeitig das Gleiche wollen. Hinzu kommt der gewaltige Ausbau des Stromnetzes und die Bereitstellung von konventionellen Reservekraftwerke, denn egal, ob Anlagen an Land oder auf See, deren Stromerzeugung ist intermittierend und erfordern folglich Stromerzeuger, die rund um die Uhr verfügbar sind.

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Windräder und ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft

Wie wirken sich Windenergieanlagen auf Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft und Recht aus? Ein internationales Team von Forschenden liefert Antworten [1].

Der INGENIEUR brachte eine übersichtliche Zusammenfassung dieser Antworten [2]:

Getötete Vögel, Infraschall, langwierige Genehmigungsverfahren oder Recycling – Windkraftanlagen und ihre Auswirkungen auf die Umwelt sind immer wieder Thema in Politik und Gesellschaft. Forschende der ETH Zürich und anderen Forschungseinrichtungen haben sich 400 Studien zur Windkraft angeschaut und daraus selbst eine Studie erstellt. Die Arbeit identifiziert verschiedene Schüsselkategorien, die als Grundlage für künftige Forschung und politische Entscheidungen dienen sollen. Das Team arbeitet nun an Ansätzen, um die Akzeptanz von Windrädern zu erhöhen. Auch sollen interaktive Karten zu potenziellen Standorten entstehen.

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Ein überzeugender Schutz der Stromkabel von Offshore-Windparks ist nicht möglich

Die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines hat gezeigt, wie verwundbar kritische Infrastruktur im Meer ist. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Offshore-Windenergie stellt sich auch bei Stromleitungen zunehmend die Frage nach der Sicherheit. Die Bedrohungsszenarien reichen von Sabotage bis zu terroristischen und militärischen Attacken. Neben physischen Manipulationen drohen Cyberangriffe.

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Planungen von Windenergieanlagen bekamen rechtlichen Schuss vor den Bug

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) NRW wirft Pläne für Windenergieanlagen über den Haufen, wenn diese auf Grundlage des Landesentwicklungsplans (LEP) NRW begründet werden. Das OVG Münster hat mit Urteil vom 21. März 2004 [1] [AZ.: 11 D 133/20.NE] den überwiegenden Teil der Festlegungen des 1. Änderungsverfahrens zum Landesentwicklungsplan für unwirksam erklärt. Das Urteil ist rechtskräftig und damit allgemein verbindlich. Anlass war der Normenkontrollantrag des BUND.

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Starke Kostensteigerung bei Offshore-Windparks

Das Beratungsunternehmen PwC kommt in ihrer Analyse zu dem Ergebnis, dass es keinen finanziellen Anreiz mehr für den Bau von Offshore-Windenergie in Dänemark gibt [1]. Die ehrgeizigen Offshore-Windpläne der dänischen Regierung sind aufgrund starker Preissteigerungen und steigender Finanzierungskosten vom wirtschaftlichen Scheitern bedroht. Materialpreise, Zinssätze und Strompreisunsicherheit haben die Projekte unrentabel gemacht. Die Investitionskosten sind in nur zwei Jahren um 30 % von 2.500 $/kW im Jahr 2021 auf 3.240 $/kW im Jahr 2023 gestiegen.

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Schwedische Offshore-Windenergieparks haben Rentabilitätsprobleme

Nachrichten über die schlechte Wirtschaftlichkeit von Offshore- Windenergieanlagen nehmen zu. Wir berichteten über die norwegische Studie, die die Unrentabilität von Offshore-Windparks belegt und über die Alarm schlagenden US-Offshore-Windkraftunternehmen.

Jüngst warnen zwei schwedische Ökonomen, Christian Sandström und Christian Steinbeck, davor [1], dass die Windkraftindustrie ihres Landes vor einer Pleitewelle steht. Sie analysierten die Jahresberichte von Windkraftunternehmen in Schweden. Ihre Analyse ergab „erhebliche finanzielle Probleme“, wie sie am 28. Februar dem schwedischen Medienunternehmen Kvartal mitteilten.

„Der Gesamtverlust für die Jahre 2017 bis 2022 beläuft sich auf 13,5 Milliarden schwedische Kronen [1,2 Milliarden Euro], was einer Verlustmarge von 39 Prozent entspricht“, hieß es über den Sektor. Derart hohe Verluste scheinen für Windkraftunternehmen in Schweden eher die Regel als die Ausnahme zu sein, wie aus den Geschäftsberichten hervorgeht. Und das, obwohl Windparks nicht für die Netzanpassung und andere größere Systemkosten aufkommen müssen.

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RWE Windparks teurer als vorgegeben

Die Windindustrie hat faktisch zugegeben, dass sie die britische Öffentlichkeit über die Kosten der Energiewende getäuscht hat. Dies geht aus einer Pressemitteilung von Net Zero Watch vom 26.10.2023 hervor, die sich auf Telegaph [1] bezieht. RWE Renewables habe der Regierung gerade mitgeteilt, dass sie ihren Strompreis um 70 Prozent erhöhen muss, wenn weitere Windparks gebaut werden sollen.

PM Rishi Sunak hatte bereits zugegeben, dass es eine langfristige Täuschung der britischen Öffentlichkeit gegeben habe. Die Forderung von RWE nach mehr Subventionen bestätigt dies. Der „Green Blob“ lügt seit Jahren über die Kosten der erneuerbaren Energien. Die Wahrheit ist, dass Windkraft teuer ist und immer teurer wird. Die Energiewende ist ein Übergang in die Armut, aber nur wenige westliche Minister scheinen den Mut zu haben, das zu sagen, heißt es in der Pressemitteilung.

Seit vielen Jahren behauptet die Windindustrie, dass sie einen dramatischen Kostenrückgang erlebt habe, und unterzeichnet „Contracts for Difference“ (CfDs), um Strom zu außergewöhnlich niedrigen Preisen zu liefern. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelte, bei dem sich Windparks weigerten, CfD-Verträge zu aktivieren, und dadurch Hunderte von Millionen an Zufallsgewinnen erzielten. Die Entscheidung der Regierung, dieses Schlupfloch zu schließen, führte zum völligen Scheitern der letzten CfD-Auktion.

Die Forderung von RWE nach einer drastischen Erhöhung der Subventionen zeigt, dass die Industrie nun gezwungen ist, Angebote abzugeben, die die tatsächlichen Kosten von Windparks besser erfassen.

[1] https://www.telegraph.co.uk/business/2023/10/25/electricity-prices-rise-70pc-pay-wind-farms-energy/?mc_cid=a637fae39d